Afrikanisierte Buckfast

  • Hallo Kollegen,


    mir stellt sich die Frage,

    ob Buckfast- Bienen mit Afrikanischenwurzeln, widerstandsfähiger sind gegen den Beutenkäfer als z.b Buckfast ohne Afrikanischen Einfluss oder Carnica- Bienen etc.

    Vielleicht hat jemand eine Information. Leider konnte ich dazu nix im Forum finden.


    Viele Grüße Simon

  • Hallo Simon,

    Du wirst dazu hier im Forum (noch) nichts finden, weil Du doch etwas vor den Wagen springst, in dem Sinne, dass bis jetzt in Deutschland keine Fälle von Aethina tumida zu verzeichnen sind.

    Buckfast mit afrikanischen Wurzeln gibt es schon, aber bei diesen Stämmen handelt es sich ausschliesslich um Einführung der Genetik von apis monticola wie sie nach Bruder Adam z.B. E. Oesterlund praktiziert hat und in Deutschland JK in einer seiner Zuchtlinien weiterführt.

    Keinem serioesen Züchter würde es einfallen die apis scutellata mit Bf anzupaaren, dies wegen der berühmt-berüchtigten Agressivität dieser Biene.

    Letztere hat zwar mit der ligustica zu der Entstehung der varroa-resistenten Killerbienen beigetragen, dies wegen ihren sehr guten Hygiene-Eigenschaften.

    Das Nest einfach aufgeben wenn's nicht mehr der "Hygiene-Norm" entspricht, (englisch: absconding), ist in ihrer Heimat zwar ein der Art sicherlich wohlbekommendes Verhalten, das aber uns Imker verständlicherweise keinesfalls interessiert.

    Deine Frage, ob Buckfast- Bienen mit afrikanischen Wurzeln widerstandsfähiger sind bzw. wären gegen den kleinen Beutenkäfer kann mit "Ja" beantwortet werden.

    Dies wegen ihres ausgeprägte(re)n Hygiene-Verhaltens.

    Bitte, Bitte, keine Experimente mit Scutellata.

    "Killer"-Bienen aus heimischer Wald- und Wiesenabstammung gibt es genug!

    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo werter Kollege,

    ich bin ja kein Spezialist für Genetik und Zucht etc...

    Aber mein Gefühl sagt mir Büchse der Pandora.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanisierte_Honigbiene

    Vorsicht!

    Die afrikanisierte Honigbiene hat nichts mit Buckfastlinien aus Kombinationen afrikanischer Herkunft zu tun.

    Elgon und Monticola zum Beispiel sind Kombinationen die recht gängig sind und mittlerweile ziemlich verbreitet.


    Gruß Chris

  • Hallo Norbert,


    Wenn mich nicht alles täuscht gibt es Buckfast mit Scutellata Wurzeln.

    Sogar gar nicht wenige.


    Pedigree Kürzel:


    NO

    MG

    GR

    soweit ich weiß sind sie Südafrikanischer Herkunft. Und da diese sogar ziemlich verbreitet sind steckt bestimmt in jedem Wald und Wiesen Volk ein bisschen Afrika.

    Aber du hast Recht, woher sollen die Erfahrungen kommen mit dem Beutenkäfer und der Buckfast.

  • Hallo,

    Ja diese Pedigree Kürzel sind vor Jahren von Thomas R. so geschrieben worden, wobei er wahrscheinlich der einzige ist, der weiss was er in seine Zucht eingebracht hat.

    NO stand für Nummer 62

    MG für Margret's hive 5

    GR (lange mit Ursprung Fragezeichen in den Buckfast-Pedigrees) nehme ich mal so an, steht für Graaf Reinet in Südafrika.

    Als ich mich noch serioes mit der BF-Zucht beschäftigte, jahrelang ist's her, hat mit TR in einem Gespräch gesagt, die Margret sei eine Zufallskreuzung.

    Wie gesagt: Er allein weiss mehr...

    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Wie viel Scutella wirklich drinnensteckt ist ja ne andere Frage, zum Glück wissen wir ja das Scutella Völker und ihre Nachkommen in Deutschland abfrieren, gab ja dchon genug die die Königinnen hier gehabt haben un dimmer die selben Berichte

  • Na ja......

    Monticola und Elgon sind Identisch, bis auf den Namen, und die Herkunft, einerseits Mount Kenia andererseits Mount Elgon. Beide liegen nebeneinander. Ruttner? nannte sie Monticola, Oesterlund Elgon.

    Und ja, es ist anzunehmen das die Monticola sehr mit der Scutellata verwandt wenn nicht sogar vermischt ist. Die Wanderschwärme der Sutellata ziehen etappenweise, wegen der schlimmen Sommerdürre in der Savanne, in feuchtere Gefilde, eben die Hänge von oben genannten Bergen, und nach/in der Regenzeit wieder zurück. Perfekte evolutionäre Anpassung also, gewährleistet durch einen enorme Sammel, Brut, und Abwehrbreitschaft, nebst Krankheitfestigkeit.

    Eine Vermischung liegt also nahe. Und ja, es gibt sanfte Monticolas und (fast) rein schwarze vor Ort, das ist was man sehen kann. Ein Züchter kann damit was anfangen, aber nur Der!

    Da bestimmt nicht bei hiesigen Nachzuchten Kreuzungen, auf das Verhalten gegenüber Beutekäfer selektiert wurde, "könnte" davon etwas vorhanden sein, ich glaube aber eher nicht.

    Die Kreuzung Scutellata x Iberica, beides sehr wenn nich die Agressivsten Stämme, war anfänglich......

    Stecher x Stecher gibt Stecher, was sonnst.

    Die Amerikanischen Imker, die damit imkern, würden aber den Teufel tun und sie wieder her geben:)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von wasgau immen ()

  • Hallo Norbert,


    Folgenden Text habe ich aus dem Niederländischen Übersetzten lassen.

    Die österreichischen Imker Horst Preissl & Johannes Neuburger importierten bereits 1998 Königinnen aus Südafrika. Von dort kommen sowohl Old Lady, Marget's Hive als auch No 629AR. Margret ist eine Schwester von Horst und lebt in der Nähe von East London. Die Graaff Reinet Linie kommt ebenfalls aus Südafrika.


    In den Pedigree kann man auch den Ursprung verfolgen.

    Das Herr Rüppel damit gearbeitet hat und sie Salonfähig gemacht für unsere Breiten wusste ich.


    viele Grüße Aus Wiesbaden

  • ... "

    die (durchaus interessante) Frage (ist) ,ob Buckfast- Bienen mit Afrikanischenwurzeln, widerstandsfähiger sind gegen den Beutenkäfer..."

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Genau... kam noch nichts Gehaltvolles dazu. Nur gefährliche Halbwissen bisher... 😊

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“