Löwenzahnwiesen

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    Frage an die Wissenden:

    Was braucht es für eine Löwenzahnwiese? Außer Löwenzahnsamen natürlich.

    In unserem Garten wächst er begeistert, aber "draußen" sehe ich ihn höchstens spärlich an den Wegrändern. Wir haben hier diverse Kuh- oder Schafweiden, aber darauf ist weit und breit kein Löwenzahn zu sehen. Braucht er einen bestimmten Boden? Eine bestimmte Bewirtschaftung? Oder veträgt er etwas (z.B.. saure Böden) gar nicht?


    Danke für jeden Hinweis!

    Kikibee

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Hier gibt es ein ganzes unberührtes Tal, seit mindestens 30 Jahren nur Streuobst und Weide. Aber mit sehr saurem Boden. Und ohne Löwenzahn.

    Auf den Weiden stehen ab und an Schafe oder zwei Kühe. Gemäht wird ein bis zweimal pro Jahr.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Ich sammle gerade Löwenzahnsamen in unserem Garten und plane größere Samenbombenaktionen in die von den Wildschweinen umgewühlten Flächen.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Es braucht sicher nicht viel.

    Löwenzahn wächst überall, außer es gibt Staunässe. Eher etwas trockener als zu nass. Er ist Tiefwurzeler.

    Das ist keine Wiese, sondern ein in die Jahre gekommenes Luzernefeld. Aber schön. Das zeigt aber auch, dass er Stickstoff verträgt. Also Ruhe bewahren! Das wird schon. Auch mit dem Regen 😇

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Vor meinem geistigen Auge verbinde ich Löwenzahn eher mit fetten, saftigen Wiesen als mit mageren Trockenwiesen...

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Gülle auf Wiese habe ich hier noch nicht gesehen. Nur auf Felder.

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Das mit dem trockenen Boden kann ich nur bestätigen. Wir haben letztes Jahr einen Pool gebaut und ein Teil des Aushubes habe ich neben die Bienen transportieren lassen, um meinen Bienenstand der an einem Hang ist, zu erweitern. Durch den lehmigen Boden und der Trockenheit dieses Jahr ist kaum ein Grashalm gewachsen, das einzigste war der Löwenzahn


    Das Bild war vor 2 Wochen. Mittlerweile ist es ein geschlossener gelber Teppich.

    Ich denke daher dass Löwenzahn recht anspruchslos ist.... das einzigste was er brauch ist viel Sonne

  • Genau so sieht's aus. Löwenzahn braucht Stickstoff, also nährstoffreichen Boden. Gülle ist das eine. Was noch dazu kommt, Löwenzahn verträgt den Schnitt sehr gut. Das können sehr viele andere Pflanzen nicht ab. Häufiges Mähen und viele Nährstoffe selektiert im Frühjahr in diese Richtung.

    Für den Imker mitunter toll, für den Naturschutzinteressierten eher weniger. Okay, einige Wildbienenarten sind auch zu finden und auch Hummeln, und fast jede Wiese ist besser als viele Äcker, aber artenreich ist anders...

  • Löwenzahn wächst auch gern auf Wiesen ohne Narbenschluss (Lückenfüller). Das muss es nicht unbedingt nährstoffreich sein (Wir haben hier sandige Böden mit Biobewirtschaftung, wo er gut gedeiht.)

    Ich denke ein wichtiger Faktor ist auch die Bekämpfung. Da er eine breite Blattrosette bildet, setzt er sich gegen andere Pflanzen durch und wird deswegen auf Wiesen bekämpft.

    Mit Mähen kommt er gut klar, deswegen tut ihm - ähnlich wie dem Weißklee - die Intensivnutzung nichts.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)