Leitlinie Kritische Infrastruktur (KRITIS)

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    Lt. heutiger Mitteilung aus dem Thür. Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wurde nun zwischen Bundesregierung und allen Ländern abgestimmt, welche Einrichtungen als systemrelevanten Bereiche zur kritischen Infrastruktur - hier speziell im Bereich der Ernährung - gehören. U.a. gehören dazu Tierhaltungen und zu deren Versorgung mit Waren und Dienstleistungen gehörende Bereiche. Die Klarstellung erfolgte in der "Leitlinie KRITIS Ernährung". Leider gelingt es mir nicht, sie zu verlinken oder anzuhängen.

    Jede Imkerei gehört unabhängig von ihrer Größe (Berufs-. Nebenerwerbs- und Hobbyimkerei) als Tierhaltungsbetrieb und Lebensmittelerzeuger zur „Kritischen InfraStruktur“ (KRITIS). Bewegungsfreiheit zur Ausübung imkerlicher Tätigkeit (Betreuung der Bienenstände, Wandern, Belegstellenbesuche, Schwärme einfangen, Einkauf im Imkerbedarfshandel etc.) ist damit grundsätzlich ermöglicht. Der Imkerbedarfshandel ist übrigens ebenso eingestuft.


    Wenn jemand behördlich unter Quarantäne gestellt wurde, gelten freilich auf die jeweilige Person bezogene Regelungen.


    Für etwaige Verkehrskontrollen ist es mglw. ratsam, die Leitlinie ausgedruckt im Kfz mitzuführen nebst Kopien vom TSK-Gebührenbescheid von 2020, Gesundheitszeugnis (sofern vorhanden). Das sollte auch ehrenamtliche Kontrolleure bspw. von der Feuerwehr überzeugen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • Schön wärs jetzt noch wenn die Behördenseite auch funktionieren würde.

    Da leider mein Auto jetzt ganz hinnüber ist, kommt Fr jetzt n neues (warte ich jetzt auch schon n bisschen drauf), glaubt ihr das bekommt man zugelassen? Ne das Amt stellt sich todt und es gibt nur die Vorzimmerdame dame die einem sagt das, dass Kreishaus geschlossen ist und man sowas über einen privaten Dienstleister abwickeln soll.

  • Heißt das jetzt dass ich selbst unter angeordneter Quarantäne meine Außenstände abklappern und versorgen darf?


    Gruß Chris

    wenn du selbst infiziert bist und unter persönlicher Quarantäne stehst, dann garantiert nicht!

    Richtig. Sehe ich auch so.

    Man sollte hier erwähnen dass es sich rein um den Fall von Ausgangsbeschränkungen und -sperren handelt. Weiterhin steht auf der Seite von Kritis dass man keine Papiere mitführen muss (außer Personalausweis), da von behördlicher Seite für diesen Zweck auch keine Papiere ausgehändigt werden.


    Gruß Chris

  • Heißt das jetzt dass ich selbst unter angeordneter Quarantäne meine Außenstände abklappern und versorgen darf?

    Diese Frage mußt Du individuell mit der Behörde klären, die die Quarantäne anordnete. Wenn Du partout keinen imkerlichen Vertreter finden kannst, mußt Du Dich um eine individuelle Ausnahmegenehmigung bemühen, ggf. für jede Maßnahme extra. Die wäre dann sicherlich mit speziellen Auflagen verbunden, wenn sie überhaupt erteilt würde. Da kommt es sicher auf die konkreten Verhältnisse im Einzelfall an (Standort, Wahrscheinlichkeit von unbeabsichtigten Begegnungen mit anderen Menschen, Zuverlässigkeit des Imkers, Dringlichkeit der imkerlichen Maßnahme etc.).


    Weiterhin steht auf der Seite von KRITIS, dass man keine Papiere mitführen muss (außer Personalausweis), da von behördlicher Seite für diesen Zweck auch keine Papiere ausgehändigt werden.

    Das ist ja die Erleichterung, die wir angestrebt haben: Keine Ausnahmegenehmigung, sondern generelle Arbeitsfreiheit für Teilnehmer der kritischen Infrastruktur. Aber irgendwie muß man sich ja im Zweifel als Imker ausweisen (können), um etwaige Kontrollen schneller passieren zu können.

  • Stimmt jakobleipzig !

    Außer, dass der Verkehr um 90% geringer ist, scheint sich nichts verändert zu haben. Im Gegenteil, es sind sehr viel mehr Spaziergänger, Radler, Jogger etc. unterwegs als sonst.


    Aber was nicht ist kann ja noch werden. Und tatsächlich sind auch etwas mehr Streifen zu sehen als bisher. Aber die haben wohl wichtigeres zu tun, als Autos aufzuhalten und davon gibt es immer noch unglaublich viele, auch wenn es nur noch 10% sind. Und auf dem Land wirkt sowieso alles wie immer und das ist ja auch ok so, weil die meisten arbeiten dann ja eh alleine oder innerhalb der Familie.


    Mit mehr Personen im Auto rumfahren könnte die Kontrollwahrscheinlichkeit aber deutlich erhöhen...!

  • Schön wärs jetzt noch wenn die Behördenseite auch funktionieren würde.

    Da leider mein Auto jetzt ganz hinnüber ist, kommt Fr jetzt n neues (warte ich jetzt auch schon n bisschen drauf), glaubt ihr das bekommt man zugelassen? Ne das Amt stellt sich todt und es gibt nur die Vorzimmerdame dame die einem sagt das, dass Kreishaus geschlossen ist und man sowas über einen privaten Dienstleister abwickeln soll.

    Bei uns hat die Zulassungsstelle auch geschlossen. Aber es gibt Einzeltermine für systemrelevante Personen. Mit Verweis auf die imkerliche Nutzung habe ich so meinen neuen Anhänger am Montag zugelassen bekommen.

  • Weil wohl noch immer nicht alle überzeugt waren, hat jetzt Bundesministerin Julia Klöckner dem DIB-Präsidenten noch einen Brief geschrieben und damit hoffentlich auch die letzten Unklarheiten beseitigt:


    https://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=77MX6O82N9&p1=title%3DBMEL%3A+Corona+und+Bienenwanderung%7E%7Eurl%3D%2FInternet%2Fglobal%2Fthemen.nsf%2FWeb_P_Aktuelles_XP%2FC3A70CFC5D0ACFE3C1258545003A603F%3FOpenDocument&p3=X14SNYJ6IZ&p4=HY3576SY58

  • ich kann aus eigener Erfahrung aus meiner Quarantäne sagen: die sind da offen...sofern du nicht positiv getestet bist. Du bekommst im Falle einer Quarantäne einen Kontakt beim Gesundheitsamt wo du anrufen kannst.

    Muss man halt anrufen und abklären. Du musst dir das vom zuständigen Arzt der Behörde genehmigen lassen.

    Aber in meiner Quarantäne gabs 0 Kontrollen und abgesehen von meinem Anruf da und der Rückruf wegen dem Testergebnis auch keine Anrufe.


    Ich würde vermuten wenn du in einer ländlichen Gegend wohnst und der Weg zu deinem Stand nicht sehr weit ist - optimalerweise nichtmal über öffentliche Straßen führt und du nicht gerade zu Hauptzeit dahin gehst wo du auf Leute treffen kannst - besteht hier kein Risiko. Trotzdem musst du ohne Ausnahmeregelung damit rechnen dafür belangt zu werden. Bußgeldkataloge sind für jedes Bundesland abweichend.

    Aber hier ist wohl auch ein bisl gesunder Menschenverstand verlangt, dass man es nicht drauf anlegt. Solltest du schwer krank sein oder positiv sein, muss man es nicht drauf anlegen denk ich.

    Ehrlich gesagt hast du in dem Moment auch andere Sorgen als die Bienen. Die werden im Notfall auch ein paar Wochen ohne dich überleben - zumindest jetzt nach der Durchlenzung.


    Grundsätzlich würde ich aber davon abraten und mir einen Imkerkollegen suchen der sich um deine Völker kümmert ;)

  • Grundsätzlich würde ich aber davon abraten und mir einen Imkerkollegen suchen der sich um deine Völker kümmert

    da kann man auch Anfragen und um Hilfe bitten:

    https://www.imkerhilfe.eu/aktuelle-lage-deutschland/

    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,