Beutendeckel

  • Möchte ich nicht mehr so bauen weil diese Bauweise nicht den Biostandard entspricht und auch nicht ganz billig ist.

    Ich verstehe das noch nicht so ganz.

    Was spricht denn gegen den herkömmlichen Aufbau aus einem käuflichen oder selbst gebauten Blechdeckel, unter dem dann der Innendeckel mit beliebigem ökologischem Material (Holz und Dämmplatte aus Naturfaserstoffen) sitzt, der dank dem Blechdeckel ohne Probleme auch in einer wenig witterungsfesten und damit auch ökologisch unschädlichen Ausführung gehalten werden kann?


    Ich habe genau so was. Holzdeckel mit innenliegender <pavatexähnlicher> Dämmplatte und darüber ein Blechdeckel mit Hinterlüftung.

    Preislich dürfte der Blechdeckel nur wenig teuerer oder sogar günstiger sein, als eine aufwändige Selbstkonstruktion aus witterungsfestem Holzmaterial.


    Oder haben einige Bioverbände tatsächlich schon ein Problem mit Blechdeckeln?

    Es wäre ja nur eine Blechsorte, damit gut recyclebar und jahrzehntelang haltbar, so richtig unökologisch finde ich Blechdeckel nicht.

  • Hallo Max,

    ... wenns denn Natur Pur sein muß schau dich mal bei den Warreimkern um.


    Ansonsten : wir sind auch ein Biobetrieb. ... haben aber kein Problem mit genau den gleichen Deckeln.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Hallo Max,

    ... wenns denn Natur Pur sein muß schau dich mal bei den Warreimkern um.


    Ansonsten : wir sind auch ein Biobetrieb. ... haben aber kein Problem mit genau den gleichen Deckeln.

    Mit ner Styropordämmung im Deckel? Wirklich?

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • TOP!

    Sehr schöne Arbeit!

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Das sieht schön aus :)

    Aber zieht da nicht jemand ein wenn da so einladende Löcher lächeln?

    Ist die Dämmplatte dann quasi die oberste Schicht Richtung Deckel? So ganz habe ich den Aufbau nicht verstanden.
    Und musst Du das Sperrholz bearbeiten (dämpfen oder so) damit es die Wölbung mitmacht?

    Grüße von Miriam

  • Aufbau von unten:

    - Propolisgitter, Gittergewebe o.ä. (keine Folie, soll ja diffusionsoffen sein)

    - Weichfaserplatte, je nachdem, was so übrig ist, meist hydrophobierte 22 oder 35mm

    - Stülpdeckel


    Schön schlicht. Ohne innendeckelgedöns und so...


    4mm Sperrholz lässt sich quer zur Deckfurnierrichtung auf ca Radius 450mm einfach so biegen, ohne dass es bricht.


    Im späteren Frühjahr hab ich regelmäßig Hornissenköniginnen unter den Deckeln, die verschnaufen da aber nur und bauen nix.

    Manchmal fangen Wespen ein kleines Nest an, brechen aber schnell wieder ab. Hat mich nie gestört.

    Man könnte die Luftlöcher ja auch vergittern, wenn das stören würde.

  • Ich verstehe das noch nicht so ganz.

    Was spricht denn gegen den herkömmlichen Aufbau aus einem käuflichen oder selbst gebauten Blechdeckel, unter dem dann der Innendeckel mit beliebigem ökologischem Material (Holz und Dämmplatte aus Naturfaserstoffen) sitzt, der dank dem Blechdeckel ohne Probleme auch in einer wenig witterungsfesten und damit auch ökologisch unschädlichen Ausführung gehalten werden kann?

    Der Aufbau ist so wie bei mir.

    Blechdeckel

    Darunter Ökodämmplatte, ev. wenn notwendig mit Holzrahmen eingefasst.

    Darunter Folie / Propolisgitter

    Mir geht es gerade um das ökologische Material unter dem Blechdeckel, das sollte so dauerhaft sein um ohne Siebdruckplatte unter dem Deckel auszukommen.


    Ich bin noch kein Bioimker. Aber auf einer Einführung für Bioimker habe ich gehört dass darüber nachgedacht wird Siebdruckplatten zu verbieten, Polystyrol als Dämm-Material ist eh nicht drin.

    Blechdeckel und Kunststofffolie sind kein Problem


    Also brauche ich eine dauerhafte, stabile, günstige Naturfaserplatte.



    Gruß Max

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Ja!

    Aber die Faserplatte ist doch ruckzuck feucht und verliert doch so ihre isolierende Eigenschaft?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Wenn man innen die Folie weglässt oder durch ein Propolisgitter ersetzt und außen einen dichten Deckel (Blech oder Plane) ersetzt, dann weicht die weichfaser aufgrund des Kondenswasser total durch und dämmt nicht mehr.

    Deshalb ist auf der Außenseite die funktionierende Belüftung ja so wichtig. Das geht bestimmt auch mit einem klassischen Blechdeckel, aber der sollte dann wirklich luftig liegen.


    Ist ja alles altbekannt aus dem Hausbau.

    Mit ökologischen Baustoffen diffusionsoffen zu bauen ist heute nicht exotisch sondern eher normal.

    Wer baut schon noch mit Glaswolle und Styropor?


    Im Zweifel fragt doch mal bei einem guten Holzhändler nach den diversen Weichfaserdämmungen, oder fahrt mal bei einer Zimmerei rum, eventuell haben die ja noch Verschnitt und Reste rumliegen...

  • Na eben!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Faserplatte liegt auf/oberhalb der Deckelplatte (Dampfsperre).

    Kann also nur durch die Aussenluft feucht werden.

    Da es in der Beute wärmer ist und von unten keine Feuchtigkeit kommt, trocknet die Platte also immer aus. Außer am Blechdeckel würde sich kontinuierlich Schwitzwasser bilden, das auf die Dämmplatte tropft.

    Wäre das so, würde nur Styropor/-dur tauglich sein. Aber selbst Styro... nimmt einige % Feuchtigkeit auf, die dann die Dämmung verschlechtert.

    Also eher das Rad nicht neu erfinden, sondern für Hinterlüftung der Aussendeckel sorgen.


    PS: Habe Bienenfluchten nur zur Honigentnahme auf den Beuten. Innendeckel die im Winter auf der Beute liegen haben bei mir kein Bienenfluchtloch. Sonst käme die Feuchtigkeit ja an die Dämmplatte. Dies könnte man dann durch Folie vermeiden.

  • PS: Habe Bienenfluchten nur zur Honigentnahme auf den Beuten. Innendeckel die im Winter auf der Beute liegen haben bei mir kein Bienenfluchtloch. Sonst käme die Feuchtigkeit ja an die Dämmplatte. Dies könnte man dann durch Folie vermeiden.

    Ich habe den Zwischendeckel mit den Fluchten immer drauf. Im Deckel liegt eine Weichfaserplatte. Darauf Innendeckel mit Hinterlüftung, darauf Bleckdeckel.

    Eine Folie verwende ich nicht.

    Schimmelt aber trotzdem nichts, weil ich die einzelnen Schichten immer gut durch kleine Holzstücke trenne. Da liegt an jedem Stand ein Haufen von rum, so dass die immer griffbereit sind.

  • Eine Folie verwende ich nicht.

    Schimmelt aber trotzdem nichts, weil ich die einzelnen Schichten immer gut durch kleine Holzstücke trenne.

    Die Holzweichfaserplatten sind per Definition "diffusionsoffen".

    Bei Verschmutzung oder bienenzugänglich mit Propolisüberzug könnte die Eigenschaft eingeschränkt werden. Aber ich mache mir wie TiHeBo auch nicht wirklich Sorgen.