Schaum nach Tagen auf Honigoberfläche

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    Stimmt, kein Raps. Aber der kristallisiert doch sehr fein aus, oder?

    Meiner Meinung nach nicht das Problem in diesem Fall.

    Eher ein Zeitproblem.

    Wenn du den Honig kühl lagerst kristallisiert er einfach sehr schnell aus und da den Zeitpunkt zu treffen um alles gleich ins Glas zu schaffen ist so ne Sache.

    "Den Rest kann ich ja morgen machen" kann damit enden dass du den Hobock aufmachst und der Honig ist weiß.


    Auftauen ist in meinen Augen kein Problem solange der Honig nicht überhitzt oder zu lange erhitzt wird.


    Gruß Chris

  • ... in Deutschland sind "die meisten" Imkereien klein und legen vor allem Wert auf unbehandelten Honig, der nicht erhitzt wurde.

    Es ist auch völlig unnötig. Wenn man mit sauberen Gerätschaften arbeitet und einem Feinsieb bleibt der Honig im Eimer sehr lange flüssig (je nach Sorte bei mir meist 1-2 Jahre)

    Mir ist schon öfter aufgefallen, dass du sehr auf deinen eigenen Teller bezogen bist und denkst, es müsse überall so sein wie bei dir. Ist es aber nicht.

    So mancher Kleinstimker erwärmt den Honig auch mal sehr unsachgemäß mit provisorischem Gerät. Andere wollen sich das teuere Melitherm sparen und tauen ihn dann weniger schonend, nämlich mit einem (womöglich selbst gebastelten) Wärmeschrank auf. Sicher ist das nicht nur bei uns hier so.


    Und Honig, der 2 Jahre flüssig bleibt, gibt es hier fast nie, weil das Blütenangebot bis in den Hochsommer eigentlich immer groß genug ist, um auch schöne Honigtauhonige soweit mit Glucose anzureichern, dass sie eher früher als später kristallisieren. Und noch gelöste Glucose kriegst du auch mit einem Feinsieb nicht raus...

    In Luxemburg ist es vorgeschrieben den Honig gleich in Gläser abzufüllen, find ich auch gut.

    Hätte ich nix dagegen, würde viel Arbeit und Geld sparen und wenn alle es so machen müssen, gäbe es schließlich auch keine Unterschiede.


    Ich halte es aber lieber mit der Realität und die ist in Deutschland eine andere, weshalb man sich mit harten, groben, naturbelassenen Honigen im Glas nur Kunden vergraueln würde. Denn die, die damit leben können oder es gar ok finden (wie ich es übrigens auch tue), sind in der Minderheit und alle andere gehen da hin, wo sie bekommen, was sie wollen. Ich jedenfalls bin kein Missionar, sondern will einfach nur Kunden ein tolles Produkt bieten.


    Also, einfach mal akzeptieren, dass andere teuren Aufwand nicht aus Jux und Dollerei betreiben, sondern vielleicht doch ernsthafte Gründe dafür haben könnten!

  • Ja das ist richtig.

    Ich habe kein Melitherm und benutze einen umgebauten Kühlschrank zum auftauen des Honigs. Also kein Profigerät. Nur was soll da passieren. Ich habe eine doppelte Sicherung in Form von Temeperaturregelungen eingebaut. Damit müssen direkt zwei Thermometer defekt sein.

    Die Diskussion Melitherm oder nicht will ich aber auch nicht anstossen, weil selbst der Honig direkt nach der Ernte diese Schaumbildung zeigte.


    Das Honig erst nach 1-2 Jahren kristalisiert, kann ich nicht nachvollziehen.

    Der Rapshonig ist manchmal schon nach drei Monaten hart und der Sommerhonig teilweise nach einem halben Jahr.

    Den einzigen Honig den ich kenne, der bei mir so lange flüssig bleibt, ist der Akazienhonig.

    Wenn ich also meinen Honig direkt nach der Ernte abfüllen muss, kann ich mit den Dingern nach der Kristalisation Scheiben einwerfen und verliere den Grossteil meiner Kunden. Das impfen und anrühren nach der "Perlmutphase" kann ich mir aus zeitlichen Gründen nicht erlauben. Ich denke das war eher gemeint.


    Aufgrund der Diskussion hier, werde ich den Eimer Honig jetzt aus meinem umgebauten Kühlschrank holen und die vernünftigen Ratschläge im dem Thread umsetzten. Mal sehen ob es eine Besserung bringt.


    Vielen Dank für die Ratschläge und Ideen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Zitat

    Der Rapshonig ist manchmal schon nach drei Monaten hart

    Ersetze Monate durch Tage. So geschehen letztes Jahr. Ein mal kurz weg geguckt und schon war's ein weißer Block.

    Einen Teil hab ich nicht mal mehr aus den Waben gebracht, weil der schon darin kristallisiert war.

  • Wenn Honig aus deutschen Landen (es gibt Ausnahmen) so lange flüssig bleibt, dann ist er definitiv zu warm gelagert.
    Mein Imkerpate hat seine Eimer im Heizungskeller stehen.
    Ich verflüssige da lieber mit dem Melitherm. Ist schonender.


    Gruss

    Ulrich

  • ich würde den mal in ein anderes Glas abfüllen bzw. die Füllung, bis der zylindr. Teil des Glashalzes anfängt, erhöhen. ( nur mal zum Test) . Mir scheint das der Honig beim abfüllen viel Luft mit nimmt und dann beim langsamen Erkalten die Luftbläschen an der Rundung am "Glashals" beim aufsteigen hängen bleiben .


    Als vergleich mal n Glas bis über die Rundung gefüllt in den Wärmeschrank stellen das der Honig länger fließfähig bleibt und Luft schneller aufsteigen kann.


    mfG

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Erstmal vielen Dank für die ganzen Tipps und Rückmeldungen!!!


    Wieso nicht fertig gerührt?


    Ich fülle ganz "normal" mit einem Abfüllhobbock ab, in welchen der Honig 24h vorher bei Raumtemperatur umgefüllt wird. Abfülltemperatur ist Zimmertemperatur. Die Lagertemperatur würde ich auf ca. 12-14 Grad schätzen.

    ich würde den mal in ein anderes Glas abfüllen bzw. die Füllung, bis der zylindr. Teil des Glashalzes anfängt, erhöhen. ( nur mal zum Test) . Mir scheint das der Honig beim abfüllen viel Luft mit nimmt und dann beim langsamen Erkalten die Luftbläschen an der Rundung am "Glashals" beim aufsteigen hängen bleiben .

    Das werde ich einfach mal ausprobieren und dann bei Interesse von berichten!



    ... und sind da wirklich 500g im Glas? Die Füllkante sollte eigentlich nicht genau in der Rundung liegen.

    Ne, ich fülle in 300g Gläsern ab!

    Hallo, die ihr Schaum auf eurem Honig habt, wie taut ihr denn euren Honig auf? Könnte Überhitzung der Grund sein?

    Gruß Ralph

    Normalerweise erwärme ich im Wasserbad (aber ja nicht zu warm :) Bei dieser Ladung brauchte ich dringend Nachschub und habe geimpft und dann zeitig gerührt und abgefüllt ohne auftauen!


    Nochmals vielen Dank an Alle für die Rückmeldungen!

  • Normalerweise erwärme ich im Wasserbad (aber ja nicht zu warm Bei dieser Ladung brauchte ich dringend Nachschub und habe geimpft und dann zeitig gerührt und abgefüllt ohne auftauen!

    Das ist sehr ungenau und kann nicht zu hilfreichen Antworten führen. Die Fragen aus #11, die ich für wesentlich halte, sind dadurch überhaupt nicht beantwortet.

    Tip: Ein paar Angaben "über mich" im Profil erhöhen die Antwortquote.

  • ... in Deutschland sind "die meisten" Imkereien klein und legen vor allem Wert auf unbehandelten Honig, der nicht erhitzt wurde.

    Mir ist schon öfter aufgefallen, dass du sehr auf deinen eigenen Teller bezogen bist und denkst, es müsse überall so sein wie bei dir. Ist es aber nicht.

    Das ist mir auch schon aufgefallen.

    Wenn man es schonender findet den Honig 2 Stunden bei volldampf mit dem Kraftmischer grün und blau zu dreschen, gerne.

    Da setze ich mich lieber mit ner halben Bier entspannt vor den Meli in die Küche, genieße das schöne Geräusch der ersten Tropfen flüssigen Honigs im unteren Eimer, und danach den angenehmen Geruch. :)

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.