Mini Plus Hersteller Frage

  • Zur Belegstelle möchte ich nicht.

    Ich möchte damit

    1) Versandkönigin zum legen wieder bringen,damit ich sie ins Wirtschaftsvolk verschulen kann

    2) nächstes Jahr selbst Königinnen nachziehen und drin überwintern lassen

    Für diese Zwecke würde ich Beuten im Standmaß empfehlen. Aufwand und Nutzen für Mini+ stehen da nicht im Verhältnis.


    Grüße vom Apidät

  • Für 1) reichen Ablegerkästen im Standmaß. Damit kann man dann Bruder Adam folgen, der da eine hilfreiche, einfache, funktionierende Methode beschrieben hat.


    Für 2) helfen die Ablegerkästen ebenso. Es gibt Frankenbeuten Ableger, die sind aus Styrodur, fassen 5 Rähmchen und bei Bedarf haben die Aufsetzzargen. Wenn man mit Dadant imkert, tun es sicherlich auch die Ablegerkästen von Stehr - da passen 6 DD Waben rein, damit kommt eine geparkte Kö samt Gefolge sicher über den Winter.


    Apideas oder M+ würde ich nur dann anfangen, wenn der Besuch von Belegstellen geplant ist, oder man selbst eine größere Anzahl von Weiseln ziehen will, und viele Begattungseinheiten gleichzeitig braucht.

    Dabei haben die Apideas den Vorteil des kleinen Packmaßes (und des geringen Bienenbedarfs bei Befüllung), aber den Nachteil, dass die ziemlich schnell sehr, sehr voll werden, wenn man die begattete Königin parken will. Allerdings gibt es da auch Erweiterungszargen.


    Weniger Geld kosten M+, obwohl sie mehr Platz für Bienen bieten (man also die Kö nach der Begattung länger darin "parken" kann), und mit "richtigen" Rähmchen daher kommen. Das Packmaß ist größer als bei Apideas, aber für Otto-Normal-Imker wird es trotzdem machbar sein, seine Kisten zur Belegstelle zu karren.


    Während man in einem Apidea vermutlich nicht unbedingt überwintern will, kann man das in M+ sehr wohl.


    Fazit: Wenn man nicht selbst Königinnen ziehen möchte, und/oder auf eine Belegstelle fahren will, reichen Ablegerkästen im Standmaß.

  • Mit Standmass meint ihr normale Dadant Kisten?

    Da bin ich halt wirtschaftlich gesehen beim 5-fachen Preis und das kann ich mir nicht leisten derzeit.

    Also ich möchte mir dieses Jahr 5 Königinnen für 5 Wirtschaftsvölker (alle meine Völker) kaufen. Mitte Juli bei der TBE möchte ich zusätzlich zwei Sammelbrutableger bilden oder Kunstschwarm aus den HRs.

    Möchte also auf 7 Völker hochstocken.

    Jetzt habe ich gehört, direkt verschulen von Versandköniginnen funktioniert nicht so gut und man soll einen Kunst-Schwarm bilden, dafür die Mini Plus.

    Die krieg ich auch leichter im Keller unter. So eine Dadant Kiste mit Boden und Deckel hat schon ein paar Kilo ;-)

    Wie gehe ich da mit apidea am besten vor? Auch Kellerhaft mit Königin?

  • Da bin ich halt wirtschaftlich gesehen beim 5-fachen Preis und das kann ich mir nicht leisten derzeit.

    Nicht ganz. Ein Stehr DD-Ablegerkasten kostet 30,00€.

    Davon brauchst du dann 5 Stück, wenn du alle auf einmal umweiseln möchtest.

    Die Dinger kannst du auch dazu verwenden, die BW bei der TBE aufzunehmen. Dann gehst du zwar mit 10 Völkern in den Winter, kannst aber alles, was du im Frühjahr nicht benötigst, wieder verkaufen (womit dann auch die Kosten für die Ableger wieder drin wären).


    Weil alles in einem Maß bleibt, bist du entsprechend flexibel, umzuhängen, zu verstärken, umzuweiseln etc.


    Das geht auch alles mit M+ oder Apideas, keine Frage, aber immer auch ein klitzekleinwenig komplizierter. Und dieses Mehr an Komplexität muss sich aber auch lohnen. Nur zum Umweiseln tut es das meines Erachtens nach nicht.

  • ann ich denn in der Stehr Ableger Box Oxalsäure verdampfen?

    Mit dem Varrox Pfannenverdampfer: Ja, man sollte nur drauf achten, die Pfanne auf das Metall-Lüftungsgitter zu schieben (was man an den Kratzgeräuschen gut hören kann).

    Beim Sublimox muss man aufpassen, dass man mit der heißen Tülle nicht das Styrodur ansenkt. Wenn man einen feuchten Lappen drunter legt, gehts ganz gut.

  • Was du zum Einweiseln machen kannst, bei Ablegerkästen:

    • In einen Ablegerkasten steckst du eine Brutwabe (gut mit schlupfreifer Brut) und eine Futterwabe, mit ansitzenden Bienen und stellst den Ableger an den gleichen Stand. Nicht füttern!
    • Du wartest 2-3 Tage. Die Altbienen fliegen ab nach Hause, es bleiben die Pflegebienen zurück.
    • Du steckst die Post-Weisel zum Ausfressen in den Ableger. Die Pflegebienen, die von Hause aus weit weniger garstig sind, werden die neue Königin dankbar begrüßen.
    • Wenn nötig, dann jetzt erst Futter reichen, sonst kommt es auch mal zu Räuberei.
    • Die Königin 3-4 Wochen in dem Ableger lassen. Sie fängt wieder an zu legen, der Abdomen schwillt wieder an und sie bekommt den typischen matronenhaften Gang.
    • Am Tag der Umweiselung: Zielvolk auf, alte Königin rausnehmen, in der Mitte des BN Platz schaffen und deinen Ableger mit BW da reinstecken.
    • Kiste zu. Fertig.

    Es braucht dabei keine Kellerhaft, keinen zusätzlichen Standort und kein weiteres Rähmchenmaß. Ressourcen gehen auch nicht verloren, weil die Einheiten ja wieder vereinigt werden. Und wenn man Bruder Adam beim Wort nimmt, dann klappt dieses Verfahren das ganze Jahr über.

  • Mit Standmass meint ihr normale Dadant Kisten

    Mit "Standmass" ist DEIN normales Rähmchenmaß Deiner Beuten gemeint! Also das Rähmchenmaß das an Deinem Stand üblich ist. (Bei Dir also Ablegerkästen mit Dadant Rähmchen... :-) )


    Also, damit kann man dann Rähmchen zwischen Deinen großen Beuten und Deinen Ablgerkästen einfach hin und her tauschen. (Man kann also Brutabeger machen, KS machen, Vereinigen, meist auch überwintern, etc.) Was die Arbeitsabläufe erleichtert. Ablegerkästen mit 5 oder 6 Rähmchen sind zu empfehlen (darin kann man auch überwintern) und auch am meisten verbreitet.


    Wenn nötig, dann jetzt erst Futter reichen, sonst kommt es auch mal zu Räuberei.

    Das sollte man vermeiden. Man gibt ja eine oder zwei Futterwaben rein, damit die die ersten 3-4 Wochen davon zehren können. Bei 6 Waben Ablegerkästen kann man auch 2 FWs reinsetzen, neben zwei Brutwaben und 2 Waben mit MWs.

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  • D.h. die Empfehlung ist eher so ein Stehr Ablegerkasten, anstatt einem Mini.

    Wer hat die Kisten im Einsatz zum Überwintern?

    In anderen Threads hab ich gelesen, dass manche zwei übereinander tun zum Überwintern? (Futter) dazu müsste man die aber schneiden.

  • Kann Dir mal meine Vorgehensweise vorstellen, egal wie Du dich entscheidest. Jedes Mini + überwintere ich 2 Zargen, pro. Zarge 12 Rähmchen. Derzeit 3 Zargen, 36 Rähmchen und nächst Woche 4 Zargen, 48 Rähmchen. Dann, wird in Begattungseinheiten aufgeteilt. Die Königinnenzucht läuft parallel.

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    Die Böden die verwendet werden, sind durch ein Schied, in 2x3 Waben aufgeteilt. Somit passen in jedes Mini + zwei Begattungsvökchen.

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    Das Aufteilen in 2 Begattungseinheiten, ist Platzsparend und für mich eine gute Alternative, mehr Einheiten zu bilden. Nach der Begattung und Verwendung der Königinnen, werden die Brutwaben dann wieder in 12er Zargen gesammelt. Muss eine Königin etwas länger geparkt werden, eine Königin entfernen, Schied ziehen und es stehen 6 Waben zur Verfügung.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Was du zum Einweiseln machen kannst, bei Ablegerkästen:

    • In einen Ablegerkasten steckst du eine Brutwabe (gut mit schlupfreifer Brut) und eine Futterwabe, mit ansitzenden Bienen und stellst den Ableger an den gleichen Stand. Nicht füttern!
    • Du wartest 2-3 Tage. Die Altbienen fliegen ab nach Hause, es bleiben die Pflegebienen zurück.
    • Du steckst die Post-Weisel zum Ausfressen in den Ableger. Die Pflegebienen, die von Hause aus weit weniger garstig sind, werden die neue Königin dankbar begrüßen.
    • Wenn nötig, dann jetzt erst Futter reichen, sonst kommt es auch mal zu Räuberei.
    • Die Königin 3-4 Wochen in dem Ableger lassen. Sie fängt wieder an zu legen, der Abdomen schwillt wieder an und sie bekommt den typischen matronenhaften Gang.
    • Am Tag der Umweiselung: Zielvolk auf, alte Königin rausnehmen, in der Mitte des BN Platz schaffen und deinen Ableger mit BW da reinstecken.
    • Kiste zu. Fertig.

    Es braucht dabei keine Kellerhaft, keinen zusätzlichen Standort und kein weiteres Rähmchenmaß. Ressourcen gehen auch nicht verloren, weil die Einheiten ja wieder vereinigt werden. Und wenn man Bruder Adam beim Wort nimmt, dann klappt dieses Verfahren das ganze Jahr über.

    Sehr schön beschrieben. Das funzt und haben wir auch für uns sehr wertvolle Königinnen so gehandhabt. In 20 Jahren nur ein Versagen. Das tut dann aber halt ziemlich weh ;(

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.