Leichter Milbenfall im Frühjahr

  • Heyho!


    Ich hab ne kurze Frage.. aber es wird vermutlich zu einer langen wie Ich das Forum kenne :D

    Also, habe neulich meinen Bienen umziehen lassen in US Dadant Beuten, (13 Waben Brutraum), habe natürlich die Chance genutzt dann direkt die Windel einzusetzen.

    2 Völker (eins auf 7 Dadant Waben, das andere auf 6 Waben) haben einen Milbenfall von ca. 2 Milben pro Tag.. ich finde dass ein wenig zu hoch weshalb ich an eine Behandlung vor der ersten Massentracht in Erwägung ziehe. Dann könnte ich ab April das Volk einengen und die erste Beute aufsetzen, was sagt Ihr?

    Im Dezember wurde geträufelt

  • Was jetzt an Milben fällt, ist der "Überschuss", der keine Brutzelle gefunden hat. Momentan sitzen die Milben nahezu vollständig in der Brut. Wenn derzeit 2/Tg. fallen, dürfte die Belastung schon höher sein.


    Insofern würde ich die Völker beobachten, ob sie sich gut entwickeln, was um diese Zeit zu erwarten ist. Anfang Mai, bei guter Trachtlage, würde ich eine TBE machen. Damit ist die überwiegende Milbenzahl im Brutableger.


    Den würde ich behandeln, wenn die WZ verdeckelt sind. Am Besten mit OXS, aber bitte beachten, dass keine Wirkung in die verdeckelte Brut erfolgt. D.h., man muss erneut bei Brutfreiheit behandeln, z. B. bevor die Jungkönigin in Eilage geht.


    Damit kannst mit den beiden Völkern noch Honig ernten, hast die Mehrzahl der Milben separiert und erwischt und hast ein weiteres Volk.


    Viel Erfolg!

  • Kabal , zwei Milben pro Tag ist in der Tat hoch aber wie willst Du behandeln? TAM sind vor der Tracht nicht zulässig wegen der Wartezeit bzw. nicht zu empfehlen. Varromed hat keine vorgeschriebene Wartezeit, trotzdem ist das in Verkehr bringen des danach geernteten Honigs m.E. nicht zu empfehlen. Besser die Frühtracht abwarten und dann mit der Honigernte eine TBE machen. Den Brutling solltest Du dann mit AS behandeln. VG Jörg

  • Wann war "neulich"?

    Wie lang war/ist die Windel drin und in welchen Abständen wurde der Milbenfall ausgezählt? War dabei eine Tendenz erkennbar?

    Wie muß man sich den Umzug vorstellen? Gab es während des Auszählungszeitraumes Brut und in welchen Stadien und welcher Tendenz (Brutumfang steigend/schwindend etc.)?

    Womit planst Du zu behandeln und mit welchem Ziel? Warum soll das Volk im April eingeengt werden? Was bedeutet "erste Beute aufsetzen" = Ableger bilden?

  • Hi nur kurz zur Info:

    Die Windel war 6 Tage drinnen, gezählt also ca. 12 Milben!

    Der Umzug war letzte Woche, hatte über den Winter neue Boxen gebaut und habe die alten ausgemustert und die Chance gleich genutzt die Völker genauer zu betrachten. Das Wetter war hierfür echt phänomenal, hatten 16 Grad. Konnte auf dem gleichen Schwung den Unterboden austauschen, der ist auch neu. Somit sind die Bruträume auch von toten Bienen befreit. Also alles sauber und bereit für die Saison. Brut war vorhanden, von Stifte bishin zu verdeckelter Brut! Da die Milbenzahl mir hoch erschien habe ich deshalb nochmal hier angeklopft, bin mir nicht sicher ob der Ausfall passt. Einengen wollte ich ab April da ich 13 Waben in meiner Dadant Box reinpassen um die Bienen in den Honigraum zu drücken, werde das aber je nach Volk anders machen und mal sehen wie sie entwickeln. Beide Völker sind jetzt bereits recht stark, sie sitzen aber auch in einem Bienenhaus, geschützt vor Witterung!

  • Einen erhöhten Milbenfall im Frühjahr hatte ich letztes Jahr in der Zeit der ersten Reinigungsflüge aus. Da fallen die schon toten Milben auf die Windel und man bekommt einen Schreck. Im Verlauf des Jahres hat sich gezeigt, dass kein erhöhter Milbendruck in den Völkern war. Eher im Gegenteil.

    Fliegen bei dir die Bienen zur Zeit das erste Mal so richtig stark in deiner Region?

  • Hallo, ich möchte noch einen Gedanken einwerfen, auch bedenken das Randwaben jetzt auch geputzt werden und das da tote Milben anfallen können. Mal die Knackprobe machen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo zusammen

    Ich hatte auch zwei Völker mit 3 Milben täglich. Alle anderen o.k. und alle gleich behandelt im Winter. Wahrscheinlich waren die zwei nicht Brutfrei.

    Ich habe letzte Woche mit Hyperthermie behandelt: die bienenfreien Waben in die Kiste und 2 Std. gewärmt. Jetzt sieht man vorallem beim stärkeren Volk täglich, wie die Brut schlüpft, da hat es nämlich die toten Milben auf der Unterlage und zwar bis zu 40 täglich! Da bin ich echt froh habe ich es gemacht. Es ist stark und die Bienen sehen gesund aus, bei dem Befall wäre aber bald aus die Maus gewesen.

  • ...bei dem Befall wäre aber bald aus die Maus gewesen.

    Jetzt ist die Vermehrungsrate der Bienen höher als die der Milben. Dadurch wird eine erhöhte Varroalast verdeckt - bis die Vermehrungsrate der Bienen absinkt unter die der Milben - also ab Mitsommerwende. Dann erst wird der Varroaschaden offensichtlich und scheinbar ganz plötzlich, was manchmal zu dem voreiligen Trugschluß verleitet, die Ursache für den Varroabefall liege beim schlampigen Nachbarimker (Reinvasion).

  • Ich würde jetzt nichts machen außer beobachten. Einfach nur entwickeln lassen und Honig ernten bis die ersten Krüppelflügler auftreten.

    Dann die Honigräume ohne Bienen anderen Völkern zum Fertigmachen aufsetzen, alle Brut raus, Volk auf Mittelwände und am 3. und 6. Tag mit OS behandeln.

    Gruß Ralph

  • Ich hab auch so Kandidaten. 2 genau. Die werde ich nach der Fruhtracht einer TBE unterziehen. Verlieren z Zt 2-3 Milben/ Tag.

    Bei mir lag es daran, dass die Batterie für den Oxamat nicht mehr ausreichend aufladen konnte... Winterbehandlung war also unzureichend.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....