Allgemeines zum Thema Brot backen (OT aus anderem Thema)

  • Und wenn Ihr das gesehen habt:

    dann wißt Ihr auch warum die ganzen kleinen Bäcker kaum noch Lust haben zu backen.
    Und die, die es noch tun, überhapt keine Zeit haben sich um das Eigentliche zu kümmern, das Backen.
    Wer denkt sich sowas blos aus und von welchem Geld wird dies bezahlt?
    Das ist Geld was woanders dringend und für Wichtigeres benötigt wird....

  • Hallo Hartmut,


    dies ist Alltag bei mir an der Schule. Unterrichten und die Kinder sind inzwischen Nebensache, Hauptsache alles ist sauber protokolliert.

    Meine Kollegen sind froh, dass ich in die Nähe der Pension kommen und nicht mehr alles so eng sehe ;)


    Gruß

    Werner

  • Während man das hier so liest, wird einem bewußt, wie alt man doch schon ist...

    Natürlich haben wir auch einem der früheren Jahrzehnte selber gebacken. Die Brotbackbibel war das Tassajara Brotbuch. Etwas anderes kannten wir nicht. Bioläden gabs nur in der Stadt, aber da kam man auch nur hin, wenn man sich, selten genug, mal einen Tag freinahm, um mal wieder in Antiquariaten und alternativen Buchläden zu stöbern. Vorher ging man übrigens in den Garten und füllte ein paar Tomatenkisten(!) mit Gemüse, das man im Bioladen dann eingetauscht hat - Demeter und Bioland waren noch ziemlich ungebräuchlich - Vertrauen war alles.

    Selber haben wir nur Roggen angebaut, Weizen ließ man sich mitbringen. Gerste (!) holte man sich beim konventionellen Nachbarn.

    Zwar gab es schon Mühlen für den Hausgebrauch, aber die waren mit 300 DM aufwärts unerschwinglich. Also haben wir uns eine ausgemusterte Steinmühle, von einer Hammermühle abgelöst, für kleinstes Geld gekauft, uns das nötige Werkzeug beim ortsansässigen Müller ausgeliehen und den Stein nach Anleitung wieder geschärft.

    Unser herrliches Alltagsdreikornbrot hat bei der Kriegs- und Hungergeneration nur Ekel hervorgerufen. Gerste war schließlich Schweinefutter und man war froh sich Bäckerbrot leisten zu können.

    Gebacken wurde im Backofen, weil was anderes kannten wir gar nicht.

    Heute weiß ich gar nicht mehr, woher man die Zeit genommen hat. Und die Energie hat man heute auch nicht mehr. Schade ists...

    ….Klaus

    Recht is Recht - Tweerlee Recht dat geit man slecht !

    ……..Niederdeutscher Hausspruch aus Scheeßel...……

  • Bin auch Brotbäcker...
    Wer die Fingerprobe zur Prüfung der Gare kennt, hat mich schon mal gelesen.


    Hans (dort bekannt als nontox)

    Verwechselt, Du bist nicht Joschi aus dem Sauerteig Forum, oder? Der hieß nämlich auch nontox.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Ich backe nach diesem Grundrezept :

    300 g Roggenmehl

    450 g Wasser

    45 g Anstellgut lasse ich über Nacht an einem warmen Ort abgedeckt stehen.

    Am Backtag (für 2 Brote):

    Sauerteig für den nächsten Backtag wegnehmen

    750 g Roggensauerteig

    500 g Roggenmehl

    250 g Weizenmehl

    125 g Weizenvollkornmehl

    440 g Wasser

    23 g Salz

    Mehl selbst frisch gemahlen in der Hawo's Novum Mühle, die erste Knetung übernimmt die Kenwood Küchenmaschine.

    Ca. 1-2 Stunden am warmen Ort gehen lassen.

    Dann mit der Hand kneten/falten und im Gärkörbchen weitere Zeit gehen lassen.

    Brote aufs Blech setzen und 10 Minuten bei 250°C und Umluft backen, weitere

    55-60 Minuten bei 180°C fertig backen.

    Ich habe beim Brot backen Steine im Backofen und schwadte das Backrohr.

