Probleme beim Umwohnen

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    Hallo zusammen,


    ich Imkere jetzt im dritten Jahr und habe deshalb noch mehr Fragen als Antworten. Ganz oft finde ich die Antwort auch hier in alten Beiträgen. Dafür ein großes Danke. Jetzt habe ich aber ein Problem das ich leider so nicht bereits beantwortet finde.


    Ich habe von einem bekannten zwei Völker auf uralt Zander (jeweils auf einem Brutraum) übernommen. Ich Imkere aber auf Dadant. Soweit dachte ich noch kein Problem habe ja einen Plan 8). Ich hatte noch 10er Dadant Zargen, die von den Außenmaßen prima auf die alten Zander gepasst haben. In die 10er Dadant habe ich zwei Futterwaben und 2 Mittelwände. Einziges Problem, die Zanderbeute (vermutlich Selbstbau) hat einen relativ großen Abstand vom Rähmchen Oberträger zur Zargenoberseite. Dadurch ergibt sich ein Abstand von Oberträger Zander zu Unterträger Dadant von geschätzt 4-5 cm8|. Nachdem der Zander Brutraum super voll war, dachte ich die Bienen werden den oberen schnell annehmen und ausbauen. Sobald die Königin oben legt, Absperrgitter rein und Brut unten auslaufen lassen.


    Soweit die Theorie. Allerdings kann ich seit über einer Woche keine nennenswerten Tätigkeiten oben feststellen:/. Nektar sollte die letzten warmen Tage eigentlich auch genug rein kommen. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob der Abstand nicht vielleicht doch zu groß ist. Eventuell haben die Damen Probleme die oberen Waben annehmbar zu erreichen. Oder soll ich einfach noch warten? Ich habe mir jetzt noch zwei Ideen überlegt. Was haltet ihr davon?


    Idee 1:

    Ich schraube in eine weitere 10er Dadant noch eine Leiste ein. So kann ich die schmäleren Zanderrähmchen problemlos in die 10er Dadant umhängen. Anschließend stelle ich den zweiten Dadant Brutraum wieder oben drauf. Der Abstand zwischen unterem und oberen Brutraum wäre wieder optimal. Dadurch kann ich meine ursprüngliche Idee weiter verfahren.


    Idee 2:

    Ich hänge in den oberen Brutraum noch eine bereits ausgebaute alte Wabe und setze die Königin direkt nach oben mit Abspergitter. Ich sperre Sie quasi oben ein. Dann lasse ich unten noch Brut auslaufen. Diese Idee ist mir aktuell fast lieber. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Königin einfach oben weiter stiftet.


    Die Zander und Dadant im selben Brutraum mischen möchte ich eigentlich nicht. Das wird nur alles furchtbar verbaut und chaotisch. So jetzt freue ich mich über eure Antworten.


    Grüße


    Johannes

  • Hey, Joe89 !


    Ich habe den Wechsel von Zander auf Dadant hinter mir. Die Zanderrähmchen passen in eine Dadant-Beute, wenn man sie vorsichtig einhängt. Deshalb habe ich damals eine TBE durchgeführt, mit Zander-Fangwaben in Dadant, die jeweils nach Plan entfernt wurden. Klappte super. Ein Brutraum Zander funktioniert übrigens sehr gut während der Saison, nur fehlt halt der Schiebeplatz für die Durchsichten (mein Grund für den Wechsel). Ich würde das Volk deshalb normal laufen lassen, einfach HR drauf, und dann im Juli TBE. Falls der Wechsel unbedingt jetzt erfolgen soll, würde ich den Dadant-BR unter- statt aufsetzen. Nach einer Woche, wenn unten schon etwas Brut ist, Kö runtergeben und ASG auf den Dadant-BR. Drei Wochen später ist oben alles brutfrei.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man das Umwohnen immer während der Frühtracht machen möchte. Für mich ist das ein ungünstiger Zeitpunkt.


    Warum nicht einfach auf die Zanderwabe ein Absperrgitter und die Honigräume drauf und später dann eine TBE mit den Dadant-Rähmchen?


    Saubere Sache, kein Verbau, kein Gefrickel, mehr Honig, inklusive Varroabehandlung!


    Grüße vom Apidät

  • Hallo,


    umwohnen muss zwangsweise jetzt dann passieren, da mein Bekannter die Kästen zurück braucht. TBE ist ja eher später im Jahr oder? Untersetzen geht leider auch nicht, da die Beuten unten zu sind.


    Somit bleibt fast nur die Dame mit zwei Brutwaben nach oben zu hängen und Absperrgitter dazwischen. So wie Uwe Eichholz schreibt.


    Kann es hier irgendwie die drei Wocheb problematisch werden? Immerhin ist die Königin ja komplett eingesperrt.


    Grüße


    Johannes

  • Idee 2:

    Ich hänge in den oberen Brutraum noch eine bereits ausgebaute alte Wabe und setze die Königin direkt nach oben mit Abspergitter. Ich sperre Sie quasi oben ein. Dann lasse ich unten noch Brut auslaufen. Diese Idee ist mir aktuell fast lieber. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Königin einfach oben weiter stiftet.

    Besser mit 1 Brutwabe und die Leerwabe daneben. Die Königin fühlt sich sonst oben sehr einsam und versucht laufend, sich durch das Gitter nach unten zu zwängen. Sowie in den neuen Waben etwas Brut ist, können die Waben wieder nach unten.

    Wichtig ist aber, dass der Zander-Brutraum gut besetzt ist. Ich würde nicht benötigte Waben entfernen, damit das Volk unten eng sitzt, und den Leerraum mit Blindwaben verschließen.

    Gruß Ralph

  • ...

    Umwohnen muss zwangsweise jetzt dann passieren, da mein Bekannter die Kästen zurück braucht. TBE ist ja eher später im Jahr oder? Untersetzen geht leider auch nicht, da die Beuten unten zu sind.

    ...

    Eine Holzzarge Zander kostet knapp über 20 € und kann danach wieder verwendet oder -kauft werden.


    Was denkst du, wieviel Honigertrag man durch die Umwohnerei verliert? Und wenn dir es nicht um den Honig geht, dann bedenke, dass du kurz nach der Durchlenzung das mühevoll aufgebaute Brutnest auseinanderreißt und die Königin von ihrem Brutnest wegsperst. Elegant ist das nicht, noch dazu in meinen Augen ohne Not.


    Grüße vom Apidät, der sich in diesem Thread jetzt raushält

  • Ich habe beide Varianten durch. Als ich das IF noch nicht kannte und mangels Unkenntnis habe ich DNM in Kuntzsch hoch eingebastelt. ||

    Mir tut es heute noch in der Seele weh, wenn ich an das Gefrickel, die Sauerei der tropfenden Futterkränze und an die zerschnittene Brut denke.

    Im nächsten Jahr via TBE oder Kunstschwarm von DNM auf DNM 1,5 war alles easy .

  • Warum immer so kompliziert?

    Die Bienen mit Kö' schüttelt man einach von den Za-Rähmchen auf DD MW. ASG drauf, Za-Brutraum mit BW oben drauf - machen lassen.


    Binnen einer Woche bauen sie (als starkes Volk) 5 DD MW aus und bekommen dann vor Schied den Baurahmen. Brut läuft oben aus und es wird Honig eingelagert.

    Viel Erfolg.

  • Leider wird die Idee von beemax dann aber in diesem Fall daran zu scheitern, dass die Zander unten zu sind (steht zumindest oben)

    -> Es bleibt

    • leiden mit Zander-Waben in Dadant inkl. Wildbau in der Saison und leicht runter fallenden Rähmchen
    • jetzt gewaltsam umwohnen
    • einen Zander-Raum kaufen und damit weiter machen bis zu einer TBE oder behalten als einräumig Zander

    Ich habe alle drei Varianten schon probiert und würde jetzt lieber eine Zander-Zarge kaufen/bauen und wieder einräumig Zander bis zum Saisonende führen. Die Honigräume und den Boden von den 10er Dadant kann man ja verwenden.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)