Offener Brief an den D.I.B. zur erneuten Aktion Blütenhonig im Imker Honigglas ALDI-Süd

  • Leider dürfen wir keine Zahlen diskutieren aber ein Richtwert wird im Imkerjournal im Februarheft angegeben. Kann von Betreib zu Betreib leicht abweichen. Selbstausbeutung kann ein Berufsimker nicht lange betreiben.


    Remstalimker

    Warum sollten wir im Imkerform nicht über die Höhe von Erzeugerpreisen diskutieren dürfen? Zahlen sind doch nur im Zusammenhang mit angebotenen Produkten und Dienstleistungen nicht erlaubt, oder hartmut .


    Grüße vom Apidät

  • Über Preise könnt Ihr diskutieren.
    Ich möchte aber nicht das z.B. geschrieben wird "bei Händler x kostet das so viel und bei Händler Y so viel".
    Die Preise werden heute geschrieben, stimmen morgen nicht mehr und Händler xy steht bei mir auf der Matte und meint das im Forum falsche Preise genannt werden und ich dann hier beginne alles zu korrigieren bzw. zu löschen. Für Letzteres bekomme ich dann wieder Haue von Euch...

    Beste Grüße

    Hartmut

  • Über Preise könnt Ihr diskutieren.
    Ich möchte aber nicht das z.B. geschrieben wird "bei Händler x kostet das so viel und bei Händler Y so viel".

    Gut, bei dem von mir erwähnten Händler wurde das DIB-Glas von versch. Abfüllern um 4,99 angeboten. Mein Honig zu 6,99 weil mein Abgabepreis ihm zu hoch war. Jetzt wir der Abfüllerpreis meinem gleichgesetzt. Das ist Marktwirtschaft, welche als sozial bezeichnet wird aber nicht sein kann.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wir müßen standhaft bleiben. Das können wir nur, wenn wir auf "echte Regionalität" pochen.

    "Kauft Honig beim/vom Imker nebenan, dann helft ihr den Bienen und der Natur um Euch rum"

    Sowas als Slogan aufs Glas oder Regal macht "bewusst".

    Eben "das" kann der Großhändler nicht. (aber die arbeiten daran, Hygienevorschriften, Gläsern, etc!!! Bei Hausschlachtungen zb. ist der Großhandel erfolgreich....)

    Mir erinnert die Sache mit der Milchquote, eine feine europäische Einrichtung.

    Damit konnte jeder leben....trotzdem wollte die Bauern mehr produzieren und glaubten am Weltmarkt

    bestehen zu können, jetzt macht der Weltmarkt sie reihenweise platt.

    Den Europäischen Imkern droht das gleiche, Preisdruck , Handelsverträge und der erlaubte Verschnitt von zb. deutschem Honig wird uns kurz oder lang das Genick brechen.

    Wir "sollen" Platt gemacht werden.....

    Verschleudert euren guten Honig nicht bei den Aufkäufern, gebt denen nicht das Material um uns zu vernichten! Ich sehen darin glatten Selbstmord Punkt

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Im Wettbewerb der Discounter und Supermärkte versuchen die A´s seit Monaten (...) "hochwertigere" Marken zum deutlich niedrigeren Preis als Supermärkte und auch gegen ihre Hausmarken anbieten.

    Den Honig im DIB-Glas sehe ich in diesem Zusammenhang. Das ist (erfolgreiche?) Markenwerbung in die richtige Richtung.

    Ob das eben so "richtig" ist. Es bedeutet: Werbung für die Marke auf Kosten der Imker UND noch schlimmer: auch auf Kosten aller anderen Imker außerhalb des DIB.

    Honig nicht als Premium- sondern als Discounterprodukt, das ist auf gar keinen Fall eine richtige, aus Imkersicht wünschenswerte Richtung.


    sehe ich die Gefahr von Honigen im Discounter in der Preismühle zwischen den Discountern. Die A.´s boten Blütenhonig aus dem Weltmarkt für unter 2,00€/500g Glas an.

    Ein solcher Ramschpreis beschädigt den Ruf von Honig mittel- und langfristig ganz allgemein, indem Honig zur Ramschware degeniert wird.

    Meine Generation kennt Honig als etwas "Besonderes", so wie wir Bäckerbrötchen schätzen.

    Und eigentlich prangerst du doch das selbe an wie ich. Ramschpreis beschädigt Image, das ist der Hauptschaden solcher Aktionen.


    Es ist irgendwie wie bei Milch und Fleisch: Da werden die Bauern auch von ihren eigenen Verbänden eingepeitscht, da heißt es: Wachst oder weicht! Wir brauchen billige Masse für den Weltmarkt. Diese Fehlentwicklung gilt es beim Honig nicht nachzuahmen.


    Also kauft den Honig von den Knorzern auf und vermarktet ihn anständig.

    klingt flockig, ist aber in Bezug auf den Großhandel unrealistisch, denn das widerspräche dem Wunsch nach Regional und Qualität und Eigener Honig vom Imker, es wäre letztlich Betrug am Kunden, der genau dafür mehr Geld ausgeben will.

    Wenn überhaupt, dann kauft höchstens den Honig Eurer Nachbar-Billigheimer auf, wenn ihr deren Qualität traut. Hier sehe ich das größte Probleme, denn die Preise haben meistens auch einen Grund!

    mein Honig steht jetzt beim Rewe für 7,99€ der wird da sehr wahrscheinlich lange stehen bleiben.

    Ich wette, dass du uns bald benachrichtigst, dass überraschend schnell eine Nachbestellung geordert wurde! Meine Erfahrung deckt sich bei sogar noch etwas höheren Preisen mit denen von Jörg K.

    Meiner auch und ich muss regelmäßig nachfüllen...

  • Hallo, ein großer Aufkäufer bietet momentan 3,50€ für das Kilo, ab 250 kg an. Eimerpfand gibt es nicht, man darf aber im eigenen Webshop "preiswerte" Hoboks für 4€ anstatt für 6 kaufen.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Bei allem verständlichem, nicht jedoch zwangsläufig berechtigtem Schimpfen auf diese Aldi-Preise (die so "dumpig" gar nicht sind) sollte sich klar vor Augen gehalten werden, ob bzw. was der DIB gegen diese Aktion rechtlich unternehmen kann. So, wie ich es bislang wahrnahm, nichts. So gesehen, macht der DIB dann das beste aus der Situation, nämlich sie schönzureden.

  • hornet: Die DIB-Aktion ist nicht im Zusammenhang mit A... und Discounterware zu sehen, sondern mit dem Bestreben um markenbewußtere Kunden. Das DIB-Glas ist eben "Marke".

    Bei uns im Norden steht eine Abfüllstelle "Biophar" mit DIB-Gläsern in den wichtigeren Supermarktregalen. Auch solche sind wahrscheinlich als Konkurrenz gemeint.

    Dreißig DIB-Gläser pro A.-Filiale und Jahr lohnen keine Aufregung. Den älteren DIB-Kollegen sei diese Werbung gegönnt.

    Wesentlich bedeutender war, das um den vergangenen Jahreswechsel A. mit großem Werbetrara den Preis für alle Honigsorten des Sortiments von normal im Glas oder Quetsche, von Bio bis Fairtrade im mind. einstelligen Prozentbereich gesenkt hat. Einen cremigen Blütenhonig eben sogar auf unter 2,00€ / 500g Glas.

    Übrigens: Zur ungefähr gleichen Zeit hatte Langnese auch eine Markenhonigaktion bei A. . Niemand kommt deswegen auf die Idee, Langnese-Honig als Discounterprodukt zu betrachten.

    Und wenn ich das richtig beobachtet habe, haben zu der Zeit alle namhaften Discounter an der Preisschraube gedreht und die Supermärkte hatten mind. Preisaktionen.

    Das Bestreben der Imker nach Qualität - Regionalität gehört dazu - und der Premiumbereich im Honigsektor bleiben von alledem unberührt.

    Discounterpreise, Discounterqualitäten versauen aber das Image des Honig ganz allgemein. Ich bin da eben Pessimist.

    Die Zeit wird es zeigen ….Klaus

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Bei allem verständlichem, nicht jedoch zwangsläufig berechtigtem Schimpfen auf diese Aldi-Preise (die so "dumpig" gar nicht sind) sollte sich klar vor Augen gehalten werden, ob bzw. was der DIB gegen diese Aktion rechtlich unternehmen kann. So, wie ich es bislang wahrnahm, nichts. So gesehen, macht der DIB dann das beste aus der Situation, nämlich sie schönzureden.

    Also wenn du die Preise im Segment Honig bei Aldi als "nicht so dumpig" empfindest, würde mich doch mal interessieren, wo da bei dir der Dummpingpreis anfängt.

    Im Schönreden, die beste Möglichkeit anzusehen, ist ebenso irritierend. Könnte sich ja auch mit einem Statement abgrenzen und nicht solche Krücken formulieren, um vor sich selbst bestehen zu können.

    Und ich frage mich erneut, warum nur Aldi Süd. Gibts eine vergleichbare Aktion bei Aldi Nord?

  • hornet: Die DIB-Aktion ist nicht im Zusammenhang mit A... und Discounterware zu sehen, sondern mit dem Bestreben um markenbewußtere Kunden. Das DIB-Glas ist eben "Marke".

    Bei uns im Norden steht eine Abfüllstelle "Biophar" mit DIB-Gläsern in den wichtigeren Supermarktregalen. Auch solche sind wahrscheinlich als Konkurrenz gemeint.

    Dreißig DIB-Gläser pro A.-Filiale und Jahr lohnen keine Aufregung. Den älteren DIB-Kollegen sei diese Werbung gegönnt.

    Wesentlich bedeutender war, das um den vergangenen Jahreswechsel A. mit großem Werbetrara

    Was soll da Werbung für die älteren DIB Kollegen sein? Die finden sich nur in unnötigen Preisdiskussionen mit dem Kunden wieder. Im ländlichen Raum hat es echt Mühe gekostet, mal alle soweit über die 5 € Schwelle zu tragen.

    Hier werden doch Äpfel mit Birnen verglichen, wenn man A. mit normalen Supermärkten und Biophar vergleicht. Das DIB Glas im regulären Supermarkt, tut niemandem weh.

    Aber Aldipreise beeinflussen das Kundenempfinden in die falsche Richtung. Und das klassische AldiKlientel geht bestimmt nicht auf die Suche nach regionalem DIB Glas Honig, wenn das gekaufte A Glas leer ist. Die kaufen wieder das, was dort Regal steht.

  • Aber Aldipreise beeinflussen das Kundenempfinden in die falsche Richtung. Und das klassische AldiKlientel geht bestimmt nicht auf die Suche nach regionalem DIB Glas Honig, wenn das gekaufte A Glas leer ist. Die kaufen wieder das, was dort Regal steht.

    die bringen mir eher noch das leere DIB-Glas vorbei und pochen auf die 50 Cent Pfand, den meine Kunden bis letztes Jahr noch zurückerhalten haben... 8o

    Ich hab dem DIB geschrieben, dass ich den offenen Brief des Kollegen unterstütze und wenn innerhalb Jahresfrist nicht wenigstens eine Befragung der Mitglieder zur Positionierung des Verbandes dazu stattfindet, ich das DIB-Glas nicht mehr nutze werde.

    Der DIB hat die Möglichkeit, die Nutzungsbedingungen für das Glas so anzupassen, wie die Mehrheit der Mitglieder das für richtig hält.

    Außerdem handelt es sich zumindest auf dem Papier nicht um einen wirtschaftlichen Verein wie eine Honigerzeugergemeinschaft...