Umgang mit übrigen Honigwaben

  • Hallo miteinander,


    ich habe gestern die intensive Frühjahrsdurchsicht bei meinen Völkern gemacht.

    Dabei habe ich die Völker mit Schied entsprechend eingeengt und auch zwei sehr schwache Völker vereint. Aktuell sind es nun noch vier Völker.

    Nach dieser Tätigkeit sind nun eine erhebliche Zahl an Honigwaben übrig, welche ich raus genommen habe.

    Meine Frage ist nun, wie kann man diese am besten lagern, um sie dann für Ableger und Wittereinfütterung u. U. wieder verwenden zu können?

    Es sind auch Waben dabei, bei denen man, weil offen, eine starke Kristallisation des Honigs erkennen kann.

    Die gängige Lehrmeinung sagt ja, dass man Honigwaben am besten bei < 10 °C lagern sollte.

    Allerdings, wer hat schon einen entsprechend großen Kühlraum zur Verfügung. Mein Keller hat je nach Jahreszeit 10 - 20 °C.

    Kann man sie abschwefeln und dann im Wabenturm draußen oder drinnen lagern? Kann man Waben mit teils offenen Zellen überhaupt, und wen ja wie lange, lagern?

    Ich habe ein paar Fotos zur Ansicht angehängt.


    Noch eine Zusatzfrage!

    Wie schätzt ihr ein Volk mit 5 besetzten Waben am 04. April ein? Wird das noch was?


    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!


    IMG_4925.jpgIMG_4926.jpg

  • Meine Empfehlung: einschmelzen, wenn Du sie nicht zeitnah für Ableger verwerten kannst. Aber auch da ziehe ich Flüssigfutter vor.

    Alte Waben werden von Wachsmotten befallen, neue sehr schnell ausgebaut. Lagern lohnt deswegen nicht.

    Lagern sollte man grundsätzlich nur saubere Honigwaben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo, ich habe vermutlich auch einige Futterwaben im Brutraummaß übrig. Könnte man die nicht auch ausschleudern (natürlich nicht zum menschlichen Verzehr!) und wenn sie noch fein sind als Brutwaben geben?

    Oder übersehe ich da was?


    Grüße von Miriam

  • Ich habe letztes Jahr versucht, übrig gebliebene Futterwaben auszuschleudern. Es war eine nicht sehr lohnenswerte Sauerei !

    Die Ausbeute war gering weil das kristallisierte Futter schlecht raus ging.

    Dieses Jahr werde ich in den sauren Apfel beissen und ausschmelzen, ist auch Sauerei, aber überschaubarer, denk ich.

    Vielleicht weniger einfüttern, aber wer weiss schon wie der Winter wird und auf dem letzten Loch pfeifen ist auch nicht meins.

  • Danke schon mal!

    Aufgrund der bisherigen Antworten möchte ich noch etwas mehr ins Detail gehen.

    • Wie lagert man die sauberen Honigwaben am besten, wenn man keine Kühlmöglichkeit hat?
    • Einschmelzen? Ich habe einen Sonnenwachsschmelzer; was machen mit dem ganzen Honig? Ich habe alte Waben auch schon verbrannt; auch da läuft der ganze Honig dann raus! Also wie macht man das am sinnvollsten?

    Gruß

    Clemi

  • Wenn du sie verbrennst, dann geht dir ja der kostbare Wachs verloren.


    In deinen Futterwaben ist hauptsächlich Honig?


    Wenn ich meine Futterwaben einschmelze, dann trennt sich dabei der Wachs sowie eine bräunlich-schwarze Siruplösung, das alte Futter. Das ist eine klebrige Sauerei, in Wasser aber sehr gut löslich. Wandert bei mir in den Müll, die Gerätschaften lassen sich gut mit Wasser reinigen.

  • Saubere, ausgeschleuderte Honigwaben lagere ich im Wabenschrank. Da interessiert sich die Wachsmotte üblicherweise nicht so sehr für. Bereits bebrütete Waben mit Pollen drin sind für sie hingegen ein Leckerbissen und wurden bisher bei uns getrennt gelagert - und hatten stets das Wachsmottenproblem trotz Schwefel, Zugluft usw. Inzwischen werden diese bei uns nach Möglichkeit im Rahmen des Wachskreislaufs zügig eingeschmolzen und nicht mehr gelagert.

  • Meine Empfehlung: einschmelzen, wenn Du sie nicht zeitnah für Ableger verwerten kannst. Aber auch da ziehe ich Flüssigfutter vor.


    Hallo Wolfgang,


    warum ziehst du Flüssigfutter den Futterwaben vor? Ich dachte, der Ableger weiß beides zu nutzen.

    Ich habe aufgrund des warmen Winters auch noch einige Futterwaben übrig, teils halb, teils fast voll. Und es tut mir in der Seele weh, die einfach einzuschmelzen. Nicht nur wegen des Futters, sondern auch, weil die Wabe noch fast neu und weit weg von ganz dunkel ist. Genauso geht es mir mit den fast leeren Waben, die nur einmal bebrütet worden. Auch da scheue ich mich, dein einfach einzuschmelzen und überlege, wie ich die am besten nochmal nutzen kann.

    Falscher Geiz oder sinnvolle Überlegung, die z.B. für Ableger aufzuheben?

    Danke!

    VG Axel

  • Ich dachte, der Ableger weiß beides zu nutzen.

    Ich füttere mit dünner Zuckerlösung. Das hat sich bei Ablegern ebenso bewährt wie in der Spätsommerpflege. Mein Eindruck ist, dass die Bienenvolker sich damit besser entwickeln. Futterwaben bleiben oft ungenutzt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich habe in diesem Frühjahr auch viele Futterwaben über. Deshalb habe ich mir eine Kühltruhe zugelegt, da kommen alle rein. Hier sind sie vor Wachsmotten und Schimmel sicher. Wenn ich welche für Ableger benötige sind sie schnell zur Hand. Was über ist bekommen die Heidevölker nach dem Abschleudern, das sparrt den Winterbienen Körner. VG Jörg

  • Das man die vollen Futterwaben den Ableger geben kann, ist mir klar.


    Aber was macht man mit den leeren oder den fast leeren Waben, die man z.B. im Frühjahr beim Einengen entnimmt ( sofern man bei seiner Betriebsweise im Frühjahr einengt)?


    Die sehen teilweise noch super aus, so wie vielleicht einmal bebrütet. In den Honigraum können sie also nicht und zum Einschmelzen erscheinen sie mir zu schade.


    Danke!


    VG Axel

  • z.B. im Frühjahr beim Einengen entnimmt

    Zum erweitern des Volkes nutzen, (viel besser als ne MW!!) zudem hast bei Trachtmangel/pause (regelmässig bei mir zwischen Robinie und Himmbeere) ne reserve die du stecken kannst, ohne das dass Futter oben rein kommt:)(warum sollten die das hochtragen?)

    Also ab in die Kühltruhe damit.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen