Offener Brief an den D.I.B. zur erneuten Aktion Blütenhonig im Imker Honigglas ALDI-Süd

  • Aus Steuergeldern finanzierter Wirtschaftsbetrieb produziert Honig im großen Stil für den freien Markt und tritt damit in Konkurrenz zu den heimischen Hobby- und Berufsimkern deren Existenz der Laden eigentlich fördern soll.

    Aber zumindest dies müsste durch ganz freundliche Meldung und Wachrütteln bei irgendeiner zuständigen Prüfbehörde dazu führen, dass das nicht mehr gemacht wird.

    Unabhängig, was man von der DIB-Aldi-Aktion hält ist obiges nämlich wirklich nicht der Sinn von staatlichen Instituten.

    Arbeite an einer Universität in der Forschung und wir dürfen, auch wenn die Geräte bei uns eh rumstehen, nicht so ohne weiteres zu Billigpreisen Auftragsforschung für Unternehmen durchführen, sondern sind angehalten marktübliche Preise zu verlangen. Eben damit die Wirtschaftsunternehmen (selsbständige Labore etc) nicht geschädigt werden.

    Das muss bei Bienenforschung ja ähnlich sein. Daher würde ich als Berufsimker bei so etwas tatsächlich mal schauen, welche Behörde das interessieren könnte.


    Gruß,

    Friedrich

  • Muss ich das verstehen?
    Das MHD legst auch du selbst fest... wie der Abfüller auch.
    Wenn du willst und garantieren kannst und möchtest, dass nach 20 Jahren die Qualiät noch passt, kannst du auch 20 Jahre drauf schreiben.

    Ne verstehen musst du das nicht. Aber ich hab gelernt, daß lt DIB 24 Monate bei Honig die Regel sein sollte, gerne auch drunter, wenn es vom Wassergehalt her kritisch werden könnte.

    Ist mir schon klar, das der Abfüller selbst festlegt was er auf´s Glas druckt, wenn die Charge im März schon 05/2022 draufstehen hatte, dann eben 26 Monate.... (lassen wir den geforderten DIB HMF Wert mit 15mg/kg hier mal ganz aussen vor);)



  • Was bedeutet hier marktüblich? Bezogen auf den Honig. Sie haben es für 4,99 € ausgestellt, und dann durch eine Angebotsaktion zu einem niedrigeren Preis verkauft. Wenn Lebensmittel immer zu einem marktüblichen Preis verkauft werden würden - damit auch beim Urerzeuger etwas übrig bleibt, dann kann man das hier auch auf Milch, Fleisch, Obst, Gemüse usw. ausdehnen. Das Problem ist hier nicht nur der Honig (hier DIB), sondern ein generelles.

    Somit wären wir bei einer marktüblichen Handlungsweise. Und einem scheinbaren Problem in der gesamten Landwirtschaft, was die Preisgestaltung und zum Teil auch die Haltungsweisen in anderen Bereichen der Landwirtschaft betrifft.

  • Das bringt einen dann richtig zum kotzen wenn das DIB Glas zu 2,49€/500g im Handel steht, zumal wenn die Vögel zwitschern das das Celler Institut unlängst über 20to an den Abfüller Fürstenreform vertickert haben, und die gleiche Menge noch mal folgen soll. Aus Steuergeldern finanzierter Wirtschaftsbetrieb produziert Honig im großen Stil für den freien Markt und tritt damit in Konkurrenz zu den heimischen Hobby- und Berufsimkern deren Existenz der Laden eigentlich fördern soll. Schön, oder ?

    Hallo Frank,


    ja, da muss mach sich schon gut auskennen, um zu wissen, was der Unterschied zwischen dem Honig und zum Beispiel Eurem köstlichen Buchweizenhonig ist! Es sieht zwar nach einem Resteabverkauf in einem Laden aus, aber genau so etwas beleibt im Gedächnis haften udn zerstört die relaen und die "gefühlten" Preise!

    Eigentöich kann man das nur aufkaufen und verfüttern (bei Celle gehe ich von Faulbrutfrei aus, nur ein Scherz) oder Met draus machen und die Gläser in den eigenen Gläserkreislauf aufnehmen, denn kostendeckend dürfte das für den Anbieter auch nicht sein.

  • Manchen Beiträgen ist schon wenig Durchblick eigen. Einer will vom DIB zu den Berufsimkern. Berufsimker, welche nicht selbst vermarkten, müssen logische Weise auch den Abfüllermarkt bedienen. Dort handelt man mit der Erkenntnis: Im Einkauf liegt der Gewinn. In einem Sonderheft des Bienenjournals sind Batterien von blauen Großgebinden zu sehen. Wo wird dieser Honig verkauft?


    Der DIB kann von den Imkerbeiträgen auch nicht leben. Etwas mehr Durchblick würde nicht schaden. Ob diese Rabattaktionen schaden, müsste ein Fachmann analysieren, denn bei Diskountern werden oft auch Markenartikel verramscht.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ... Der DIB kann von den Imkerbeiträgen auch nicht leben. ...

    Wer braucht den DIB?

    Du und ich, ob du willst oder nicht:) Ich brauche den ADAC und die CDU auch nicht. Trotzdem vertreten sie mich. Auch die Querdenker benötigen die Maskenträger. Am Stammtisch klopfe ich auch solche Sprüche8). Bewirkt hat das aber noch nichts.


    Remstalimker:S

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Manchen Beiträgen ist schon wenig Durchblick eigen. Einer will vom DIB zu den Berufsimkern. Berufsimker, welche nicht selbst vermarkten, müssen logische Weise auch den Abfüllermarkt bedienen. Dort handelt man mit der Erkenntnis: Im Einkauf liegt der Gewinn. In einem Sonderheft des Bienenjournals sind Batterien von blauen Großgebinden zu sehen. Wo wird dieser Honig verkauft?


    Der DIB kann von den Imkerbeiträgen auch nicht leben. Etwas mehr Durchblick würde nicht schaden. Ob diese Rabattaktionen schaden, müsste ein Fachmann analysieren, denn bei Diskountern werden oft auch Markenartikel verramscht.


    Remstalimker

    Der DIB ist ein nicht-wirtschaftlicher Verein. Wenn er von den Beiträgen nicht leben kann, muss er sich verschlanken oder die Beiträge erhöhen oder andere Einnahmen generieren, aber sicherlich nicht auf Kosten seiner Mitglieder.


    Das Rabattaktionen Konsumenten dahingehend "manipulieren", dass sich gewisse Preisvorstellungen verankern bedarf doch jetzt keines Experten.


    Die Markenartikel, die in Discountern verramscht werden, sind in der Regel keine Naturprodukte einer Nischenwirtschaft, sondern entweder Überkapazitäten oder sog. "handelsgerichtete Verkaufsförderungen" großer Verbrauchsgüterkonzerne mit dem Ziel die Marktposition und den Distributionsgrad zu verbessern und Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • ... Der DIB kann von den Imkerbeiträgen auch nicht leben. ...

    Wer braucht den DIB?

    Du und ich, ob du willst oder nicht:) Ich brauche den ADAC und die CDU auch nicht. Trotzdem vertreten sie mich. Auch die Querdenker benötigen die Maskenträger. Am Stammtisch klopfe ich auch solche Sprüche8). Bewirkt hat das aber noch nichts.


    Remstalimker:S

    Ich fahre Auto und brauche den ADAC nicht. Der lässt sich ja schließlich auch von der deutschen Autoindustrie aushalten, damit deren Autos die verkaufsfördernden Ranglisten anführen. Wem dient er letzten Endes mehr? Wenn ich eine Panne habe, regelt das meine KFZ-Versicherung.


    Und ich brauche die CDU zum Beispiel auch nicht und sie vertritt auch nicht meine Interessen. Da hat man ja zum Glück auch eine Auswahl an Parteien.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Lieber Hagakure,

    ich erlebte das Gegenteil. Vor zwei Jahren verkaufte der Edeka meinen 5,50€ Honig für 7,50€. Dann flog ich raus weil die 4,99 Anbieter, Meißen, Fürstenreform billiger im Einkauf waren.


    Remstalimker

    Der DIB ist ein nicht-wirtschaftlicher Verein. Wenn er von den Beiträgen nicht leben kann, muss er sich verschlanken oder die Beiträge erhöhen oder andere Einnahmen generieren, aber sicherlich nicht auf Kosten seiner Mitglieder.

    Lese das noch einmal. Beiträge erhöhen geht auf Kosten der Mitglieder. Glas und Etikett nur auf die Nutzer.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: