Bienen Gesundheitszeugnis in Coronavirus Zeit

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    Hallo zusammen,


    Es ist bald Zeit, Gezundheitszeugnisse zu erstellen.


    Wie sollen die BSV die Völker kontrollieren und soziale Distanz aufrechterhalten? Gibt es etwas amtlich?


    VG Patrick

  • Vom Landesverband kam bei uns in Bayern die Info, daß es aufgrund der Ausgangsbeschränkung nicht gestattet ist, Völker bei anderen Imkern ab zu holen bzw. Völker zu liefern. Sprich: das Kaufen/Verkaufen von Völkern hat sich in Bayern erst einmal erledigt.

    Damit wohl auch die Notwendigkeit von Gesundheitszeugnissen.


    Auch die Wanderung/Bewegung von Tieren soll in Seuchenzeiten unterbleiben.

    Falls dennoch ein Gesundheitszeugnis ausgestellt werden soll, dann wird wohl nur das "kleine" Zeugnis ausgestellt, da der AmtsVet. derzeit nicht zum Imker fahren wird.


    Soweit meine Infos, die angeblich direkt aus dem Ministerium stammen. (Gespräch des Verbandes mit dem Ministerium, Frau Eberhart.) Ein offizielles Dokumente liegt mir jedoch nicht vor.

    Vielleicht hilft Euch die Info.

  • Landwirtschaft ist offiziell systemrelevant, deswegen muss auch gewandert werden können, z.B. in den Obstbau. Da das nur geht mit GZ, muß auch das drin sein.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Zitat

    von "https://berufsimker.de/":


    Das BMEL hat mit Schreiben vom 16.03.2020, AZ 323-334000/0023 mitgeteilt, dass weiterhin die uneingeschränkte Verbringungsmöglichkeit für Tiere gilt.

    Zitat

    und aus BMEL Presseerklärung Nummer 54 vom 23. März 2020:

    1. Land- und Ernährungswirtschaft werden als systemrelevante Infrastruktur anerkannt!

    • Somit ist es etwa hinsichtlich Quarantänemaßnahmen und Betriebs-schließungen möglich, dass diese Infrastruktur unter Berücksichti-gung des notwendigen Gesundheitsschutzes aufrecht erhalten bleibt.

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • In Sachsen-Anhalt darf ich die Futterkranzproben selber ziehen, die bringe ich dann ins Labor und erhalte per Post den Befund und vom VetAmt das Gesundheitszeugnis. Zum Wandern benötigt man in der Regel eine Hilfskraft. Das ist erlaubt, man kann, sollte bei Annäherung Masken tragen. Bisher gibt es bei mir keine Vorschrift die mich bei den Bienen einschränkt. Hoffe, das ändert sich nicht. Immer nur auf amtliche Verfügungen achten. VG Jörg

  • Landwirtschaft ist offiziell systemrelevant, deswegen muss auch gewandert werden können, z.B. in den Obstbau. Da das nur geht mit GZ, muß auch das drin sein.

    Und wenn ich nicht in den Obstabau, sondern nur weils ichs toll find und den Honig will in den Raps wander? 🤔

    Bin sehr hin und hergerissen jetzt...

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • In Teilen von BW müssen wir uns bald für Wanderungen im Juni und Juli anmelden. Wenn nicht, können wir unseren Platz verlieren. Die Behörden sind sehr hilfreich, aber es braucht viel Zeit.


    Als Tierhalter dürfen wir die Bienen mit der richtigen Dokumentation bearbeiten und bewegen.


    Meine Idee ist, dass der BSV die Rahmen zieht, die er / sie untersuchen möchte, und der Imker den Rest erledigt. Es ist immer nur eine Person direkt auf einem Volk.




    DBIB schreibt:


    Wir sind Teil der Landwirtschaft und somit systemrelevant!

    Es ist nach wie vor erlaubt, seine Arbeit auszuführen!


    Das BMEL hat mit Schreiben vom 16.03.2020, AZ 323-334000/0023 mitgeteilt, dass weiterhin die uneingeschränkte Verbringungsmöglichkeit für Tiere gilt.


    Wichtig: Bitte unbedingt eure Bescheinigung von der Berufsgenossenschaft, Tierseuchenkasse, Bescheinigung eurer Betriebsnummer oder irgendeinen Nachweis mitführen. Imker, die Ihre Bienen in die Trachtgebiete bringen, empfehle ich, ein Schreiben, Pachtvertrag oder ähnliches mit zu führen.


    Die Versorgung von Tieren gilt als triftiger Grund um das Haus zu verlassen.


    Bitte auch auf den Internetseiten der jeweiligen Bundesländer nachschauen, wie weit es Beschränkungen gibt.



    Bayern:



    Ausgangssperre/Arbeiten an Bienenvölkern (20. März 2020)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in der Anlage die Allgemeinverfügung, die morgen 21.03.2020, 00:00 Uhr in Kraft und mit Ablauf des 03.04.2020 außer Kraft tritt. Die Ausgangsbeschränkungen enden damit am 03.04.2020, 24:00 Uhr.

    Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

    Das Verlassen der Wohnung ist aus Verhältnismäßigkeitsgründen bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet, die im Einzelnen in Nr. 5 aufgelistet sind. Das Vorliegen dieser Gründe ist bei Kontrollen durch die Polizei glaubhaft zu machen.

    Handlungen zur Versorgung von Tieren gelten als triftiger Grund (Nr. 5h).

    Die weitgehende Reduktion bzw. Beschränkung sozialer Kontakte trägt entscheidend dazu bei, die Übertragung des Coronavirus zu verringern. Indem die Ausbreitung verlangsamt wird, können die zu erwartenden schweren Erkrankungsfälle über einen längeren Zeitraum verteilt und Versorgungsengpässe in den Krankenhäusern vermieden werden.

    Bitte geben Sie diese Informationen weiter. Sie helfen damit, die örtlichen Behörden zu entlasten. Bitte wirken Sie wo möglich beruhigend auf die Menschen ein und appellieren Sie an den Gemeinsinn. Einzelinteressen sollten jetzt weitgehend zurückstehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Regina Eberhart
    Referat L6: kleine Nutztiere, Geflügel, Bienen
    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
    Ludwigstraße 2
    80539 München
    Telefon +49 (89) 2182-2446
    regina.eberhart@stmelf.bayern.de

    Vg Patrick
  • ....Meine Idee ist, dass...

    Die interessiert doch aber niemanden. 8o

    Der zuständige Vet entscheidet bzw. der gerufene BSV sagt dir wie und was...
    Bedarf für's Gesundheitszeugnis wie gewohnt anmelden! Dann wird die schon gesagt werden, wie das läuft.
    Ausgestellt werden muss es dir jedenfalls. Wie das läuft wird in jedem Zuständigkeitsbereich ein wenig anders sein.

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Ich brauche kein GZ zum Wandern, da im selben Landkreis.


    Allerdings habe ich einen Landwirt, der mich bittet, meine Völker bei ihm in den Raps zu stellen. Dazu müssen wir natürlich zu zweit die Völker verladen.


    Bin jetzt auch hin und hergerissen, vor allem hat dieser Landwirt in 2019 schon viel durch einen Brand verloren. Den würde ich gerne weiter unterstützen.


    Meint ihr, das Vetamt bei mir kann mir beantworten ob ich wandern kann? Habe nämlich auch die Info, dass Wandern unterbleiben soll laut Ministerium, aber ohne Schriftliches.

  • Die interessiert doch aber niemanden. 8o

    Der zuständige Vet entscheidet bzw. der gerufene BSV sagt dir wie und was...
    Bedarf für's Gesundheitszeugnis wie gewohnt anmelden! Dann wird die schon gesagt werden, wie das läuft.
    Ausgestellt werden muss es dir jedenfalls. Wie das läuft wird in jedem Zuständigkeitsbereich ein wenig anders sein.

    Es ist interessant für alle BSV, die aktiv sind.


    Ich bin stellvertretender amtlich bestellter Bienensachverständige ist und im Auftrag meinem Landkreis Veterinäramt, Kontrolltätigkeiten und Untersuchungen bei Bienenvölkern vornimmt. Wenn ich in meiner Region ein Problem finde, werden die Tierarztbehörden informiert. Mir sind keine Fälle bekannt, in denen die Behörden die Erstkontrolle in dieser Region vornehmen.


    Sie haben mir gesagt, was ich tun soll, aber nicht wie zu diesem Zeitpunkt. Ich suche nur nach Meinungen von BSV. In Deutschland muss es Tausende geben.

  • Mir sind keine Fälle bekannt, in denen die Behörden die Erstkontrolle in dieser Region vornehmen.

    Bei mir kommt für das Gesundheitszeugnis der AmtsVet selber vorbei... - bei uns gibt es keine BSVs....


    Du hättest gleich schrieben können das Du BSV bist und für Dich selber nach Möglichkeiten/Ideen sammelst, dann hätten Die Leute hier treffender beraten können... ;-) Als BSV hast Du aber auch einen kürzeren Draht zum AmtsVet und könntest doch direkt fragen "wie" Du das machen sollst um Dein Risiko zu minimieren.... - aber was weis ich schon...