Schadensersatzerwartung wegen Sachbeschädigung durch Bienenkot

  • Cuximker, das hier erwähnte Urteil des LG Dessau ist auch auf Dich anwendbar. Bleib ruhig und warte ab, bis etwas vom Anwalt des Geschädigten oder vom Gericht kommt. Eigentlich landet sowas erst mal vor der örtlichen Schiedsstelle. Wenn das dort nicht beendet wird kannst Du Dir einen Anwalt nehmen (nicht eher). Dessen Kosten trägt dann die Gegenseite da sie im Rechtsstreit unterliegen wird. VG Jörg

  • Georgie ich kann leider das bezogene Urteil vom LG Dessau nicht öffnen, ohne ein Abo zu tätigen.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Lieber Cuximer, lauf jetzt zur Haftpfichtversicherung und warte nicht weitere Schreiben ab...die wehren auch unberechtigte Ansprüche ab und werden nicht nur tätig, wenn die Klage zugestellt wurde...

    Ich würde die Dame von dem Makler-Büro anrufen und fragen, was zu tun ist...

  • Hast du auch eine private Haftpflichtversicherung? Wenn ja schau mal nach on Bienen auch versichert sind, das ist in den meisten Fällen mit eingeschlossen.


    Und solange du nicht grob fahrlässig gehandelt hast (in dem Fall wäre das zB wenn ein Verbot bestünde, deine Bienen dort aufzustellen wo sie sind, das ist aber ja nicht der Fall) ist das Ganze Sache der Versicherung.


    Genau dafür gibt es die Haftpflichtversicherung: die übernehmen dann wenn du für einen Schaden haften sollst, den du (nicht grob fahrlässig) verursacht hast.


    Wie das genau mit der Versicherung über den DIB läuft weiß ich nicht, aber normalerweise bist du raus wenn eine Haftpflichtversicherung für dich besteht, ob privat oder über einen Verein.

  • Lieber Cuximer, lauf jetzt zur Haftpfichtversicherung und warte nicht weitere Schreiben ab...die wehren auch unberechtigte Ansprüche ab und werden nicht nur tätig, wenn die Klage zugestellt wurde...

    Ich würde die Dame von dem Makler-Büro anrufen und fragen, was zu tun ist...

    Na ja, außer dass diese Dame, mir gegenüber und in höflicher Schriftform ihren Unmut darüber entgegengebracht hat, dass ihre neue Terrassenbedachung und ihr Auto von meinen Bienen bekackt worden sei, Sie dieses als eine Sachbeschädigung mit über 4000,00€ beziffert, ist ja noch nix passiert.

    Eine konkrete Forderung mir gegenüber muß da schon anders formuliert werden, mit der ich dann mir einen Rechtsbeistand holen kann.
    Vielleicht ist ja nach dem nächsten anhaltenden kräftigem Regen, die Welt bei dieser Dame auch wieder i. O.

    Ich möchte da nicht gleich, auf Grund einer Nachricht im Messenger einen Juristen aufsuchen.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Nachtrag:


    Einen Anwalt brauchst du auch nicht wenn du eine Versicherung hast, die diesen Fall abdeckt. Denn entweder die Ansprüche der Gegenseite sind berechtigt, dann zahlt die Versicherung, oder sie sind nicht berechtigt, dann zahlt die Versicherung nicht und du natürlich auch nicht. Herausfinden wird das die Versicherung.


    Also kein Grund zur Panik oder Aktionismus, Urteile zu lesen oder einen Anwalt zu beauftragen.


    Direkt morgen mit der Versicherung sprechen, das ist alles.

  • Moin

    Es ist doch noch kein Versicherungsfall eingetreten!

    Bis jetzt steht nur der Hinweis das jemand angeblich einen Schaden in Höhe von 4000 € hat.

    Keine Aufstellung wie sich die zusammensetzen, eingereichte Belege von Rechnungen usw. Da wird keine Versicherung irgendwas machen. Und eine Ra benötigt man da auch noch nicht. Erst einmal abwarten und schauen was da kommt. Der "Schaden" muss ja irgendwie belegbar sein. Sollte es zu einem Lackschaden gekommen sein, so stellt sich dann auch die Frage ob man nicht hätte eher reagieren können, also den Schaden herbei gesehnt hat.

    Man muss nicht für alles zum Ra oder wie auch immer.


    Gruß

    Martin

  • Die ominöse Geschädigte wird bereits scheitern, wenn sie den notwendigen Nachweis führen soll, daß es genau Deine Bienen und keinesfalls die von anderen Bienenhaltern oder gar herrenlose Wildbienen waren, die diesen sagenhaften Schaden angerichtet haben sollen.

    Flugkreise sind groß, wie wir wissen. Gegenüber Laien reicht i.d.R. der Hinweis auf Wildbienen oder die bloße Anzahl anderer Imker in der Region. Für das gutnachbarliche Verhältnis genügt der Hinweis, daß man es an seine HaftpflichtVS weitergeleitet habe. Als Versicherter streitet man sich besser nicht selbst, sondern läßt das die Versicherung tun. Wenns hoch kommt, kann man sich mit der geschädigten Nachbarin noch zusammentun und gemeinsam über die hinterhältigen Versicherungen meckern, die im Schadensfall immer nicht zahlen wollen, aber jedes Jahr die Beiträge erhöhen...

  • Moin Bernhard!


    Aus dem Bauch heraus würde ich erst einmal den persönlichen Kontakt zu der "Betroffenen" suchen und mir die Sachlage vor Ort zeigen lassen.

    Denn ich kann mir zugegebenermaßen weder vorstellen, dass deine 12 (?) Völker an diesem Standort und offenkundig ja in einiger Entfernung zum vermuteten Wohngehäuse der Dame so massiv ge-reinigungsflugt haben, dass dort jetzt, im Mai (!), kurzfristig nennenswerte Mengen an Bienenkot auffallen, noch glaube ich an einen wie auch immer errechneten Schadwert von 4000,-€.

    Mag seltsam klingen, aber ich hatte die ganz spontane Eingebung, dass dort eventuell ... nunja, die Schwalben sind hier seit einigen Wochen wieder da...:wink:


    Gespannte Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Haha, sowas hatten wir hier auch schon mal. Da verdächtigte ein Gebrauchtwagenhändler Emmissionen einer nahegelegenen Lackiererei. Es wurden vom Bezirksamt teuer bezahlte Analysen der Flecken durchgeführt bis sie sich dann bei mir meldeten, ob die von der Analyse zurück gemeldeten "organischen Bestandteile wie Pollen" eventuell Bienenkot sein könnten.

    Hätten sie billiger haben können, die "Analyse"!

    Da war nur nicht mal ein Stand greifbar - es gab einfach nur viele blühende Linden entlang der Straßen und entsprechend hoch frequentierten Luftverkehr...


    Völlig haltlos, da passiert vermutlich gar nichts. Der Typ soll seine Ansprüche schriftlich formulieren. Spätestens wenn er dafür dann einen Anwalt konsultiert, wird der ihn etwas gerade rücken ^^


    M.

  • Hallo Cuximker,

    JEDE Versicherung hat 3 Funktionen.
    1. Prüfen ob ein Anspruch besteht

    2. Abwehren wenn kein Anspruch besteht und 3. zahlen wenn ein Anspruch besteht.
    Also schicke einfach die Forderung an Deine Haftpflichtversicherung und lass die ihren Job machen. Dann bekommst Du eine Schadennummer die Du dem Forderungsteller mitteilen kannst und mit der er sich an Deine Versicherung wenden kann sollte er Fragen haben. Die Versicherung setzt sich ohnehin mit dem Geschädigten in Verbindung und fordern logischerweise Belege, Rechnungen, Fotos usw.

    Deshalb ist die richtige Antwort:“Meine Versicherung kümmert sich um die Angelegenheit und wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.“ Punkt

    Also ganz ruhig bleiben und keinen Aktionismus. Dafür bezahlst Du schließlich die Beiträge. Du kannst ja dann mal berichten wie es ausgegangen ist. 😉

    Schöne Grüße aus Brandenburg.

  • Hallo, also eigentlich musst du gar nichts zahlen. In der Nachbarschaft sind Bäume umgefallen auf einen Zaun. Der Baumbesitzer musste nichts zahlen, wegen höhere Gewalt. Mein bekannter Anwalt hat mir erklärt, die Versicherung würde nur zahlen, wenn man es wusste dass die Bäume morsch waren und man nur keine Zeit hatte sie weg zu machen. Genau mit Kindern unter 6, die nicht haftbar sind, die Versicherung muss da auch nichts zahlen.......

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401