Nun fehlt der Pate

  • Leider zeigen die Redner die eigenen Völker nicht. Auch wenn man zwar davon ausgehen kann, dass die anderen nur die besten zeigt, ist die Spitze schon aussagekräftig.

    Und auch wenn man wahrnimmt, dass viel vereinigt und die Zahlen schrumpfen , ist mir der Blick ins Volk ehrlicher, als jedes Gerede.

  • Ehrlich währt am längsten.

    Bei Imkern? (Beantrage einen ROFL Smilie).

    Vor fast einem Jahrzehnt kam G. Eich im Rahmen eines Vortrages mal auf das Thema Imkern und Internet zu sprechen und erwähnte einen ehemaligen Vielschreiber hier im Forum, dessen Stand er gesehen hatte, mit folgenden warmen Worten: "Sollte sich besser einen Dackel halten" ;)

  • Moin moin zusammen!


    Gestern, im Rahmen der Futterkranzprobe, in die Völker geschaut.

    Alle 14 leben, sind in brut und sind OK. Daumen drücken für die Analyse.

    Nun sind 3 Völker deutlich schwächer als der Durchschnitt.

    Schätzung je 4-6.000 Bienen.

    Laut Aussage BSV-Imker, Imker seit 68 Jahren ! Werden die keine nenneswerte Frühtracht bringen.

    Nun gibt es ja die Sanierungsmethode durch Aufsetzen auf ein starkes Volk.

    Aber macht dies , bei diesen Völkern Sinn? Denn sie sind ja auf jeden Fall überlebensfähig.

    Und eigentlich kein Sanierungsfall. Es geht hier nur um den Honigertrag in der Frühtracht.



    Bin auf Eure Meinung gespannt.

  • Es geht hier nur um den Honigertrag in der Frühtracht.

    Ertrag kann ja mit allem möglichen erzielt werden: Teilst du die Schwächlinge zu Ablegern auf und verkaufst sie später, ist das auch ein Ertrag.


    Schwächlinge machen nicht so schnell Ärger mit Schwarmtrieb (bestenfalls), insofern lassen sie sich vielleicht leichter durch das Frühjahr führen und sind dann zur Sommertracht voll da.


    Sanieren hat auch immer Risiken (Krankheitsübertragungen, klappt dann doch nicht weil Königin doof), kann aber natürlich auch zum gewünschten Ergebnis führen.


    Wenn die Völker nicht in akuter Gefahr sind, würde ich nichts machen und laufen lassen.

  • Moin,

    oder ist damit gemeint, dass du ein schwaches Volk durch aufsetzen auf ein starkes Volk voran bringen sollst?

    Dabei setzt du ein schwaches Volk auf ein starkes Volk, die durch ein ASG getrennt sind (ich hoffe, ich gebe das hier richtig wieder, hab ich selber noch nicht gemacht). Dadurch wird das schwächere Volk durch das stärkere Volk gewärmt und kommt auch besser aus dem Quark.

    Nach 4 Wochen (Kirsche?) sollten die wieder getrennt werden, wobei das schwächere Volk auf den Boden des stärkeren Volks kommt und damit noch die Flugbienen des stärkeren Volkes abbekommt. Das stärkere Volk kommt an einen neuen Platz.

    Ich lass so ein schwächeres Volk ohne Aufsetzen auf ein anderes Volk normal weiter laufen (siehe Ralf) und wenn sie keine nennenswerte Tracht einbringen, dann ist das halt so. Und macnhmal kommen die ja trotzem aus dem Quark, nur etwas später...

    So ein Volk ist für mich ggf. ein Volk für einen Sammelbrutableger, noch mit Brutwaben von anderen Völkern verstärkt, wenn mich die Kö nicht überzeugt.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ja Hamburger-Jung, das meinte ich.

    Eure Antworten helfen mir.

    Wenn Ihr jetzt geschrieben hättet " Ja mach das, ist toll für die Bienen und den Honigertrag" dann hätte ich es gemacht.

    So werde ich sie jetzt am WE auf eine Zarge "eindampfen" und ihnen die Zeit geben, die sie brauchen. Lag ja nicht an den Kö´s, das sie so schwach sind ;)


    Die Methode hat letztes Jahr bei eimem ganz schwachen Volk, ca. 2.000 Bienen, gut geklappt.

    Hat dann insgesamt noch 30 kg gebracht.


    Berichtet gerne, wenn Ihr Erfahrungen gemacht habt.


    LG

    Bernd

  • Leider zeigen die Redner die eigenen Völker nicht. Auch wenn man zwar davon ausgehen kann, dass die anderen nur die besten zeigt, ist die Spitze schon aussagekräftig.

    Und auch wenn man wahrnimmt, dass viel vereinigt und die Zahlen schrumpfen , ist mir der Blick ins Volk ehrlicher, als jedes Gerede.

    Im Investment Bereich gibts die Redensart: Erzähl mir nicht wie du investierst, sondern zeig mir dein Portfolio.


    Schon so mancher Investmentguru hat sich als großmäulige Flachpfeife rausgestellt. Weil die Leute das eben hören wollen und man damit auch ganz gut verdienen kann ohne wirklich Ahnung zu haben. Ist halt ähnlich bei den Imkern. Ich muss nicht zwangsläufig gut imkern (auch die Definition von "gut" ist hier sehr dehnbar) um mit meinen Vorträgen und Büchern Geld zu verdienen. Ich muss es nur so machen, dass es sich gut verkauft und den Nerv der Leute trifft.

    Zudem neigen Menschen dazu die Erfolge zu überbewerten und die Misserfolge zurückzuhalten. Liegt in der Natur der Sache. Also stimmt ich euch zu. Am ehrlichsten ist wohl der Blick in die Völker.


    Ich denke es gibt da draußen eine ganze Menge sehr gute Imker von denen man sehr viel mehr lernen könnte, die aber einfach keinen Bock auf den Rummel haben und einfach ihr Ding machen (ist ja offensichtlich sehr ausgeprägte Charaktereigenschaft unter den Imkern).