„Trachtpflanzen als Imkerkalender“

  • Jetzt mal speziell für die Anfänger:

    Versteift Euch bei der Schwarmkontrolle nicht auf irgendwelche Zeigerpflanzen. Kalender und Kippkontrolle ( tschuldigung für das böse Wort ) reichen erstmal und sind wesentlich zuverlässiger.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang, der eine ganz besondere Zeigerpflanze hat in Nachbars Garten. Ein Essigbaum. Wenn da ein Schwarm drin hängt zeigt das eindeutig, daß einer abgegangen ist.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Kräht der Hahn auf dem Mist,

    ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist!:p_flower01:


    Schwarmtrieb ist multifaktorell. Da spielen einige Dinge eine wichtige Rolle. Völkerführung, Genetik, Tracht, Volkstärke um nur ein paar zu nennen. Am wesentlichsten sind aber Imker und Genetik...

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Imkerlings Arbeit ist es, den Finger am Puls seiner Völker zu haben..... Queer durch alle Betriebsweisen, stellt die Schwarmzeit eine mehr oder weniger starke Arbeitsspitze dar.

    Es nützt einfach nichts besser, als in bestimmte Kisten zu sehen. Ich denke das die Glaskugel (Zeigerpflanzen)

    nich wirklich was taugt, alleine schon, weil die Völker zum Tag x ungleich stark sind.....

    Zu wissen wo die Kandidaten in der Reihe stehen, und deren Beobachtung "schützt".....

    Besser also auf die starken Brummer achten, statt auf Blümchen =O

    Wer noch Schnippschnapp macht, kommt so dann schon klar.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

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    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Das Thema war ja auch nicht explizit Schwarmtrieb (jetzt nicht drauf einschiessen) sondern ( siehe oben)

    Nur ein klitzekleines Unterkapitel vom gesammten Jahr.


    GUT wenn auch "Anfänger" das lesen, zähle mich selbst noch halb dazu.

    Vorträge sind oft aktuell und man ist auf "dem Laufenden"

    Fachbücher dazu sind immer unentbehrlich, deswegen:

    Lesen, lesen, lesen...


    Meine kompletten Notizen wären hier zuviel und würden sicher Einige langweilen.

    Es geht doch um Zusammenhänge zu verstehen und mit offenen Augen zu imkern, nicht streng nach "Vorschrift"

    Ich bin da auch noch ein bisschen überfordert , notiere mir viel und grüble oft....

    Also meine Lieben, bleibt gesund !

    LG

    Hulki


    PS.

    das Buch : Das Bienenjahr von den Ritters liegt hier griffbereit zum Verschlingen in den nächsten Tagen

  • Was, im Kalender ist denn das aller aller aller wichtigste? Genau!

    Schwarmtrieb (Zeit)! Wir wollen/dulden keine Schwärme im Baum. Da muss man "verlässlich" den Finger drauf haben!

    Wann die Hr drauf müßen, siehst halt auch nur wenn du den Deckel lupfst;)

    Hier sagen, bei der Kirschblüte überall Aufsatz drauf (und es gibt kein zu früh)

    Passt einfach nicht , schon gar nicht bei allen Völkern am gleichen Stand, und ist oft ein böser Nachteil. Ins besondere für Völker die noch nicht so weit sind, und schlimmer noch, wenn der Wettergott kalt voraus sagt.

    Schaut euch die Wetterkarte den Kalender und die Völker an, ein bisschen Erfahrung dazu, und das klappt dann sicher.

    Anfänger scheinen mir einen Rettungsstrohalm zu benötigen.... der hilft Ertrinkenden leider ebenso nicht!

    Ich halt einfach nix von Zeigerpflanzen.

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  • Ich halt einfach nix von Zeigerpflanzen.

    Wichtig in dem Sinne finde ich „Zeigerpflanzen", wenn man sie so betiteln möchte, im Sinne von trachtrelevanten Pflanzen wie Weide, Obstblüte, Raps, Linde etc. Je nachdem, was im Flugradius so wächst.

    Wenn man diese trachtrelevanten Pflanzen beobachtet (Knospenentwicklung, voraussichtlicher Blühbeginn) und das in Beziehung setzt zum Entwicklungsstand seiner Bienenvölker, dann noch das Wetter miteinbezieht, kann man eigentlich gar nicht mehr so viel Grundlegendes falsch machen.
    Einfach mit wachsamen "Bienenaugen“ durch die Natur spazieren/fahren, beobachten und danach handeln :)

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Meine einzige Zeigerpflanze ist die blühende Weide!

    wenn, dann kommt der erste HR drauf und die Völker nutzen die Obstblüte.

    Da ich nicht wandere, sind die anderen Pflanzen nicht von Bedeutung!

    Beim Gärtnern sieht das schon etwas anders aus.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Das ist nicht ganz richtig, wie von mir schon berichtet, blühen jetzt schon einige Weiden.

    Sicher nicht in Masse, aber wie grenzt du das ab. Prinzipiell müsste ich den ganzen Sprüchen gemäß jetzt HR aufsetzen. Also ist neben der Pflanze noch anderes wichtig.

    Und genau das meint wasgau immen , wenn er sagt, ich gebe nix auf Zeigerpflanzen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • aber wie grenzt du das ab.

    Hälst du die Angabe "1. März" für ganz Deutschland zutreffender für die Honigraumgabe, als "der Beginn der Weidenblüte"? Wegen mir auch "erste Märzwoche" statt taggenauem Datum.

    Wenn ich von hier nach Köln fahre, kann ich dir garantieren, dass die Kalenderangabe die schlechteste Angabe ist. (als Anhaltspunkt)

    Für Ralfs Arbeiten kann ich mir fast immer noch drei Wochen Zeit lassen, wobei der Abstand schrumpft in den letzten Jahren.


    Und du hast in Lübeck jetzt schon so richtig voll gelbe Weidenkätzchen die Pollen abgeben?

  • Also ist neben der Pflanze noch anderes wichtig.

    Ja, klar. Die phänologische Entwicklung verläuft halt nicht so gleichmäßig wie der Kalender.

    Dieses Jahr z.B. blühte hier die Salweide zwar irgendwie, aber die Bienen konnten sie wegen des Wetters praktisch nicht nutzen. Wiederholt hatten wir hier nach sehr warmen Märztagen kalte Phasen im April, teilweise mit Frost. Nach milden Wintern entwickeln sich einige Pflanzen bei Frühsommertemperaturen im März unglaublich schnell. Die Entwicklung der Völker ist dagegen an den Brutzyklus gebunden.

    Ich muss also schon auf die gesamte Vegetationsentwicklung achten und natürlich auf den Entwicklungsstand der Völker. Der hält mit der Phänologie nicht immer mit.

    Aber sich an den astronomischen Kalender zu halten, bringt da erst recht nichts.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • so is et:)

    Blühte früh da, Bienen hinter her

    Man denke doch nur ans dies Jährige.. und das Jahr davor, die Weinblüte (oder so) total erfrohren.

    "Normale Jahre" kenn ich nich, jedes is halt anders

    Das Wetter hab ich eben nicht im Griff.

    So ein Brutrhytmus wird vom Klima Genetik Imkerling und Futter bestimmt.

    Oft brummts schon in der Kiste und die Stachelbeeren (meinetwegen) standen im Schnee.

    Oder auch umgedreht (s.o.)

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  • Dann gib doch mal einen Vorschlag ab, wann der Anfänger in meiner Nachbarschaft mit Kontrollen anfangen soll im Frühjahr. Was er machen soll, und worauf er achten soll.

    Gibst du dem Imker in Ralfs Nachbarschaft die gleichen Zeitangaben?

  • Es ist genau wie in der Jagd, man muss viele viele Schweine gesehen haben, bis du auf Anhieb Ansprechen (erkennen was das ist) kannst.

    Leider muss man imkern erlernen, also ERFAHRUNG sammeln.

    Laut Rezept alles in die Schüßel umrühren , fertig, funzt nur beim Backen (au nich immer, lernte ich)

    Wer da impliziert, es klappt ohne Mentor, allein nur mit man nehme, macht was falsch!

    Ich denke das ist auch dir klar!

    Was Ralf und andere machen is schon klasse (Hut ab)

    Aber ohne Imkerpate vor Ort taugts nix.

    Meine Schüler bleiben mindestens 2 bis 3 Jahre in Obhut, dann klappt es meistens an der langen Leine.......:)

    Aber is mir klar, ein Sonderfall;( wo anders wird schnell abkassiert, und dann im Regen stehen gelassen.......;(

    du siehst, mit voller Windel lässt sich gut stinken.

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