Statistik zur optimalen Beute?

  • keine Unterschiede bei der Frühjahrsentwicklung bestehen.

    Ich hab da zwar Zweifel an deinem angeführten Vergleich weile r vermutlich nicht in aussagkräftiger Anzahl (je 10 oder so) und unterschiedlichen Kleinklimata ausgeführt wurde.( bitte berichtige mich)

    Seis drum.

    Ich wills aber nicht nur auf die Frühjahsentwicklung begrenzt sehen. Obwohl, nur sie alleine, im zusammenwirken von Tracht Bienenmasse und Wärmekörper, kann nur für die Aufzucht von längerlebenden Sommerbienen sorgen.

    Die Folge dessen sind ja gesunde leistungstarke Bienenvölker. Das da (gleich viel) Bienen sind, heisst nix.

    Es hängt also zu erst von der Betriebsweise und ebenso der Genetik, nicht zuletzt von Wetter und davon abhängig, Tracht ab.

    Die Kiste ist mir als mein Werkzeug dazu sehr behilflich.

    Ich bin faul, und muss die Kiste wählen , mit der ich am Wirtschaftlichsten schaffen kann.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Langstroth gibt es seit 1853 und rund 75 % der Imker weltweit arbeiten damit, meist ein BR.

    Sogar Seeley hat 10 er Langstroth, das ist offenbar die ideale Kiste für frei lebende Bienen und die sind dann auch noch varroatolerant.


    Im allgmeinen: der Fehler steht hinter dem Kasten, egal wie der aussieht

    lg

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Beuten sind für den Imker gemacht. Denen Bienen ist die Kiste relativ egal - was man daran sieht dass es so einen Wildwuchs gibt. Gäbe es die beste Beute in der man grundsätzlich 20% mehr Honig und 10% weniger Winterverluste hätte, hätte sich das längst durchgesetzt.


    Die verschiedenen Maße haben sich nicht immer auf Basis Ertrag/Bienenwohl ergeben sondern oft auch schlicht nach 'was gerade da war'. Ich kenne den Wahrheitsgehalt davon nicht, aber das Langstroth-Maß entstand wohl, weil der Beutenbauer Apfelkisten in dem Maß übrig hatte.


    Dadant hat dann die Ergebnisse von Langstroth übernommen, zu Anfang auf 3 verschiedenen Rähmchenmaßen gearbeitet und sich dann für Quinby RÄhmchen entschieden. Sein Sohn hat dass dann später auf die Längen von Langstroth gekürzt. Warum, keine Ahnung - bessere Kompatibilität vielleicht?


    Deutsch Normal Maß ist zwischen 1948 - 1950 aus dem Durchschnittswert aller damals gebräuchlichen Maße entstanden. Typisch deutsche Ingenieurleistung, aber nicht wirklich daran orientiert was für die Bienen ideal ist.

    Lange Rede kurzer Sinn: Es ist ziemlich egal mit was du anfängst zu imkern. Es sollte Mobilbau sein, also Rähmchen, da das die Beurteilung der Situation im Volk wesentlich vereinfacht gegenüber Stabilbau wie Bienenkiste oder gar Korbimkerei.


    Gerade am Anfang, wenn du noch wenige Völker hast, ist es auch nicht schlimm wenn dir die Beute die du am Anfang gekauft hast nach einem Jahr nicht mehr magst. Soviel ist hat man da nicht investiert, das man das System nicht nochmal wechseln könnte.


    Ansonsten gilt wie schon oft geschrieben: Wenn du Ableger tauschen willst mit Nachbarimkern, nimm das bei euch verbreitete Maß. Wenn du keine Zargen heben willst, nimm was mit Großraumzargen und Flachzargen (Dadant, DNM 1,5, etc). Wenn du gar keine Zargen lagern/heben willst (Auch Flachzargen werden schwer und Honigräume brauchen immer Winter viel Platz) dann nimm Lagerbeuten. Imkern kann man in alle den Kisten erfolgreich.

  • Langstroth, das ist offenbar die ideale Kiste für frei lebende Bienen und die sind dann auch noch varroatolerant.

    Steile These !!


    Varroatoleranz hat mit der Behausung absolut nichts zu tun - es ist eine genetisch verankerte Eigenschaft der Königin, die ans Volk weitergegeben wird. Dazu äußern sich viele Schwätzperten, auch die, welche diese Ausprägung abhängig vom Klima in der Behausung machen wollen...


    Im parallelen Thread gibt es dazu eine gute Einschätzung eines hier früher mal aktiven Berufsimkers: Bienenbiologie Bienenretter

  • Also offensichtlich gibt es nicht die optimale Beute, sonst wären sich hier wohl Alle einig !?


    ODER man müsste zugeben, " mensch, ich hab ja gar nicht die OPTIMALE Beute !"


    Dann wechsele ich mal zur XYZ......Beute ! DAS IST DIE ULTIMATIVE !


    Wär der Faden dann beendet ^^^^

    ( wenn es NUR um die Beute gehen würde)

    Steckt aber mehr hinter ! (der Beute) :P


    LG

    Martin

  • Aber mich würde es doch sehr interessieren ob es statistisch belegbare Untersuchungen gab welcher Beute Typ von den Daten am besten geeignet für die Bienenhaltung und die Bewirtschaftung ist.

    Die kann es nicht geben.

    Eine wissenschaftliche Betrachtung dieser Frage, würde nämlich eine Ceteris-Paribus-Analyse voraussetzen. In der Imkerei gibt es aber kein ceteris paribus, weil es viel zu viele Faktoren gibt, die das Ergebnis wesentlich beeinflussen.

    Das Problem fängt schon damit an, dass man sehr viel Bienen unter genau den gleichen Bedingungen (u.a. am gleichen Standort) halten müsste. Das ist aber ausgeschlossen, weil dann der Standort nicht genug Bienenweide liefert. Und das ist nur ein Faktor von vielen. Beute und Betriebsweise gehören zusammen, Schon deswegen macht die Frage nach der Beute keinen Sinn.

    Der Satz "Zwei Imker, drei Meinungen" ist also systemisch bedingt. Das ist nicht bloßer Eigensinn.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Steht dann auf und spricht diese großen Worte.

    :lol:

    Kann ich auch:

    Laut Liebig ist es nämlich schon mal ein grundsätzlicher Fehler, dass der Fehler hinter der Beute steht.:lol::roll:

    Also offensichtlich gibt es nicht die optimale Beute, sonst wären sich hier wohl Alle einig !

    So einfach kann man es zusammenfassen. Wobei es schon für jeden einzelnen eine optimale Beute gibt. Nicht aber für alle die gleiche.