Schwarmsaison 2020

  • Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, ob der Anblick eines Bienenschwarms die Höheneinschätzung von Menschen beeinflusst?


    "Hallo, wir haben hier einen Bienenschwarm, können Sie kommen und den wegmachen?"


    "Wo ist er denn?"


    "Im Baum! Ganz großer Klumpen"


    "Wie hoch?"


    "2,50m ca."


    "Okay, also ich komme mit ner einfachen Leiter problemlos hin, ja?"


    "Ja klar!"


    Vor Ort hängt das Ding natürlich ca. sechs bis sieben Meter hoch im Baum...


    Schade um die verschwendete Energie und Zeit :/


    "Kommen Sie dann noch mal mit einer größeren Leiter?"


    Mal sehen....

  • Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, ob der Anblick eines Bienenschwarms die Höheneinschätzung von Menschen beeinflusst?

    Braucht es nicht, der gemeine Nichtimker möchte den Schwarm loswerden. Sonst nix.

    Da sind korrekte Angaben Mangelware.

    Dieses Jahr nur Fremdschwärme eingesammelt. Bei keinem stimmte die Höhenangabe.

    Jetzt steht Pfingsten bevor, eigentlich mein präferiertes WE für Schwarmabgänge. Aber es sieht gut aus. Ich schätze, ich komme erneut ohne davon.8)

  • Okay - ich bin ja noch neu dabei - aber ich habe den Eindruck, dass dieses Jahr wirklich ein Schwarmjahr ist. So viele Schwärme im Verein und im Bekanntenkreis.


    Hätte ich das vorher gewusst hätte ich Beuten investiert - ich habe definitiv keine Reservebeuten mehr und das ängstigt mich :)

    Imkerei-Silberbiene

    Aus Freude an den Bienen / Honig aus Rotenburgs Gärten

  • Heute den besten Schwarm ever "gefangen". Um 13 Uhr klingelte das Telefon, es würde Mitten in der Walachei ein Schwarm am Baum hängen, ca. 1,5 Meter hoch. Also rein ins Auto und losgedüst.


    Der gemeldete Ort lag an einem Feldweg im nirgendwo mit einem Baum Mitten drin. Da dass Gras knapp 1 Meter hoch war in der Fahrspur und ich keinen Feldbrand aufbeschwören wollte, habe ich zähneknirschend den Fangkasten und alles Gedöns knapp 300 Meter zum gemeldeten Ort geschleppt - eine wirklich tolle Beschreibung per Whatsapp bekommen - obwohl den Baum konnte keiner übersehen. Und wirklich ein kleiner aber feiner Schwarm hing im Baum.


    Also alles vorbereitet, Kasten auf und gemerkt; Shit, die Sprühflasche im Auto gelassen. Oh Mann. Also zum Auto gestiefelt, Sprühflasche geholt und zurück. Als ich am Baum ankam ( den Kasten hatte ich +- 5 Meter neben dem Schwarm gestellt ), hingen nur noch ein paar verträumte Bienen am Baum.


    Mein erster Gedanke war - jetzt rennst du dir einen Wolf und dass blöde Viechzeug ist abgehauen- Na Super - Dann schaute ich zum Kasten und viel aus allen Wolken. Der komplette Schwarm saß im, respektive teils von außen am Kasten, dass meiste drine. Ich konnte mir dass Grinsen nicht mehr verkneifen, habe schnell den Deckel zugemacht, das seitliche Absperrgitter aufgeschoben und 20 Minuten gewartet, bis der Rest reingekrabbelt ist. So einfach habe ich noch nie einen Schwarm eingefangen.


    Da bis gestern Abend ein anderer Schwarm da drin gesessen hatte, muss die Kiste wohl so dermaßen nach Bienenstock gestunken haben, dass die Damen in meiner kurzen Abwesenheit gemeint haben - Oh ein neues zu Hause / Perfekt da müßen wir rein. Oder die waren wegen der Walachei und dem Nirgendwo so verzweifelt, dass sie einfach nur froh waren ein Dach über den Kopf zu bekommen. Ich weiß es nicht, aber es war einfach nur genial. Nun steht der kleine im Keller und wird nachher in eine MiniPlus eingeschlagen, da er nicht wirklich groß ist und zu klein für eine DNM 1,5 :)


    LG

  • es ist das Jahr der wunderschönen Schwarmgeschichten.

    Naja, mein zugeflogener Schwarm hatte, wie sich herausgestellt hat, nicht mal eine begattete Königin, da mußte nach Weiselprobe jetzt erst nochmal eine zugesetzt werden...

    Schwärme machen echt nur Arbeit und sind vor allem wenn man sie auch noch einfangen muß oft sogar gefährlich, hab jetzt noch eine Narbe auf der Stirn vom aller ersten Schwarm, von der zweiteiligen Leiter, die danach nur zusammengelegt werden sollte und runter krachte, das hätte genau genommen auch tödlich enden können... :saint: Auch Rüttelaktionen mit anschließendem Krankenhausbesuch wegen Kopfstich unbeteilgter hab ich erlebt. Das ist alles nicht schön, nicht romantisch und auch kein Naturerlebnis, darauf kann man einfach gerne verzichten!

    Da erstelle ich doch viel lieber schöne Kunstschwärme mit guter Königin und habe gesunde friedliche Völker.

    No Risk, more fun!;)

  • Du kaufst auch lieber Bärchenwurst als Aufschnitt einzel in Folie verpackt, als das Wildschwein selbst mit Pfeil und Bogen und Riesentrommelrevolver selbst zu erlegen.

    Ich auch.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • es ist das Jahr der wunderschönen Schwarmgeschichten.

    Naja, mein zugeflogener Schwarm hatte, wie sich herausgestellt hat, nicht mal eine begattete Königin, da mußte nach Weiselprobe jetzt erst nochmal eine zugesetzt werden...

    Schwärme machen echt nur Arbeit und sind vor allem wenn man sie auch noch einfangen muß oft sogar gefährlich, hab jetzt noch eine Narbe auf der Stirn vom aller ersten Schwarm, von der zweiteiligen Leiter, die danach nur zusammengelegt werden sollte und runter krachte, das hätte genau genommen auch tödlich enden können... :saint: Auch Rüttelaktionen mit anschließendem Krankenhausbesuch wegen Kopfstich unbeteilgter hab ich erlebt. Das ist alles nicht schön, nicht romantisch und auch kein Naturerlebnis, darauf kann man einfach gerne verzichten!

    Da erstelle ich doch viel lieber schöne Kunstschwärme mit guter Königin und habe gesunde friedliche Völker.

    No Risk, more fun!;)

    Guten Abend Kruppi.


    Na ja??...Ich betreibe eigentlich die Schwarmbienenzucht, weil dies weniger Arbeit macht, als eine gute klassische Königinnenzucht.....Königinnenzucht, heisst für mich:

    Die Zucht im weiselrichtigen Volk. Da dulde ich auch keinen weisellosen Starter.


    Zum Schwarmfang:

    Dazu brauche ich nicht vor den Beuten auf den Schwarm zu warten, (ich weiss an welchem Tag und Uhrzeit sie ausziehen)......


    Es ist natürlich auch von Vorteil, wenn man das geeignete Werkzeug zum Schwarmfang besitzt, und auch damit umgehen kann. (z.B. Leiter)


    Mit dem dazu gehörenden Wissen, und mit dem geeigneten Werkzeug, ist der Schwarmfang weder gefährlich, noch mit übermässiger Arbeit verbunden...........


    Schwarmbienenhaltung, (von Schwarmbienenzucht ist ja kaum noch die Rede) ist genaugenommen, und unbegründet, Schlichtweg einfach nicht mehr "Zeitgemäss"...


    "Zeitgemäss", sind heute offenbar Nachschaffungsköniginnen.......Sogar in der Zucht, da diese in weisellosen Völkern gezogen werden.


    Aber jedem das Seine. Hauptsache, es funktioniert.


    lg Sulz.......Der nun ein Schwarm einlogieren geht.

  • Schön Sulz, Daß Du das kannst und diese alte Kunst noch ausübst. Das ist Dienst am UNESCO-Kulturerbe. Bei den Befürchtungen zur Sicherheit beim Schwarmfang ging es, glaube ich, um unsere Vertreter aus der Risikogruppe, zu der bestimmt noch 40% der Imker gehören die ich kenne. Nicht mehr ganz stabil von der Hüfte her, aber ehrgeizig und stolz. Eine gefährliche Mischung, die sich gerade auf Leitern gelegentlich manifestiert.

    Viele Grüße

    Wolfgang, der den Neuanfang in der Imkerei dieses Jahr mit Hilfe von Schwärmen stemmt. Vermehrung von 0 auf 14 durch einen Schwarm vom letzten, vier Schwärme in diesem Jahr und Zuchtstoff vom Profi.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Dazu brauche ich nicht vor den Beuten auf den Schwarm zu warten, (ich weiss an welchem Tag und Uhrzeit sie ausziehen)......

    Um das so genau vorhersagen zu können sind im Vorfeld aber etliche Durchsichten nötig und genaue Buchführung. Das ist kein goßer Aufwand? Für deine Schwarminkerei brauchst du viel Zeit und auch sehr viel Platz.

    Das geht nicht, wenn 20 Völker auf 3 verschiedenen Ständen verteilt sind, alle in Gärten, wo 10 bis 20 Meter weiter schon der Nachbargarten anfängt und die Nachbarbäume stehen, in denen sich dann zur schönsten Mittagszeit, in der man außer am Wochenende gar nicht vor Ort sein kann, die Schwarmtrauben für 3 Stunden niederlassen, um dann im nächsten Wald zu verschwinden, im Herbst Milben verschleudern und dann eingehen...

    "Zeitgemäss", sind heute offenbar Nachschaffungsköniginnen.......Sogar in der Zucht, da diese in weisellosen Völkern gezogen werden.

    Da schmeißt du 2 verschiedene Dinge zusammen. Von einfachen Nachschaffungsköniginnen halten die meisten hier auch nichts, aber wenn geeignete jüngste Larven erst mal für 1-5 Tage von Bienen im Überfluss gepflegt werden, die Anlass haben sich dabei besonders große Mühe zu geben nutzt das im Endeffekt sehr dem Ergebnis. Große Zellen, Futter im Überfluß, optimale Königinnen mit der gewünschten genetischen Abstammung.

    Keine Schwärme machen weniger Arbeit, allerdings mehr Honig dann doch wieder...;)