Der erste Imker ist wegen Oxalsäureverdampfung angezeigt worden

  • Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Moin,

    den einzigen Unterschied, und in meinen Augen wichtigen Unterschied, zwischen Darbringung in flüssiger, gasförmiger oder staub-/sublimationsform ist der, dass bei allen flüssigen und gasförmigen Gaben von Varroa-Behandlungsmitteln, die Bienen den Stoff direkt aufnehmen (müssen).

    Egal ob AS (Dispenser oder Schwammtuch) oder Oxalsäure gesprüht oder geträufelt, die organischen Säuren gegen durch den Verdauungstrakt/Organismus der Bienen. Bei der Träufelmethode wahrscheinlich sogar noch am stärksten, da die Bienen sich gegenseitig dieses Zucker-Oxalsäure-Wasser aus dem Pelz lecken.

    Daher darf man auch nicht 2x im Winter mit der Oxalsäure per Träufelmethode behandeln, weil sonst die Bienen daran kaputt gehen, der Magen-Darm-Trakt zu stark geschädigt wird.

    Die AS wirkt über die Stockluft, aber dennoch über den Organismus. Die Wirkung bei der Milbe besteht in einer selektiven Atmungshemmung und Übersäuerung der Milbe und ihrer Larvenstadien. Die Biene kann die Übersäuerung im Körper besser abpuffern, aber nur, wenn die Konzentration nicht zu hoch ist (beachte Temperatur, Luftfeuchte, etc.).

    Abschließend gibt es wahrscheinlich noch zu wenig oder zu ungenaue Studien, aber OX in Staubform wirkt nur äußerlich, zumindest nach meinem Wissen, setzt sich auf die Hautlappen der Milben, so dass die abfallen, etc. Die Bienen scheint das nicht zu beeinflussen.

    Es wird auf alle Fälle interessant, wie die Behörden das Gesamtgeschehen einschätzen.

    Und wie sich Andermatt dieses Jahr dazu positionieren wird.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • ...

    Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)

    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.

    Vielen Dank im Voraus!

    Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    Dieses "Statement" war aber nun nicht die Antwort auf die Frage.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • ...

    Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)

    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.

    Vielen Dank im Voraus!

    Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    Dieses "Statement" war aber nun nicht die Antwort auf die Frage.

    Das ist richtig. Keine Ahnung, was ich da reininterpretiert habe. =O

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • zu 1: wenn "die Vielen" keinen Handlungsbedarf sehen, ist das in meinen Augen unkorrekterweise als Ablehnung verwendbar, das geht über einfache Gleichgültigkeit hinaus. Sie sollen oder brauchen sich nicht aktiv persönlich engagieren, dann sollen sie aber auch nicht passiv konterkarieren!

    Wir wissen aus täglicher Erfahrung, wie man Pro oder Contra-Argumente missbräuchlich zu diesem oder jenem Zweck verwendet! Also entweder erkennbar raushalten oder deutlicher nicht dagegen sein und die Interessierten stillschweigend unterstützen, soweit es praktikabel ist!


    zu2: was ich warum als fehlerhaft bezeichne, habe ich erklärt, es ist weder neu noch aus den Fingern gesogen: Abhängigkeit von äusseren Faktoren wie Wetter, Klima, Standort, sogar Beutensystem

    Es geht nicht darum, seine "bewährte Methode" aufzugeben, sondern einfach zuzugeben, dass es eben nicht die einzig wahre Methode ist. Was anderes habe ich nicht geschrieben.


    Noch mal:

    Ich schreibe niemandem etwas vor, will aber im Gegenzug auch meine Freiheit, selbst die geeignete Methode auszuwählen. Nicht einfach nur die fadenscheinigen Ablehnungsgründe stillschweigend akzeptieren! Was ich dazu beitrage, lass mal meine Sorge sein. Dieses "betreib doch ein Zulassungsverfahren" ist ein billiges Totschlagargument, weil es sich keine Privatperson leisten kann, was allgemein bekannt ist. Diese Art der Entscheidungsfindung oder Aussitzerei ist nichts anderes als "Gutsherrenart", oder neudeutsch "im Stile alter weisser Männer"


    Darum ist es auch Sache von Instituten, das für die Allgemeinheit der Nutzer zu veranlassen. Die werden schließlich auch von unseren Steuern mitfinanziert...

  • Hallo Helmuth T ,


    zur Deinem Post #46: Wird das ganze wirklich vor dem Amtgericht verhandelt? Das Bußgeld ist doch ein Verwaltungsakt und keine Strafsache, oder? Wenn, dann wird Widerspruch eingelegtz und anschließend vor dem Verwaltungsgericht geklagt und diese Verfahren sind - bis auf eigene Kosten - eben kostenfrei.

    Hintergrund: Der Bürger soll sich unbeschwert gegen den Stadt wehren können. Liebe Grüße

    Ralf

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • ABER,

    ich finde es im Prinzip nicht richtig, nicht zugelassene Medikamente zu nehmen. Wenn das so egal ist, dann lasst uns doch alle fröhlich Antibiotika gegen die AFB verwenden. Ist doch jedem selbst überlassen. Und dass mir das nicht erlaubt wird, ist <hier Auswahl nach Geschmack treffen> der Dummheit der Behörden, der Inkompetenz der Politiker oder dem Wirken dunkler international tätiger Mächte zu verdanken.

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Der DIB könnte dies tun.... aber wozu? Es ist raus geworfenes Geld, dank der Imker, die bereits verdampfen. Selbst als Prestigeobjekt ist es kaum zu gebrauchen.... wer sich die Arbeit macht, würde maximal einen Schulterklopfer bekommen. Und vermutlich von denen, die bereits verdampfen.... Das mache ich schon seit Jahren so, und ist doch nichts neues. Da wird es keine Jubelnde Imkertraube geben, die jemanden dafür hochleben lässt.

    Der DIB ist imho nicht dazu da, sich auf die Schulter klopfen zu lassen. Auf der Seite des DIB steht:

    Zitat

    „Zweck des Deutschen Imkerbundes e.V. ist es, die Bienenhaltung zu fördern und zu verbreiten, damit durch die Bestäubungstätigkeit der Honigbiene an Wild- und Kulturpflanzen eine artenreiche Natur erhalten bleibt."

    So steht es in der Satzung des D.I.B. Die enge Verflechtung von Naturschutz und der Wahrung imkerlicher Interessen schafft die Voraussetzungen für ein unverfälschtes und hochwertiges Produkt.

    Liegt denn die Zulassung eines andernorts bereits zugelassenen Mittels, das - nach Erfahrungen, ja, aber nun, wer macht denn Studien dazu? Sollen das jetzt auch noch die Imker selber machen? - potentiell unschädlicher sein dürfte als andere, bereits zugelassene Mittel, nicht im Interesse der Imker?


    Wenn Du zweifelst, dass die verdampfte Oxalsäure schonend ist, ok, dann lass es halt die angebliche Bequemlichkeit sein. Das entspricht aber dann doch immer noch der Zielsetzung, die Bienenhaltung zu verbreiten. Etwas, das bequem ist, wird doch potentiell eher gemacht als etwas unbequemes.


    Ich habe wirklich nichts dagegen, dass Arzneimittel zugelassen werden müssen, das ist imo berechtigt. Gerade die in Der erste Imker ist wegen Oxalsäureverdampfung angezeigt worden als Beispiel genannten Antibiotika gehören in die Hände von Ärzten (und, nebenbei bemerkt, nicht in die Hände von Mästern), auch wenn der Vergleich mit Oxalsäure imho schon a weng hinkt.


    Aber dass weiß nicht wie viele Imker sich am Rande der Illegalität bewegen müssen, nur weil die Zulassung für einen Imkerverband "nicht interessant" ist, das finde ich nicht ok. Wessen Interessen vertritt der denn?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • ...ABER,

    ich finde es im Prinzip nicht richtig, nicht zugelassene Medikamente zu nehmen.....

    Ralf Adams : Wenn Du es im Prinzip doch nicht richtig findest und so fort, dann stoße Du doch das Zulassungsverfahren an.

    Du mußt dann auch nicht zum Prinzipienreiter werden. :P

    AFB-Bekämpfung mit Antibiotika als Vergleich heranzuziehen ist nun nur noch voll daneben.

    Ein eher passenderes, genausoweit hergeholtes Beispiel: Als Hühnerhalter nutze ich ein im Handel frei erhältliches Gemisch aus Kieselgur in Dinkelspelzen als Einstreuin den Legenestern und mache damit den Milben das Leben schwer. Verantwortungsvolle Landwirte mischen Kieselgur gegen Kornkäfer ins Getreide.

    Kieselgur ist ein Mineral, daß mit seinen scharfen Kanten Milben und Käfer anritzt.

    Kieselgur ist kein zugelassenes Arzneimittel.

    Gruß Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Hallo Helmuth T ,


    zur Deinem Post #46: Wird das ganze wirklich vor dem Amtgericht verhandelt? Das Bußgeld ist doch ein Verwaltungsakt und keine Strafsache, oder? Wenn, dann wird Widerspruch eingelegtz und anschließend vor dem Verwaltungsgericht geklagt und diese Verfahren sind - bis auf eigene Kosten - eben kostenfrei.

    Hintergrund: Der Bürger soll sich unbeschwert gegen den Stadt wehren können. Liebe Grüße

    Ralf

    Hallo Ralf,

    wenn der sprachgewaltige Imkerkollege ein Bußgeld fängt, wird er dagegen Einspruch einlegen, über den dann "eigentlich" der Strafrichter beim Amtsgericht entscheidet. Die Verwlatungsschiene käme zum Tragen, wenn man ihn durch einen Verwaltungsakt zum Behandeln gegen Varoatose (?) zwingen würde und Zwangsgelder androhen würde, wenn er das nicht macht...dann würde der Kram irgendwann einmal beim Verwaltungsgericht geklärt werden können, die dann zu prüfen hätten, ob ein Verstoß (Unterlassen der jährlichen Behandlung gegen die Milbe bei Befall) vorlag, der die Maßnahme und die Androhung von Zwangsgeldern rechtfertigt. Wenn ich was gestalten müsste: Wer weiß denn, ob der Imkerkollege wirklich einen Befall mit Milben hatte und nicht nur so getan hat, als hätte er einen Befall und sich wichtig machen wollte - aber das sind alles juristische Spielchen....

  • ...ABER,

    ich finde es im Prinzip nicht richtig, nicht zugelassene Medikamente zu nehmen.....

    Ralf Adams : Wenn Du es im Prinzip doch nicht richtig findest und so fort, dann stoße Du doch das Zulassungsverfahren an.

    Warum sollte ich? Ich verwende das Verfahren nicht und hatte es auch nicht vor. Und für meine Prinzipien werde ich mich nicht rechtfertigen; muss ich auch nicht. Anders ist es, wenn man in der Lebensmittelherstellung gegen Arzneimittelrecht verstößt; das sollte eben nicht jedem anheim gestellt werden.

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • ...

    Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)

    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.

    Vielen Dank im Voraus!

    Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    Dieses "Statement" war aber nun nicht die Antwort auf meine Frage.

    In der Landwirtschaft, gilt das gleiche Gesetzt, wie bei den Bienen.


    Ein Artztneimittel, darf nur für bei der Tiergattung eingesetzt werden, für welche es auch eine Zulassung gibt. (Schweiz)


    Z.B. gibt es für die Endoparasiten bei Schaf und Ziege verschiedene Mittel.


    Zulassung für:

    -Ziegen und Schafe.

    -Nur für Ziegen.

    -Nur für Schafe.


    Bei den Ekotoparasiten, gibt es da schon mehr "Freiheit".

    Da können schon eher frei käufliche Mittel eingesetzt werden, insofern dies auch von den Labelprogrammen nicht explizit verboten ist, (Bio, Demeter: usw.) oder ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz beinhaltet.


    Meine Bemerkung zu der OX- Verdampfung/Vernebelung.


    Noch vor ein paar Jahren, war dies in meiner Gegend, der "Hit" bei der Restentmilbung.

    Heute "verstauben" diese "Dampfgeräte" offenbar irgendwo im Keller, Estrich, usw, und es es wird wieder geträufelt.


    Als "nicht Behandler", bin ich aber nicht der Frage nachgegangen;

    warum dies so ist????


    Das "gelbe vom Ei", war es wohl nicht........Trotz Zulassung.


    lg Sulz.

  • Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)


    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.


    Vielen Dank im Voraus!

    Mir als gelernter Landwirt sind soweit keine Mittel bekannt, die anstelle von Arzneimitteln für Parasiten verwendet werden. Das wäre allein schon von der Dokumentation schwierig. Der Tierarzt kommt vorbei und stellt die Diagnose, druckt dir das aus und du heftest das in deinen Ordner und der Amts-Veterinär der ein halbes Jahr später zur Kontrolle kommt, sieht die Aufzeichnungen fragt aber wie das behandelt worden ist, da ja kein Abgabebeleg über ein entsprechendes Behandlungsmittel vorhanden ist.


    Dann kommt es zu dem Punkt:

    Landwirte in der Tierproduktion haben einen Tierarzt, der den Bestand betreut, und der würde seine Approbation verlieren, wenn der Behandlungen durchführt, die nicht vom Gesetz gedeckt sind.

    Ob der Tierarzt sofort seine Zulassung verliert bezweifle ich, allerdings muss er mit einer Geldbuße rechnen.


    Zusätzlich dazu, wird dem Landwirt auch eine Strafe auferlegt. Sofern er Fördergelder von der EU bezieht, werden diese gekürzt. So eine Sache kann schon mal zu 25% Kürzung führen, was für viele der Betriebe schon eine Summe ist die weh tut. (Kam bei uns In der Gegend schon paar mal vor). Wenn er keine Prämien bezieht, dann werden Strafen entsprechend der verstoßenen Gesetze fällig.

  • ...

    Dieses "betreib doch ein Zulassungsverfahren" ist ein billiges Totschlagargument, weil es sich keine Privatperson leisten kann, was allgemein bekannt ist. Diese Art der Entscheidungsfindung oder Aussitzerei ist nichts anderes als "Gutsherrenart", oder neudeutsch "im Stile alter weisser Männer"


    Darum ist es auch Sache von Instituten, das für die Allgemeinheit der Nutzer zu veranlassen. Die werden schließlich auch von unseren Steuern mitfinanziert...

    Ich zitiere mich ausnahmsweise selbst, weil ich etwas wichtiges vergessen hatte. Es soll mich niemand für so naiv halten, zu glauben, dass ein Zulassungsverfahren selbst mit formvollendetem Anschreiben auf Papier oder per Mail erledigt sei...

    Ich habe es auf den einen Kernpunkt eingedampft: den finanziellen Aspekt, der in diesem Zusammenhang einerseits eher nachrangig ist, andererseits vorab entscheidet. Man muss nur die aktuellen Nachrichten verfolgen, in denen es um den gesuchten Impfstoff oder ein bereits verfügbares und taugliches Medikament gegen Covid19/Corona geht. Findet man jemanden, der die fachlichen Möglichkeiten hat, fragt er zurück, wieviel es denn kosten darf - damit wäre das Thema dann durch...


    Würde man als Meier Deutschland dieses formvollendete Schreiben in der zuständigen Stelle einreichen, gäbe es vermutlich zwei Konsequenzen:

    entweder die lachen sich tot und das gesamte Personal müsste ersetzt werden

    oder

    sie lassen sich am nächsten Tag krank schreiben, weil sie nach dem Lesen den Rest des Tages mit dem Kopf auf den Schreibtisch...

    Egal - so ein Schreiben würde die Poststelle nicht zur nächsten Abteilung verlassen... Ziemlich sicher wird man aber höflich beantwortet mit "Danke für Ihr Interesse, bitte lesen Sie die angehängte Pflichtenliste zur Beantragung durch und senden Sie sie uns ausgefüllt zurück"


    Als Einreicher "Institut XY" sähe das anders aus. Dazu müssen auch wissenschaftliche, theoretische und praktische Dinge erledigt werden, bevor man so eine Prüfung zur Zulassung beantragt. Auch daher ist das "beantrage doch die Zulassung" ein albernes Totschlagargument. Es ist für einen Privathansel schlichtweg unmöglich!

    Im vorletzten DBJ stand ein großer Artikel über OSV. Die Grundlagen sind schon lange verfügbar, die muss man nicht mehr neu erarbeiten. Im Laufe der Jahre sollten die Erkenntnisse sogar noch verfeinert worden sein.