Wechseln der Beute bei Ablegern möglich.

  • Die Betriebsweise großer Brutraum und Flachzargen ist das, was mir wirklich gut in der Theorie gefällt und ich mir vorstellen kann für mich. Aber.... und das ist wohl erst mal die wichtigste Erkenntnis, das hat hier in meiner Umgebung keiner. Und auch nicht mein Pate. Darum

    - werde ich als einjähriger Anfänger mir doch ein System mit DNM kaufen,

    ich würde Dir - wenn Du den großen Brutraum willst - wirklich zu dem

    DNM 1,5 mit 0,5 DNM Honigräumen wäre eine Alternative.

    Ist quasi wie Dadant nur eine Nummer kleiner und handlicher..

    Wobei DNM 1,5 voll - nicht ganz leicht ist. Sofern sie aber nicht viel bewegt werden bewegst du ja nur die halben Honigräume. Und wenn du dann die 10er Variante nimmst sind die recht handlich.


    Da fällt der Umstieg auch leichter da du ja anscheinend schon DNM hast.

    raten. Wenn Du jetzt eine DNM Beute kaufst, steht die anschließend wieder rum...

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Wenn Du jetzt eine DNM Beute kaufst, steht die anschließend wieder rum...

    Wieso ? DN + DN1/2 = DN1,5. Das kann man gut kombinieren und daraus einen Brutraum machen.

    Jedoch wäre mir DN1/2 als Honigraum zu fummelig - zuviel Holz in Relation zu den Waben. Ich empfehle die sog. Flachzarge mit Rähmchenhöhe 159 mm; da passt alles. Und die können auch mit DN zum BR kombiniert werden.

  • Die Betriebsweise großer Brutraum und Flachzargen ist das, was mir wirklich gut in der Theorie gefällt und ich mir vorstellen kann für mich. Aber.... und das ist wohl erst mal die wichtigste Erkenntnis, das hat hier in meiner Umgebung keiner. Und auch nicht mein Pate. Darum

    - werde ich als einjähriger Anfänger mir doch ein System mit DNM kaufen, eine weitere Beute. Das ist beim Lernen, beim ersten Ableger etc. geschmeidiger....

    Ich weiß, ich weiß, ich lehne mich als absoluter Neuling weit aus dem Fenster....

    Aber es schüttelt mich inzwischen, wenn ich es lese. Um es klar zu sagen:


    ich halte diese Argumentstion inzwischen für den Hauptgrund für allenfalls halbzufriedene ImkerInnen!


    Und mir hat bisher noch niemand einen Grund dafür nennen können, warum ich das Maß nehmen sollte, dass "alle" oder "der Pate" haben, der einer kritischen Überprüfung standgehalten hätte:

    es gibt bei den einschlägigen Handlungsweisen immer beutenunabhängige Alternativen und manche sind objektiv sogar besser (das heißt zugegebener Maßen nicht unbedingt: einfacher durchzuführen).


    Beispiele?


    Ich jedenfalls will keine fremden Waben in meinen Völkern haben! Auch nicht zum Anfangen. Auch nicht vom Paten.
    Weder Brut (ein Kunstschwarm ist aus allen möglichen Gründen sinnvoller) und auch nicht "mal eben eine Futterwabe zum aushelfen". Es gibt Flüssigfutter und es gibt Teig. Und Anleitungen zuhauf, wie man im Winter ordentlich einfüttert. Wabentausch (bei nagelneuen Beuten, warum???) fördert schlicht die Weitergabe von Bienenkrankheiten.


    Und was Akzeptanz angeht: die 1950er sollten auch in der Imkerei allmählich beendet sein. Wer heute anfängt, ist kein buckelnder "Stift" mehr, sondern meist schon eine Weile 3x7.

    Und so sollte man auch miteinander umgehen.

    Wenn das nicht geht, würde ich andere Wege suchen. Und die gibt es inzwischen.


    In meinem Umfeld ist das aber garnicht nötig! Auch lokal hat sich in den letzten zehn Jahren durchaus was getan und zumindest ich - hier - habe alle Freiheiten - auch meine eigenen Fehler zu machen.


    Du scheinst nicht auf den Kopf gefallen zu sein und Kopf und Bauch sind sich auch noch einig. Dennoch verrenkst du dich aufgrund mE völlig überschätzter Argumente. Ich kenne inzwischen persönlich zwei gestandene Imker meines Alters, die es bitter bereuen, auf den hier immer wieder gegebenen Rat gehört zu haben. Einer stellt gerade um, der andere leidet mit dem ererbten Kram still vor ich hin nach dem Motto: man kann sich an alles gewöhnen. Und alle U 60 oder so haben sich irgendwann vom erlernten abgewendet und auf andere Beuten oder zumindest Betriebsweisen umgestellt.


    Mein Rat: mach dich schlau (haste ja) und dann mach dein Ding!


    Tschuldigung, das musste mal raus.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Waldi ()

  • Waldi , versteh es bitte nicht als Kritik,

    aber ich verstehe DEINEN Rat irgendwie nicht...? !

    Bin ich der Einzige?

    Hallo Beehulk - ja es ist schwer Waldi's Rat zu verstehen, in der Ansammlung von "Frust ablassen"... ;-(


    Ich habe Waldi so verstanden das er der Diemittelhessin rät:

    • Mit dem System zu starten das sie haben möchte
    • Mit einem Kunstschwarm anzufangen und nicht mit einem Brutableger
    • Keine Rücksicht auf die "ortsüblichen" Rähmchenmaße zu nehmen, oder genauer, er rät ihr nicht die zusätzliche DNM Beute sich zuzulegen.


    Ich hoffe das ich nicht so falsch liege mit meiner Interpretation ;-) :-)


    Gruß,

    Franz

  • Jaaaa, ist wieder zu lang geworden, ich sehe es ein.


    FranzXR Fast richtig: ich rate dazu, mit dem System anzufangen, mit dem man sich an wohlsten fühlt. Unabhängig davon, was "alle" haben.

    Wenn das vom Ortsüblichen abweicht, gibt es Mittel und Wege (KS zur Besiedelung ist ein Beispiel). Diese zu wählen muss nichteinmal ein Nachteil sein.


    So zu starten sollte endlich selbstverständlich akzeptiert werden. Und nicht mit Argumenten abgebügelt werden, die oft verdächtig nach: "der Nagel, der hervorsteht muss eingeschlagen werden" klingen.


    Krude Sonderwege möchte ich hier ausdrücklich ausschliessen, Tierwohl geht vor. Und ja, da wird es notwendigerweise schwammig, den Schuh muss ich mir anziehen.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Genau das meine ich doch. Schaut euch die System an, die verfügbar sind. Bildet euch soweit wie möglich eure Meinung zu Vor- und Nachteilen. Wägt selber ab. Die Entscheidung kann keiner für euch fällen.

    M.m. nach gibt es keine perfektes System, jedes hat Stärken und Schwächen. Eher schon: Imkern kann man mit den meisten recht gut. Den Bienen ist es egal wie breit der Oberträger ist. Die nehmen auch nen Umzugskarton und zur not einen Schuhkarton. Es geht darum ein System zu finden das für euch die meisten Vorteile und Erleichterungen hat. Und das sind eher Feinheiten als ganz große unterschiede. Exoten ausgenommen.

    Für mich waren von Beginn an eigentlich 2 System interressant Zander/Zadant und Dadant US 12er. Zur Übernahme der Ableger hab ich mir halt 2 Zanderkisten hingestellt. Und dann noch 3 Dadant12. Und dann habe ich beides verglichen. Auch nach einem Umzug auf einen anderen Stand, da sind nämlich Zweizarger Zander echt unhandlich. Auch im Vergleich zur 12-Dadant.

    Dann habe ich 4 Monate vor mich hin gegrübelt, noch einen "halben" Fehlkauf gemacht und mich dann für ein Konzept entscheiden. Es wurde weder Zander/Zadant noch Dadant US 12er.

    Jetzt könnte man sagen, ich habe 1xxx € Fehlkäufe. Falsch. Ich habe damit probiert. Ich habe etwas gelernt, ohne diese Erfahrung hätte ich die eigentliche Entscheidung gar nicht so gefällt. Und die Kisten funktionieren ja, die werde ich die nächsten Jahre auch weiter benutzen.

    Aber wenn ich erweitere dann halt mit dem ausgewählten System.


    Schau mal ob du jemand in der Gegen mit anderen Systemen hast. Zander/Liebig. Dadant/Langstroth. Flachzargen und Großwaben. Anschauen! Anfassen, wenn möglich! Mal ne Volle Futterwabe aus dem Brutraum halten. Mal eine Komplette Beute anheben.

    Einen vollen Honigraum heben.

    Dabei merkst du schnell, ob das für dich mit der Kiste noch sinnvoll geht. Wenn es schon beim ersten heben hakt, dann geht das nicht mit 10 Völkern.


    Du bist ja nicht mehr ganz neu dabei, du hast schon ein paar Völker. Kannst ja eigentlich ganz entspannt ran gehen. Mal ein oder zwei Völk auf ein anders System umstellen. Wenns nach einem Jahr nicht gefällt das nächste System testen. Dann Entscheiden. Dann ggf. anfangen Material auszutauschen.

  • So zu starten sollte endlich selbstverständlich akzeptiert werden. Und nicht mit Argumenten abgebügelt werden,

    Das hat nichts mit abgebügelt werden zu tun. Als Anfänger kann man gar nicht entscheiden,

    welches das beste System für sich ist. Er kennt nämlich nicht genug. Er oder Sie ist gut beraten ein gut funktionierendes System gezeigt zu bekommen.

    Am besten erklären kann der Pate nunmal das System, das er seit Jahren erfolgreich ausübt. Das wurde hier aber schon öfter geschrieben und du bügelst es mit

    Und mir hat bisher noch niemand einen Grund dafür nennen können, warum ich das Maß nehmen sollte, dass "alle" oder "der Pate" haben, der einer kritischen Überprüfung standgehalten hätte

    ab. Wer es nicht lesen will, wird es auch nicht lesen. Ganz sicher nicht akzeptieren.

    Beim Selbststudium eines unüblichen Systems ist es sehr mühsam die Feinheiten zusammenzutragen.

  • Hallo,


    Diemittelhessin


    Vor ein paar Jahren hätte ich Dir hier in Mittelhessen mal einen Ausflug nach Oberhessen empfohlen - Dich mit helianthus mal auszutauschen, sie bewirtschaftet eine Vielzahl von Völker, und weiß etwas dazu .......


    In unserem Verein haben wir eine fast 80jährige Imkerin die Ihre zweistellige Anzahl an super aussehenden Völkern, ausschließlich in DNM 1,0 hält ....


    Vielleicht noch ein Tipp für die postpandemische Zeit:

    Im Tiergarten Weilburg (von Hessen Forst betrieben) hat der dortige Kreisimkerverein, die verschiedensten Beutentypen nebeneinander stehen. Dort ist vielleicht auch eine "Entscheidungshilfe" gegeben.

    Wenn es noch so ist, haben die dann Freitags Nachmittags einen Junimkertreff dort.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • und weil es eben nicht das PERFEKTE Beutensystem gibt, stellt sich für Neulinge natürlich immer wieder die ultimative Frage , wie hier zu lesen...

    " Hallo liebe Profis.. ...welches Beutensystem.. empfehlt ihr... ist..am besten..??".. unsw.....

    Völlig nachvollziehbar, hatte doch fast Jeder am Anfang.

    Als ich meine "Erstausstattung" haben wollte, war ich förmlich erschlagen von der Vielfalt und Auswahl.

    Unglaublich...

    letztendlich beginnt man mit einem System, das im Verein oder Paten verwendet wird. Ist doch auch garnicht möglich die Details zu vergleichen..

    Wie denn auch.

    Jeder der mit seinem Beutentyp/ System zu frieden ist, wird es logischer Weise hier verteidigen und anpreisen ! Ist doch klar.

    Man kommt dann schon zurecht und wenn es absolut sch.... sein SOLLTE, muss eben gewechselt werden.

    Ist beim Fahrzeugkauf ja auch.:P

    LG

  • ...Die Betriebsweise großer Brutraum und Flachzargen ist das, was mir wirklich gut in der Theorie gefällt und ich mir vorstellen kann für mich.

    Schau Dir das wirklich im praktischen Betrieb mal an, am besten im Mai bei einer Durchsicht zur Schwarmvorbeugung mit Abstoßen der Großwaben. Die meisten Imkerinnen, die ich kenne, vermeiden das Abstoßen von Großwaben bzw. suchen Alternativen (Abschütteln o.ä.), weil ihnen die Großwaben zu groß und zu schwer vorkommen.

    Halb-, 2/3-, 3/4- o.a. Flachzargen gibt es i.ü. wohl für fast jedes Beutenmaß außer für Mini+.