Hallo aus Solingen

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    Flachzargen (17cm Höhe) halte ich für die beste Möglichkeit. Da ist man als Anfänger flexibel und kann viele Betriebsweisen umsetzen, falls man sich wieder mal umentscheiden möchte. 2 Flachzargen ergeben, wenn man will, auch einen großen Brutraum für Großwaben. Auch braucht man für Ableger keine Extrakästen, eine Flachzarge mit Schied geht dann auch. Unbedingt auch falzlose Zargen, damit man sich nicht dauernd ärgern muss und es einfacher hat, Zubehör zu basteln. Zurzeit bin ich von den Thermoplast-Beuten von Nicot begeistert; alles gut durchdacht und stimmig, was den Nachteil bei weitem aufwiegt, dass man dann ein Wabenmaß (Dadant Blatt) hat, das kaum in Deutschland, aber in Frankreich, Schweiz und Polen gängig ist.

    Trotz falzlos kein verrutschen wegen Befestigungsclips, nie wieder gurten. Deckel hält durch integrierte Innenhaken, keine Steine mehr auf die Beuten. Futterzargen bleiben ständig unterm Deckel, als Innendeckel, mit verschiedenen Möglichkeiten der Fütterung.

    Beuten kosten etwas mehr, aber halten länger.

  • Flachzargen (17cm Höhe) halte ich für die beste Möglichkeit. Da ist man als Anfänger flexibel und kann viele Betriebsweisen umsetzen, falls man sich wieder mal umentscheiden möchte. 2 Flachzargen ergeben, wenn man will, auch einen großen Brutraum für Großwaben. Auch braucht man für Ableger keine Extrakästen, eine Flachzarge mit Schied geht dann auch. Unbedingt auch falzlose Zargen, damit man sich nicht dauernd ärgern muss und es einfacher hat, Zubehör zu basteln. Zurzeit bin ich von den Thermoplast-Beuten von Nicot begeistert; alles gut durchdacht und stimmig, was den Nachteil bei weitem aufwiegt, dass man dann ein Wabenmaß (Dadant Blatt) hat, das kaum in Deutschland, aber in Frankreich, Schweiz und Polen gängig ist.

    Trotz falzlos kein verrutschen wegen Befestigungsclips, nie wieder gurten. Deckel hält durch integrierte Innenhaken, keine Steine mehr auf die Beuten. Futterzargen bleiben ständig unterm Deckel, als Innendeckel, mit verschiedenen Möglichkeiten der Fütterung.

    Beuten kosten etwas mehr, aber halten länger.

    Nachdem Apes ja schon beschlossen hat, dass wir vom Thema abkommen, ist dass hier wohl komplett OT.

    Nach der fast reflexhaften Reaktion auf die Ankündigung des Neulings die BK besetzten zu wollen, folgen jetzt die "meine Betriebsweise ist die optimale" Posts.

    Der Neuling hat sich im Übrigen nicht mehr geäussert, schonmal drüber nachgedacht.:rolleyes:

  • Oder frag @swissmix😊

    Der wollte sich ohnehin hier melden. ;)


    Also, erstmal herzlich willkommen, Asmudi  :)


    Ich bin mit der Bienenkiste in die Imkerei eingestiegen. Zuerst hatte ich mich im Internet schlau gemacht, dann habe ich einen Abend lang mit einem Bienenkistenimker einige Kilometer weit entfernt gesprochen und mir dabei seine Kiste und die Bienen angeschaut. Der Kollege war sehr nett und auskunftsbereit. Einige User hier würden ihn besonders dafür loben, dass er sich nicht wertend zu meinen Plänen geäussert hat. Er hatte eine zweite Bienenkiste gebaut, die er mir schenkte, einfach so (dachte ich). Neben seiner Bienenkiste standen ein paar Dadant-Beuten im Garten. Ich habe mir keine Gedanken gemacht … Rückblickend hätte ich es noch netter von ihm gefunden, wenn er mir erklärt hätte, weshalb er von der Bienenkiste zu gewöhnlichen Magazin-Beuten gewechselt hat. Und weil ich auch gerne nett sein will, werde ich Dir die nachfolgenden Gedanken mit auf den Weg geben:


    Die Bienenkiste funktioniert, das kann Dir z.B. jakobleipzig sicher bestätigen. Das Problem ist nur, dass Du keine Ahnung haben wirst, was gerade abgeht. Das Wabenwerk ist zu Beginn sehr empfindlich. Wenn es dann mal nicht mehr so empfindlich ist, ist es fix. Du kannst Dir weder das Brutbild anschauen noch sonstwie einen rechten Einblick in das Volk nehmen. Wenn Du die Kiste aufmachst, wirst Du vor einer gewaltigen lebenden Masse stehen. Ich habe schon Berichte gelesen von Leuten, die die Kiste nach einigen Wochen zum ersten Mal geöffnet haben und dann solche Angst kriegten, dass sie die Kiste einfach zwei Wochen lang offen liegen liessen, bis der Imker, der ihnen den Schwarm verkauft hatte, kam und die Bienen wieder mitnahm. Auf YouTube findet Du ein Video vom «Selbstversorgerkanal» betreffend die erste Honigernte aus der Bienenkiste. Recht unterhaltsam, so aus der Ferne. ;)


    Gerade als Anfänger ist man so unsicher. Man würde so gerne einen genauen Einblick ins Volk haben. Das wird Dir in der Bienenkiste weitgehend verunmöglicht. Darin sehe ich einen enormen Minuspunkt. Klar, man guckt wahrscheinlich in den ersten Jahren in Magazinen mal ein Volk zu Tode und auch wenn man das nicht so sagen darf, wird ein solcher Verlust durch den Lernerfolg (wenn man lernfähig ist) und durch die Vorteile für die übrigen Völker aufgewogen.


    Ich finde die Bienenkiste auch schlecht konstruiert. Meiner bescheidenen Meinung nach bewegen sich Völker lieber auf und ab als vor und zurück. Ich kann mich da aber auch täuschen. Das Wabenwerk hängt direkt an der Decke, die nur eine Holzplatte ist. Wenn es im Sommer richtig heiss wird, sehe ich da eine gewisse Gefahr, gerade wenn man dann noch die ganze Kiste auf den Kopf legt.


    Nach der ersten erfolgreichen Überwinterung habe ich die Waben von der Decke der Kiste abgeschnitten, zurecht gestutzt und mit Gummibändern in Rähmchen gepfriemelt. Seither imkere ich in Magazinbeuten. Stabilbau ist was Schönes, aber der Anfänger ist meines Erachtens damit überfordert. Vielleicht werde ich mir, wenn ich mal richtig Erfahrung habe (10+ Jahre Imkerei mit vielen Erfolgserlebnissen), eine Warré-Beute zulegen. Vielleicht auch nicht. Wer weiss. :)


    Ach, und noch was: Die von Dir gebaute Bienenkiste gehört zu den «sunk costs». Es wäre ökonomisch unsinnig, Deine weitere Entscheidung von der entsprechenden Investition abhängig zu machen. Haben mir zumindest BWLer mal erzählt. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Der wollte sich ohnehin hier melden. ;)



    Die Bienenkiste funktioniert, das kann Dir z.B. jakobleipzig sicher bestätigen. Das Problem ist nur, dass Du keine Ahnung haben wirst, was gerade abgeht. Das Wabenwerk ist zu Beginn sehr empfindlich. Wenn es dann mal nicht mehr so empfindlich ist, ist es fix. Du kannst Dir weder das Brutbild anschauen noch sonstwie einen rechten Einblick in das Volk nehmen. Wenn Du die Kiste aufmachst, wirst Du vor einer gewaltigen lebenden Masse stehen. Ich habe schon Berichte gelesen von Leuten, die die Kiste nach einigen Wochen zum ersten Mal geöffnet haben und dann solche Angst kriegten, dass sie die Kiste einfach zwei Wochen lang offen liegen liessen, bis der Imker, der ihnen den Schwarm verkauft hatte, kam und die Bienen wieder mitnahm. Auf YouTube findet Du ein Video vom «Selbstversorgerkanal» betreffend die erste Honigernte aus der Bienenkiste. Recht unterhaltsam, so aus der Ferne. ;)



    Jetzt ist es eine Betriebsweisendiskussion, aber nur mal so.

    Die BK funktioniert und das kann nicht nur jakobleipzig bestätigen. Und zwar länger als nur eine magere Überwinterung.
    Inwieweit gelesene Berichte und der erwähnte Selbstversorgerkanal mit eigenen Erfahrungen mithalten, muss jeder selber beurteilen. Wer vor einer geöffneten BK davonrennt und nicht das Verantwortungsgefühl mitbringt, die wieder zu schliessen, ist am Magazin auch fehl am Platze.


    gerade als Anfänger ist man so unsicher. Man würde so gerne einen genauen Einblick ins Volk haben. Das wird Dir in der Bienenkiste weitgehend verunmöglicht. Darin sehe ich einen enormen Minuspunkt. Klar, man guckt wahrscheinlich in den ersten Jahren in Magazinen mal ein Volk zu Tode und auch wenn man das nicht so sagen darf, wird ein solcher Verlust durch den Lernerfolg (wenn man lernfähig ist) und durch die Vorteile für die übrigen Völker aufgewogen.

    Echt jetzt? Die erwähnten Lernerfolge hängen sehr stark vom jeweiligen Neuling ab. Nicht ob er 5 oder 10 mal in der Kiste rumrühren kann. Die Problematiken, die Magazinler so gerne zitieren,

    die angeblich nicht in den Griff zu kriegen sind, tauchen nach meiner Erfahrung( ich habe 10+ mit beiden Betriebsweisen) in der BK nur sehr selten auf. Einmal war die Kö weg. Ansonsten funktioniert der Bien recht gut, auch ohne das der Imker ständig auf und zu macht.. Varroabehandlung nach Vorgabe und fertig.

    Derzeit gucke ich Imkerneulingen im 3 u. 4 Jahr zu, die nicht in Lage sind, Königinen zu identifizieren, Weiselproben zu machen oder auch nur festzustellen, ob ihr Volk den Winter überlebt hat.

    Plötzlich war doch noch ein Volk da.

    Der Neuimker mit BK am Start hat die 3 Überwinterung gut gemeistert. Noch keine Verluste, auch nicht ein Volk. Deshalb ist die Betriebsweise nicht besser als Magazin, aber auch nicht schlechter. Nur anders.

  • Der Bienenkisten-Anfänger (so damals auch ich) will meist gar kein "richtiger" Imker werden wie die meisten hier im Forum es sind. Mit dem Lernen und dem vielen (Nicht-)Begreifen und dem ganzen Zeitaufwand.

    Er will - und das verspricht die BiKi-Website - einfach Bienen im Garten haben.


    Ich wäre ja nun neugierig, was unser thread-Eröffner nun denkt, falls er hier überhaupt die Antworten liest?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen