Honigverarbeitung - Gedanken des Ablaufs vom Schleudern, Filtern, Rühren bis zum Abfüllen.

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    Hallo Zusammen,


    da ist er - mein erster Beitrag im IF, nachdem ich schon einige Zeit mitlese und auch viele ältere Beitrage verschlungen habe.


    Kurz zu mir:

    Ich habe derzeit 4 Völker auf Zander, möchte bis Ende 2020 8-10 Völker einwintern - wobei die 10 Völker auch meine höchste Ausbaustufe werden sollen. Abgesehen von Zander möchte ich noch Dadant oder Zadant antesten um zu sehen ob mir diese Betriebsweise eher zusagt.


    Nun steht für mich die Anschaffung des ersten Equipments an und ich hab schon viel gelesen und bin immer noch unentschieden. Wichtig ist, ich bin beim Schleudern alleine und plane das ohne weitere Helfer zu machen - wobei ich gerne ein paar € mehr ausgebe wenn ich durch passende Technik effizienter und effektiver arbeiten kann.

    Mein gedanklicher Ablauf sieht wie folgt aus.


    1. Entdeckeln

    Plane ich derzeit mit der Entdeckelungsgabel per Hand zu machen. Solange ich entdeckele soll die Schleuder automatisch laufen und ich fülle dann die vor-entdeckelt Waben ein, lass die Schleuder wieder laufen und entdeckele weiter etc. Deshalb möchte ich erstmal kein elektr. Entdeckelungsmesser anschaffen.


    2. Honigschleuder

    Favorit ist derzeit eine 4 Waben Selbstwendeschleuder mit Automatik - Graze hat da ein paar schöne Schleudern (Graze kleiner Kessel / Graze großer Kessel mit Programmautomatik), allerdings hab ich mir vor kurzem Logar angeschaut (Kleiner Kessel /Großer Kessel mit Vollautomatik und zwei Hähnen) und dort gefällt mir der nahtlose Boden überaus gut. Allerdings ist die große Logar auch sehr teuer und ich würde gerne maximal die 2.100€ für die kleine Logar ausgeben.....


    3. Honig sieben

    Hier bin ich ehrlich gesagt noch am unentschlossensten.... soll ich einen Abfüllkübel mit zwei vertikalen Sieben wie diesen hier, oder so etwas wie das Lunzer Honigsieb von Logar?


    4. Honig rühren

    Nachdem der Honig vorgesiebt ist würde ich diesen dann in eine Rührmaschine wie diese von Graze (gäbe es auch in 100kg von Siegerland/CFM etc) füllen und noch ein/zwei Nächte stehen lassen, dann abschöpfen und das Rühren beginnen.

    Alternativ gäbe es noch den Rührmeister oder eine Rührstation Konsole wo ich den Schleudermotor nehmen könnte.... Kann ich in den Rührmeister auch normale Abfüllkübel einspannen, in diesen Rühren und dann direkt Abfüllen? Wäre für mich die günstigere Lösung zwei/drei Abfüllkübel anzuschaffen, in diesen den Honig zu lagern, ggfs. aufzutauen und dann dort zu rühren und abzufüllen.


    Habe ich bei meinen Überlegungen etwas übersehen oder aus Sicht langjähriger Imker einen groben Schnitzer?

    Einschätzungen zu meinem geplanten Ablauf sind gerne willkommen, bereits jetzt vielen Dank für Euren Input.



    Vielen Dank,

    Beastkeeper

  • Beastkeeper , die Entscheidung hört sich so an, als ob Du Dich zwischen den verschiedenen Herstellern nicht entscheiden kannst.

    Das aufgezählte Equipment finde ich sinnvoll. Der Rat meinereseits wäre, auf einem Imkertag mit Ausstellung der Geräte, sich die Sachen einmal live und im Vergleich anzusehen. Da werden die Unterschiede in der Verarbeitung und im Handling gut vergleichbar. Außerdem kannst Du den Hersteller nach der Besonderheit seines Modells direkt fragen, bzw. anderen Verkaufsgesprächen einfach zuhören.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Hallo...

    1. Entdeckeln

    Plane ich derzeit mit der Entdeckelungsgabel per Hand zu machen. Solange ich entdeckele soll die Schleuder automatisch laufen und ich fülle dann die vor-entdeckelt Waben ein, lass die Schleuder wieder laufen und entdeckele weiter etc. Deshalb möchte ich erstmal kein elektr. Entdeckelungsmesser anschaffen.

    Das Entdecklen dürfte schnell Dein Nadelöhr werden, sauberes Entdeckeln braucht bei mir seine Zeit, viele klagen über schmerzende Handgelenke. Elektrisches Entdeckelungsmesser hatte ich mal ein günstiges, ohne Leistungsregelung in meinen Augen nicht hilfreich, bei mir eher zu heiß.

    2. Honigschleuder

    ...

    Zum parallelen Entdeckeln empfiehlt sich aus meiner Sicht dann eine "vollautomatische" Schleuder (Radial oder Selbstwender), sonst hast Du keine Zeit.

    Gesiebt wird daher mit mehreren günstigen Kunststoffsieben in 38-Liter-Hobbocks, die gerne mal richtig schwer werden, wenn der Inhalt dann durch Spitzsieb soll. Wärmeschrank ist ein alter Kühlschrank mit aufgerüsteter Thermotatsteuerung, dazu ein "Rapido"- Rührer. Rührmaschine ist für mich ein preislicher Brocken, erleichtert die Arbeit natürlich ungemein. Abfüllen aus einem Abfüllkübel... Wenn Dir drei Edelstahl-Hobbocks für dem Honig als Lagergefässe reichen, dann ist das SetUp überdimensioniert!

    Die geplante Ausstattung wäre mir für die Völkerzahl und zu erwartende Honigmenge doch etwas "overdressed".

    Das würde ich aus dem Bauch heraus auch so sehen - vor allem, wenn Du Dir schon recht sicher bist, das es bei 10 Völkern bleiben soll. Als ich bei zehn Völkern war, war mir klar das es noch mehr werden und ich dann vielleicht auch etwas mehr "Luft" brauche. Aber wie Rase schriebe wenn es mehr werden....


    Generell würde ich bedenken, dass, wenn Du nicht Wanderimker bist und zig verschiedene Trachten nacheinander anwanderst, es beim Schleudern vielleicht um zwei bis drei arbeitsreiche Termine im Jahr geht - von vielleicht je ein oder zwei Tagen - je nach persönlicher Konstitution. Leidensfähigkeit und Jahresverlauf. Und dann rechne da mal Deine Investitionen gegen.

    Oder es macht Dir einfach auch Spaß, da einen gut mit Edelstahl ausgestatten Raum zu haben, in dem für jede Aufgabe eine angepasste Technik zur Verfügung steht. Das finde ich auch völlig legitim und in Ordnung! Daher habe ich bei der Abfüllung aufgerüstet...

  • Beastkeeper , die Entscheidung hört sich so an, als ob Du Dich zwischen den verschiedenen Herstellern nicht entscheiden kannst.

    Das aufgezählte Equipment finde ich sinnvoll. Der Rat meinereseits wäre, auf einem Imkertag mit Ausstellung der Geräte, sich die Sachen einmal live und im Vergleich anzusehen. Da werden die Unterschiede in der Verarbeitung und im Handling gut vergleichbar. Außerdem kannst Du den Hersteller nach der Besonderheit seines Modells direkt fragen, bzw. anderen Verkaufsgesprächen einfach zuhören.

    Hallo Jelle,


    ich hab mir bisher Siegerland, CFM und Logar angeschaut - die sind die Hersteller welche mich überzeugt haben. Die anderen zähle ich gar nicht auf ;-)

    Graze finde ich auch noch attraktiv, da will ich nächste Woche hinfahren und mir das vor Ort anschauen.

    Auf einen Imkertag kann ich leider nicht mehr warten - ich "muss" wegen Förderung zuschlagen.


    Danke für dein Feedback,

    Beastkeeper


  • Naja die drei Hobbocks waren jetzt einfach mal so in die Runde geworfen, mir ist wichtig meinen Honig in Edelstahl zu lagern - Plastik geht gar nicht!

    Die geplante Ausstattung wäre mir für die Völkerzahl und zu erwartende Honigmenge doch etwas "overdressed".

    Das würde ich aus dem Bauch heraus auch so sehen - vor allem, wenn Du Dir schon recht sicher bist, das es bei 10 Völkern bleiben soll. Als ich bei zehn Völkern war, war mir klar das es noch mehr werden und ich dann vielleicht auch etwas mehr "Luft" brauche. Aber wie Rase schriebe wenn es mehr werden....


    Generell würde ich bedenken, dass, wenn Du nicht Wanderimker bist und zig verschiedene Trachten nacheinander anwanderst, es beim Schleudern vielleicht um zwei bis drei arbeitsreiche Termine im Jahr geht - von vielleicht je ein oder zwei Tagen - je nach persönlicher Konstitution. Leidensfähigkeit und Jahresverlauf. Und dann rechne da mal Deine Investitionen gegen.

    Oder es macht Dir einfach auch Spaß, da einen gut mit Edelstahl ausgestatten Raum zu haben, in dem für jede Aufgabe eine angepasste Technik zur Verfügung steht. Das finde ich auch völlig legitim und in Ordnung! Daher habe ich bei der Abfüllung aufgerüstet...


    Meine Befürchtung geht dahin, dass es doch mal mehr als 10 Völker werden ( rase : Du hast das gut erkannt :D;)) - wenn nicht, dann habe ich wenigstens gutes Material das ich in ein paar Jahren auch noch gut verkaufen kann.


    Vielen Dank auch für dein gutes Feedback!



    Generelle Frage noch zum sieben, meint ihr es reicht das Lunzer Honigsieb oder der Vertikalsiebkübel plus anschließendes abschäumen?


    VG,

    Beastkeeper

  • Ich würde zum Lunzer greifen, selbst wenn das Sieb sich an einer Stelle nahe dem Auslauf zusetzt kannste immernoch den Siebeinatz drehen und weiter geht's.

    Bei Vertikalsieben musste kratzen oder schaben, drückst Wachs ins/durchs Sieb Muss nicht, kann aber sein.


    Gruß Chris

  • Die geplante Ausstattung wäre mir für die Völkerzahl und zu erwartende Honigmenge doch etwas "overdressed".

    Das sehe ich nicht so. Wenn du das Geld locker machen kannst, dann "nicht kleckern sondern klotzen".

    Ich habe aktuell auch nur 10 Völker, bin aber total zufrieden mit mein Lyson Rührgerät und möchte es nicht mehr missen.

    Wenn du dir vernünftige Sachen von Logar, CFM, Lyson, Siegerland etc. kaufst, kannst du diese auch jederzeit wieder relativ problemlos für gutes Geld verkaufen. Von daher lieber ein wenig Luft nach oben lassen.

    Falls du von Zander auf Zadant oder Dadant wechselst, käme evtl. auch ein Radialschleuder für dich in Frage. Wäre zumindest ein Gedanke wert... viel Spaß beim Shoppen.


    Grüße,

    Tobias

  • Dein Setup wäre schon sehr gut, aber für 10 Völker auch schon weit über dem Bedarf.

    Wenn du bereit bisst das Geld Locker zu machen ist das schön und angenehm, ob es dir wirklich einen Mehrgewinn bringt ist eine andere Frage.


    Zur Schleuder, 4 Waben Selbstwender ist definitiv die richtige Wahl. Programmautomatik wäre mir da nicht wirklich wichtig.


    Zum Sieben, bei 10 Völkern würde ich über zwei Sets Doppelsiebe nachdenken. Evtl. ein zusätzliches Grobsieb.


    Beim Entdeckeln ist das eine Frage was man persönlich lieber mag, Entdeckeln geht auch sehr gut mit dem kalten Messer (z.B. Dick 82385301). Dazu sollte dann aber eine ordentliche Entdecklungswanne mit Grobsieb kommen. Alternativ kauf dir von CFM den Entdecklungswachsschmelzer, der bringt wirklich viel.


    Zum Rühren, ein Rührgerät ist schön und gut, aber wir reden über Chargengrößen von 3-5 Hobbocks gleichzeitig. Wenn du dann Rapshonig hast, kristallisiert alles so schnell, das der Rührer zu klein ist und du doch wieder per Hand rühren mussts. Bei den Chargengrößen würde ich dir ganz eindeutig Empfehlen kauf dir für 50€ den Kraftmischer und Rühr von Hand. Wichtig impf deine Honige, dann bist du auch nach drei Tagen mit dem Rühren durch.


    Ob du jetzt in Edelstahl oder Plastik lagerst/Rührst ist deine Entscheidung.

  • Hi Beastkeeper,


    ich habe momentan knappe 2 Jahre Erfahrung und jetzt 5 Völker auf Zander, stehe aber vor ähnlichen Überlegungen wie du. Falls dir meine Gedanken dazu helfen:


    1. Entdeckeln

    Plane ich derzeit mit der Entdeckelungsgabel per Hand zu machen. Solange ich entdeckele soll die Schleuder automatisch laufen und ich fülle dann die vor-entdeckelt Waben ein, lass die Schleuder wieder laufen und entdeckele weiter etc. Deshalb möchte ich erstmal kein elektr. Entdeckelungsmesser anschaffen.

    Habe mir eine 2-Personen-Entdeckelungswanne zugelegt. Meine Frau hilft mir dabei während ich abwechselnd entdeckle und die Schleuder neu bestücke bzw. die Richtung ändere. Funktioniert soweit gut. Ohne zweite Person ist eine Automatik-Schleuder gut.


    Zitat

    2. Honigschleuder

    Favorit ist derzeit eine 4 Waben Selbstwendeschleuder mit Automatik - Graze hat da ein paar schöne Schleudern (Graze kleiner Kessel / Graze großer Kessel mit Programmautomatik), allerdings hab ich mir vor kurzem Logar angeschaut (Kleiner Kessel /Großer Kessel mit Vollautomatik und zwei Hähnen) und dort gefällt mir der nahtlose Boden überaus gut. Allerdings ist die große Logar auch sehr teuer und ich würde gerne maximal die 2.100€ für die kleine Logar ausgeben.....

    Wenn du nicht scheust Geld auszugeben und das Schleudern alleine machen musst, würde ich dir eine vollautomatische Selbstwende-Schleuder empfehlen. Der Korb sollte aber kompatibel für flachen Rähmchen oder austauschbar gegen einen Radialkorb sein, wenn du mit Dadant/Zadant liebäugelst. Da müssten später ja viele Flachrähmchen rein. Ein neuer Korb kostet aber auch gerne 300€+. Wichtig hier ist, dass die Schleuder einen großen Durchmesser hat (>=70cm, denke ich). Ansonsten ist es mit Radial nichts.


    Zitat

    3. Honig sieben

    Hier bin ich ehrlich gesagt noch am unentschlossensten.... soll ich einen Abfüllkübel mit zwei vertikalen Sieben wie diesen hier, oder so etwas wie das Lunzer Honigsieb von Logar?

    Habe von CFM einen konischen Feinsieb ähnlich wie der Lunzer Hinigsieb von Logar mit zwei Auslaufhähnen (oben, unten). Läuft sehr gut durch, solange Honig aus der Schleuder nachläuft und damit Druck aufbaut. Lediglich der Grobsieb ist mir verstopft, somit habe ich mir mehrere davon zugelegt.


    Zitat

    4. Honig rühren

    Habe mir über den Winter nun einen elektr. Handrührer von Holtermann gekauft und werde diesen verwenden. Falls mir das auf Dauer zu unhandlich wird, planne ich mir einen Ständer dafür zu besorgen. Kenne da jemanden der sowas für mich bauen könnte. Bisher ist mir die Anschaffung für eine professionellen Rührkonsole einfach zu teuer für die Menge.


    Zitat

    Habe ich bei meinen Überlegungen etwas übersehen oder aus Sicht langjähriger Imker einen groben Schnitzer?

    Einschätzungen zu meinem geplanten Ablauf sind gerne willkommen, bereits jetzt vielen Dank für Euren Input.

    Falls du die Imkerei wirklich dauerhaft betreibst und das Geld nicht scheust (da z.B. besserverdienend), kauf dir lieber früher als später solch gutes Equipment wie du plannst. Ansonsten würde ich mir es überlegen. Wie oben schon erwähnt ist es ein wenig Overkill für noch <10 Völker.


    Und: Prüfe umbedingt ob die Anschaffungen bei dir im Bundesland förderfähig sind! Ich habe hier in Bayern so ca. 25% Förderung bekommen für alle Großgeräte.


    Grüße,

    Martin

  • Moin Beastkeeper,

    ich habe auch mal so begonnen wie du und denke ich kann dir ein paar Erfahrungen mit auf den Weg geben.

    Zum Entdeckeln:

    Ich habe mit der Gabel angefangen hatte aber jedesmal probleme mit den Handgelenken.

    Dann habe ich mit einem Heissluftföhn gearbeitet, ging gut und schnell, war aber nicht gut für die Waben, fand ich, die Oberfläche wurde wellig und die Entdeckelung ungleichmässig ausserdem wollte keine Wärme mehr auf den Honig einwirken lassen also schied auch das beheizte Messer/Hobel aus. letztendlich bin ich beim unbeheizten Entdeckelungmesser gelandet damit endeckele ich (beidseitig) 6 Waben(DNM) in 4 min und bin damit genausoschnell wie meine Schleuder (6Waben SW von Nisala) der Preis ist das die Siebe schnell zu waren durch Wachskrümel.

    Allerdings gewinne ich auch jede menge Entdeckelungswachs für meinen Wachkreislauf.


    Zum Schleudern:

    Ich hatte mit 4W Schleuder Handbetrieb angefangen und dann einen motor nachgerüstet das war schon ganz schön bis ich dann die o.g. automatische angeschaft habe.

    Ich würde an deiner Stelle einen 4W SW Schleuder mit automatik nehmen, die reicht locker für 10V.

    Wie erwähnt, schau mal bei -NISALA rein die sind auch recht preiswert. Den einzigen Nachteil den ich bis jetzt feststellen konte ist, das die Kesselwandung etwas dünn ist, aber sonst einwandfrei. Ich persönlich mag die automatik nicht mehr missen.


    Zum Sieben:

    Beim Sieben hab ich auch fast alles durch. Angefangen habe ich mit den normalen Doppelsieben die waren aber immer sehr schnell zu und das wechseln war nervig, besonders wenn man mal nicht aufgepasst hatte. Als nächstes kam ein Siebkübel mit zwei senkrechten Sieben(Holtermann). Das war nicht viel besser, denn der "Flaschenhals" ist dann das Feinsieb. Wenn das überschwemt wurde gingen die Wachspartikel oben drüber.

    Jetzt benutze ich einen Siebkübel mit großem Siebeinsatz und Bodenheizung und habe dann obendrüber ein einfaches Grobsieb zum wechseln, das funktioniert meistens(abhängig vom Honig) sehr gut.

    Spitzsiebe o.ä habe nie benutzt kann dazu also auch nicht zu- oder abraten.

    Das Abschöpfen mache ich in den Eimern -Ich benutze die 12,5kg Eimer- die sind gut zu handhaben (Heben) nach dem abschöpfen/schäumen wird umgefüllt in den Rührbehälter und direkt aus diesem dann abgefüllt wenn der Honig soweit ist.


    Zum Rühren:

    das Handrühren(auf und ab) habe ich sehr schnell gelassen da mich das Ergebnis im verhältnis zum Zeitaufwand nicht befriedigt hat. Ich habe mir ein dann Rührwerk selbst gebaut.

    Im Prinzip ein grosser Bottich mit einer Welle, Rührflügeln und einem Motor über eine Zeitschaltuhr gesteuert (zu der zeit mein erstes grösseres "DIY Projekt") nach ein paar verbesserungen, die die reinigung und zerlegbarkeit verbesserten, läuft das sehr gut.


    ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter!

    Was ich aber noch sagen kann, das man über ein gewisses maß von "rumprobieren" wohl nicht herumkommt (Lehrgeld) bis alles zusammen passt. Ich finde aber -was neues ausprobieren macht auch Spass!

    Puuh, das ist aber lang geworden!8|

    LG aus dem nassen Norden

    Martin