Bienen und Zeiten von Corona

  • Tja, da sieht man mal, wie inzwischen die Imkerei betrieben wird. Mittels dieser globalisierten Imkerei scheint man ja auch gut Geld verdienen zu können, sonst würde man das nicht machen. Aber andererseits "obergrüne Hohelieder" über die über die Imkerei verbreiten....

    "Mich kotzen nicht die Maßstäbe an, sondern die doppelten Maßstäbe" (H.D.)

    "Damit ein Skeptiker geboren wird, müssen tausend Gläubige wüten." [Cioran]

  • Alles hat zwei Seiten...


    Ökonomisch ein Desaster für die Betroffenen, wenn die vorbereiteten Völker nicht mehr hinkommen können, wo vorgesehen. Und für die Bienen erst recht katastrophal.


    Andererseits fährt der "Wahnsinn" ein Stück zurück auf die Lokalität, wo es m.E. hingehört. Die Auswüchse der Bestäubungsimkerei haben wir ja rauf und runter diskutiert...

    Jetzt gibt's mal einen Schnitt, der mit Apellen o.ä. wohl kaum erreicht worden wäre.

  • Jetzt gibt's mal einen Schnitt, der mit Apellen o.ä. wohl kaum erreicht worden wäre.

    Wenn ich in den letzten Wochen die vielen Auswirkungen reflektiert habe, kam mir mehrfach der Gedanke:


    Was Greta mit 2 Jahren „Streik“ nicht geschafft hat, prügelt ein winziger DNA-Klumpen in paar Wochen durch...

  • Und die Greta's machen nur Pause....

    Hoffentlich.

    So eine Pandemie ist nach 2-3 Jahren durch (zumindest bis zur nächsten..), und dann gibt es einen Impfstoff oder eine Herdenimmunität.


    Bei einem freidrehenden Klimawandel helfen aber weder Mundschutz, Abstand oder ein Impfstoff. Der ist dann auch nicht nach 2-3 Jahren vorbei, und im HomeOffice kann man ihn auch nicht aussitzen.


    Deswegen wäre es wichtig, wenn der Corona-Mist durch ist, dass man weltweit bei etwas bleibt, was man in der jetzigen Krise auch hier und da versucht: Man hört auf Experten, welches die richtigen Lösungsansätze sein könnten, und trifft Entscheidungen aufgrund von Zahlen und Wissenschaft und Forschung - und nicht einzig und allein aufgrund der Interessen der Shareholder von Top-Konzernen*.


    * - sorry, konnte mir etwas Kapitalismusbashing nicht verkneifen ;-)

  • So eine Pandemie ist nach 2-3 Jahren durch (zumindest bis zur nächsten..), und dann gibt es einen Impfstoff oder eine Herdenimmunität.

    Herdenimunität würde voraussetzten das man, nach durchlebter Coronaerkrankung, auch immun ist, was wiederum voraussetzt das der Virus bei der Fortpflanzung nicht mutiert - davon geht man momentan aus, weis es aber noch nicht wirklich... :cursing:


    Einen Impfstoff und Medikamente die die Krankheit positiv begleiten/behandelbarer machen können, ist das was wir wirklich brauchen...:thumbup:

  • Bei einem freidrehenden Klimawandel helfen aber weder Mundschutz, Abstand oder ein Impfstoff. Der ist dann auch nicht nach 2-3 Jahren vorbei, und im HomeOffice kann man ihn auch nicht aussitzen.

    5 Wochen Dauersonnenschein und null Niederschlag hier. Viele haben sich einzig darüber beschwert, nicht wie sonst, mit diversen Aktivitäten dieses "tolle Frühjahr" geniessen zu können.


    Wir haben Ende April, bis auf die Äpfel ist alles durch. Robinie haben wir nicht sooo viel. Löwenzahn teils kaputtgespritzt und eh angegriffen, wegen zu wenig Niederschlag. Dritte Jahr so. Freidrehender Klimawandel wird noch ganz andere Sachen mit sich bringen, als Homeoffice und keinen Urlaub im In-oder Ausland.

  • Beim Klimawandel wird es ja nun nicht eine Maßnahme sein, die über Nacht

    gleich greift. Sondern viele, verschiedene Maßnahmen die über einen längeren Zeitraum

    wirken.


    Zu deinem Beispiel Homeoffice: Der Anteil der Leute im Homeoffice wurde

    aus der Not heraus stark hochgeschraubt, so müssen jetzt viel weniger Leute zur Arbeit pendeln, was zu nicht unerheblichen Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch führt.

    Wegen Befürchtungen von 2ter, 3ter Welle wird Homeoffice wahrscheinlich

    noch länger laufen.


    In der Touristik, also Airleines, Kreuzfahrtschiffe, etc. wird aktuell

    auch sehr viel Treibstoff eingespart.

    Und ob diese Branchen in 1-2 Jahren ein Riesen-Comeback feiern, oder

    überhaupt noch existieren, steht in den Sternen.


    Vieles was früher ging, ist aktuell nicht möglich und jetzt finden

    Anpassungsprozesse statt, doch diese brauchen Zeit.

    In einem Interview mit SpiegelOnline hat Continental-Chef Elmar

    Degenhart vor kurzem ausgeplaudert, dass Continental im

    Automobilbereich über den ganzen Globus verteilt 2300 Zulieferer hat.

    Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass Continental jetzt einfach

    passiv 1-2 Jahre wartet bis Impfstoff oder Herdenimmunität da ist,

    um dann genauso weiterzumachen wie bisher.

    Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass Anpassungen stattfinden

    werden in Richtung nationaler/regionaler/lokaler Produktion.

    Und solche Prozesse werden in verschiedenen Branchen und in

    verschiedenen Ländern stattfinden.

    Wenn es so kommen sollte, kann ich es nur begrüßen.


    Um mal den Bogen zu Hartmut's Ursprungspost zu spannen:

    In der Bestäubungs-Imkerei in USA ist aktuell eine Riesen-Krise. Da

    könnte es auch Anpassungen geben in Richtung lokale, nachhaltigere Imkerei.

    Dafür müssten dann die Mandelbauern mal das Trachtangebot etwas

    diversifizieren und auch weniger/kein Gift mehr in die Plantage sprühen.

    Sonst gibts halt keine Bestäubung.

  • Kommt jetzt die lokale Aktivität wieder in den Fokus?

    Wäre ja ein Ansatz für viele Erzeuger von "Produkten" wie


    - Lebensmittel und Getränke

    - Arzneimittel Wirkstoffe

    - Honig und Wachs

    uvm


    Würde alles etwas teurer, dafür aber mglw. neue ökonomische Impulse regionalisieren (Re-Import von Arbeitsplätzen)...


    Nur mal so ein Gedanke.

  • „Greta‘s“ sollten weniger auf der Strasse rumhängen, sondern mehr in der Schule sein, dann würde das Doofen-Apostroph sich nicht so ausbreiten wie Corona.

    Ich lese oft Kommentare von Greta-Kritikern, bei denen ich denke "wärst du doch auch bloß etwas länger zur Schule gegangen, dann müsste ich jetzt nicht diesen Mist hier lesen"


    Herdenimunität würde voraussetzten das man, nach durchlebter Coronaerkrankung,

    Ich wollte nicht der Herdenimmunität das Wort reden. Es ist mehr ein Gleichnis: Corona ist schon krass, mit krassen Folgen für all unsere Lebensbereiche. Man hat das Gefühl, man befindet sich mitten in einem dystopischen Katastrophenfilm der 1990er Jahre, nur dass das jetzt echt ist.


    Aber bei den plausiblen Modellen hinsichtlich der Folgen eines Klimawandels, nimmt sich Corona aus wie eine Geburtstagsfeier im Waldorf-Kindergarten.

    Und egal wie - aber der jetzige Coronavirus ist, mit welchen Opfern auch immer, in 2-3 Jahren durch (bis die nächste Mutation kommt). Das kann dann alles schlimm weh tun, aber dann ist es auch durch und man kann wieder aufbauen und Wunden heilen.


    Die Folgen eines Klimawandels gehen einfach nicht mehr weg. Das bleibt dann so.

    Und da wäre es eben gut,wenn wir die aktuelle Krise zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, wie wir mit der großen anstehenden Krise "Klimawandel" jetzt schon umgehen wollen.