Betriebsweise Korb

  • ribes

    Danke für die Informationen. Das werde ich bei Gelegenheit mal nachlesen. Der Sensenlehrer dengelt und schärft mir meine Sichel dieses Jahr nach getaner Arbeit. Er bietet auch regelmäßig Dengelkurse an und bei Fragen kann ich jederzeit vorbeischauen... ich will die teure Sichel ja nicht kaputt machen ^^ .


    Rubio

    Die Honigentnahme wird im Regelfalle mit der Varroabehandlung kombiniert.

    Der Korb wird abgestoßen. Das Volk kommt also in einen leeren Korb und kann dort mit OS behandelt und anschließen eingefüttert werden. Aus dem nun bienenfreien Korb werden die Waben entnommen und der Honig als Scheiben bzw. Wabenhonig oder Presshonig verwendet.

    Falls noch Brut vorhanden ist (einige Korbimker warten bis im September die Brut ausgelaufen ist) kommt diese zusammen mit dem restlichen Wachs in den Schmelzer. So gesehen eine TBE.

    Es wird hierbei auf das Abschwefeln verzichtet. Das war jetzt nur die grobe Kurzform.

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov

  • Die Honigentnahme wird im Regelfalle mit der Varroabehandlung kombiniert.

    Der Korb wird abgestoßen. Das Volk kommt also in einen leeren Korb und kann dort mit OS behandelt und anschließen eingefüttert werden. Aus dem nun bienenfreien Korb werden die Waben entnommen und der Honig als Scheiben bzw. Wabenhonig oder Presshonig verwendet.

    Falls noch Brut vorhanden ist (einige Korbimker warten bis im September die Brut ausgelaufen ist) kommt diese zusammen mit dem restlichen Wachs in den Schmelzer. So gesehen eine TBE.

    Es wird hierbei auf das Abschwefeln verzichtet. Das war jetzt nur die grobe Kurzform.

    Respekt, wirkt alles wie ein richtig interessantes Projekt!

    Eine wirkliche Quest quasi;-).

    Die meisten, die sonst in die Korbimkerei einsteigen wollen, haben nach ein paar Jahren leere Körbe, weil ihnen die Anpassung an heutige Verhältnisse nicht gelingt (oder sie diese gar nicht erkennen), so jedenfalls meine Erfahrung.


    Bei dir klingt das anders.


    Berichte bitte weiter!


    Grüße,

    Thomas

  • Bei uns gab es fast nur Körbe aus Weiden, die gespeisst und geflechtet wurden. Die mussten immer noch einmal isoliert werden und konnten Nässe nicht gut ab.

    Spannend ist das Thema und klasse, dass du dich da so reinarbeitest.

    Mich hat immer abgeschreckt, dass mein Opa, die Völker zur Ernte abräucherte. Es gab damals viele Völker und die waren problemlos zum Halten.

    Aber keine echte Betriebsweise, wie in dem Film in den 70igern.

  • Die Zeit fehlt. Das ist eine Betriebsweise für Berufsimker, nicht für ein Hobby. Und die ökonomischen Zwänge, denen heutzutage auch eine Berufsimkerei unterliegt, machen die Korbimkerei unmöglich. Für Hobbyimker ist die Korbimkerei ungeeignet, da anders als die Magazinimkerei zeitlich nicht so planbar, das die notwendigen Arbeiten in die verfügbaren Zeitfenster fallen. Das ist ein Relikt vergangener Tage.

    Ich finde es dennoch sehr spannend auch wenn deine Einwände bestimmt berechtigt sind.


    So breit wie Maximilian sich da einarbeitet über Körbe flechten ( Fichtenwurzel als Bindematerial ) , sich Roggen anbauen und Werkzeug herstellen läst und die entsprechende Lieteratur liest wird er vermutlich sehr hartnäckig sein und Erfolg haben.


    Meinen besten Wünsche hat er.

    Vielleicht hast du, Maximilian, Lust das ein wenig auch mit Fotos zu dokumentieren.


    Wäre an sich ein spanndendes Projekt für ein Museumsdorf wie z.B. Kommern

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Grade durch die Vielschichtigkeit hast Du tatsächlich mein Interesse an dem Thema geweckt. Sehr spannend.

    Dabei ist die Imkerei (in welcher Behausung auch immer, auch wenn die Werbung gern was anderes verspricht!) doch sowieso schon wahnsinnig komplex.


    Für mich persönlich: nein, danke.

    Aber ein bisschen zu Dir rüberschielen und ein paar Erfahrungen aufgreifen: sehr gerne 😊


    Wünsche viel Erfolg!

  • Endlich mal jemand der sich an eine Betriebsweise herantraut, die den natürlichen Eigenschaften der Honigbiene sehr nahekommt, wenn nicht sogar entspricht. Dazu gehörten für mich auch das Schwärmen lassen. Dies setzt dann aber auch die täglichen Kontrollen des Imkers voraus und ein entsprechendes Umfeld (günstige Schwarmfangplätze). Diese Betriebsweise eignet sich besser zur Nutzung von Spättrachten und weniger für die Frühtracht. Auf jeden Fall sollte ein langes Trachtband zur Verfügung stehen. VG Jörg

  • herantraut

    Wieviel Bienenkörbe waren zur Zeit bei Maximilian nochmal von Bienen besetzt?


    Es ist hochinteressant sich mit dieser Art der Bienenhaltung zu beschäftigen. Sie auszuführen, ist allerdings eine andere Nummer.


    Ich würde trotzdem sehr gerne weitere Berichte zu dem Vorhaben hier lesen.

    Endlich mal jemand der sich an eine Betriebsweise herantraut, die den natürlichen Eigenschaften der Honigbiene sehr nahekommt, wenn nicht sogar entspricht.

    Was ist dran natürlicher als andere heute gebräuchliche Betriebsweisen? Die TBE zur Honigernte?

  • Eine wirkliche Quest quasi;-).

    Anscheinend sind wir schon mindestens 3 Velomobilfahrer im Forum ;) .

    Die meisten, die sonst in die Korbimkerei einsteigen wollen, haben nach ein paar Jahren leere Körbe, weil ihnen die Anpassung an heutige Verhältnisse nicht gelingt (oder sie diese gar nicht erkennen), so jedenfalls meine Erfahrung.

    Bei der Tracht habe ich mir natürlich verschiedenste Gedanken gemacht. Ich wohne an der Grenze zum pfälzer Wald. Auf der einen Seite habe ich massig Frühtracht durch Obst und Raps. Hier möchte ich mich in erster Linie mit den größeren Obst-Biobauern unterhalten und den Raps meiden. Auf der anderen Seite habe ich Robinie und Edelkastanie. In meiner Familie gab es früher noch Landwirtschaft. Daher haben wir noch kleine Waldländereien im Bereich der Edelkastanie. Ich muss somit zum Glück bei niemandem anfragen um meinen Bienenstand dort aufzubauen und alle Örtlichkeiten liegen im selben Landkreis.


    Sonnenblume

    Sie war eine ganze Zeit bei uns verschwunden aber mittlerweile beginnen wieder einige Landwirte mit dem Anbau in unserer Region. Die Problematik liegt hierbei in der Zucht. Die neueren Hybriden werfen anscheinend wenig Nektar ab. Allerdings habe ich gehört es gäbe auch hier den ein oder anderen Biobauern der die älteren Sorten anbaut (man muss zum Acker immer erst den Besitzer finden ^^ ).


    Phacelia

    Wird bei uns in der Region immer mehr verwendet und blüht teilweise bis in den Herbst.


    Kornblume

    Ist mein eigenes Zusatzprojekt. Ein 1 Ha Acker nur mit Kornblume und Mohn. Hier gibt es Landwirte die bereit wären mich mit Acker und Aussaat zu unterstützen. Allerdings stört mich der "Pachtpreis". Der Landwirt verdient mit dem Acker nichts, also wäre in der Pacht der Ernteausfall enthalten.


    Berichte bitte weiter!

    Für mich persönlich: nein, danke.

    Aber ein bisschen zu Dir rüberschielen und ein paar Erfahrungen aufgreifen: sehr gerne 😊

    Meinen besten Wünsche hat er.

    Vielleicht hast du, Maximilian, Lust das ein wenig auch mit Fotos zu dokumentieren.

    Ich würde trotzdem sehr gerne weitere Berichte zu dem Vorhaben hier lesen

    Ich freue mich über das Interesse an meinem Projekt und halte euch gerne auf dem Laufenden. Ich komme hier mit Fotos hochladen zwar noch nicht wirklich zurecht aber das wir sich sicherlich geben ^^ .

    Wieviel Bienenkörbe waren zur Zeit bei Maximilian nochmal von Bienen besetzt?

    Im Moment besitze ich (noch) keine Körbe weil ich es ablehne mir welche zu kaufen (höchstens ein Originalkorb als Anschauungsobjekt). Ich finde, wenn man die Korbimkerei betreiben möchte, dann sollten man in der Lage sein einen Korb zu flechten. Daraus resultiert nämlich auch, dass ich in der Lage bin die Körbe instandzusetzen. Der ein oder andere Imker den ich kenne, hält sich Bienen nebenher in ein oder zwei Körben. Die Körbe sehen mittlerweile aber sehr bemitleidenswert aus. Es fehlt einfach das Wissen zur Reparatur (welches ich auch erst bei Rob van Hernen erlernen werde).

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov

  • rps20210711_235422.jpg


    Wenn das Wetter passt werde ich am Wochenende den ersten Roggen ernten. Ich habe vor kurzem einen Demeterbetrieb gefunden der mir den Roggen zur Verfügung stellt.

    Zur Ernte habe ich mir eine Sichel von Falci gekauft (eine der letzten Sensenschmieden in Europa), dazu einen Kumpf für den Gürtel und einen Wetzstein der im Kumpf getragen wird. Den Dengelamboss und den Dengelhammer habe ich nicht auf dem Foto.

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov

  • Auch hier galt, zwei Korbimker, zwei Meinungen :D .

    Der Erste hat für den Anfang zu einer Sichel geraten. Wenn es keine unsäglichen Mengen sind kann man das Stroh bei der Ernte direkt mit der Hand sortieren.

    Der Zweite meinte man kann Sichte (Kniesense) mit Mahdhaken nutzen. Man kann mit dem Haken ebenfalls direkt sortieren und es geht schneller als mit der Sichel. Der Umgang muss aber geübt werden.

    Zur normalen Sense wurde mir gar nicht geraten


    Jetzt das logistische...

    Ich habe auf einen Sensenlehrer zurückgegriffen der ebenfalls der Meinung war, dass eine Sense für mein Vorhaben unsinning wäre. Da bei uns in der Region die Kniesensen nicht verbreitet waren, konnte er dazu auch keine wirkliche Aussage treffen. Deshalb auch die Empfehlung zur Sichel.


    Natürlich habe ich mich bereits schlau gemacht. Sollte ich am Wochenende merken das mir die Sichel zu anstrengend ist, dann werde ich mir eine Kniesense beschaffen. Zur "Arbeitseinweisung" muss ich dann eben deutlich weiter fahren :D .

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov

  • Ergänzung zu gestern:

    Gestern Abend habe ich mir den Acker mit dem Roggenstroh angesehen und zwei Garben geerntet. Ohne Halmverkürzer wird Roggen sehr lang. Bedingt durch den starken Regen, den Wind und die Höhe, legt sich der Roggen sehr gerne. Genau genommen liegt der ganze Acker. Ich musste also mit der Hand den Roggen aufrichten um mit der Sichel an den Halm zu kommen. Mit der Sense hätte ich kein vernüftiges Ergebnis bekommen. Die Kniesense mit dem Mahdhaken könnte noch gehen. Allerdings bleibe ich bei der Sichel. Das Arbeiten ging fix und in 20 Minuten hatte ich schon eine ganze Menge. Wirklich anstrengend ist es auch nicht. Die Nachbehandlung kostet noch Zeit. Ähren abschneiden (Ratten/Mäuse) und die Garben immer wieder in die Sonne stellen zum Trocknen.


    Die Arbeit gefällt mir ;) .

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov