Ableger von anderen Maßen in Warre einbringen

  • Werbung

    Moin , moin,


    ich bin Einsteiger und habe mir Warre-Beuten zugelegt.

    Ableger werden aber meist in anderen Formaten angeboten.

    Kann man Ableger trotzdem in Warre eingringn?

    Oder nur ganze starke Völker?

    Mist, bi im falschen Thema !

  • Ganz simpel, Kunstswarm statt Ableger kaufen.


    Alternativ es gibt ein Warre Forum frag doch da mal nach oder trag deinen Wohnort im Profil ein,Warre wird eher nicht angeboten. Wenn du nachfragst das du welche Beauchst, hast du da bessere Chancen

  • Hallo,

    Hier ist ein Video unter anderen, das zeigt wie es gemacht wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=UEzDMa61ciY


    Du bekommst deinen Ableger. Wenn Flugwetter ist und dieser bereits offenes Flugloch hat, so dass sich Flugbienen unterwegs befinden, musst Du deine Warré genau da aufstellen wo bisher der Ableger stand, damit die zurückkommenden Bienen gleich die Warré anfliegen.

    Dann beginnt die Phase nach der Suche der K., die abgefangen wird. Vorsicht: nicht quetschen!

    Jetzt kann'st Du im Video gleich zu 8.16 springen.

    Deine K. ist gekäfigt. Die Bienen werden von den Ablegerwaben in eine Wanne abgeschüttelt.

    Wenn der Ableger was taugt und viel Brut vorhanden ist, tut der nächste Schritt aus imker-ethischer Sicht etwas weh. Du musst, wie gezeigt, die bienenleeren aber vielleicht brutvollen Waben auf das Warré-Mass zurechtschneiden (lassen).

    Dabei den Ausschnitt so wählen, dass möglichst wenig Brut zum Abfall wird. Gekäfigte K. rein in die Warré, Bienen aus Wanne über weisses Tuch zur K. in der neuen Wohnung einlaufen lassen.

    Mein Rat: Unbedingt zu Zweit sein, nicht alleine wegen dem doch zeitkostenden Zuschnitt. Lass vielleicht einen erfahrenen Kollegen die K. im Ableger suchen und im Clip abfangen.

    Viel Erfolg, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo Bernd,

    so habe ich auchmal angefangen. Meine ersten Völker waren Naturschwärme. Ein Jahr später habe ich von einem Imker einen Ableger in einer Hinterbehandlungsbeute gekauft. Den habe ich in der 2. Maihälfte geholt und von den Waben abgeschüttelt. Keine Leerwaben, keine Mittelwände, kein zusätzliches Futter (kann bei dir aber nicht klappen).

    Das ist ein richtig schönes Volk geworden. Wetter und Tracht haben ihm gut in die Hände gespielt.

    Ich habe nicht nach Honig geschielt, sie hatten genug Vorrat für den Winter und sind auch gut rüber gekommen.

    Viel Erfolg

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Waben ausschneiden? Tu dir das nicht an. Alternativ kauf dir jetzt ein Volk mit gebrauchter Beute, kauf Ende Mai ne Königin dazu, bild aus den Honigraumbienen und der Kö einen Kunstschwarm für die Warre und tausch die Beute mit der Warre. Sobald die Königin legt, verkaufst du das Volk wieder mit Beute.

  • Bernd 1963 , Kruppi hat es etwas zurückhaltend formuliert, ich verstehe es so: Warre Ist für einen Anfänger nicht das beste System um die Bienen und die Imkerei im positiven Sinne kennen zulernen, es sei denn, du hast ein Paten der sich damit genau auskennt aber dann würdest du ja nicht fragen. Aus den Gründen halte ich es auch nicht für erforderlich, einen Ableger sofort umzulogieren. Warte bist du ein Schwarm hast oder einen bekommst und schlag den in die Warrebeute ein. VG Jörg

  • Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es für einen Anfänger nicht so leicht ist, mit Warre zu arbeiten.

    Alleine die Durchsicht ist für einen Anfänger nicht so leicht und auf Grund von mangeldern Erfahrung kann man ohne eine Durchsicht auch nicht viel zum Zustand des Volkes wissen.

    Als gut gemeinter Rate: Ich würde es lassen und erstmal mit einer Magazinbeute mit Rähmchen anfangen und dann eventuell später wechseln, wenn du es dann noch willst.

    Naturbau geht auch wunderbar mit Rähmchen.

    Viele Grüße

    Thorsten

  • Hallo,

    natürlich kann auch der Anfänger mit Warre anfangen.

    Richtig wäre es, wenn er Rähmchen verwendet und diese in Naturbau ausbauen lässt.

    Durchsichten sind dann auch nicht anders als bei anderen Magazinbeuten. Warre mit Rähmchen ist auch nur eine Magazinbeute. Nur in einem etwas anderen Maß.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Naja,ist jetzt keine eigene Erfahrung, aber ich habe gelesen, dass es mit Rähmchen in Warre Beuten relativ eng werden soll.

    Aber es kann ja jeder machen wie er möchte. Am Ende ist es eh die Entscheidung von Bernd 1963

  • Ic habe letztes Jahr als sehr bewußte und über Jahre gereifte Entscheidung mit Warré angefangen und habe gewaltig gekämpft. Mehr als die anderen aus meinem Imkerkurs, die das Maß unseres Lehrers (DN) übernommen haben. Die anderen konnten immer 1:1 nach der Kursstunde dann an ihren eigenen Bienen nachahmen. Ich musste immer anpassen und selbst einschätzen. Es war ein hartes Jahr für mich, die Bienen und alle die mir geholfen haben. Ich habe unheimlich viel Hilfe gebraucht, aber auch bekommen, sowohl vor Ort als auch online. Ob das mehr als bei anderen Anfängern war, kann ich nicht beurteilen. Es waren auf jeden Fall andere Probleme als die anderen sie hatten (z.B. Wabenabriss bei der Futterkranzprobe).

    Aber nun im Frühjahr fliegen meine beiden eingewinterten Völker und tragen kräftig Pollen ein. Das können nicht alle in meinem Umfeld sagen.


    Wenn du dich für ein ungewöhnliches Beutenmaß entscheidest musst du dir meiner Meinung nach ein paar Dinge klar machen:


    Du brauchst jemanden der sich mit Bienen auskennt und der dich vor Ort unterstützen kann und auch dazu bereit ist. Erfreulicherweise ist unser Imkerverein tolerant gegenüber närrischen Spinnerinnen mit „Spielzeugbeuten“.


    Du musst selbst bereit sein, viel mehr theoretisch zu lernen vorab, als es die anderen tun. Alle beutenspezifischen Aspekte (z.B. Varroabehandlung, Einwinterungsgewicht usw.) musst du selbst recherchieren oder dir erarbeiten. Deine Beute und die dazugehörige Betriebsweise musst du zumindest in der Theorie in- und auswändig kennen.


    Besiedeln musst du frühzeitig in der Saison und mit ausreichend Bienenmasse, damit die Völker bis zum Winter ihr Wabenwerk bauen können. Dafür brauchst du einen Schwarm. Einheimische Kunstschwärme sind oft nicht so früh verfügbar. Naturschwärme sind unberechenbar. Ich habe mit 3 Naturschwärmen angefangen, der erste hat mich 2 Monate lang in den Wahnsinn getrieben, bis ich das Volk auf Rat meines Kursleiters wegen schlechter Genetik aufgelöst habe.


    Insgesamt bin ich aber immer noch sehr zufrieden mit meiner Entscheidung und würde wieder diese Beute wählen. Allerdings würde ich tatsächlich auch rückblickend zuerst mit „Halbrähmchen“ (im Warré-Maß sind damit Rähmchen im Zargenmaß gemeint, die nach unten offen sind) anfangen, so wie es keinImker geraten hat. Der Stabilbau ist schon ne Hausnummer für sich, gerade am Anfang wo man auch öfter guckt. Das kann man dann im weiteren Verlauf immer noch machen. Ich hätte meinen Bienen einiges an „Gematsche“ erspart, wenn ich in den nervösen Anfangswochen Rähmchen gehabt hätte.

  • Hi Harals, warum kann es bei mir nicht klappen?

    War es bei Dir Glück?

    Oder meinst Du "könnte bei Dir nichtklappen"?