Waschbären?

  • Guten Morgen zusammen,


    ich hab einen leichten Panikanfall: letzte Nacht gegen drei Uhr guckte ich nach dem Wetter und sah einen Waschbären im Garten rumlaufen!
    Da ich ihn mit einer Taschenlampe voll geblendet hatte, - es war ein Waschbär, nix anderes!
    Den Panikanfall habe ich, weil er in der Nähe meiner Beuten rumschlich, und sie , nach den Spuren zu urteilen, auch untersucht hat.
    Da ich mit diesem Viehzeug keine Erfahrung habe, kann mir vielleicht jemand was dazu sagen???

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo biene


    mit waschbären habe ich auch keine erfahrungen.
    sie sind bis zu uns nach sh noch nicht vorgedrungen.
    es ist aber bekannt,daß sie alles aufbekommen,wenn sie etwas fressbares
    dahinter vermuten.
    also deckel sichern!
    die bienen können sich um diese jahreszeit ja nicht selbst verteidigen.



    mfg andy

  • Hallo Sabi(e)ne, als meine Bienen auf den Grundstück meiner Eltern standen, hatte ich keine Probleme mit Waschbären. Gesehen habe ich (ausser einem Verkehrsopfer) keinen, aber sie hinterlasen ja auch Spuren. In Gärten suchen sie meist Obst und Kleintiere. Am liebsten plündern sie allerdings Futternäpfe von Hunden und Katzen. An den Bienenkästen fand ich bisher keine Spuren. Da scheint mir der Braunbär schon gefährlicher :wink: Aber sollte sich bestätigen, das Waschbären Bienenkästen plündern, haben wir wieder eine hausgemachte Gefahr für unsere Bienen. Bekanntlich entwischten die ersten Exemplare aus Pelztierfarmen in Nordhessen. So weit ich aus Deinen Beiträgen weiss, hast Du Kontakt zu Imkern in Nordamerika, der Heimat des WascHbären, frag da doch einmal nach, die dürften mehr Erfahrung zu diesem Thema haben. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    man muss einen Waschbär fangen und gut sichtbar für andere Bären an die Beuten nageln. Das schreckt alle anderen Bären, ausgenommen Blaubären, ab. :evil: 
    Doch Spass beiseite: ich weiß auch keine Lösung, aber ich würde, wie Sabi(e)ne, vielleicht den Elektrozaun versuchen.
    Halten Waschbären eigentlich keinen Winterschlaf ?
    Übrigens gibt es Waschbären in Dtl. in freier Wildbahn schon seit den 30er Jahren. Damals hat die Großdeutsche Wehrmacht diese Tiere in Farmen zur Pelzgewinnung (für die Mäntel ihrer ach so siegreichen Generale, nicht etwa für die Stiefel der Ostfrontsoldaten) gehalten. Da sind viele ausgebüxt und haben sich mangels natürlicher Feinde gut vermehrt. Aber jetzt, da es wieder Wölfe in Dtl. gibt, hat es sich ausgewaschbärt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Sabi(e)ne,
    auch in einigen Harzregionen ist der Waschbär bereits zur Plage geworden und streift wie ein Kobold über Grundstücke und Hausgärten. Auf der Suche nach etwas Fressbarem, ist nichts vor ihm sicher. Auch Mülltonnen werden umgeworfen und durchwühlt.


    In Kanada sichern die Imker ihre Bienenstände vor Bären mit Elektrozäunen.


    Wenn du eh` so ein Teil hast und weiter niemand dadurch gefährdet wird, setz es ein.


    Herzliche Grüße aus Goslar
    Harzbiene :wink:

  • Hallo zusammen, die Waschbären sind in der Nähe von Kassel aus Pelztierfarmen (hieß das damals so, auf englisch?), in den dreißiger Jahren ausgebüxt. Er hat sich seitdem ganz schön weit ausgebreitet. sabi(e)ne , meinst Du, mit einen elektrischen Kükenzaun könntest Du Waschbären abhalten? Die können verdammt gut klettern...@Wölfe in Deutschland: So lange einige Jäger Wölfe mit Schäferhunden verwechseln und totschießen, haben diese keine Chance, als natürliche Feinde aufzutreten. Zumal Waschbären Lebensräume aufsuchen, in den Wölfe nicht vorkommen werden. Ich glaube nicht, das nach erfolgreicher Widereinbürgerung des Wolfes dieser durch unsere Vorgärten pirscht. Übrigens stand in der September, Oktober oder November- ausgabe von "Kraut und Rüben" ein sehr interessanter Bericht über Waschbären.@ noch einmal zu Sabi(e)ne, was guckst Du denn um drei Uhr nachts, zu so einer unchristlichen Zeit, nach dem Wetter? :wink: V.H.w. Lothar

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  • Lothar schrieb:

    . Ich glaube nicht, das nach erfolgreicher Widereinbürgerung des Wolfes dieser durch unsere Vorgärten pirscht.


    Hallo Miteinander,
    in unserer Nähe (Bay. Wald) büxten im vorigen Jahr drei Wölfe aus, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie das die Nation gespaltet hat. Jeden Tag Leserbriefe in den Zeitungen, die einen wollten sie schützen, die anderen wollten sie töten, am Schluß wurden alle drei erschossen, da die Gefahr für die Bevölkerung als zu groß eingestuft wurde, das war ihre Wiedereinbürgerung, Fazit: Außerhalb des Geheges ist ein toter Wolf ein guter Wolf lt. Bevölkerung.

  • Hallo Xare, vor kurzem kam ein Bericht im Fernsehen über Wölfe in Deutschland. Zitat aus dem Bericht:" in den vergangenen tausend Jahren ist kein bewiesener Bericht aus Europa überliefert, wo Wölfe einen Menschen getötet haben." Aufklärung tut Not. Zuviel Rotkäppchen und Co. im bayerischen Wald vorgelesen worden? Wenn man Bilder sieht, wie ausgewachsene Wölfe Mäuse(auch Wühlmäuse) fangen, werden einen diese Tiere echt sympatisch. Mein Vater hat mir mal erzählt, wie ihm in der Gefangenschaft im Ural abends die Wölfe über den Weg liefen. Die griffen aber nie Menschen an. Aufklärung tut Not. V.H.w. Lothar

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  • Lothar schrieb:

    Hallo Xare, Zitat aus dem Bericht:" in den vergangenen tausend Jahren ist kein bewiesener Bericht aus Europa überliefert, wo Wölfe einen Menschen getötet haben." Aufklärung tut Not. V.H.w. Lothar


    Hallo Lothar,
    dem ist nichts hinzuzufügen!

  • Guten Morgen!


    Lothar : ja, ich glaube schon, daß das E-Netz funktioniert, weil auf allen Schnüren außer der untersten Strom ist. Da es auch für Küken ist, sind die untersten zwanzig Zentimeter im 4-cm-Abstand. Dadurch ist es leider auch eine böse Igelfalle, aber die schlafen wohl hoffentlich noch :oops:


    Den Spuren nach zu urteilen (da lag bis Freitag noch Schnee) hat er sich direkt in der ersten Nacht seinen Stromschlag abgeholt und ist im Galopp von dannen gezischt. Mal sehen, wie lange es anhält...

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  • Hallo Sabi(e)ne, der Waschbär wird daraus gelernt haben. Der kommt so einem Elektrozaun/-netz nicht mehr so nahe. Gut, das er nicht mitgekriegt hat, das unten kein Strom drin ist. Ist das mehr ein Netz, was Du da benutzt? Dann pass lieber auf, das die Bienen durch die Maschen passen, sonst wird das für die noch eine Falle. V.H.w. Lothar

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  • Hallo zusammen,


    ich nehme den Faden aus 2003 noch mal auf. Gerade kam im WDR Fernsehen ein Bericht zu Waschbären in NRW. Die sind wohl mittlerweise auch hier stark im kommen. Dabei würde auch ein Imker in Bünde gezeigt, dessen Bienen von Waschbären besucht wurden. Die Holzbeuten sahen schön angefressen aus und an den Honig sind sie wohl auch gekommen.


    Kennt ihr auch solche Fälle aus dem IV oder habt ihr das selbst schon erlebt?


    Schöne Grüße


    Frank

  • Hallo,


    nicht selbst und nicht aus dem IV aber in einem anderen Bienenforum habe ich dieses Jahr von einem Fall gelesen, in dem ein Waschbär in ein Bienenhaus eingedrungen ist im Winter und die Völker das nicht überlebt haben; das muß aber wenig bis nicht gesichert gewesen sein, nehm ich mal an. (Hab`s wieder gefunden, Link zum anderen Forum brauch ich hier aber nicht einzustellen, ist auch icht nötig).


    Waschbären sind intelligent und lernfähig und wenden Gelerntes dann auch konsequent an. Problem ist also, wenn sie "auf den Geschmack gekommen sind", Bienenbeuten kennen incl. Öffnungsprocedere und den süßen Inhalt, am besten noch das Ganze dem Nachwuchs bzw den Kollegen vormachen...


    Das dürfte aber nur bei hungernden Exemplaren im Herbst/Winter in urbanen Gebieten ein größeres Problem werden können, da die Tiere sich dort angepasst anders verhalten, gezielt in Abfall und Kompost, Gärten etc suchen, manchmal sogar gefüttert werden. Ansonsten dürften das Einzelfälle bleiben. Beuten mit Spanngurten sind da besser gesichert, denk ich.


    Eine ehemalige Kollegin von mir wohnt in Kassel, da gibt`s heftige Probleme, denn dort sind wohl bereits feste Populationen. die Nachbarn hatten sie auf dem Dachboden, eine Riesensauerei und ordentlichen Sanierungsaufwand. Weg kriegt die da niemand mehr, nur läßt man ihnen möglichst keine Chance mehr zum Eindringen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin ,Moin aus Hamburg,
    also , ich würde immer einen ordentlichen Korb mit Schmutzwäsche rausstellen. Dann haben die possierlichen Tierchen etwas zu tun. Es sind ja schließlich Waschbären. Probleme habe eigentlich nur die Korbimker, weil die Bären auf der Suche nach Schmutzwäsche des Nachts immer die Körbe umdrehen.


    Bei Henry halten sie sich vermutlich ganzjährig auf der "Seife rtschen" Bienenwiese auf. Da finden Sie nicht nur die berühmt gerüchtigten Henrysocken sondern eben auch Körbe und Seife. Henry stellt dort auch regelmäßig EWK `s auf. Das lockt sie besonders an. Für die nicht Insider : EWK = Eimerweise Kochwäsche


    So, ich gehe jetzt Duschen ..:wink:


    Gruß aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)