    Nach Geschmack gebe ich dem Teig Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen etc. dazu.

    Roggensauerteig selbst angesetzt nach Rezept.

    Der ist schon Jahre alt und wird immer besser.

    Hefe verwende ich nie.

    Gehzeiten sind bei mir nicht festgesetzt, alles nach Gefühl.

    Die Sache mit dem Kochstück habe ich auch schon probiert, aber das war mir wiederum zu aufwändig.


    Ach ja, beim Schreiben fällt mir ein, dass ich Backen muss....;)

  • Bin auch Brotbäcker...
    Wer die Fingerprobe zur Prüfung der Gare kennt, hat mich schon mal gelesen.


    Hans (dort bekannt als nontox)

    Das kam von Dir, oder?

    :)


    Zitat

    Hallo,

    vielleicht hilft dir die Fingerprobe

    Mit dem ausgestreckten Finger den Teigling sachte aber entschieden anstupsen.

    Er sagt dann, was los ist:

    - Der Teig fühlt sich fest und elastisch an:

    "Ich bin gerade erst im Körbchen heimisch geworden, lass mich bitte in Ruhe!"

    - Der Teig fühlt sich schon etwas schwammig an, springt jedoch sofort zurück :

    "Ich habe noch genug Druck, um eine weitere halbe Stunde stehen zu bleiben"

    - Der Teigling ist schön fluffig, springt aber immer noch in seine alte Form zurück:

    "Ich habe knappe Gare und kann in den Ofen, wenn Du unbedingt willst, dass die Einschnitte weit aufspringen."

    - Der Teigling behält die Delle eine Zeit lang, und füllt sie dann langsam wieder auf:

    "Ich bin fertig zum backen - jetzt oder nie!"

    - Der Teig seufzt, die Stelle wo gestupst wurde, fällt etwas ein und erholt sich nicht mehr: "JETZT!"

    - Der Teig zerfällt zu Staub - schon bei der schwächsten Berührung:

    "Ich war schon mit Ramses und Tut-Anch-Amun - lass mich in Ruhe sterben."

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • @ Hartmut:

    Jetzt ist es ja schon ein Extra Unterpunkt in der Abteilung Gesundheit und Allgemeines. Nun kann man dort ja für die einzelnen Rezepte theoretisch ein eigenes Thema aufmachen. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob es so viele Rückfragen zu den Rezepten geben wird, im Gegensatz zu einem Brotbackforum, wo auch sehr viele Anfänger sehr viele Fragen haben.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Genau auf dieses Thema ging meine Frage weiter oben hinaus.
    Klar gehört das nicht unbedingt in ein Imkerforum, aber dann hätte man gleich konsequent sein müssen und auch bei Schafen und Hühnern auf alternative Foren verweisen müssen.
    Ich denke nach wie vor, für Rezepte einfach ein eigenes Thema aufzumachen ist ganz praktisch.
    So wie es jetzt läuft gehen die Rezepte verloren und ich werde diese daher noch in separate Themen verschieben.
    Wir werden sehen ob das Ganze wächst.

  • Dann will ich mich auch mal in die Brotbäcker einreihen. Mir ist vor allem das Zeit-Leistungs Verhältnis wichtig, Brot backen ist bei mir kein Hobby sondern wöchentliche Notwendigkeit.


    So mach ichs: Sauerteig aus dem Kühlschrank raus (1 Tasse voll), mit frisch gemahlenem Dinkelvollkornmehl (vllt so 300 Gramm?) + Sämereien und Wasser (=flüssige Pampe) mischen. Am nächsten Tag mit nochmal so viel Mehl und etwas Wasser vermengen und ein paar Minuten "kneten". Es sollte so weich sein dass es zwischen den Fingern durchquillt. Dann in gebutterte Kastenformen rein, zwischen 4 und 24 Stunden warten wie man gerade Zeit hat und bei 200 Grad backen, zwischendurch aus der Form nehmen für bessere Kruste. Alles in allem ohne Backzeit vllt 30min Aufwand für eine Woche Brot (4 Personen). Auf dem Foto ist altbacken, kann man aber noch gut essen.