Der erste Imker ist wegen Oxalsäureverdampfung angezeigt worden

  • Was sind in meinem Beitrag die vielen Falschaussagen und Halbwahrheiten? So umfangreich und lang ist er nicht. Nur etwas davon aufgezählt, was allgemein bekannt und hier im Forum Dauerschleife ist. Und ein wenig angerissen, was ich selbst manchmal von hiesigen Imkern höre. Die Spitzen kann und will ich mir mittlerweile gar nicht mehr verkneifen, erst Recht nicht, wenn man jedes mal wieder denselben alten Mist zu hören bekommt.


    Ich habe bewusst mit spitzem Unterton nachgefragt. Einige deiner Aussagen kenne ich ähnlich verpackt aus der Verweigerer und "wir haben das schon immer so gemacht-Fraktion" - auch hier vor Ort schon gehört. Zum Glück nur von einer verschwindenden Minderheit.


    Selbst viele alte Imker aus meinem Bekanntenkreis würden gern sublimieren. Nur ist ihr Grund weder Geiz, noch Bequemlichkeit, was hier lediglich wiederholt und pauschal unterstellt wird! "Teufelszeug" für OSV deutet schon an, was dahintersteckt: Glaubensfragen und Theologie, sonst nichts!


    Finvara das war aus Gründen bewusst so deklariert 8)

  • Politiker kaschieren ihre absolute Unfähigkeit damit das sie das Volk in die Schuld nehmen.

    Dieser Satz ist der große Bruder von "Alle Imker sind Massentierhalter und Tierquäler". Reiner Schwachsinn, egal wann und in welchem Zusammenhang. Am besten direkt aus dem Wortschatz löschen.

  • Einige deiner Aussagen kenne ich ähnlich verpackt aus der Verweigerer und "wir haben das schon immer so gemacht-Fraktion"

    Bevor man lospoltert könnte man auch erst einmal lesen und versuchen zu verstehen. Das ist bei dir offensichtlich nicht der Fall gewesen, als du meinen Text gelesen hast. Vielleicht versuchst du es noch mal. Eventuell auch mehrmals.


    Deine unterschwellige Einteilung der Imker in dumm, beratungsresistent und rückständig gegenüber intelligent, kompetent und fortschrittlich finde ich mehr als unpassend.

    Die meisten Menschen haben einen guten, für sie schlüssigen Grund für ihr Handeln. Vielleicht wäre hier eine ausführlichere Informationsbeschaffung besser, als alles, von der eigenen Meinung abweichende, als indiskutabel vom Tisch zu wischen.?


    Oxalsäure verdampfen ist ein Mittel der Wahl um die Varroa zu bekämpfen, nicht zwangsläufig das Mittel der Wahl. Willst du den Imkern absprechen hier eine eigene Entscheidung zu treffen? In deinen zwei Beiträgen machst du das sehr deutlich.


    Ist Deutschland wirklich das einzige Land der EU, in der die Oxalsäureverdampfung nicht zugelassen ist? Ich finde darüber keine Angaben.

    In den Ländern, in denen man frei wählen kann behandeln 100 % mit der Oxalsäureverdampfung?

    Warum sollten sich jetzt alle deutschen Imker verpflichtet fühlen für die Zulassung der Oxalsäureverdampfung zu kämpfen? Warum sind die, die das nicht für notwendig erachten automatisch schlechtere Imker? Vollkommen unabhängig von deren Erfolgen?


    Das war jetzt schon viel mehr wiederholt, als ich eigentlich wollte. Es stand fast alles schon in Beitrag #37. Unnötig mühsam ist sowas.

  • Was der redegewaltige Imkerkollege dort erfährt, halte ich für wirtschaftlich recht bedrohlich; sollte das beim Amtsgericht etc. landen, werden sicherlich Gutachten eingeholt werden und die sind meist nicht kostenlos. Verliert er, hat er die Verfahrenskosten am Bein und ohne Versicherung auch persönlich zu bezahlen. Da wirken seine Überzeugungen auf mich etwas sehr unvorsichtig - wenn er sich vorher rechtlich beraten ließ, mag er auch ohne eigene Versicherung die Versicherung des "vermuteten" Rechtsanwaltes anzapfen können.


    In der Sache geht es mE rechtlich um die Frage, ob die Oxalsäure als Arzneimittel zu qualifizieren ist.


    Ohne jur. Detailwissen sind wir wohl überwiegend davon überzeugt, dass das Händewaschen mit Seife in Corona-Zeiten die Seife nicht zum Arzneiumittel macht.


    Das haben wohl vor langer Zeit auch die "Bastler" des AMG für richtig gehalten und ins Gesetz geschrieben (§ " Abs. 2 Ziffer vergessen):


    Arzneimittel sind nicht

    Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, äußerlich am Tier zur Reinigung oder Pflege oder zur Beeinflussung des Aussehens oder des Körpergeruchs angewendet zu werden, soweit ihnen keine Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen zugesetzt sind, die vom Verkehr außerhalb der Apotheke ausgeschlossen sind,...


    Unser redegewaltiger Imkerkollege setzt nach meinem Verständnis seiner Beiträge darauf, dass es sich bei der OX um einen Stoff handelt, der ausschließlich dazu bestimmt ist, äußerlich am Tier (wohl die Biene und nicht die Milbe) zur Reinigung (der Biene) angewandt zu werden.


    Ich bleibe da sehr neugierig, was die Juristenkollegen draus machen - denn sein Verhalten empfinde ich schon wie eine Selbstanzeige, die sonst eher schriftlich und nicht per youtube daherkommt.

  • Das deutsche Rechtssystem ist ja glücklicherweise nicht darauf ausgelegt jemanden wirtschaftlich zu ruinieren. Der Herr könnte somit die Geldbuße bezahlen, die seine wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigt, oder sich in einen Prozess mit ebenso kalkulierbaren Kosten stürzen.


    Unter dem Strich geschehen in diesem Fall jegliche Handlungen bei vollem Bewusstsein. Er hat sogar Verwaltungswissenschaften studiert, wenn ich nicht irre.


    Ich kann nicht abschätzen, wieviel Gerechtigkeit in diesem Kampf gegen das System steckt, sehe jetzt aber kein Drama, wo sich jemand unverschuldet in eine ruinierende Situation begeben hat.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Naja,

    falls er sich vorher mit einem Anwalt beraten hat, dann ist ja alles klar, 👌.

    Und sorry rase, das ist jetzt Sarkasmus. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das ganz schön teuer wird, andere Kostenerzeuger hinzugezogen werden und wer am Schluß die ganze Sause bezahlt ist unsicher. Die einzigen zwei Dinge die sicher sind:

    Die Anwälte werden ihr Geld bekommen, egal von wem.

    Wer Jura studiert muß einen guten Abischnitt vorweisen, die sind einfach schlauer als wir.

    Viele Grüße

    Wolfgang, der Anwälte liebt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • .

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    Deine unterschwellige Einteilung der Imker in dumm, beratungsresistent und rückständig gegenüber intelligent, kompetent und fortschrittlich finde ich mehr als unpassend.

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    Oxalsäure verdampfen ist ein Mittel der Wahl um die Varroa zu bekämpfen, nicht zwangsläufig das Mittel der Wahl. Willst du den Imkern absprechen hier eine eigene Entscheidung zu treffen? In deinen zwei Beiträgen machst du das sehr deutlich.

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    Warum sollten sich jetzt alle deutschen Imker verpflichtet fühlen für die Zulassung der Oxalsäureverdampfung zu kämpfen? Warum sind die, die das nicht für notwendig erachten automatisch schlechtere Imker? Vollkommen unabhängig von deren Erfolgen?

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    Offensichtlich ist es genau umgekehrt. Ich wollte von dir wissen, welche "Art" Imker keinen Grund für Änderung sieht, und warum sie das nicht sehen (wollen). Zum zweiten unterstellst du mir, die gesamte Imkerschaft weiter bevormunden lassen zu wollen, indem du unterstellst, nur eine Methode noch erlaubt haben zu wollen. Selektives Missverstehen und Sinnentstellen ist das, was du machst, noch deutlicher geht es nicht: "den Imkern absprechen, hier eine eigene Entscheidung zu treffen..."

    Aber Danke für deine Bestätigung, es ist also doch genau so, wie ich vermutet hatte...


    Momentan ist das Gegenteil der Fall, sie dürfen eben nicht die eigene Entscheidung treffen, weil die eine Methode nicht zugelassen wird. Das wird von einer undefinierten Anzahl "vieler Imker" angeblich unterstützt. Merkste selbst ?


    Ich wünsche, dass auch die OSV dem Imker als seine Entscheidung ermöglicht wird, damit er ein weiteres Verfahren zur Verfügung hat, was er nach eigenem Ermessen oder Bedarf einsetzen kann. Es wird ganz nebenbei auch noch unterschlagen, dass eine breitere Auswahl an Behandlungsmitteln und -methoden eine bessere langfristige Strategie ist, als nur ein beschränkt festgelegter Pool.


    Die Fraktion, von der du schreibst, macht aber genau das:

    sie spricht der restlichen Imkerschaft die eigene, individuelle Verantwortung und Entscheidung ab und bevormundet sie mit "Wenn wir es nicht wollen, habt ihr es auch nicht zu wollen!"


    Noch schlimmer:

    es wird abgebügelt mit dem Hinweis "Anwendersicherheit nicht gegeben!" ab. Wenn das nicht der pauschale Vorwurf ist, zu dumm und unmündig zu sein... <X

    Als letzter Strohhalm kommt dann nicht ganz unerwartet "Geiz und Bequemlichkeit - mehr steckt nicht dahinter!" Als ob...


    Den Spruch "schlechte Imker" wirst du von mir nie hören oder angedeutet bekommen, das überlasse ich denen, die für andere meinen, entscheiden zu müssen, was gut oder besser für alle ist.

    Es sind oft genau die Schwammtuchbomber und Grabkerzenzündler, die denen, die es anders machen genau diese schlechte Imkerei vorwerfen. Die lehnen oft genug auch den Nassenheider als neumodisch unnützes Zeug ab, der kostet ja auch ein paar Mark, Schwammtücher und Teekerzen dagegen hat man in der Küche...

  • Das Problem ist, in meinen Augen, das durch die Illegalität des Verdampfens (was vielfach mit gutem Erfolg praktiziert wird) auch andere illegale Mittel als gleichwertig tolerierbar erscheinen, wie die ganzen diversen Pülverchen, Flohhalsbänder u.ä. auf Amitrazbasis und schlimmeres. Die rote Linie ist in meinen Augen an der falschen Stelle gezogen und führt dadurch zu großem Schaden.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das wird von einer undefinierten Anzahl "vieler Imker" angeblich unterstützt.

    Unterstützung und Gleichgültigkeit ist ein himmelweiter Unterschied.

    Ich wünsche, dass auch die OSV dem Imker als seine Entscheidung ermöglicht wird, damit er ein weiteres Verfahren zur Verfügung hat, was er nach eigenem Ermessen oder Bedarf einsetzen kann.

    Das ist dein gutes Recht. Finde ich sogar lobenswert. Ich halte dich nicht auf. Hab ich auch schon geschrieben.

    Aber warum verlangst du dieses Engagement von den Imkern, die da keinen Vorteil drin sehen?

    Niemand der Anwender und Befürworter ist bereit, überholte und fehlerbehaftete Methoden auch mal klipp und klar als solche namentlich zu benennen und abzulehnen.

    Wie soll ich das denn anders deuten, als das Aussortieren anderer Behandlungsmethoden?

    Dass diese überholt und fehlerbehaftet sind, kann ich noch nicht mal bestätigen. Das ist eine Behauptung die bei mir und meinen Erfahrungen ohne Grundlage ist. Fehlerbehaftet vielleicht, aber nicht mehr als bei der OX-Bedampfung auch.


    Der Weg dich für die Zulassung einzusetzen steht dir offen. Schließ dich dem Drohn an, der Nordbiene, wem auch immer. Es wird an vielen Fronten dafür gekämft. Mach einfach mal was.

    Hier im Forum bewegst du in dieser Hinsicht nichts. Da rennst du offene Türen ein. Da hält dich auch keiner auf.

    Aber warum sollten alle die mitgehen, die gar nicht in die Richtung wollen? Wenn ich Brötchen kaufen möchte, laufe ich auch nicht zum Metzger. Willst Du mir vorschreiben, dass ich gefälligst Fleisch kaufen soll?

