Schwarmsaison 2020

  • Sorry Rolf, aber das kommt ein bisschen arg polarisierend rüber...… Man sollte immer den Kontext beachten!


    "So" ein Auto ist ein Nutzfahrzeug. Die haben normalweise zwischen 150 und 200 PS, nicht verwechseln mit den US-Pickups! Bei so einem Pickup passen allein auf die Ladefläche mehr Kisten als in jeden Kombi. Und da kann man 3 -3,5 Tonnen dran hängen (kann das Modell nicht identifizieren). Und das nutzt man durchaus als Schäfer/Imker. Mit einem Kombi mit 1,5 Tonnen Anhängelast müsste man dann 2-3 Mal Fahren, um die gleiche Menge Material/Tiere/wasuchimmer zu bewegen. Und so ein Pickup kommt mehr oder weniger überall durch, wo ein normaler Kombi die Flügel streckt. Bei dem Nutzungsprofil durchaus auch ein Argument. Mit einem normalen PKW bräuchte man öfters den Anhänger, was wiederum die Nutzungsdauer beeinflusst.... Soviel zum ökologischen leisten.

    Dann wird das als Betriebsmittel abgeschrieben oder gleich geleast. Mit "leisten" hat das dann nämlich gar nix mehr zu tun, das ist wie dein Smoker, ein Arbeitsgerät, das wird benutzt. Niemand wird einen Nebenerwerbsimker übertrieben Luxus vorwerfen, nur weil der sich den großen Dadant Smoker kauft.

    Und das tolle an einem Pickup ist, man kann den Nutzen wie einen PKW. Hast du einen Transporter der 3,5t anhängen kann, ist die Nutzung als PKW i.d.R. unwirtschaftlich und unpraktisch. Dann bräuchte man 2 Fahrzeuge. Das hätte ökologisch den schlechteren Footprint. Daher sehe ich eigentlich eine ("Euro")Pickup als legitime Lösung für kleinere und Mittlere Imkereinen, die keinen vollwertigen Transporter oder LKW brauchen/wollen. Bei den US-Pickups wäre ich kritischer...


    Aber - meine Theorie - Hätte ich einen solchen Pickup - läge das Schwarmfangrohr in der Schwarmzeit mehr oder weniger immer im Auto.

  • Was Rene J. sagt! 😉 Zudem müssen wir auch mal in den Wald. Weiß auch nicht, wie wir sonst unsere 8 Völker vor der Grenzschließung aus Böhmen nach D gebracht hätten. Ein kleiner Selbstversorgerhof ohne Pickup läuft vielleicht, aber anderst.

    So und jetzt sind wir mal wieder OnTopic und können alles Weitere zum Thema Auto gern im Extra-Thread besprechen. 😊


    Heute den ersten „Schwarm“-Anruf gehabt mit der Beschreibung „rund wie ne Honigmelone“. Die Wespen machen sich also langsam bemerkbar;)


    Lg, Miriam

  • Wie schon geschrieben!

    Ich habe nur "gemosert", die gezeigte Differenz zwischen Fahrzeug und Länge des "Auslegers".

    Entschuldigung, das sind für mich Gegensätze der heutigen modernen Welt.

    Wer sich ein solches Auto leistet, der kann sich doch auch eine entsprechende Verlängerung leisten, dann soll er auch nicht jammern ...

    Prof. Austmann - wir reden uns das ALLES als "normal" ein ...

    Man suche auch nach der notwendigen Basis (den Voraussetzungen) der menschlichen Existenz ...

    Das ist nicht böse und schon gar nicht direkt gemeint, vielleicht mehr Nachdenken als machen (kaufen) ...

    Ich bin halt so - man entschuldige ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Wer sich ein solches Auto leistet, der kann sich doch auch eine entsprechende Verlängerung leisten, dann soll er auch nicht jammern ...

    Wer hat denn hier gejammert außer Dir?



    ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • PickUps sind im Vergleich zu SUVs, die ähnlich mächtig daherkommen, aber nicht ansatzweise den Nutzen haben, preislich vollkommen im Rahmen. Das hat aus meiner Sicht auch nichts mit "brave new world" oder Konsumsucht zu tun, die Dinger sind einfach praktisch für kleinere Betriebe.


    Neupreise: L200 ab 25k €, Hilux, D-Max ab 24k €, Amarok ab 31k € ...


    Einen Touareg gibt erst ab 44k € und damit will in der Regel nicht auf den Wald- oder Feldweg, sondern die Stadt verstopfen oder auf der linken Autobahnspur andere bei Seite schieben.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Jetzt hängt die Bemerkung von Rolf nicht so hoch, sollte bestimmt nur witzig sein. Geht mir mit meinen Bemerkungen auch oft so. Manchmal sind sie wirklich nicht böse gemeint sondern nur witzig. Nur, daß meinen Humor auch nicht jeder versteht.

    Als Thüringer hätte er sich ja auch drüber auslassen können, wieviel Geld man haben muß um in der Nähe von München wohnen zu können. Kein Wunder, daß da kein Geld mehr da ist für den Playmobilpickup mit Rundumleuchte und Discokugel.

    Und dann auch noch dort studieren. Das erinnert mich an meinen Antragsvordruck den ich ausfüllen sollte um nach München an die Uni zu wechseln, lang ist’s her. Gegen Ende wurde gefragt, ob ich das Bundesverdienstkreuz oder eine ähnliche Auszeichnung verliehen bekommen habe. Nur nach der Olympiamedaille haben sie nicht gefragt. Also, wenn Verwunderung, Neid und Gefühl von Unzulänglichkeit, dann nicht wegen dem Auto sondern wegen München und der Figur, die der junge Mann macht. Ich fürchte, ich wiege doppelt so viel.

    Wenn man also einen Tip loswerden will, kann der nur lauten: Iss mal was!

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, alter Fettsack aus Bitterfeld

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Und jetzt bitte wirklich zurück zum Thema.


    DeinDilemma : Danke, dass ihr eure Schwarmerfahrungen so freigiebig mit uns teilt und bitte bitte blendet dieses ganze taktlose Drumherum aus!


    Um den Weg zurück zum Thema zu ebnen eine eigene kleine Schwarmgeschichte von Pfingsten:


    Im Auftrag des Imkervereins haben Junior und ich einen Schwarm 18km von zuhause gefangen. Schon beim Einfangen war er so kapriziös, dass wir uns beide sicher waren, es mit einem Nachschwarm mit mehreren Königinnen zu tun zu haben. Ich habe eure Technik versucht aber ich bin soooo grottenschlecht im Königinnen sehen...

    Also blieb nur Geduld und Träubchen für Träubchen einsammeln.

    In der Kiste sammelte er sich passend zur Theorie disharmonisch in Zungen, dass er 24h kühl und dunkel kam. Nach 12h immer noch vollkommen zersprengelt. Nach 24h hatten sie sich dann zu einer harmonischen Traube zusammengerauft und durften einlaufen.

    Nun hat Junior sein erstes Volk. Für ihn wurde die Beute mit Rähmchen bestückt.

  • In der Kiste sammelte er sich passend zur Theorie disharmonisch in Zungen, dass er 24h kühl und dunkel kam. Nach 12h immer noch vollkommen zersprengelt. Nach 24h hatten sie sich dann zu einer harmonischen Traube zusammengerauft und durften einlaufen.

    Achtung, das bedeutet noch gar nix! War es wirklich ein Nachschwarm mit mehreren Königinnen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mindestens ein Teil wieder ausziehen, sobald das Wetter es zulässt!

    Es soll zwar vorkommen, dass die das untereinander regeln und nur eine übrig bleibt, aber meiner Erfahrung nach zieht selbst dann, wenn sich vermeintlich alles beruhigt hat mindestens eine Königin wieder aus. Das kann auch noch locker 1 Woche später erst passieren.

    Hatte ich letztes Jahr und heuer auch wieder.

    Letztes Jahr wusste ich, dass es mehrere Kg waren, aber die haben sich schon im Baum auf eine Traube geeinigt. Also nicht lang rumgemacht, eingeschlagen und eine Woche lang schien sogar alles ok, dann plötzlich Schwarmauszug, die Hälfte war weg, der Rest hat schon gebrütet.


    Heuer vermeintlicher Vorschwarm, eingeschlagen, am nächsten Tag ein Drittel ausgezogen, der Rest war 10 Tage später in Brut.


    Je größer solche Trauben, desto wahrscheinlicher, dass zeitnah ein Teil nochmal ausrückt.

  • Keine Ahnung, ich verwende nie Bannwaben, ein Schwarm will neue, eigene Brut.


    Aber letztes Jahr zog ein Teil aus, obwohl vorne in der Beute bereits gebrütet wurde. Die 2. Königin hat sich mit ihrem Schwarmteil also 1 Woche lange "hinten" ruhig gehalten, den Bienen war diese Königin lieber als die Brut der anderen.

  • Ich habe eure Technik versucht aber ich bin soooo grottenschlecht im Königinnen sehen...

    Bin ich idR auch. ;) Hattest du den Schwarm vor dem Suchen nass gesprüht?


    Das Phänomen, dass die Königin(nen) direkt nach der Sammung des Schwarms aktiv ihren Duft auf der Taube verbreitet und dass Nachschwärme mehrere Damen im Ärmel haben (können), haben wir auch erst seit 2019 beobachtet und kennengelernt. Daher besprühen wir die Schwärme nicht mehr direkt mit Wasser, sondern schauen ihn uns (wenn möglich) erstmal genauer an und beobachten das Gewusel ausgiebig. Gewiss brechen wir spontan auch Suchaktionen ab, halten aber auch beim Einschlagen und Einlaufenlassen die Augen offen für das Krönchen. Es ist schon mehrmals passiert, dass ich erst nachträglich in den Videoaufzeichnungen die Königinnen finde. :)


    Liebe Grüße,

    Miriam

  • Es ist schon mehrmals passiert, dass ich erst nachträglich in den Videoaufzeichnungen die Königinnen finde.

    Das beruhigt mich. Es wäre ja gwandt, aber ich erahne ihr Vorhandensein bisher immer nur am Verhalten der Bienen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Genauso ist das bei mir auch.

    Es ist wie bei den schwarzen Löchern im All. Man kann sie nicht sehen. Nur an den Verzerrungen vorbeiziehender Sterne kann man erahnen, daß sie da sind. Das gelingt am Bienenvolk am Flugloch, in den Wabengassen, auf den Wabenflächen und auch am Strauch hängend. Auch ein versierter Klavierspieler sieht nicht ständig auf die Tasten, der erfahrene Tänzer nicht auf die Füße.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, staatlich und Leid geprüfter Vor-und Eintänzer

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Guten Abend zusammen.

    Ich brauche keine Durchsichten um das Schwärmen vorhersagen zu können...

    Auf was achtest Du, woran siehst Du es?

    Bei meinen Hinterbehandlungsbeuten (Schweizerkasten), habe ich den Baurahmen, das Abschlussfenster, und das Flugloch als Information zur Verfügung.


    "-Wenn die Bienen Mittags vor dem Flugloch tanzen,

    -bei Tracht sich füllen den Ranzen,

    -Das Zuhause erweitert wird nach Maas,


    Solchen Bienen, macht das Schwärmen (noch) keinen Spass."


    Dies heisst im Umkehrschluss:


    -Wenn die Bienen kaum noch ein Vorspiel haben.

    -Nicht mehr bauen wollen.

    -Faul in der Beute hängen.

    DANN, sieht es nach schwärmen aus.


    Nach weit über Hundert Schwärmen, und 38 Jahre Schwarmbienenhaltung bei meinem Heimstand, ist aber nun auch mein Auge, und das "Bauchgefühl" schon recht geübt, und brauche kaum noch Zeit, das Schwärmen eines Volkes zu erkennen.


    Ich empfehle daher, das Flugloch gut zu beobachten (alle Völker vergleichen) und mit dem was man bei der Durchsichten im Volk sieht, jeweils wieder zu vergleichen.


    @ Wolfgang.

    Mir ist keine Literatur bekannt, welche sich nur mit dem Schwärmen der Bienen befasst.

    In der älteren Literatur, wird dem Schwärmen zuweilen noch ein eigenes Kapitel gewidmet.


    Lg Sulz.......Dem noch nie, ein eingeschlagener Schwarm, ausgezogen ist.