Zu hoher Wassergehalt im Honig

  • Honig ist hygroskopisch, das wissen wir alle. Es kommt wohl auf den Zeitraum an, wie lange der Honig offen bzw. nicht ganz luftdicht verschlossen steht und wie hoch die Umgebungsfeuchte ist bzw. welche Temperaturschwankungen im Raum vorkommen (resp. wie der Hobbock "atmet").

    Ich messe ggf. 2 x: Unmittelbar vor dem Rühren und danach. Bei 40 kg-Hobbocks macht das manchmal 1% Differenz aus. Wenn ich zu nahe an 18% komme, schöpfe ich die obere, feuchtere Honigschicht großzügig ab und rühre erst danach. Ich schätze, daß das bis zu 0,2% Wassergehalt ersparen kann über 7 Tage gerechnet.

  • Denkzeichner : Die Antwort könntest du dir aus deiner Erfahrung mit dem schwachen Volk ableiten. Das hat nicht so viel eingetragen, da hat der Platz zum Trocknen gereicht! Wenn die Bienen nicht genügend Platz haben, um den Honig zu trocknen, müssen sie ihn unreif in den Zellen stapeln, sie haben keine andere Wahl. Und wenn fern von der Oberfläche der Honig zuviel Wasser enthält, kann es auch nicht mehr heraus diffundieren und verdunsten, schon gar nicht, wenn die Bienen die Zelle verdeckeln.

    Also: Viel mehr Platz im Honigraum geben, wie auch schon rase geraten hat.

    Gruß Ralph

  • Das Ei des Kolumbus hat noch niemand gefunden, dneke ich;(

    Der Artikel in Biene und Natur (Mayen-FBI fragt (r)um) Unser Fragesteller wurde sicher dadurch angeregt) bestätigt ja , das es nicht so einfach ist.

    Meine Erfahrung ist, es gibt (gleich starke) Völker die Einen machen trockenen Honig, und es gibt Völker die tun das nicht so gut.

    Einfach ma messen, u beim entscheiden von welchem du Nachziehst, mit einfließen lassen.

    Das könnte sicher auch helfen.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Meine Erfahrung ist, es gibt (gleich starke) Völker die Einen machen trockenen Honig, und es gibt Völker die tun das nicht so gut.

    Einfach ma messen, u beim entscheiden von welchem du Nachziehst, mit einfließen lassen.

    Das könnte sicher auch helfen.

    Hihi,

    ich hatte noch keine Bienen und keinen Plan von Honig, aber wollte schon meine Bienen auf besseren Honiggeschmack züchten. Und jetzt höre ich innerhalb von 2 Tagen, 2 mal, dass der Wassergehalt möglicherweise genetisch beeinflusst ist.


    brauch ich wohl bessere Honiganalytik

    Gruß
    Ludger

  • hast Recht

    also Bodenschieber drinn lassen (bringt ein Halbes %) und nur Morgens vor Nektareintrag,( bringt noch ein Halbes%), ernten. Ich blase aus, ohne Bienenflucht, bringt nochmal ein Halbes %. Schleudere im getrockneten Warmen Raum .... usw.

    Aber wenn ich keine Bienen habe:/

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Zudem ist unser Schleuderraum gut warm & knochentrocken. Sprich da steht ein leistungsfähiges Trockengerät. Die vollen Zargen stehen da zumindest einen Tag (um 45° versetzt) um wieder auf Temperatur zu kommen, da ich mit Bienenfluchten arbeite.

    Ich habe da folgende Erfahrung. Ein Berufsimker, welchen ich besuchte hat sich einen Raum gebaut, in welchem die Honigräume mehrer Tage vor dem Schleudern gelagert werden. Warum hat er nicht gesagt. Ein 8000 Völkerimkerei in Kanada lagert vor dem Schleudern in einem trockenen Raum. 6 große Ventilatoren wälzen die Luft um bis er genügend trocken ist. Er kannte unsere Honigverordnung nicht und hat es wohl deshalb erzählt. Ein mir bekannter Imker hat sich für die Honigraumtürme oben Ventilatoren von PCs bauen lassen. Besser wäre von unten trockene Luft reinblasen. Der Remstalimker hat es wie rase gemacht. Problem bei Rapshonig Das letzte Magazin war nicht mehr schleuderbar. Grund: Zu spät geschleudert? Honig war eh schon zu trocken? Man sollte wissenschaftlicher arbeiten, dann wüsste man mehr.


    Glaube keinem Imker über 12 Jahre. Frage seine Frau, die weiß nicht, was sie lügen muss.


    8)

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,

    Interessanterweise habe ich wirklich trockenen Honig nur aus einer polnischen Trogbeute (Dadant Blatt) geerntet, obwohl das Volk dort nicht besonders stark war. Dort ist der Honigraum praktisch tief eingelassen in die Gesamtbeute mit großem Raum darüber. Daran musste ich denken als ich die Veröffentlichungen von Torben Schiffer gesehen habe. Denn sein Wärmedach entspricht ungefähr den Gegebenheiten in der großen Trogbeute.



    Die Erfahrung haben wir auch, in den DNM Trogbeuten (nach dem ehemaligen Bieneninstitut in Marburg) ist der Honig subjektiv immer trockener als in den DNM1,5 Beuten mit offenem Boden.


    Bis auf den Freiständer ist das Arbeiten mit den Trogbeuten auch erheblich angenehmer als mit den DNM1,5,

    Schieden; Drohnenrahmen; Kontrolle geht im Trog alles ohne den HR runterzunehmen ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Denkzeichner : Ich würde zusätzlich zu dem hier schon erwähnten den Standort betrachten wollen:

    - Stehen die Beuten eher schattig?

    - Ist der Boden ein feuchter Waldboden oder stehen die Völker auf einer feuchten Wiese?

    - Ist der Abstand zwischen Gitter und Boden gering (aufsteigende Feutigkeit)?

    - Verwendest Du Palletten zur Aufstellung (wirken wie Wasserspeicher und geben bei Wärme die Feuchtigkeit nach oben durch das Gitter ab)?


    Was ich schon mal hatte: Das Absperrgitter war stark verbaut bzw. mir Propolis abgedichtet. Daher hat der Honig wohl zuwenig Luftaustausch und die Feuchtigkeit war zu hoch.


    Ich weiss, dass die Hinweise recht banal sind, aber die helfen vielleicht nach dem Ausschlussprinzip in der Ursacheforschung weiter.

    Um die 15 Carnica Völker auf 2 Standorte verteilt: Bochum (Hohenheimer) und Schmallenberger Sauerland (Segeberger).
    Bisher DNM, aber im Umbau auf DNM 1,5.

  • Du sprichst aber von dem geernteten Honig. Ich auch!

    Sirup füttern ist aber nicht die Ursache für feuchten Honig. Genauso wenig wie auf Honig überwintern!

    Also hat es andere Ursachen! Nur welche?

    Die Frage sollte doch lauten: Wie verhindert man zu hohe Feuchte im Honig und nicht wie bekomme ich ihn trocken?

    Hier etwas und da etwas, ist nicht die Lösung.

    Warum äußern sich nicht die großen Könner? Deren Erfahrungen sind gefragt!!!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Oder Warré und Naturbau. Ist halt immer eine Frage, auf welche Epoche Du Dich beziehst: 'der späte Heuvel ...' ;)


    Späßken.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife