Schwarmsaison 2020

  • Werbung

    Es ist absolut beeindruckend, wie ihr die Prinzessinnen in diesem Getümmel findet. Chapeau!

    Genau das wurde aber leider nicht gefilmt. DAS hätte ich gerne mal gesehen! :)

    Königinnen im Getümmel suchen und gleichzeitig filmen, könnte etwas herausfordernd werden. Die sind echt flink! 😅 Beim nächsten Schwarm in greifbarer Nähe behalt ich das mal im Hinterkopf. 🙂 Jedenfalls laufen sie (wenn der Schwarm sich frisch zur Traube sammelt), anders als die Arbeiterinnen, zielstrebig auf der Traube hin und her. Diese Bewegungen verrät sie letzteren Endes und dann muss man schnell mit dem Clip handeln. 😉


    liebe Grüße,

    Miriam

  • ...so ein Thüringer Zombie einen coolen Spruch drauf hat

    1. Ganz objektiv: Der in #320 zitierte Spruch markiert schonungslos und griffig eine Tatsache, die seriös nicht bestreitbar ist.


    2. Subjektiv zur Person: Der Zitierte weiß durchaus um den Sinn von Unfall- und Arbeitsschutz und vermittelt das auch.

    Er ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und wird immer dann gerufen, wenn die von Manchem so idealisierten "wilden" Schwärme Probleme machen. Da kümmert sich nämlich der Imker, aus dessen Bestand die anfänglich so vitalen Schwärme stammen, erst recht nicht drum. Das ist dem Leichtfuß nämlich noch ferner als der Schwarmabgang selbst; der Herkunftsimker gehört im Ernstfall dann aber mit zu den Ersten, die sich über amtlich verordnete AFB-Restriktionen beschweren (Bericht aus der Praxis). Solche Leichtfüße sind für ernsthafte Imker die wahren Zombies, nicht die, die vor den Folgen der Leichtfüßigkeit warnen.

  • Ja ja,

    es gibt viele Dinge, die ich als Umweltverschmutzung verstehe. Ganz natürlich passierende, in der Natur der Sache liegende, elementare Gepflogenheiten der Natur, wie Bienenschwärme sind definitiv natürlicher als Zuchtobmänner, selbst wenn sie ehrenhaft und in der Feuerwehr sind. Das natürliche sind die Schwärme, nicht die mit Verlaub, Zuchtobmänner. Und das ist das nette Wort, mir wären auch noch andere eingefallen. Verbaler Dünnschiss ist auch Umweltverschmutzung. Denkt doch mal kurz nach.

    Viele Grüße

    Wolfgang, Master of the verbal Dünnschiss

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der in #320 zitierte Spruch markiert schonungslos und griffig eine Tatsache, die seriös nicht bestreitbar ist.

    Doch. Ein Bienenschwarm mag vieles sein. Bestimmt auch problembehaftet in manchen Fällen. Eines ist er mit Sicherheit nicht: Umweltverschmutzung.

    In den meisten Fällen läuft so ein Schwarmabgang völlig unproblematisch ab; inklusive des Einfangens. Allerdings werden nur die spektakulären Fälle bekannt. Das verzerrt die Wahrnehmung.

    Außerdem bin ich der Meinung, dass die meisten Schwärme nicht gewollt sind. Mit der Anzahl der Völker steigt die Anzahl der ungewollten Schwärme überproportional.

    Subjektiv zur Person: Der Zitierte weiß durchaus um den Sinn von Unfall- und Arbeitsschutz und vermittelt das auch.

    Das ist aber vollkommen irrelevant beim Schwärmenlassen eines Volkes.

    Er ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und wird immer dann gerufen, wenn die von Manchem so idealisierten "wilden" Schwärme Probleme machen.

    Ist er da zuständig? Wird er bei den Schwärmen die eigentlich nicht hätten vorkommen sollen nicht gerufen? Oder bei denen von den "Ich habe keine Schwärme."-Imkern?

  • bevor hier Alles explodiert.....


    man könnte sich doch drauf einigen:


    Abschwärmen kann und wird dem Anfänger und Profi immer mal passieren.

    (solange er Bienen hat)

    Es ist so, Punkt.

    Was danach passiert ist oft individuell .

    Sei es, ich bin überhaupt nicht dabei, weil arbeiten , Urlaub, zu Hause, etc. pp...

    Und sicher ist nicht jeder Imker in der Lage selbst gefährliche Schwarmfangmanöver durchzuführen, oder bekommt evtl. auch keine Hilfe, kann ja auch mal sein.

    Kritik ist sicher angebracht, wenn das demjenigen dann völlig egal ist, was mit dem Volk passiert.

    Oder es sogar bewusst so will.


    Arbeitsschutz, so banal es klingt, geht auf jeden Fall vor.

    Aus unserem Verein hat sich ein älterer Imker beim Nachgreifen (mit Schwarmfangkasten, Leiter, zweite Sprosse) die Bizepssehne abgerissen.

    Ist ja zum Glück nicht lebensgefährlich, aber ein Beispiel wie schnell sowas passiert.


    Ich möchte nicht in den Nachrichten lesen:" Imker schwer/tödlich verletzt bei Schwarmfangversuch"


    Das die Ausbreitung der AFB sehr wohl relevant ist, macht die Sache nicht leichter.

    Wär dann das bestreben jeden Schwarm( wenn dann irgendwo eingezogen) wieder zu bergen,

    sehr hoch , oder ?

    Ich meine der verschwindet doch nicht auf nimmer Wiedersehen ins Nichts.


    Das Problem bei dieser Diskussion ist wieder mal die große Bandbreite der Meinungen und Einstellungen.

    Auch empfindliches Thema mit den jeweiligen Folgen, die hier weiter gedacht werden müssen.


    Aber die Beleidigungen sind teilweise schon …..

  • Aber die Beleidigungen sind teilweise schon …..

    .... unterirdisch.:thumbup:


    Ich hatte letzte Woche einen Schwarmfang auf einer Terrasse, dabei konnte ich auf die im Nachbargarten stehenden Segeberger schauen. Auf meine Frage, warum sie denn mich riefen und nicht den Besitzer, kam die Antwort: hätten sie, aber der hätte gesagt er hätte eh schon zuviele Bienen, und daher kein Interesse. Da geht bei mir dann auch der Puls hoch.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich war gestern auch beim Imkereibedarfsladen, da hat mich ein anderer Kunde angesprochen und erzählt, dass bei ihm heute schon 5 Schwärme rausgegangen sind.
    Auf die Frage hin, ob er denn genug Kisten für die Schwärme hat, meinte er: "Nein ich fang die nicht, die hängen ja in den Bäumen!"

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Aber die Beleidigungen sind teilweise schon …..

    .... unterirdisch.:thumbup:


    Ich hatte letzte Woche einen Schwarmfang auf einer Terrasse, dabei konnte ich auf die im Nachbargarten stehenden Segeberger schauen. Auf meine Frage, warum sie denn mich riefen und nicht den Besitzer, kam die Antwort: hätten sie, aber der hätte gesagt er hätte eh schon zuviele Bienen, und daher kein Interesse. Da geht bei mir dann auch der Puls hoch.

    Ich war gestern auch beim Imkereibedarfsladen, da hat mich ein anderer Kunde angesprochen und erzählt, dass bei ihm heute schon 5 Schwärme rausgegangen sind.
    Auf die Frage hin, ob er denn genug Kisten für die Schwärme hat, meinte er: "Nein ich fang die nicht, die hängen ja in den Bäumen!"

    DAS ist die Weitsicht:

    " von zwölf bis Mittag gedacht"


    Verstehe es jetzt auch nicht mehr, die Brisanz ist offenbar nicht aufm Schirm.

    Oder Ignoranz ?

    Auch die Imker

    "ach, Volk nicht übern Winter gebracht? Kauf mir einfach Neue...."