Die Natur ist viel zu weit, oder die Bienen zu langsam

  • Ich empfehle die Kisten anzukippen und sich ein Bild von Bienenmassen von unten zu machen.

    Bei mir sehen auch viele Völker schon aufsatzreif aus, wegen des angekündigten kalten Wochenendes würde ich gern noch etwas warten.

    Von unten sehen nur ganz wenige Völker wirklich voll aus. (Wenn sie richtig durchhängen ist es zu spät...).


    Gruß Jörg

  • Ich empfehle einen Blick in Natur und Bienenvolk.

    Wie Ralf sagte, die Weichen für Schwarm oder Nichtschwarm sind gestellt.

    Wer jetzt die HR draufmacht, zeigt den Bienen, dass "oben" im Bedarfsfall Platz ist, und nicht hinterm Schied oder gar am Birnbaum.

    Und wenn es nächste Woche frisch wird?

    Nix. Dann bleiben die Bienen halt unten, fertig. Sie werden nicht erfrieren, und die Brut auch nicht. Die können das!

    Oder dachtet ihr, die gehen dann hoch zum Wintersport?

  • Zitat

    Die Natur ist viel zu weit, oder die Bienen zu langsam

    Natur kann nie zu weit vor oder zu weit zurück sein. Natur ist Natur, und macht daher die Gesetze. Bienen kennen die.

  • Wieso über verdeckelte Brut "erschrocken"?

    Wenn Bienen seit Anfang Januar wieder brüten (oder durchbrüten dieses Jahr?), ist das doch normal?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Nein, ich imkere nur in Südbayern (ist für jemanden aus HH vielleicht allerdings fast das gleiche ;))

    Hier hatte es heute fast 20°C und strahlenden Sonnenschein und ich habe die erste Durchsicht gemacht sowie die Schiede gesetzt.

    Ein Volk hatte Brut auf 5 Waben (dabei nicht nur so kleine Flächen), sitzt schon auf 8 Waben obwohl viele fliegen und hat die Lücken im Futter bereits mit frischem glitzernden Nektar gefüllt. Ich muss ihnen also jetzt neuen Platz geben, ehe sie selbst irgendwo anbauen. Die können auch einen Honigraum vertragen.

    Ein anderes hat nur Brut auf 3 Waben (und dort deutlich weniger Fläche) und auch noch genug Platz, da kann ich auch bis nach der angekündigten Kaltphase aufsetzen. Die übrigen liegen zwischen den beiden.

    Am meisten Sorgen zum weiteren Vorgehen macht mir mein überwintertes MiniPlus. Auf 22 Rähmchen belegt und viel Brut. Wenn ich noch ein bisschen warte, kann ich die gleich zur Königinnenzucht aus Schwarmzellen nehmen. Dabei wollte ich das eigentlich erst später zum Vermehren nehmen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Imkert ihr alle auf Sizilien?

    So ungefähr. Ich nenn's Bayern ;)


    Ernsthaft, wenn ich bis Ende März mit reinschauen gewartet hätte, das wär nicht gut, glaub ich. So gern steig ich nicht auf Leitern...

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Die starken Völker, ca. die Hälfte, haben die erste Honigzarge DN0,5 mit ausgebauten Waben erhalten. Ich habe einen Teil der Futterwaben aufgekratzt, damit die Völker das Futter in diese Zarge tragen. Am Montag werden diese Waben entnommen und der Rest der Futterwaben aufgekratzt für spätere Entnahme. Diese eine Zarge bleibt als Futterkranz für die gesamte Saison drauf und wird nicht geschleudert.

    Z.Zt. errichten diese Völker Wildbau mit hellbraunem Wachs, wo sie nur können. Dieser Bautrieb wird am Ende der kommenden Woche nach oben gelenkt, indem Naturbauzargen DN0,5 aufgesetzt werden. Damit sind diese Völker trachtfertig.Die anderen Völker erhalten ihren Honigraum am Montag und werden nach Bedarf noch weiter eingeengt. Sie werden am Ende der übernächsten Woche trachtfertig sein.

    Gruß Ralph

  • Imkert ihr alle auf Sizilien?

    So ungefähr. Ich nenn's Bayern ;)


    Ernsthaft, wenn ich bis Ende März mit reinschauen gewartet hätte, das wär nicht gut, glaub ich. So gern steig ich nicht auf Leitern...

    Das gleiche Bild hier, da hatte eines der stärkeren Völker (5 ZaDandt Waben Brut) sogar schon die ersten Spielnäpchen und angefangen die Waben nach unten in den hohen Boden zu verlängern.

  • Bei mir teilweise 4 kg Nektareintrag in 3 Tagen. Alles voll Nektar und Pollen. Manche Völker stark wie im Sommer. Soll man trotz Temperaturabsturz und prognostizierten -7 Grad nachts trotzdem schon HZ draufsetzen? Die ganzen Blüten gehen doch kaputt?

    Das Bundesland BW hat sehr unterschiedliche Klimazonen. Von der Schwäbischen Alb über den Schwarzwald bis zum Kraichgau dem Kaiserstuhl und dem Oberrheintal.

    Man könnte das besser beurteilen und dir einen besseren Rat geben, wenn du in deinem Profil eine genauere Ortsangabe machen würdest.