• Hallo, Michael,
    Gegenfrage: warum sollte man Kork nehmen?
    Das Zeug ist ziemlich weich, damit es überhaupt zusammenhält, wird es mit Kunstharzen verpreßt, und die möchte ich eigentlich nicht in der Nähe meiner Bienen oder des Honigs haben.
    (Jaja, als bekennende Segeberger-Verwenderin sehe ich die Einwände kommen: aber soweit ich weiß, gasen die nach Fertigstellung nichts mehr aus, oder?)
    Außerdem wird es nicht nur beim Wandern empfindlich sein...
    Eine volle Zarge wiegt, je nach Maß, zwischen 25 und 45 Kilogramm; meinst du, diese Dauerbelastung würden sie aushalten???
    Falls du Spechte in der Nähe hast, die würden sich auf jeden Fall freuen!


    Warum willst du das Rad neu erfinden?
    Wenn du unbedingt was anderes als Holz oder Hartschaum willst, befaß dich doch mal mit Lüneburger Stülpern, d.h., lehmbeworfene Strohkörbe.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Frag doch einmal bei Heintzelmann nach, in Spanien baut man aus Korkeichenrinde eine Art Klotzbeute. Die gibt es überall dort, wo Korkeichen wachsen. Bin mir sicher, das er solche aus eigener Anschauung kennt. Warum sollte man unbehandelten Kork nicht für Beutenbau nehmen? Alles nur eine Kostenfrage... Zu Sabi(e)ne, Du hast einen wesentlichen Bestandteil des Korbbeuten-Anstrichs vergessen, vergorene Kuhfladen (von glücklichen Kühen natürlich). V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo ihr Baumeister,


    natürlich wird es irgendwie möglich sein, eine Kork-Beute zu bauen. Wenn ich es nur richtig anstelle kann ich sicher auch eine aus Pappmachée oder Edelstahl bauen. Nur was soll das ?
    Da hat Sabi(e)ne vollkommen Recht. Warum zu den bereits vorhandenen ca.2365 Systemen noch eine 2366. hinzufügen ?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael, warum nicht Beuten aus Kork bauen? Kork ist ein leichter Baustoff, noch dazu ein nachwachsender Rohstoff. Die Verwendung von Kork würde auch die Lebensräume in den Korkeichenwäldern schützen, dort lebt u.a. auch die seltene Ginsterkatze. Das Entsorgungsproblem dürfte geringer sein, als bei Styroporbeuten . Edelstahlbeuten würden den Wabenbau der Bienen total verwirren, Pappmache`würden sie mit der Zeit völlig zernagen. Wie wäre es denn mit Holzbeton als Baumaterial? V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, Lothar,


    also (tiief Luftholen), da liegst du leider etwas daneben! Von wegen "die Lebensräume in den Korkeichenwäldern schützen"! Kork ist ein so begehrter Rohstoff, daß es den Eichenwäldern überhaupt nicht mehr gutgeht!
    Ich hab in der Schule noch gelernt (vor 30 Jahren), daß man eine Korkeiche ohne Gefahr so alle sieben Jahre schälen kann. Mittlerweile liegt der Ernteabstand bei drei Jahren, und alle Winzer dieser Welt schimpfen über die miserable Qualität der erhältlichen Korken. Im letzten Jahr hat ein Winzer aus einer GrandCru-Lage im Bordeaux auf Schraubverschlüsse umgestellt, weil "die heute erhältlichen Korken keinerlei Sicherheit mehr für unsere Weine bieten".


    Edelstahlbeuten sind auch daneben, das Kilo kostet im Einkauf über 3 €!
    Und wer kann mit dem Material richtig umgehen? Abgesehen vom Effekt eines Faraday'schen Käfigs auf die Bienen? Die Temperaturregelung dürfte auch schwierig sein...


    Holzbeton? Tz,tz,tz... :o


    Aber ich glaube, alles, was wir uns hier einfallen lassen, hat schon irgendjemand auf der Welt gebaut und ausprobiert! :wink: 
    Und alle landen früher oder später beim Holz. Warum denn wohl?


    Weiß jemand, ob es Bambusbeuten gibt? (Wenn es jetzt schon ökölogisch völlig unsinnige Filtertüten daraus gibt...) :D

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Lothar,


    ich habe meinem Beitrag absichtlich einen etwas ironischen Unterton gegeben. Natürlich kann man aus dem wunderbaren Naturstoff Kork Beuten bauen, aber wo liegt der Sinn darin, jahrelange teure Arbeit (bis es richtig funktioniert) zu investieren, wo andere diese Arbeit schon gemacht haben ?
    Du entwickelst ja nicht etwas revolutionär neues, sondern du fügst dem vorhandenen eine neue Facette hinzu.
    Wenn es denn den Spieltrieb der Imker befriedigt, bitte.
    Aber wenn schon, denn schon gleich auch ein neues Rähmchenmass mit integrieren. :D 
    So z. B. 5/4DNM in der Höhe und 3/8 Dadant Blatt in der Breite. :P

