Futterzarge oder Futtertrog für Segeberger Holzbeute?

  • Liebe Bienenexperten,

    ich beschäftige mich seit kurzem mit Hobbyimker und stehe nun vor der Entscheidung, was für Gefäß ich für die Fütterung der Bienen nehmen soll. Es gäbe für mich zwei Alternativen:

    - Futterzarge mit Alu-Lochwinkel aus Holz: Hier soll der Innenraum der Zarge mit Bottichlack angestrichen oder mit Wachs bearbeitet werden. Hat jemand Erfahrung, mit Wachs den Innenraum zu bearbeiten? Wie und wie oft sollte dieser Vorgang wiederholt werden?


    - Futtertrog aus Kunststoff: Der Trog wird ohne jegliche Bearbeitung auf den Falz einer Leerzarge aufgelegt.

    https://www.holtermann-shop.de…es/info_images/7190_0.jpg Meine Fragen an der Stelle: Sollte man die Halbzarge nehmen, weil die Höhe exakt passen würde? Oder würden die Bienen auch darauf klettern können, wenn der Trog in eine normale Zarge aufgelegt wird?


    Vielen Dank für eure Kommentare im Voraus!

    Liebe Grüße

    Jean

  • Also die Holz-Futterzargen sind mir persönlich etwas zu teuer. Vor allem da man die noch behandeln muss. Und die sind sperrig. Aber ist halt Holz, das ist für manche bestimmt ein Kriterium.

    Ich selbst habe aktuell noch Zander und Dadant 12.

    Für die Dadant hatte ich diese Kunststofftröge zum einsetzen in einen Honigraum.

    Hatte da aber auch schon Wildbau drunter, ist wahrscheinlich ist ein hoher Brutraum eher ungünstig - oder hat da jemand Erfahrungen? Für die Zander habe ich aktuell nur so 2 Liter Bottiche zum Reinstellen in eine Leer-Zarge.
    Aber was mich da stört: ich muss die Rähmchen irgendwo zwischenlagern oder freie Zargen vorhalten, was beides Platz bzw. Geld kostet. Und Platz = Geld. Wenn das für dich in Ordnung ist würde ich den Trog für eine Leerzarge bevorzugen. Die lassen sich auch halbwegs Platzsparend lagern und müssen nicht behandelt werden.

    Habe mir heuer eine größere Menge Dadant 10 Beuten bestellt, da nehme ich dann den Nicot-Fütterer dazu. Ich glaube aber nicht das der zur Segeberger Beute passt. Ist aber die absolute Preis-Leistungs Empfehlung!

  • Füttern geht im Sommer prinzipiell mit jeglichem Gefäß. Problematisch ist das Risiko der Räuberei. Wenn Bienen einmal etwas finden, lassen sie nicht mehr davon ab!


    Somit ist es entscheidend, dass Futter einfach im dicht geschlossenen Gefäß verabreicht wird!


    Ich habe sowohl Holzfütterer (DD), die einmal mit Kunstharz innen bepinselt werden - ist schnell gemacht, ggf. zweimal, als auch Kunststoff Futterzargen. Beide eignen sich gut für eine räubereifreie Fütterung.


    Hauptziel der Innenbeschichtung ist einerseits Dichtheit bei Holzverbindungen zu gewährleisten, andererseits Schimmel im (verdünnten) Futter, das länger im Fütterer steht, nicht ins Holz eindringen zu lassen. Styroporfütterer, die nicht behandelt wurden, können auch schimmeln. Wenn verdünntes Futter verabreicht wird, nur in kleineren Einzelportionen - dann schimmelt nix.


    Für mich immer wieder beeindruckend ist die penible Aufnahme des Futters durch die Bienen. Ich öffne nach Leerung der Futterwannen immer die Barrieren (Holzglocke bei DD, KSt. Abdeckung bei Styroporfutterzarge), so dass die Bienen den Fütterer komplett belaufen und entleeren können. Das machen sie so gut, dass keine weitere Reinigung vonnöten ist.

  • Wenn der richtig zusammengesetzt ist braucht man keine Schwimmhilfe, die Bienen haben da ein Gitter als Aufstiegshilfe in dem abgetrennten Bereich. Hatte da noch keine Toten Bienen drinnen.

    Hi,


    Ich nehme trotzdem gerne Blätter in der Futterkammer als Schwimmhilfen, hatte es auch schon, dass gezuckerte tote Bienen zum Klettern benutzt wurden :|.


    Beste Grüße


    Peter

  • Moin,

    mich hat immer die Möglichkeit abgeschreckt, dass eine Holz-Futter-Zarge ausläuft (ist bei einem Kollegen passiert) und es zu Räuberei kommt.

    Daher habe ich mir Kuntstoff-Futterzargen zugelegt und bereue es bis jetzt nicht.

    Die sind ja meist auch nur ein paar Wochen auf den Beuten drauf und stört mich bisher kein Stück.

    Zusätzlich kann man die Futterzargen als Zwischenteil nutzen, wenn Honigfeuchte Futterzargen auf den Beuten aufgesetzt wurden, um die Bienen zu animieren, diese auch zu leeren und zum BR umzutragen (Alu-Gitter wegnehmen, damit sie hoch kommen).

    Allerdings habe ich immer ein wenig Schwierigkeiten, wenn ich nach Beendigung des Ausleckens die Alugitter wieder anbringen will, weil immer irgendeine Biene unter dem Gitter sitzt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das mit dem Mitteldom einfacher ist (noch nicht selber ausprobiert).

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Wenn die Nicot-Fütterer passen, würde ich diese verwenden. Stimmt das: Aussenmasse 50 × 50cm? Falls ja, kannst Du die Nicot-Fütterer verwenden, einfach links und rechts je ein Kantholz anbringen. Mache ich so bei Dadant (50,9 × 50,9cm), funktioniert tadellos. Und diese Nicot-Fütterer sind echt super gut!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).