  • Für mich stellt sich die Frage wie es sein kann, dass innerhalb der EU unterschiedliche Zulassungen bei TAM bestehen, die wettbewerbsrelevant sind. Hierfür müssen triftige Gründe bestehen, die sehe ich aber nicht. Wenn man seine Verteidigungsstrategie aber darauf aufbaut, es gehe hier garnicht um die Anwendung von TAM in der Lebensmittelproduktion wird die Frage der Wettbewerbsgleichheit innerhalb der EU nicht erörtert und der Rechtsweg zum EuGH nicht eröffnet. Allerdings fehlt es einem Freizeitimker hier wohl auch an der persönlichen Betroffenheit. Diesen Rechtsweg könnten wohl eher Erwerbsimker bestreiten, besser deren Interessenverband in Form einer Musterklage. Eines Präzedenzfalles bedarf es dazu nicht. Hier reicht ein inzidentes Normenkontrollverfahren. Die Chancen auf Erfolg sollte vorher durch Rechtsgutachten einer auf dem Gebiet des Wettbewerbsrechts erfahren Kanzlei geprüft werden. Bei dem in Rede steigenden Fall dürfte der Ausgang klar sein aber mach weiß ja nie, vielleicht finden sich formelle Fehler, damit wäre aber das Problem nicht geklärt. VG Jörg

  • "Bequemlichkeit und Zeitersparnis für den Imker"

    ist die Verdampfung meiner Meinung nach nicht, Ameisensäureverdunster reinstellen geht schneller, ist allerdings mehr Risiko für die Bienen. Aber ich staune immer wieder, wie offen Imker zugeben, daß sie verdampfen.

    VG Annette

  • Ich kann nicht abschätzen, wieviel Gerechtigkeit in diesem Kampf gegen das System steckt, sehe jetzt aber kein Drama, wo sich jemand unverschuldet in eine ruinierende Situation begeben hat.

    Leute, vor Gericht geht es um das herrschende Recht, nicht um Gerechtigkeit - verwechselt das bitte nicht! (Soweit meine leienhafte Sicht...)

  • Jetzt mal in Ruhe.


    Ox sublimation für sich gesehen, hat ein Wirkungsspektrum, wie OX Sprühen oder Träufeln. Es wirkt nicht in der Brut und mit 95-98% Wirksamkeit, ist es gegenüber OX Sprühen oder Träufeln nicht wirklich entscheidend besser.

    Was immer wieder positiv angeführt wird. Ist die Einfachheit. Bei bestimmten Geräten braucht man nicht die Beute öffnen und die Zeitersparnis. Sprühen dagegen kostet Zeit und Mühe, ohne Frage. Ox träufeln dagegen, geht auch sehr schnell und ist, da kein Gerät benötigt wird günstig, energiesparend.

    Anwender freundlich ist das Träufeln. Beim Sprühen würde ich sagen....nun ja, jeder, der mal gesprüht hat, weiß wo der Wind herweht. Beim OX sublimieren weiß aber auch keiner, wo der Dampf hingeht. Siehe Video mit der Dampfwolke..... also Schutzausrüstung sollte man tragen. Das gleiche beim Träufeln, sollte man schon entsprechend Handschuhe tragen.

    Der Faktor "Bienenschonend" ist bisher nicht belegt. So sehr jetzt die Leute aufschreien, nein, die Arbeiten, die einen Vergleich angestellt haben. Haben zu kurz gegriffen. Im Sommer wird für den Winter behandelt. Das heißt, man muss Völker standardisiert im Sommer behandeln und dann mehrere Gruppen, sowie eine Referenzgruppe bilden. und dann im weiteren Verlauf bis zum Mai beurteilen. Dies über 5 Jahre zeigt dann ein relevantes Ergebnis. Da alleine schon die Witterung bei bestimmten Methoden zu einem schlechteren Ergebnis führt, ist es keine einfache Sache wirklich handfest diesen Faktor zu belegen. Es sind gute Ansätze vorhanden und man hat Vermutungen, dass es bienenschonend sein soll. ;)

    Ein Kollege hat bei sehr nassem Wetter verdampft und musste dann überraschend feststellen, dass er Völkerverluste hatte. Da OX bei der sublimation als Staub vorliegt und bei Kontakt mit Feuchtigkeit erst als Säure vorliegt, kann bei hoher Luftfeuchtigkeit OX seine Wirkung verlieren. Dies passiert auch gerne mit AS Verdunstung. Eine hohe Luftfeuchtigkeit reduziert die wirksame Konzentration.


    Allerdings ist Ox Sublimation mit AS Behandlung nicht zu vergleichen. Da der Wirkungsbereich bei der AS zum Teil auch in der Brut reinreicht. (Daher macht es Brutschäden... etc. braucht man nicht wirklich zu diskutieren.)


    Wo ist also das Problem?

    Es ist nicht die Wirksamkeit.

    Es ist auch nicht die mögliche Gefährdung, die man durch Benutzung anderer Geräte reduzieren kann.

    Es ist die Zulassung. Niemand will Geld für die Zulassung eines Mittels ausgeben, dass einen Bereich abdeckt, der bereits durch OX Träufeln und Sprühen und auch begrenzt durch die Milchsäure abgedeckt wird. Da steckt kein Markt, kein Gewinn dahinter. Und wenn man es genau betrachtet, sorgen sogar die bereits "Verdampfer"imker dafür, dass der mögliche Gewinn noch geringer wird. Da sie schon nicht mehr, dass neue geniale Gerät von Firma xy kaufen würden, sondern bei ihrem günstigen Gerät bleiben. Die OX Tabletten bringen kein Geld.


    Somit wäre jede Firma schön blöd sich da zu engagieren.

    Der DIB könnte dies tun.... aber wozu? Es ist raus geworfenes Geld, dank der Imker, die bereits verdampfen. Selbst als Prestigeobjekt ist es kaum zu gebrauchen.... wer sich die Arbeit macht, würde maximal einen Schulterklopfer bekommen. Und vermutlich von denen, die bereits verdampfen.... Das mache ich schon seit Jahren so, und ist doch nichts neues. Da wird es keine Jubelnde Imkertraube geben, die jemanden dafür hochleben lässt.

    Es wurde ja auch nicht wirklich geahndet, wenn man verdampft.

    Der Kollege im Video ist mit wehenden Fahnen und Leuchtreklame losgerannt und hat sich und alle anderen "Verdampfer" in eine dumme Situation gebracht. Die Behörde will doch gar nicht, so etwas nachgehen. Die wissen auch, dass der Schaden, der vermutlich durch das "Verdampfen" entsteht, kein wirklich ist.

    Aber sie wurden gezwungen, durch das in die Öffentlichkeit ziehen und Verbreiten von Ansichten, die zu einer Steigerung der Imker führt, die diese "nicht zugelassene" Methode verwenden werden.


    Das Arzneimittelgesetz schützt den Anwender vor Schaden durch Substanzen, die für diese Anwendungen nicht getestet und nicht zugelassen sind. Früher gab es noch Hausierer, die Wundermittelchen frei vertreiben konnten und ehrlich gesagt, gibt es da heute auch noch einige davon, aber dank diesem Gesetz, müssen die Mittel einen rechtlichen Weg einhalten und der kostet, so dass man sich als Produzent mehrfach überlegt, ob man eine Zulassung beantragt.


    Somit kann man nur sagen, wenn man unbedingt die Zulassung wollte, hätte man eine Spendenaktion machen können und sich mit, ich glaube sie heißt, Frau Rademacher? Diese hatte sich um 2004-2006 sehr für eine Zulassung eingesetzt, in Verbindung setzen können.

    Dazu gab es 2004- 2006 mehrere gute Artikel von der Dame.


    Oder man hätte einfach nach der Devise "keine schlafenden Hunde wecken" einfach so behandelt, wie man es für richtig hält.

    Man ist gesetzlich zur Behandlung von Varroa verpflichtet, jedoch auch hier wird nicht wirklich geprüft. Wer nicht gut genug behandelt hat, sieht dies an den Völkerverlusten. Somit ist man eigentlich froh, wenn man Imker hat, die gut und sicher Überwintern. Und niemand hat wirklich ein ernsthaftes Interesse daran, da jemanden an den Karren zu fahren. Aber wenn man so öffentlich wird, wie hier geschehen, dann wird es leider zum Frust aller führen.

  • Die Varroamilbe ist auf der Biene ein Ektoparasit. Die Biene dient zur Lebensmittelproduktion. Arzneimittel zur Behandlung von Tieren, die der Lebensmittelproduktion dienen, müssen zugelassen sein. Die Frage, ob Oxalsäuredampf ein Arzneimittel ist, ist m. E. nicht eindeutig zu beantworten, bzw. wurde noch nicht richterlich geklärt.


    Andere Tiere (Hühner, Rinder, Schweine ....), die auch der Lebensmittelproduktion dienen haben auch Ektoparasiten (Läuse, Flöhe, Milben, Haarlinge, Zecken usw). Sind die Mittel, die dagegen angewandt werden alles zugelassene Tierarzneimittel oder gibt es da auch Mittel, die gebräuchlich sind, von den Veterinären nicht beanstandet werden und nicht als Arzneimittel angesehen werden (Pflegemittel, Reinigungsmittel ...)


    Im Forum gibt's ja auch Landwirte. Ich bitte, dass uns da mal einer informiert.


    Vielen Dank im Voraus!

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)