Honiggläser als Einmal-Produkt

  • Hallo zusammen, hier im Forum habe ich gelesen, das wir Honiggläser nicht wieder verwerten sollen oder dürfen. Leider finde ich die entsprechenden Stellen nicht mehr. Da würde ich gerne mehr erfahren, soll das wegen der Hygiene sein, beklagt sich die Glasindustrie über mangelnden Absatz unserseits, steckt da was oder wer anderes hinter? Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    ich gelesen, das wir Honiggläser nicht wieder verwerten sollen oder dürfen.


    Hallo Lothar und alle Anderen,
    betreffs der Reinigung von Honiggläsern habe ich mich bei der Lebensmittel und Veterinärkontrolle erkundigt, und es wurde mir gesagt, daß 2maliges Reinigen in der Spülmaschine in Ordnung ist. Nicht so bei den Deckeln. Diese sind stets zu ersetzen.


    Diese Fragen waren für mich sehr aktuell, da mein gesamter Gläservorrat
    beim letzten Elbehochwasser unter Wasser gestanden hat und verschlammt war. Die Versicherung (Imkerspezialversicherung) hat den Ausgleich abgelehnt, da man die Gläser ja reinigen kann.
    Also alles klar, niemand (?) hat was gegen das Reinigen der Gläser.


    Viele Grüße
    Gerhard

    Viele Grüße
    Gerhard
    vom Strand der Elbe

  • Das mit der Reinigung der Gläser scheint jetzt ja hinreichend geklärt zu sein. Warum aber nicht die Deckel mehrmals verwenden? Als Lipper erscheint mir das als Verschwendung, wo wir doch so sparsam sind. Aber mit der Wiederverwendung unserer Gläser bewegen wir uns meiner Meinung nach rechtlich in einer Grauzone. Pfand dürften wir nicht nehmen, weil wir kein einheitliches Rücknahmesystem haben. Einweg sind unsere Gläser auch nicht, dafür müssten wir Gebühren an den "Grünen Punkt" bezahlen.(gemeint sind natürlich DIB-Gläser) Oder ist den "Oberen" des DIB gelungen, wogegen sich die Tabakkonzerne vergeblich gewehrt haben? Das wäre ja einmal eine echte Leistung :wink: In der Hoffnung, jetzt keine schlafenden Hunde geweckt zu haben, verbleibe ich mit gewohntem Gruß, Lothar

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  • Hallo Lothar,


    die Rücklaufgläser lassen sich in der Tat gut spülen. Bei den Kunststoffdeckel vor allem der neueren Generation handelt es sich um eine Deckel mit Dichtlippe. Diese Dichtlippe macht aber nur einmal richige dicht, dann wenn sie das erstemal aufgeschraubt wird. Daher keine Wiederverwendung. Auch nimmt Kunststoff sehr schnell Geschmack an, was auch nicht gut für die Deckel ist. Auch die alternativen Twist-Off Deckel sind aus Metall und beginnen an den Kanten zu rosten nach dem Spülen. Auch hier ist eine mehrmalige Verwendung nicht gut.
    Ich persönlich nehme alles an Gläser zurück (auch die vom Wettbewerb) und gebe aber dafür kein Pfand allerhöchstens eine Anerkennungsgebühr fürs Wiederkommen!


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Zusammen,
    das die Deckel nicht wiederverwendet werden können verstehe ich auch nicht. Das Problem mit der undichten Dichtlippe kann man mit einer Deckeleinlage lösen.


    Gruß


    Harald

    Man kann auch ohne die Imkerei leben. Nur nicht so schön!

  • Hallo Toyota-Fan, wenn ich Deinen Beitrag richtig gelesen habe, werden die Deckel nach einmaligen Aufdrehen undicht, bzw. schließen nicht mehr dicht. Heißt das im Klartext, der Kunde macht das Glas auf, und dannach könnte er es gleich offen stehen lassen, weil der Deckel eh nichts taugt? Was verkaufen wir da eigentlich? V.H.w. Lothar

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  • Hallo an alle,
    das mit den Deckeln ist so eine Sache!
    Ich sammelte in meinem Bekanntenkreis Honiggläser ein, um meinen Honig abzufüllen. Dabei kam natürlich das Problem auf, daß die Gläser sehr unterschiedlich sind und jedes seinen eigenen Deckel haben muß, eine zeitaufwendige Puzzlearbeit, wenn sie aus der Spülmaschine kommen!


    Auch wenn ich bei meinem Imkereibedarf-Händler DIB- oder andere Gläser mit Deckel kaufe, passen diese nicht immer genau. Überdrehen ist oft der Fall, so daß ich mich darüber schon sehr oft geärgert habe.


    Um den Ärger zu vermeiden neigt man natürlich schnell dazu, alles in den Container zu werfen.


    Vor einiger Zeit sah ich in Österreich sehr schöne Gläser mit Metall-Twist-off-Deckel und verschiedenen Aufdrucken: Wabenmuster oder Blüten mit Bienen. Diese gefallen mir sehr gut, weil sie leicht zu öffnen und zu schließen sind und mit Sicherheit besser abdichten, als die Schraubdeckel-Gläser.


    Ich bin der Meinung, daß wir uns auf diese Art Honiggläser konzentrieren sollten. Die Deckel können, falls sie nach mehrmaligem Gebrauch unhygienisch werden, durch neue ersetzt werden.


    Eine Bezugsquelle in meiner Region muß ich noch finden.

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Ich verkauf im Jahr einige hundert Kilo Honig und nimm auch die Gläser zurück. Bei uns in Österreich ist das hygienemässig so, dass eine Reinigung der Gläser im Geschirrspüler bei 65 Grad O.K. ist. Die Deckel schmeiss ich grundsätzlich weg. Hab auch mal die schönen aussortiert, aber das lohnt sich nicht. Meistens sind sie beschädigt, angekratzt, oder innen schon ein Rand. Wenn ihr als Kunde ein Glas mit so einem Deckel kriegt, wollt ihr das auch nicht. Also Deckel weg, ihr verhaut euch nur die Kundschaft.
    Da spart ihr am falschen Platz. Auch die Gläser müssen picobello sein. Eine schöne Etikette draufgeben, dann schaut euer Honig was gleich.
    Viel Honig -
    happybee

  • Hallo zusammen, Irgendwie erscheinen mir Twist-Off-Deckel auch besser zu sein als die vom DIB favorisierten Plastik-Deckel. Glas-Recycling scheint der DIB ja durchaus zu tolerieren, aber wie passt es dazu, das nach seinen Richtlinien ein "altes" Glas mit "neuem " Deckel bei einer Honigbewertung abqualifizieret wird? So beschrieben in einem Leserbrief im DBJ vom Februar. Ausserem finde ich die meistens verwendete goldfarbenen Twiust-Off-Deckel sehen nach mehr Qualität aus, als die sch..., äh kotfarbigen des DIB. V.H.w. Lothar

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  • Hallo zusammen,


    Gläser kann man also gereinigt wiederverwenden. Darf man dazu jedes geeignete Glas nehmen? Oder haut einem da die entsprechende Firma auf die Finger, wenn man ihr Glas verwendet? Manche finden z.B. das "Langn***-Glas" hübsch.
    Wißt Ihr etwas darüber?


    Grüße, Thomas


    P.S.: Ein Gurkenglas ist diskussionslos unpassend.

  • Hallo,


    Ich gehe davon aus, daß auf dem Langnese Glas ein Gebrauchsmusterschutz ist, also teuer, wenn man sich erwischen läßt.
    Aber wäre so ein Glas denn absatzfördernd für einzigartigen Klasse-Honig??????


    Viele Grüße
    wunderbiene