Brauche ich Ablegerkasten ?

  • Ich finde einen Ableger Kasten im gleichen Rähmchensystem für mich Anfänger wegen seiner vielseitigen Verwendung praktisch.


    - Bienendichte Transportkiste für Waben und Schwärme

    - Alternative Bienenwohnung bei Materialmangel

    - Umzugskiste bei Mehrfachablegern aus einer Ganzzarge

    - Schwarmfang in Bodennähe

  • Habe letztes Jahr auf einen normalen Boden zwei vertikale Zander-Liebig Halbzargen gestellt. Im Boden nen T-förmigen Keil eingebaut, damit die Bienen getrennt und einmal ganz links und einmal ganz rechts ein kleines Flugloch haben.


    Habe ich aus "Platzmangel" (Nachbar sollte nur einen Kasten sehen) und Bodenmangel so gemacht.


    War OK, würde ich aber nicht mehr so machen. Musste für später im Jahr sowieso jeweils ne volle Zarge dort aufstellen, also Beuten nachkaufen, und hatte dann Probleme beim Umstellen. Die Bienen haben sich erstmal so richtig verflogen da dann die Fluglöcher und Anflugbretter anderes aussahen. Auch war der Aufwand für mich insgesamt größer


    Fazit: Kaufe dir gleich genügend Vollbeuten plus eine extra als Reserve und verwende die direkt.


    Wie schon anderweitig geschrieben sind Ablegerkästen bzw. Mehrfachböden in gewissen Situationen wie die Königinnenzucht von einem gewissen Nutzen, aber nicht die Wahl für einen Anfänger der dann auch richtig Imkern möchte.

  • Hallo Bienenfreunde!

    Ich verstehe nicht, warum Ablegerkästen hier so verteufelt werden. Wenn jemand genug Beuten hat und die Ableger nicht transportieren muss, dann mag das stimmen.


    Ich mache etwa 20 Ableger im Jahr. Allein beim Transport ergeben sich da Vorteile. Man nimmt den Ablegerkasten und stellt ihn in den Kofferraum. Man hat nur geringen Platzbedarf und braucht nichts verzurren usw.

    Weiters würde ich 20 zusätzliche Beuten (Boden, Zargen, Deckel, Dach) benötigen. Noch vor der Honigernte werden die nicht zufrieden stellenden Wirtschaftsvölker aufgelöst und es stehen für die Ableger wieder genügen Beuten zur Verfügung. In der Zwischenzeit können sich die Ableger im Ablegerkasten gut entwickeln.


    MfG

    Honigmaul

  • Hallo Bienenfreunde!

    Ich verstehe nicht, warum Ablegerkästen hier so verteufelt werden.

    Verteufelt werden die eigentlich nicht.

    So ein Ablegerkasten ist ein praktisch Ding.

    Ich z. Bsp überwintere gern mal eine Reservekönigin im 5er.

    Wenn der Anfänger selbst zur Ablegerbildung schreitet, kann man über die Anschaffung nachdenken.

  • Ablegerkästen können eine bequeme, praktische Variante für Ableger und befristeter Dauer sein. In jedem Fall sollten Ablegerkästen aber im "Standmaß" ausgerichtet sein. Sonst wird es eine Imkerei in einer Imkerei. (Ähnlich wie bei Mini Plus)

    Ich habe erstmal Ableger in Dadant US Maß (6 Waben + Futtertasche) im vergangenen Winter überwintern lassen. Hat bis jetzt gut funktioniert.

    Die Ablegerkästen habe ich aus Styrodur selbst mit einem Imkerkollegen zusammen geklebt und stellen eine kostengünstige Alternative, für einen befristeten Zeitraum, zu Komplettbeuten oder gekauften Ablegerkästen dar.

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • ... Zusatz Frage:

    Schied muss richtig beide Beute hälfte trennen ?

    Ja, und zwar absolut Bienendicht , sonst stechen sie dir eine Königin ab !!!

    ... aber warum zumTeufel bist du so erpicht auf zusätzliche Arbeit und das Risiko von Königinnenverlusten ( auch beim Umsetzen des überzähligen Ablegers) ???

    Steck doch jeden Ableger gleich in seine Orginalkiste, enge ihn mit einem Schied ein, fülle den Rest der Kiste mit Mittelwänden auf und gieb dann bei erstarken einfach den Raum frei. Selbst wenn du dann mal nicht die Zeit für eine pünktliche Durchsicht hast, ... die Bienen werden dann einfach hinter dem Schied weiterbauen und nichts passiert. Wenn notwendig oben drauf eine Futterzarge und gut ist.

    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Ich habe mir überlegt dieses Jahr bei meinen Dadant Völkern eine Tbe durchzuführen. Da ich meinen Bestand vorerst nicht mehr erweitern möchte, auf Naturwabenbau umstellen und auch nicht unnötig viele Bruträume anschaffen möchte die Hinterher nur wieder mit zu vielen Völkern gefüllt werden habe ich überlegt die Kunstschwärme in meine 2/3 Langstroht Honigräume mit Anfangsstreifeneinzuschlagen einzuschlagen und diese Auffüttern und durch den Winter bringen. Im Frühjahr soll dann durch aufsetzen vereinigt werden um auf jeden Fall Tracchtreife Völker für die Frühtracht zu haben. Ich denke auch das wäre eine sehr natürliche Methode um neue Bruträume in Naturbau ausbauen zu lassen. Sobald was rein kommt drückt es ja das Brutnest nach unten. Dann kommt das Absperrgitter drauf und fertig.

    Die Honigräume sollen hinterher die ersten Honigräume werden die ja eh den Völkern gehören und nicht geschleudert werden weil ja schonmal bebrütet.

    Hat das schon mal jemand so gemacht und Erfahrungen dazu ?