Reinigung Styropor-Beuten

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    Moin moin,


    ich imker auf Segeberger und decke mich über Rbay-Kleinanzeigen ein.

    Viele Beuteteile sehen aber so aus, dass ich sie nicht gleich benutzen möchte.

    Hat einer von Euch Alternativen zu dieser Äznatronbehandlung?


    Habe auch nicht die Massen, um jedesmal ein 200L-Fass auf 90°C auf zu heizen.

  • Moin, moin Bernd!


    Als bekennender Bienen(material)-Hygiene-Fetischist kann ich dir nur raten, entweder tatsächlich sehr (!) gründlich alles zu ätznatronen oder aber ... neu zu kaufen.

    Und wenngleich ich mir im Klaren über mögliche Sparpotenziale beim Gebraucht-Kauf und den löblichen Gedanken der (relativen) Nachhaltigkeit bin, ich sehe den Erwerb gebrauchten Tierhaltungsequipments durchweg sehr kritisch. Vom Risiko der Einschleppung irgendwelcher Keime über den m. E. unverhältnismäßigen Aufwand der grdstzl. nötigen Desinfektion, gerade bei kleineren Mengen, bis hin zu leider zu häufig schon erlebtem Gehuddel aufgrund von "nicht so ganz" passenden Teilen. Wobei Letzteres beim Segeberger-System idealenfalls keine Rolle spielen sollte.


    Schöne Grüße und viel Erfolg!

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Kauf gebrauchten Imkerei- oder gar Beutenmaterials setzt zumindest sichere Kenntnis vom Infektionsstatus voraus. Nicht umsonst wird immer wieder davor gewarnt, solche Grundregeln zu ignorieren. AFB-Sporen z.B. überdauern Jahrzehnte, ohne ihr Infektions-/Invasionspotential zu verlieren - weder durch wetterbedingte Hitze, noch durch Kälte.

  • Wenn man selbst neu gekauft hat, sollte man im Normalfall aber auch den Hygiene- oder Reinheitsstatus seines Geräts kennen, wenn man es jahrelang nutzt und hoffentlich regelmäßig reinigt. Dann und muss man nicht darüber grübeln oder sich sogar ärgern, dass man das Gerät besser nicht gebraucht gekauft hätte!

    Irgendwelche Befallsmerkmale und sei es nur Schimmelansatz, sollten eigentlich nicht unbemerkt an einem vorübergehen...


    Gruß Andreas

  • OK. Zusammenfassung: Wir haben keine vernünftigen und preiswerten Alternativen zu Ätznatron-Desinfektion von gebrauchten Segebergern mit unbekanntem bzw. unsicherem Infektionsstatus.


    Zur ergänzenden Frage in #4: Ätznatronlauge ist i.ü. auch ein sehr wirksames Mittel, um Gegenstände von restlichen Propolis- und Wachsanhaftungen zu reinigen (sehr effektiv und zugleich oberflächenschonend z.B. bei Plexiglasscheiben von Schaubeuten). Mechanische Reinigung bei eigengenutztem Inventar reicht bei einem ansonsten gesunden Bienenstand grundsätzlich

    aus.

  • Hier kommt ein hilfreicher Tip.

    Ätznatron reinigt auch in kaltem Wasser Deine Beuten.

    Stell eine Zarge in kaltes Ätznatronwasser, mach ein Brett und einen Stein drauf, dann kannst Du jeden Tag eine Zarge einweichen (oder mehr in einem größeren Gebinde), in klarem Wasser neutralisieren und klarspülen, dann trocknen.

    Funktioniert hervorragend, braucht nicht viel Wasser, geht halt nicht so schnell wie in heißem Wasser.

    Aber ich vermute mal, es geht nicht um 200 Beuten.

    Keine AFB mehr, saubere Beuten, kein Energieaufwand, alles gut.

    Probier es mal, Du wird zufrieden sein.

    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Danke auch von mir black.peterle zusätzlich zum like.


    Ich habe hier ein Edelstahlfass stehen, an dem der Deckel und die Tonne selbst mit Griffen versehen wurden.

    Da passt eine komplette Segebergerzarge rein. Mir fehlt noch der Hockerbrenner.


    Meine Holzbeuten habe ich alle ausgeflemmt. Die sechs Beuten mit Zubehör kann ich locker auf dem kalten Weg desinfizieren. Der eigene Wachskreislauf ist auch etabliert.

    Da hier auch die "Rasis"' der Imkerwelt leben, befürchte ich, dass die AFB Sperrgebiete hier nicht aussterben werden.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.