Oxalsäure träufeln jetzt?

  • Hallo Mitimker,
    wie seht Ihr das. Soll man jetzt nach Gemülldiagnose und wahrscheinlichem Varroabefall mit Oxalsäure 3,5 % beträufeln? So gesehen in der Anzeige des Bienenwohl im Bienenjournal. Was könnte passieren. Königinnenverlust? Oxalsäure im Honig oder zuviel davon.
    Danke für die Antworten

  • Hallo Kolleginnen und Kollegen!


    Ich habe zwei abgeschwärmte Völker. Nun vermute ich, daß ich die Völker zu einer gewissen Zeitspanne ohne verdeckelte Brut habe, so daß eine Oxalsäure/Bienenwohlbehandlung per Träufeln denkbar wäre. Gibt es da Risiken bzgl. Honig bzw. Wartezeiten bis ich wieder einen Honigraum aufsetze? Ist die Idee gut oder soll ich bis "Trachtende" Mitte Juli warten??

  • Hallo Markus
    Grundsätzlich ist bei deinem Volk gegen eine jetzige Oxal Behandlung nichts einzuwenden. Das abgeschwärmtes Volk solltest du aber mindestens zweimal im Abstand von 7 Tagen behandeln um ganz sicher zu sein, daß alle Bienen geschlüpft sind.


    Wie sich das Bienenwohl (Oxalsäure in flüssiger Form) im Volk abbaut kann ich dir nicht sagen, da ich die Oxalsäure verdampfe.
    Der Oxal Nebel erreicht die Bienen sofort, selbst in der letzten Ecke der Beute, während sich die flüssige Oxalsäure durch Kontakt der Bienen untereinander erst allmählich verteilt.
    Der Oxal Nebel baut sich in ca. 10 Tagen ab, was ich zu Bienenwohl nicht sagen kann. Du solltest mal beim Hersteller nachfragen.


    Gruß
    Sabine aus W


    PS:
    Auf die Frage von Stefan kann ich nur antworten, mit der Oxalverdampfung liegt der Königinnenverlust nach meiner Erfahrung bei 0%. Ob sie Bienenwohl verträgt, wenn du ihr die flüssige Säure zufällig über die Ohren kippst, kann vielleicht jemand anderes hier im Forum beantworten?

  • das Bienenwohl eignet sich sehr gut zum Behandeln von Ablegern oder Schwärmen. Bei Ablegern mit vorhandener Brut solltest du Bienenwohl in einer Blockbehandlung anwenden. 3 Behandlungen im Abstand von jeweils 6 Tagen, um alle Brutstadien zu erwischen. Da du Ableger und Schwärme heuer nicht mehr zur Honiggewinnung nimmst, brauchst du dir keine Gedanken wg. Rückständen machen. Übrigens erzeugt Bienenwohl keinerlei Rückstände im Honig. Aufzutragen mit dem beigelegten Schwanenhalsdosierer, ungefähr so, als ob du mit einem Bleistift einen Strich ziehen würdest.