Ableger von anderen Maßen in Warre einbringen

  • ich verstehe nicht, was die letzten X Antworten hier mit der Frage zu tun haben die Anfänglich gestellt wurde. Warum erstellt ihr nicht für Antworten die nicht zum Thema beitragen ein neues Thread.

    Gruß

    Martin

  • mreczio was trägt dein Beitrag zum Thema bei?

    Das "Kind"scheint ja schon fast in den Brunnen gefallen zu sein, wo auch immer der steht (kein Profil) merkt es aber sicher wenn es schwimmen muß. Noch steht es aber nur am Brunnenrand und könnte umdrehen...


    Trotzdem möchte man ja vielleicht, wenn man beides kennt auch andere davor bewahren. Ist eigentlich nur gut gemeint, und gehört daher auf jeden Fall hier hin.


    Ableger von anderen Maßen in Warre einbringen war die Frage und fast alle Befürworter hier betreiben die Beute früher oder später mit Rähmchen... das ist doch unsinnig!


    Die Warre Beute sollte eine "Volksbeute" sein, die billig gebaut werden kann, bei der man sich aber vor allem eben nicht mit den ganzen vielen Rähmchen beschäftigen soll.


    Entweder richtig besiedeln mit einem dicken Naturschwarm und Stabilbau und Zargenweise Betriebsweise mit allen ihren Nachteilen, oder gleich richtige Rähmchen- Imkerei in einer passenden Beute wäre jedenfalls meine Empfehlung.

  • U.a. sind die Beuten sehr preisgünstig zu bauen.

    was leider nicht korrekt ist. Auch wenn es immer wieder behauptet wird.

    Da es sehr kleine Einheiten sind, braucht man mehr an Teilen, die die ganze Sache auf mindestens den gleichen Preis anheben, den eine handelsübliche Beute kostet.

    Rechne ich meine Arbeitsleistung zur Herstellung der Warré raus, muss ich das auch bei den anderen Systemen machen.

    Aber es kann ja jeder nach seiner Fasson imkern.

    Vollkommen korrekt. Aber es ist sicher besser auch Nachteile vorher aufzuzeigen, als jemanden blind ins ... (finde kein passendes Wort) rennen zu lassen. Die Vorteile sind komischerweise bei allen Systemen sehr gut bekannt.


    Das gehört alles sehr wohl zum Thema, weil die Ursprungsfrage genau einen Teil dieser Schwierigkeiten ans Licht bringt.

  • Servus Bernd!


    Letztes Jahr wollte meine Frau auch unbedingt 2 Warre Beuten haben.

    Nachdem ich auf Zander imkere, stellte sich das gleiche Problem wie bei dir.


    Wir habens also folgendermaßen gemacht:


    2 Völker aus der Liebigbeute (Zander) haben wir einfach schwärmen lassen, und die Schwärme danach gleich einkassiert. Das hat wunderbar funktioniert.


    Wir haben die Warre Beute dann gleich mit 2 Zargen aufgestellt. Ein großer Schwarm braucht diesen Platz auch.


    Wir haben nur die Rähmchenoberträger drin. Ansonsten durften die Bienen alles selber bauen, was ruck zuck und einwandfrei funktioniert hat.

    Vielleicht kann aber auch Sonnenvoeglein noch bisschen kommentieren?


    Viele Grüße!

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Christian Br ()

  • ... Aber es ist sicher besser auch Nachteile vorher aufzuzeigen, als jemanden blind ins ... (finde kein passendes Wort) rennen zu lassen. Die Vorteile sind komischerweise bei allen Systemen sehr gut bekannt.

    Komisch!

    Alle Beutensysteme sind super, besonders die EIGENEN.

    Nur auf Warre wird immer rumgehackt.


    Warre hat aber auch folgendes geschrieben:

    "... er will niemand zu seinen Beuten überreden, er will nur die Vorzüge aufzeigen."


    Aber es passt natürlich auch nicht jede Betriebsweise zu Warre, wie zu den anderen Systemen auch.

    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Was ist komisch? Der Versuch, eine bestimmte Kiste mit einer anderen Betriebsweise zu kombinieren, ist halt einigermaßen sinnfrei, wenn man nicht zufällig viel Material herumstehen hat, was man weiternutzen will (DN1,5/Zadant usw.). Zumal, wenn man die Bienen zuerst noch von einem normalen Maß irgendwie in die Warré reinwürgen muß, um dann doch die Betriebsweise von dem alten Maß zu kopieren, dass dann aber in einer Kiste, die dafür nicht gedacht ist und dafür noch neu angeschafft wurde!? Völlig Banane.


    Völlig kackegal, welche Kiste, Betriebsweise, Bienenrasse, aber es sollte zusammen passen. Und damit meine ich nicht, nach dem Willen des neuen Besitzers, sondern aus Sicht der Bienen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Rolf G Niemand hackt auf Warré rum. Aber gerade einem Anfänger muss man halt einfach klar machen, dass Stabilbau den Einstieg in die Imkerei extrem erschwert. Ich habe mit der Bienenkiste begonnen und dann relativ rasch gewechselt, weil ich mangels Erfahrung den Zustand des Volkes nicht richtig beurteilen konnte. Mit Rähmchen hat man einfach einen besseren Einstieg.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Alle Beutensysteme sind super, besonders die EIGENEN.

    Nur auf Warre wird immer rumgehackt.

    Wenn du schon meinen Text zitierst, dann versuche doch bitte ihn auch zu verstehen. Nichts von deiner Aussage kann man in meinem Text lesen.


    Warré Beute und Betriebsweise sind durchaus durchdacht. Aber für andere Bienen (damals meist kleinere Völker) und nur in Kombination beider Komponenten.

    Heute wird oft versucht abweichende Imkerwünsche zu integrieren, was dann häufig zu Schwierigkeiten führt. Es gibt unverschämte Imker, die im Vorfeld darauf aufmerksam machen.

    Unverantwortlich sowas.

  • Hallo Berggeist,

    seit wieviel Jahren betreibst Du Warrebeuten in der "reinen Lehre"?

    Und waren die Bienen damals andere?

    Völker sind sicher größer heute als vor ein (-paar) hundert Jahren. Aber ob Du das von der Volksgröße abhängig machen kannst, in welcher Beute geimkert werden kann und in welcher nicht?

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Uff, da habe ich ja was angestoßen!

    Wollte keinen Unfrieden stifften mit meiner Frage !

    Eure Antworten haben mich etwas verschreckt, aber auch angestachelt.

    Mein Wunsch ist es, Bienenvölker naturnah zu halten.

    Honigertrag ist für mich Nebensache.

    Höhrt sich für Euch bestimmt blöd an, aber ich habe nicht die Zeit und schon garnicht die Lust mich "zu" intensiev um die Völker kümmern zu müssen., um möglichst viel zu ernten.

    Beispiel, ich halte nichts von englischen Gärten, ich liebe Naturgärten, die zu guter Letzt auch weniger Arbeit machen.

    Ich möchte herausfinden, ob das mir Bienen möglich ist, daher habe ich mich für die Warre entschieden. Aber andersherum sollen die Bienen auch nicht durch meine Inkompetenz leiden.

    Daher werde ich mich um die "Bevölkerung" meiner Beuten erst kommendes Jahr bemühen und bis dahin noch möglichst viel lernen.


    Ich hoffe, ich darf Euch weiterhin mit meinen Fragen "nerven"?


    LG

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    mach mal und fange mit einem / mehreren Naturschwarm /en an.

    Beginne mit Rahmchen / Halbrähmchen. Später kannst Du dann mit einem Volk auch Stabilbau machen. Wenn Du damit klarkommst, dann kannst Du ja weiter ausdehnen.

    Das hat mir meine Arbeit an den Völkern gelehrt!

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Berggeist :

    Entschuldige, war nicht persönlich gemeint.

    Ich lese aber oft - mit Warre geht das nicht - und und und.


    Warre hat aber auch - mit nicht gerade wenigen Beuten - seine Imkerei betrieben. Hat Honig geerntet und Völker verkauft und auch viel geforscht.

    Sein Buch gibt es hier auch als kostenfreien Download:

    http://warre-bienenhaltung.de/pages/Home.html

    Als Buch ist es aber sinnvoller.

    Die Beute hat er ja auch mit Oberträgern oder Rähmchen genutzt.

    Welches Beutensystem "bienenfreundlicher" und welches "imkerfreundlicher" ist, muss jeder selber - nach seiner Betriebsweise - entscheiden.

    Ich will aber jetzt hier nicht noch über diese "Ideologie" schreiben.


    Bernd :

    Du hast hier nix losgetreten - alles prima!

    An den Imkerton musst du dich gewöhnen und auch deine eigenen Schlussfolgerungen ziehen.


    Allen alles Gute!


    Rolf



    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Honigertrag ist für mich Nebensache.

    Höhrt sich für Euch bestimmt blöd an, aber ich habe nicht die Zeit und schon garnicht die Lust mich "zu" intensiev um die Völker kümmern zu müssen., um möglichst viel zu ernten.

    So hartmut , keine Zeit und schon garnicht die Lust mich "zu" intensiv um die Völker zu kümmern' + 'Honigertrag Nebensache' - alle Klischees erfüllt, also wenn das keine Trollerei ist, hat es zumindest das Potenzial, richtig traurig für die Bienen zu enden. Ich mach mich oft genug lustig über übermotivierte Anfänger, aber wer schon mit 'schon garnicht die Lust sich um die Völker zu kümmern' anfängt, der sollte es lassen. Für die Bienen. Das macht mich wahnsinnig wütend. So Kunden kenne ich. Eigentlich bin ich Pazifist, aber da bekomme ich Puls.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bernd 1963 Dir muss klar sein, dass Deine Bienen von verschiedenen Krankheiten befallen werden können. Folgendes Szenario ist gar nicht mal so unrealistisch: Dein Volk erkrankt an der Faulbrut. Könntest Du Rähmchen ziehen, würdest Du das sogar als Anfänger an einem sehr seltsam aussehenden Brutbild erkennen. Im Stabilbau siehst Du das dagegen nicht. Dein Volk verendet langsam elendiglich und wird nebenbei fleissig von anderen Völkern ausgeraubt, die sich aber nicht nur die Vorräte, sondern auch die Krankheit in den eigenen Stock holen. Weil Du im Stabilbau imkerst und keine Erfahrung hast, freust Du Dich darüber, wie fleissig «Deine» Bienen (vermeintlich) fliegen. Etwas später ist Dein Volk aus für Dich unerklärlichen Gründen tot. Paar Wochen später kommen Deine Nachbarimker und bedanken sich ganz herzlich bei Dir, weil sie dank Dir Völker abtöten müssen, die mittlerweile auch von Faulbrut befallen sind. Das ist einfach mal ein Beispiel von vielen. Geh doch bitte nochmals über die Bücher!


    PS: Ich finde Warré wahnsinnig sympathisch und spiele im Hinterkopf immer noch ein wenig mit dem Gedanken, mir mal ein Warré-Volk zuzutun. Aber nach mittlerweile fünf Jahren Imkerei ist mir klar, dass mir noch einiges (!) an Erfahrung fehlt, die dafür notwendig wäre.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).