Zu hoher Wassergehalt im Honig

  • Also, das war für mich jetzt wirklich was Neues aber auch Logisches was Kleingartendrohn geschrieben hat. Ich hatte nämlich bisher immer nur das Gegenteil gehört "nicht so stark erweitern, sparsam sein mit den Honigräumen". Ich setze die Honigräume immer eins nach dem anderen auf, nicht dazwischen, aber habe bisher darauf geachtet, dass ich dabei "konservativ" blieb, also erst wenn der vorherige HR stark besetzt war. Da wir hier echte Massentrachten hatten, leuchten mir die Argumente für mehr Platz wirklich ein.
    Heute habe ich bei Raymond Zimmer gelesen ("Die Buckfastbiene") wie er ganz selbstverständlich von Trockenautomaten spricht. Also scheinen feuchte Honige wirklich recht oft vorzukommen.
    Jedenfalls vielen Dank für eure Beiträge und Anregungen. Ich bin tatsächlich auf neue Gedanken gekommen.
    Euch alles Gute!
    Bernd

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen,kalten guten Morgen :-)


    Wir hören von zu nassen Honig im Dadant immer wieder und fragen uns wie das sein kann?

    Bei unseren Völkern ist immer und wirklich immer, der Adam-Futtertrog auf den Völkern, keine Plastikfolie.

    Mann sieht im Frühjahr ganz off, das an dem Innendeckel ,der auf dem Futtertrog liegt,Schwitzwasser in den FT tropft.

    Die Bienen holen das Wasser wieder ,wenn Sie mal nicht fliegen können aud dem FT.

    Es erfolg eine Luftzirkulation.

    Der Boden hat ein Gitter und ist ganzjährig offen genauso wie ,das mittlerweil schmalere Flugloch.

    ES wird kein unreifer Honig gerentet.

    Der Wassergehalt liegt zwischen 14,2%-ca. 17,5% ,nur beim abschleudern, also nicht immer gedeckelten Honig, lag der Wassergehalt 1-2x über 18% aber nur ganz knapp.

    Die Vermutung ist folgende:

    Zu frühes aufsetzten des Honigraumes. Es wied der HR erst aufgesetzt (12 Da) wenn 8 Waben im BR besetzt sind, nich 8 Waben drinnen hat, nein mit Bienen besetzt sind.

    Es wir kontinuierlich mit MW`s erweitert und es sind immer 1-2 MW`s hinter dem Schied.

    Die Völker haben am Schluß der Saison zwischen 10 BW und eine volle Kiste mit 12 BW`s.

    Die zweiten und weitere HR`s wird erst gegeben, wenn der untere ,egal ob 1 o.2 o.3 HR, mehr wie halb voll ist und bei der Gabe wird geschaut,z.B. beim Raps ob und wie lange der Raps noch blüht und ob sich die Gabe des HR`s noch lohnt.

    Ein zu frühes und zuvieles aufsetzten des HR`s bewirkt,das die Bienen den Honig in allen HR`s verteilen und der Honig nicht ausreichend getrocknet werden kann, da die Bienen erst wenn die Zellen voll sind,Sie zudeckel.

    Wird es mal kalt, ziehen sich die Bienen von den angetragen HR`s runter und der eingetragene offene Honig zieht Wasser.Der HR muß genauso mit Bienen besetzt sein wie der BR.

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  • Die Kinesen ernten Nektar und trocknen den maschinell. Logisch, dass das kein Honig ist, das ist Nektarsirup.


    Gruss

    Ulrich

    Die verfuettern Sirup, ernten den dann wieder aus dem Volk und nennen es Weisshonig...

    Da muessen die Bienen dann auch nichts mehr trocknen.


    Wobei ich letztes Jahr in Dalian ein Glas Honig gekauft habe von einem Imker, das richtig guten Honig enthielt. Man darf eben nicht alle ueber einen Kamm scheren. Der Knabe hatte allerdings die gleichen Probleme wie wir: Der Honig war sehr fluessig. :D

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen,kalten guten Morgen :-)

    ...

    Zu frühes aufsetzten des Honigraumes

    ...

    Aargh! 😲


    Zumindest dieser Punkt widerspricht allem, was ich mir als Anfänger über die Betriebsweise mit der Adam-Kiste mühsam angelesen zu haben meine (hier, wie anderswo): Honigräume so früh, wie möglich und so großzügig, wie möglich, um die Schwarmneigung zu reduzieren (nur einer von mehreren Punkten, soviel ist mir klar).


    Watt denn nu? Gibt es wirklich nur die Wahl: trockener Honig und Schwarm im Baum ODER feuchter Honig und Ruhe in der Kiste???

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Waldi Soweit ich weiss, imkert aumeier auf einem ganz anderen Level und vor allem mit ganz anderen Königinnen als wir. ;) Das sind Königinnen, die eine Dadantkiste unten komplett voll machen und ordentlich Dampf nach oben haben. Davon kann zumindest ich nur träumen. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Watt denn nu? Gibt es wirklich nur die Wahl: trockener Honig und Schwarm im Baum ODER feuchter Honig und Ruhe in der Kiste???

    Ein gewisser Zielkonkonflikt ist da schon.

    Heike hat es ja schön dargestellt: Die große Bienenmasse auf nicht zu großem Raum macht den Honig trocken.

    Was die Schwarmneigung anbelangt, gibt es aber andere Faktoren, die mindestens so wichtig sind, allen voran die Genetik. Und schließlich gibt es ja auch Verfahren zur Schwarmverhinderung.

    Ich wundere mich auch immer über die Zargentürme, die da aufgebaut werden. Als müsste Platz für 100 kg Honig sein.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Davon kann zumindest ich nur träumen.

    Wir kennen jetzt Deine Völker nicht, aber ich schätze das ist ein wichtiger Punkt: Viele Imker/innen habe keine richtige Vorstellung davon, was ein starkes Volk ist.

    Wenn alle ordentliche Bienen hätten, bräuchten wir keine Belegstellen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Watt denn nu? Gibt es wirklich nur die Wahl: trockener Honig und Schwarm im Baum ODER feuchter Honig und Ruhe in der Kiste???

    Ich wundere mich auch immer über die Zargentürme, die da aufgebaut werden. Als müsste Platz für 100 kg Honig sein.

    Ich brauche bei Massentrachten mindestens einen HR mehr, als es braucht für den Honig. Weil der Nektar muß irgendwo hin. Im Brutnest will ich ihn nicht, und zum trocknen braucht es auch eine entsprechende Oberfläche. Genug Bienen müssen schon da sein, natürlich. Und 100kg ist gut, aber nicht das Ende der Fahnenstange ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife