Ein Brutraum ???

  • Hallo Remstalimker, für mich sind Wissenschaftler auch offen für andere Dinge und nicht wie Liebig.

    Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet Versuch und Gegenversuch. Er hat in Hohenheim immer mit 10 Völkern pro Frage gearbeitet und 10 normal bearbeiteten gegenüber gestellt.* Bei einem Vergleich von drei verschiedenen Rähmchengrößen (Dadant, Zander, Freudenstein) kam er zum Ergebnis, dass bei der Volksentwicklung kein Unterschied besteht. Ich war da lange anderer Meinung. Weil ich dachte bei Dadant ist der Vorteil, dass die Königin auf nicht auf ein anderes Rähmchen wechseln muss.

    Wenn ein Wissenschaftler/-in imkert ist das nicht automatisch wissenschaftlich.

    Obwohl ich es schriftlich habe wissenschaftlich Arbeiten zu können, sind meine Erkenntnisse nicht wissenschaftlich. Um zu beweisen, dass er nicht wissenschaftlich arbeitet, müsste ich seinen Ansatz in gleicher Weise überprüfen und keine Behauptungen dagegen setzen. Ich imkere und lebe nicht von den Bienen, Berufsimker leben von den Bienen. Liebig musste nicht leben von den Bienen, der Ertrag stand/steht meist nicht im Focus.


    Remstalimker


    *Exakt wissenschaftlich wäre mit mindestens 100 n zu arbeiten.

  • Genau, wie du schreibst mit mindestens 100, davon 1/3 Zuchtcarnica, 1/3 Landrasse und ein 1/3 Buckfast. Mit 20 ist es ein Versuch, der auch Lischen Müller so durchgeführt haben könnte. Dann kommt es auch darauf an, welches Ergebnis ich erwarten will. Wenn ich 2 räumig mit Zander arbeiten müsste, wäre die Sache auch fehlerbehaftet, weil ich es einfach nicht kann. Also müsste beim Beutenversuch die Sache auch von Profis in jeder Betriebsweise betreut werden. Danach halt auch neutral ausgewertet werden.


    Bis bald

    Marcus

  • Hallo, sicher ist das wissenschaftlich untersucht. Dr. Melanie von Orlow findet ihn gut. Also ist die ganze Sache von einer promovierten Wissenschaftlerin untersucht worden.

    Ich hoffe stark, dass das hier nur Ironie ist. Nichts gegen das Schied, schon gar icht gegen Melanie, aber so ein Satz und dann Liebig und Aumeier das Wissenschaftler-Dasein abzusprechen ist schon gewagt.

    Genau, wie du schreibst mit mindestens 100, davon 1/3 Zuchtcarnica, 1/3 Landrasse und ein 1/3 Buckfast. Mit 20 ist es ein Versuch, der auch Lischen Müller so durchgeführt haben könnte.

    Dann gibt es wohl fast nur Lischen-Müller-Versuche in der Bienenwissenschaft. Mehr ist immer besser, aber 100 ist nicht realistisch. Schon gar nicht mit der Zusammensetzung von je 1/3. Dann bist du letztlich doch wieder nur bei Prüfgruppen von 33, also 16 vs 16, und Lischen Müller.

    Zitat

    Also müsste beim Beutenversuch die Sache auch von Profis in jeder Betriebsweise betreut werden. Danach halt auch neutral ausgewertet werden.

    Dann hast du unterschiedliche Evaluatoren in den Testgruppen. Das ist quasi das Gegenteil von wissenschaftlich, was du hier vorschlägst.

  • Wer von Euch ist eigentlich (Natur)-Wissenschaftler und hat jenseits einer Diplom-/Masterarbeit ein Labor betreten und aktiv in der Forschung gearbeitet?

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Leute, zurück zum Thema, für mich sind "ein Brutraum" und "angepasster Brutraum" zwei völlig unterschiedliche Dinge! Das würde ich nicht vermischen wollen.

    • "ein Brutraum" - jawohl, ich bin Fan davon wenn er genügend groß ist, ich habe den schon über 45 Jahre mit ganz verschiedenen Beuten
    • "angepasster Brutraum" - naja, bei mir bringt das nur Arbeit, aber keine wirklichen Vorteile - das mache ich nicht - bei mir funktioniert der "unbeschränkte Brutraum", nach Bruder Adam, besser


    Gruß

    Franz

  • Hmmm... Mode... Trend... ohne wissenschaftlich untersucht zu sein....

    Muss alles wissenschaftlich untersucht sein?

    Meiner erster Vortrag, als ich überlegt habe, mit dem Imkern anzufangen, war ein Vortrag von Aumeier/Liebig. Also habe ich "wissenschaftlich" mit Zander angefangen und bin gut damit gefahren. Besonders das einheitliche Wabenmaß gefällt mir.

    Nach 4 Jahren hatte ich keine Lust mehr auf die schweren Honigzargen. Auch der meistens recht schwere 2.Brutraum war bei der Schwarmkontrolle nicht gerade ein Träumchen. Die Kippkontrolle habe ich schnell sein lassen. Meine Mädels haben mich immer wieder ausgetrickst.

    Deshalb bin ich ganz ohne wissenschaftliche Untersuchung zu ZaDant gewechselt. Mit DNM-Halbzargen habe ich leichte Honigräume und die Schwarkontrolle ist mit dem Ziehen von wenigen Rähmchen erledigt. Der Honigertrag ist seit Umstellung auch gestiegen.

    Meine Meinung: Wer mit seiner Methode gesunde und starke Völker halten kann, hat Recht.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo, sicher ist das wissenschaftlich untersucht. Dr. Melanie von Orlow findet ihn gut. Also ist die ganze Sache von einer promovierten Wissenschaftlerin untersucht worden.

    Ich hoffe stark, dass das hier nur Ironie ist. Nichts gegen das Schied, schon gar icht gegen Melanie, aber so ein Satz und dann Liebig und Aumeier das Wissenschaftler-Dasein abzusprechen ist schon gewagt.

    Also es wurde provokant gefragt, da habe ich provokant geantwortet. Eine promovierte Wissenschaftlerin hat das geprüft und für gut befunden. Von P. Aumeier kommt auch in Sachen Bienen nicht viel. Sie zieht mit ihrer Bienenshow durch das Land und das war es. Alter Wein in neuen Schläuchen, das meiste war schon vor ihr da. G. Liebig hat gefühlt das letzte mal was in Sachen wissenschaft und Bienen die Sache mit der Sauna gebracht. Auf das neue Buch warten wir auch schon mehr als lang genug.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • ...Ein angepasster Brutraum ist nur so eine Mode oder Trend

    ...

    Das gab es schon vor 100 Jahren. Nachzulesen und praktiziert von Gerstung, Storch und vielen anderen Imkern im letzten Jahrhundert

    Ob nun Wissenschaftlich od. nicht. Wie schrieb schon Bruder Adam : "... die scheinbar zuverlässigsten Erwägungen, ob betriebs.- oder produktionstechnischer Art, müssen in der unerbittlichen Wirklichkeit der Erfahrungen bestätigt werden. " ... Und das wurden sie zweifellos, und nur dort ist dies auch möglich.

    Insofern ist meiner Meinung nach vollkommen gleichgültig wer, wie, was diese Betriebsweise nun gut findet od. nicht.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • *Exakt wissenschaftlich wäre mit mindestens 100 n zu arbeiten.

    Nein.


    Warum ausgerechnet diese Zehnerpotenz?


    Die ist nämlich willkürlich und damit nicht wissenschaftlich, schon gar nicht "exakt wissenschaftlich". Wissenschaft und Bienen haben nichts mit unser Fingeranzahl ins Quadrat zu tun.


    Erkenntnisse, gewonnen mit 100 Untersuchung-/Forschungsergebnissen, sind "exakt wissenschaftlich", mit 99 aber nicht (einfach wissenschaftlich oder gar nicht?)?!


    Mit Verlaub, eine solche pauschale 10-hoch-Zwei-Grenze für "exakte Wissenschaftlichkeit" gibt es nicht!

  • Hallo, sicher ist das wissenschaftlich untersucht. Dr. Melanie von Orlow findet ihn gut. Also ist die ganze Sache von einer promovierten Wissenschaftlerin untersucht worden. Die beiden Doktoren aus Bochum sind auch keine Bienenwissenschaftler, obwohl sie immer so tun.

    Naja... promoviert sind/haben letztere auch, und denen die Wissenschaftlichkeit abzusprechen, empfinde ich zumindest als "mutig".


    Promoviert ist nur ein Hinweis, ein Indiz auf Wissenschaftlichkeit. Ein guter Wissenschaftler muß nicht promoviert haben. Und dann gibt es ja auch noch die habilitierten, die meistens noch fundierter, noch tiefgründiger geforscht haben und es ggf. immer noch tun. Aber auch letztere sind kein Garant hochqualifizierter Wissenschaftlichkeit.

  • Hallo Freizeitimker, die fette Maja hat provokant nach wissenschaftlichen Untersuchungen zum großen Brutraum gefragt, dabei hat er seht wahrscheinlich die beiden Dr. Im Kopf. Habe da einfach die Melanie genannt, weil sie genauso Dr. ist und sich mit Bienen beschaeftigt, wie die anderen Beiden. Wenn du mal ganz ehrlich bist, wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Bienen sucht man in letzter Zeit vergebens von den 2.

    Bis bald Marcus

  • 100n?

    Es kommt drauf an, welche Trennschärfe man erreichen will. Dh, mit welcher Wahrscheinlichkeit will man sagen können, ob das Ergebnis von der Nullhypothese abweicht. Die Sicherheit des Ergebnisses ist um so höher, je größer die Vergleichsgruppen sind.

    Du musst nicht alle deine Völker behandeln, nur die die du behalten möchtest.

  • Diskutieren wir hier jetzt über „Trennschärfe“ , „Wahrscheinlichkeit“ oder „Nullhypothese„ Oder sollten wir wieder auf das eigentliche Thema mit den Bruträumen kommen ?