Umgang mit übrigen Honigwaben

  • Ich möchte noch mal auf das Einschmelzen zurückkommen:


    Ich habe jetzt Waben eines kahlgeflogenen Volkes entnommen, die sind natürlich noch mit viel Futter gefüllt. Den Inhalt der Rähmchen habe ich ausgeschnitten (schade um die Drahtung!), alles in einem großen Topf gesammmelt. Etwas Wasser aufgefüllt und erhitzt, do daß auch sämtliches Wachs schmilzt.


    Nun schwimmt zum Schluß nicht nur das Wachs oben, sondern auch alle Bruthäutchen usw., die sich mit Wachs so vollsaugen, das man fast kein freies Wachs absondern kann. Ich habe nach dem Abkühlen diesen "Kuchen" vom Sirupwasser darunt abgesammelt, aber:


    Wie kann man das Wachs von dem "Bienenmüll" abtrennen? Pressen?

    Imker seit 2009 - Naturbau in Dadant-Beuten, Bemühung um wesensgemäße Imkerei

  • Wie kann man das Wachs von dem "Bienenmüll" abtrennen?

    Ich würde alles in heißem Wasser verflüssigen und dann durch eine Strumpfhose in einen Eimer gießen. Die Strumpfhose kann man danach zuknoten und nochmal separat in klarem Wasser aufkochen, damit man noch restliches Wachs aus dem Trestergemisch herausholt. Zwischendurch vielleicht mal wie einen Schwamm ausdrücken.

    Ist ein bisschen Arbeit, vielleicht gibts ja noch bessere Ideen.

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Ich schmeisse alles erst einmal in den Sonnenwachsschmelzer. Der Wachs wird dann mit klarem Wasser notdürftig von Futterresten gereinigt. Zu einem "Sammeltermin" geht es dann in ein Emaillegefäß und wird eingeschmolzen zusammen mit etwas Wasser. Dann geht alles durch eine Nylonstrumpfhose in einen Eimer. Anschließend kühlt das ganze (möglichst langsam) ab. Umso langsamer, desto besser kann sich der Dreck vom Wachs trennen.


    Einen Tag später kann man dann schön sehen, was sich da unten für ein Schmodder abgesetzt hat. Das ganze wiederhole ich dann je nach Verschmutzung nochmal. Zuletzt gebe ich dem Wasser etwas Zitronensäure zu, das bindet angeblich nochmal Schmutzpartikelchen.

  • Die Futterwabe sieht ideal aus, um sie für Ableger zur verwenden. Ich habe heute ca 30 Stück davon eingesammelt. Aufgrund des Winters der keiner war, habe ich halt einen massiven Überschuss davon.

    Gelagert.werden die in einer dunklen kühlen Ecke.

    Wichtig ist das die Waben Pollenfrei und Mäusesicher gesichert werden.

    Selbstverständlich ist das Ganze Bienensicher gelagert werden, ansonsten schwindet der Vorrat schnell.Im Gegensatz zu anderen Aussagen nehmen meine Ableger gerne die Futterwaben an.

    Lange brauchen die nicht gelagert werden, da ich schon die ersten Drohnen gesehen habe und die starken Völker voll verdeckelte Drohnenwaben haben.



    Ein Berufsimker hat mir mal den Tipp gegen, dass er die Futterwaben links und rechts im unteren Brutraum sortiert, wo er sie meist im Herbst wieder findet.

    Das habe ich aber nie selbst gemacht.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Die kannst Du auch in Ableger rein hängen ;-). Ansonsten wie wasgau immen bereits geschrieben hat... :-)

    Dann sparen die Ableger sich natürlich die Arbeit, Mittelwände auszubauen oder im Naturbau Waben zu bauen.

    Haben die aber nicht umgekehrt so einen Bautrieb, dass ich ihnen etwas geben muss, wo sie sinnvoll bauen?

    Wenn sie auf der einen Seite Futterwaben zum leerfressen und Leerwaben zu bestiften haben, wie lenke ich da den Bautrieb sinnvoll?

    Danke euch!

    VG Axel

  • Die Mw zum ausbauen aussen dran stecken, also neben das Futter, ist die zu 2/3 ausgebaut (ständig 1zu1 oder besser dünner Füttern, damit der Bautrieb auf jeden Fall erhalten bleibt, egal ob du Fuwa drin hast)

    an die Brut hängen, wird dann bestiftet, wieder mit MW aussen drann ergänzen.

    Fütterst du nicht durch, hört das Bauen auf. Wieviel die einlagern können, und das Brutnest nicht verhonigt, steuerst du mit dem Zuckergehalt des Futters, also eher ganz dünn füttern, dafür ständig.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Dann sparen die Ableger sich natürlich die Arbeit, Mittelwände auszubauen oder im Naturbau Waben zu bauen.

    Haben die aber nicht umgekehrt so einen Bautrieb, dass ich ihnen etwas geben muss, wo sie sinnvoll bauen?

    Hallo,


    ich habe ja nicht gesagt das Du gar keine MW in einen Ableger geben sollst, aber weniger. Mit einer Leerwabe kann eine begattete Königin sofort loslegen zu legen und dann ist die "saure Gurken Zeit" nicht so lange bis die Brut der Königin schlüpft. Auch wenn Du bei einem Ableger zunächst WZ ziehen lässt ist es nicht schlecht eine ausgebaute, leere Wabe zu haben dann kann dort im Bedarfsfall Nektar eingetragen werden. Für den Bautrieb genügt im Ableger eine MW, Bei einem Ableger ist der Bautrieb auch nicht so groß wie bei einem Schwarm, das bitte nicht verwechseln.


    Gruß

    Franz


    P.S.: Ich mache Ableger meist mit bereits begatteter Königin, oder ab und zu auch mit einer schlupfreifen Zelle.

  • Ich habe einmal im Spätsommer Futterwaben eingeschmolzen wegen Wachsmotten. Die Bienen haben haben nach dem Ablassen die Wachsschüssel sofort überfallen und man konnte den ganzen Tag nicht mehr in die Nähe kommen. Die haben das gesamte rausgelaufene Futter eingesammelt. Mach ich niiiiie wieder. Mach ich jetzt zu Hause über Nacht auf dem Balkon, und möglichst nicht mit Futterwaben. Letztere verteile ich in die untere Zarge gleichmäßig auf die Völker, damit sie leer werden. Oft werden sie aber nicht alle, dann verwende ich sie weiter für den nächsten Winter.

  • Müssen die Futterwaben überhaupt bis zum Gebrauch eingefroren sein, oder reicht es für 24 Std. und nachher mottensicher lagern? Ich denke da an Pollen, die auch darin sind und ja aus Eiweiss sind. Mein Steak lass ich ja nach dem Auftauen auch nicht wochenlang liegen.

    Vielen Dank für euer Wissen.

  • Ich hatte letztes Jahr meine Futterwaben alle für 2 bis 3 Tage im Gefrierschrank und habe sie danach im Keller deponiert. Leider waren im Frühjar wieder vereinzelt Motten da. Also 100% sicher fährst du damit auch nicht.

    Die Futterwaben bleiben bei mir daher im Gefrierschrank bis ich sie benötige. Nur die Honigwaben werden nach 2 bis 3 Tagen aus dem Gefrierschrank genommen und im Keller gut durchlüftet gelagert.

    Bei mir haben die leeren Honigwaben nach dem Lagern im Gefrierschrank einen großen Riss. Macht das was? Hat jemand Erfahrungen damit?

  • Hallo,

    Entnommene Futterwaben z.B bei Vereinigung von Völkern weil beide zu klein und die dabei übrig sind, friere ich ein um sie dann für meine Ableger zu verwenden.

    Futterwaben von toten völkern werden im Dampfwachsschmelzer eingeschmolzen.

    Ansonsten Futterwaben hinter das Schied.

    Es wird noch mal kalt und die Bienen holen sich dann was sie brauchen.