Einwabenableger mit gegebener Schwarmzelle

  • Guten Tag, ich war einst hier aufgeschlagen mit dem unglücklichen Versuch einen Kunstschwarm auf Überwinterungsstärke zu bringen. Dies gelang mir nicht, und das Volk war Ende Dezember erfroren.


    Nun habe ich gestern mit der Ablegerbildung begonnen und die Einwabenableger nach Pia Aumeier ausprobiert. Für die Beschreibung zitiere ich mich selbst.


    "Heute habe ich von den Völkern 1 & 2 die ersten Ableger gemacht. Versuchsweise nach der Einwabenablegermethode von Dr. Pia Aumeier. Hierfür entnahm ich eine Brutwabe, die zu mindestens der Hälfte flächig mit verdeckelter Brut belegt und auf der Stifte zu erkennen waren. Diese kombinierte ich mit einer Wabe zum bestiften an der Brutwabe, einer Mittelwand und - im Anschluss daran - zwei Futterwaben.

    Um die Bienenmasse bei den Ablegern zu verstärken wurden sowohl Bienen auf Futterwaben, als auch Honigraumwaben in die Ableger abgestoßen und gefegt.

    Bei der Durchschau der Wirtschaftsvölker fand ich dann auch eine geschlossene Schwarmzelle, diese brach ich mit Vorsicht großzügig aus und drückte sie auf die Brutwabe eines Einwabenablegers, die Zelle wird auch fleißig von den Bienen gepflegt."


    Nun das interessante. Ich habe heute noch einmal die beiden Ablegerkästen geöffnet (ich änderte heute morgen bereits die Reihenfolge der Anordnung der restlichen Rähmchen, gemäß Pia Aumeier.


    Hierbei hatte ich heute morgen festgestellt, dass das Volk seine, im Text beschriebene Schwarmzelle an der angrenzenden Wabe leicht angebaut hatte (deshalb auch der Entschluss die Mittelwand an die Position der Leerwabe zu setzen). Ich schaute vor ein bis zwei Stunden noch einmal kurz hinein und stelle fest, dass die Schwarmzelle nun offenbar waagerecht zum Boden steht und anders herum (Deckel zeigt zur alten Position auf der Brutwabe) an die Mittelwand angebaut wurde. Die Schwarmzelle ist weder aufgerissen oder der Deckel geöffnet oder ähnliches. Es knäueln sich auch Bienen darum.


    Wie funktioniert sowas, transportieren Stockbienen die Schwarmzelle, falls sie sich lösen sollte irgendwohin wo sie sie wieder festbauen können?!?


    Beim anderen Ableger (auch nach Pia Aumeier) haben sie die Weiselzelle nur in das Wabenwerk nach unten hängend eingebaut, wie es eben aussehen muss.


    Was hat Einwabenableger 1 denn da vorgehabt?!


    Bild 2 zeigt die gegebene Schwarmzelle an ihrer von mir vorgesehenen Position.


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  • Hi DSchwenk,


    mir fällt hier spontan eigentlich nur ein guter Rat ein: Schau nicht so oft nach ;-)


    Ich weiß es fällt grade am Anfang schwer, aber in der "Anleitung" des Einwabenablegers steht ja, man soll erst nach 28 Tagen nachschauen.


    Eine Weiselzelle ist sehr empfindlich ("Made kann aus dem Futter rutschen").


    Grüße

    Panger

  • Also wenn die Bilder sieht, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.

    Kaum Bienen auf der Wabe, offener Gitterboden, vermutlich ist das die einzige BW da am kalten Rand in der Holzzarge. Das ist ein Krüppel und wenn überhaupt produziert genau solche:

    einst hier aufgeschlagen mit dem unglücklichen Versuch einen Kunstschwarm auf Überwinterungsstärke zu bringen. Dies gelang mir nicht, und das Volk war Ende Dezember erfroren.

  • So wie es aussieht hast Du die WZ aus Ableger 1 auf dem Gewissen, die hast Du durch Deine unnötige Nachsehaktion gekillt.Wie Panger1337 geschrieben hat sind die sehr empfindlich und eine gekippte überlebt nicht. Ausserdem fehlt Bienenmasse.

    Auch ist die Anordnung Deiner Waben nicht OK, wo hast Du das so gelernt? Neben der Brutwabe aussen gehört eine FW. Aber lass jetzt zu - kein rumpfuschen mehr, dadurch wird es nur noch schlimmer.... und wie Schillbee geschrieben hat werden alle Vorurteile eines Einwabenablegers bestätigt...😭 - Aber wahrscheinlich ist es besser alles aufzulösen, es richtig zu lernen und neu zu beginnen...

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  • werden eigentlich keine Beiträge zu "Einwabenableger" hier gelesen , die genau darlegen , warum das einfach SUBOPTIMAL ist und nicht befolgt ?!

    Kann es immer und immer wieder nicht verstehen..:/

    Sind doch genug Völker bei dir, oder ?

    Wozu stehen denn die guten Ratschläge von den Erfahrenen hier ?!

    Kommt mir so vor:

    " Lass sie mal schreiben, ich kanns besser und schreibs HIER rein.

    Ich begreifs nicht..

    Evtl. wollten sie die " gedrehte Zelle " wieder" nach Hause " schleppen wenn die könnten, wurden aber wieder gestört...8o

  • Also, da dass hier der eine oder der andere schon wieder ein wenig "zu ernst nimmt":


    Ich habe mich recht exakt an die Anleitung von Pia Aumeier gehalten. Diese schreibt eben nicht vor, dass direkt an das Brutnest und an die Außenwand eine Futterwabe kommen soll FranzXR ! Zwischen Brutwabe und Futterwabe muss, dies sagt Fr. Aumeier ausdrücklich, eine Mittelwand kommen. Damit sie diese zügiger, um zum Futter zu kommen, ausbauen können. Es ist wichtig hierbei zu wissen, dass Fr. Aumeier eben nur Dreiwabenableger macht (Brutwabe mit ansitzenden Bienen, Mittelwand, Futterwabe + zusätzlich aus Honigräumen entnommene Bienenmasse). Schillbee : Die Brutwabe war Randvoll mit Bienen. Es wurden Bienen von mindestens zwei zu dreiviertel besetzten Honig- bzw. Futterwaben dazugegeben.

    Pia schreibt nicht genau vor, wie viel Bienenmasse sie dazu gibt, da aber nun keine Fröste mehr zu erwarten sind (ja, ich weiß: Eisheilige) und auch Futter genug da ist, dürfte die eine Wabe Abstand zum Futter gemäß ihrer Lehre auch bei nur einer besetzten Wabe kein Problem sein. Im Moment belegen die Bienen im Kasten etwa 2 Waben, das zu sehende Bild von oben wurde direkt nach der Bildung aufgenommen.

    Zudem ist jede der entnommenen Brutwaben auf einer Seite - der Beutenwand zugewandt - vollflächig mit verdeckelter Brut belegt, auf der anderen sind Maden und Stifte. Dies habe ich mit Absicht so gemacht, da die Brut dann vermehrt direkt am, auf eine Bienenbreite verengten, Flugloch schlüpfen kann (Stichwort Fluglochwache, denke ich - wird auch so empfohlen).

    Da sie bisher noch keine Nachschaffungszellen aus definitiv vorhandener jüngster Brut angezogen haben (Stifte waren zu erkennen!) dürfte die Weiselzelle noch in Ordnung sein.

    Wie gesagt, sie war beim letzten Öffnen nur durch eine Bautraube mit einer anderen Wabe sehr leicht verbunden worden, weswegen ich die angrenzende Leerwabe (mit Futter oben) gegen die Mittelwand getauscht hatte.


    Und ich stellte lediglich die Frage, ob es normal wäre, wenn die Weiselzelle sich, durch welchen Umstand auch immer, gelöst hätte, die Bienen sie quasi als "Trupp" (danach sah es nämlich aus) irgendwo festbauen, nur damit sie an einer Wabe weitergepflegt werden kann.

    Eine Königin kann auch nicht aus dem Spendervolk mit in den Ableger gerutscht sein, da meine allesamt gezeichnet sind (die Wabe neben der entnommenen war diejenige auf der die Königin des Spendervolkes saß).


    Eine letzte Frage jedoch:


    Ich habe die Schwarmzellen ja aus demselben Volk, aus dem auch der Ableger gebildet wurde. Wenn ich die Schwarmzelle an der Wabe befestige, spielt die Positionierung eine Rolle (Ich habe die auf dem Bild zu erkennende Schwarmzelle am unteren Rand gemäß ihrer vorhergehenden Position auf einer anderen Wabe (dort hing sie unten in einer Ecke) gesetzt)?

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  • Die MW in deiner Kiste wirkt wie ein Trennschied.

    Was soll der Trupp Bienen denn momentan als oberste Priorität einstufen,

    -Brut wärmen

    -Weiselzelle pflegen

    -Futter umtragen

    -MW ausbauen

    -Nektar sammeln?

    Kann nicht mal jemand die Admins bei Youtube kontaktieren, die sollen die Einwabenfetischistin blockieren.

  • Ich denke, dass dieses ganze Einwabenablegerkonzept als "Begattungskästchen im Standmaß" erdacht worden ist, um sich das Umwohnen aus eben jenen Kästchen in das Standmaß zu sparen.


    Ich weiß, dass dies viele eher negativ sehen, aber auch ein Begattungskästchen ala "Apidea" hat doch sogar noch deutlich weniger Bienenmasse und funktioniert für den Zweck der Züchtung von Königinnen auch nahezu perfekt?

  • Ich habe mich recht exakt an die Anleitung von Pia Aumeier gehalten. Diese schreibt eben nicht vor, dass direkt an das Brutnest und an die Außenwand eine Futterwabe kommen soll FranzXR!

    Ich mach das schon ein paar Jahrzehnte länger als Pia, und glaube mir, an die Aussenwand, neben der/den Brutaben gehört eine FW...

    Zwischen Brutwabe und Futterwabe muss, dies sagt Fr. Aumeier ausdrücklich, eine Mittelwand kommen.

    das hast Du auf der anderen Seite der Brutwabe nach innen, da hast Du nach der/den Brutwabe(n) eine Mittelwand und dann wieder eine Futterwabe.

    So wie Du die Waben eingehängt hast, riskierst Du das die Dir die paar Bienen verhungern, wenn es länger um die 0-5 Grad hat...


    Aber mach wie du möchtest - ich bin raus, frag doch Pia und nicht uns unwissenden...

  • Gut, was ich möglicherweise nicht oder nur ungenügend berücksichtigt habe, ist der Umstand dass Frau Aumeier auch empfiehlt, solange die Bienen nur auf einer Wabe ansitzen, der Ableger auf jeden Fall um 3,5km verstellt werden muss. Ich muss aber am Stand Ableger bilden, eventuell ist die Bienenmasse für diesen Zweck noch zu wenig. Auf der einen Seite haben sie aber nur eine Brutwabe zu pflegen und die ist vollgepackt mit Bienen? Die Futterwaben dienen wahrscheinlich nur als Reserve und um dorthingehende Erweiterungen vorzunehmen, also im Konzept von Dr. Aumeier.