Löwenzahnwiesen

  • heftigen Gülleorgien zugute.

    Ich sehe das Paradebeispiel im Nachbarort. Mit der Wiesen äh Zaungrenze hört die Pracht schlagartig auf. Der eine fährt Kuhmist aus und hat ein Strohbündel am Stock gebunden stehen (Antischafe also beweiden verboten) Voller Löwenzahn in aller Pracht, das Umliegende wird Planmäßig von Schafen abrasiert... eben überhaupt lein Lö....... Da wo Pferde stehen findste auch nix mehr, deren Mist taugt nix, und die nagen bis gaanz unten, so wie Schafe auch.

    Die Kuhweiden meiner Jungend gibts leider nicht mehr;(

    Die scheints zu brauchen

    Zwischen den Reeben findst du je nach Winzer hie und da noch was, aber die Spitzen und oder Mulchen schon;(

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Mein Nachbar mäht leider seit 2 Stunden den schrägen Hang hinter dem Haus.

    Dort steht der Löwenzahn in voller Blüte!;(

    Dann hat jetzt der Giersch wieder mehr Platz!


    Noch vor Jahren hat er immer alles totgespritzt!

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Moin,Moin... Offenbar von dem Großteil der Imker unbemerkt, ist die Grünlandbewirtschaftung von den Landwirten in den letzten Jahren drastisch intensiviert worden.

    Bei uns im Elbe-Weser-Dreieck wurde, was durch den absinkenden oberflächennahen Wasserstand ackerfähig wurde, sowieso in Ackerland umgewandelt.

    Die mindeste Intensivierung auf dem Grünland war das Abspritzen der "Breitblätterigen Beikräuter" und das folgende Einritzen und die Aussaat höherwertigerer, die gestiegenen Düngergaben auch ansatzweise umsetzenden Grasarten, in erster Linie die versch. Sorten Weidelgräser.

    Sehr oft wurde aber auch die Grasnarbe mit Totalherbizid abgespritzt und eine "hochwertige" Gräsermischung neu ausgedrillt.

    Heute wird in jedem Frühjahr schon beim Abschleppen des GL eine sogen. Reparaturmischung von Gräsern "ausgeschleudert".

    Die klassische Weidewirtschaft kann bei uns wegen des Wolfes nicht mehr stattfinden und hofnahes Grünland wird von Pferden, Schafen, Ziegen und Geflügel ruiniert.

    In meiner Heimatgemeinde kenne ich keine Weide oder Wiese mehr, die nicht so mißhandelt wurde, außer vielleicht ein paar Quadratmeter Sumpf-, bei uns Wasserwiesen genannt, die aber für Löwenzahn sowieso zu naß sind.

    Brücksichtige ich das von mir Geschriebene, ergibt sich, daß jeder Versuch einer (Wieder-) Ansiedlung von Löwenzahn - von Kikibee ja wohl angestrebt - langfristig hoffnungslos ist.

    Für uns heißt das: Frühtracht ade! Das Heil liegt im immer früher blühenden Raps und in der Heidelbeere.

    :(Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Moin,Moin... Offenbar von dem Großteil der Imker unbemerkt,

    Äh, ok, ich bin mehr Bienenhalterin, aber ich habe das durchaus bemerkt :( Das ist der Grund, warum wir uns nicht trauen, Bienen in den Wald zu stellen (wobei, da gäb's Erdbeeren im Frühjahr in der Nähe und später Springkraut und Goldrute).

    Für uns heißt das: Frühtracht ade! Das Heil liegt im immer früher blühenden Raps und in der Heidelbeere.

    Habt Ihr keine Obstbäume?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Je Stickstoff desto Löwenzahn.

    Dem Löwenzahn kommen im südlichsten bayern die heftigen Gülleorgien zugute.

    Und ich dachte, dass in Bayern die glücklichen Kühe auf den traumhaft blühenden Weiden grasen. Und wokommt da die Gülle her?

    cool, die viele Kohle fürs Marketing der Tourismus-Förderung hat sich doch gelohnt :saint:

    Hier gibt es nur noch wenig Weidehaltung und das Grünland wird gedüngt, dass man mehr Biomasse pro Hektar bekommt (Futter oder Biogas) und der Gärrest oder die übrige Gülle muss auch irgendwo hin...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Mann. Hab ich doch garnicht so gemeint! Muss mich doch keiner aufklären. Als Alpen liebender Landwirt ist man auch im „Urlaub“ als solcher unterwegs.

    Sollte nur eine augenzwinkernde Anspielung sein.

    Trotzdem schönes Wochenende!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hier ist auch alles voller Graswiesen mit Turbogras, das alle 1-2 Jahre untergepflügt wird. Manchmal noch mit einer Kleeart, die aber keinen nennenswerten Nektar produziert. Die Kühe werden dann im Stall gefüttert....verrrückte Welt.

  • Wo es hier noch Grünland gibt, wird es ungebrochen, mit Weidegras gesät und gegen zweiblättrige Pflanzen gespritzt. Somit kein Löwenzahn und kein Weißklee. Kornblume wird auch immer seltener und Blühstreifen vertrocknen. Da schlägt die Stadt das Land um Längen wenn’s um Honigertrag geht. VG

  • Die Wiesen im Umkreis um das Bienenhaus werden glücklicherweise von einsichtigen Bauern erst dann gemäht, wenn der Löwenzahn durch ist. So kam es auch, dass ich heuer viele viele gelbe Löwenzahnblüten sehen konnte auf denen auch viele Bienen waren. Löwenzahn ist fraglos im Honigtopf drin dieses Mal :)

  • Bei uns im Elbe-Weser-Dreieck wurde, was durch den absinkenden oberflächennahen Wasserstand ackerfähig wurde, sowieso in Ackerland umgewandelt.

    Das überrascht mich, denn soweit mir aus einigen (wenigen) Fallbeispielen bekannt darf Grünland nicht einfach so in Ackerland verwandelt werden. Wenn, dann muss Ackerland entsprechend still gelegt werden und wieder zu Grünland entwickelt werden und das Ganze behördlich genehmigt werden. Was nicht immer im Sinne des Landwirts kläuft, sprich auch schon mal ein Nein kommt.


    Vielleicht kann ja einer der professionellen Landwirte hier im Forum mehr dazu sagen und mein Halbwissen ergänzen/korrigieren?