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Sabi(e)ne,


    es gibt sie, die Bambusbeuten. Aber sinnvollerweise bis jetzt nur da, wo dieser Rohstoff natürlich vorkommt. Hab ich mal in irgend einem Filmbeitrag gesehen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ich hatte diese Frage auch ins Bayerische Imkerforum ,muß aber sagen
    ihr seid Konkurenzlos Konstruktiver ,wenn ihr auch länger gebraucht habt
    wie die Bayern (Spaß beiseite)Vieleicht kennt jemand den Spruch (Der Weg ist das Ziel )Die Imkerei ist einem imensen Kostendruck unterworfen
    (auser man will es ausschlislich zu hobbyzwecken tun) Ich darf nur bis 3,5
    Tonnen Fahren und habe eine Ford Pritsche,um Gut zu wirtschaften muß
    ich nach möglichkeit viele Völker transportieren ,Transport ist das teuerste,Kork wiegt so gut wie nichts und müste die Beanspruchung aushalten,für mich war wichtig zu erfahren ob es schon gemacht wurde,und welche Probleme entstehen könnten,Ich hab mich erkundigt der Kork für eine Gruppe 6 Stück Kostet 150 Euro +etwas Holz
    sowie Bearbeitung,ich werde sie bauen ,auserdem will ich ein Untergestell
    aus 2 T Aluminiumprofielen herstellen welche durch6 Armierungsstähle die in den Boden geschlagen werden ,getragen wird .dann möchte ich um
    alle Magazine Untergestell sowie Abdeckung einen Gurt legen ,um alles
    zusammenzurren zu können am Wanderplatz.Sollte das alles so funktionieren und je nachdem wie ich Lastmäsig hinkomme möchte ich
    so mit 48 Völkern auf einmal wandern


    Nochmals danke für die Anregungen (PS mit Holzrädern kann man auch
    fahren ,aber irgendeiner ist auf die Idee gekommen Das es mit Gummi
    besser geht )

  • Hallo Michael,
    Du scheinst ja wild entschlossen ...
    Wenns klappt, sei Dir der Erfolg gegönnt.
    Noch ein paar Detailfragen:
    -Wie willst Du Böden und Deckel konstruieren ?
    -Wie wird die Wanddicke deiner Beute sein ?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael 30 mm ,Griffe will ich aufkleben ,Lieber wäre mir eingefräßt ,


    Die Eckverbindung will ich Auf Gerung leimen ,auch da muß ich einen Kompromis schließen ,Wasserfester moderner Leim,Deckel auch 30mm
    Dick Jedoch mit Masivholzumrahmung wegen Spanngurten ,kein Futtergeschirr,bei den Probekästen,Boden Holzrahmen mit Masivholzboden
    und einem oder 2 Einschüben als Windeln, Ganz genau weiß ichs noch nicht ,habe mir Anregungen in dem Buch von Karl Pfefferle geholt,es soll
    halt flott beim Wandern gehen ,und die Bienen sollen sich so gut wie möglich fühlen ,kein Schwitzwasser gute Wärmedämmung
    (Nur eine glückliche Biene gibt viel Milch)


    Gruß Michael

  • Hallo zusammen, bei Korkeichenwäldern gibt es anscheinend solche und solche. Wie bei unseren: naturnah und Stangenholz-Monukulturen. Welche ich persönlich schützenswert finde, könnt Ihr Euch sicherlich denken... Ich habe auch nicht vor, eine neuartige Beute zu erfinden, ich vertraue da lieber altbewährten Baustoffen, könnte mir aber Kork als Isolierung im Deckel gut vorstellen. Holzbeton hat sich ja bei Nisthöhlen für Vögel und Fledermäusen gut bewährt. Auch Hummel- und Hornissenkästen werden mittlerweile daraus gebaut. Ich könnte mir vorstellen, das man zumindest eine Art Schaukasten, ähnlich einer Klotzbeute daraus herstellen könnte. Werde vielleicht einem mir bekannten Hersteller Vorschläge dazu machen, mal sehen, was daraus wird. Übrigens weiss ich noch einen anderen Baustoff für Beuten: Ferula. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Beutenbauer :-)


    Also in meiner Gegend gibt es nur Klotzbeuten aus Holz und auch keine Korkeichen. Musste lange fragen ob meine einheimischen Kollegen sowas kennen. Demnach gab es früher Beuten aus Kork (Naturkork). Seitdem die Eichen zu schnell geschält werden, ist die Korkstärke nicht mehr ausreichend stabil um Beuten daraus herzustellen. Auch, so sagt man mir, hatten die Naturkorkbeuten den Nachteil einer relativ kurzen Lebendauer. Beim "handling" und Transport brach schon mal hier und dort ein Stück ab oder eine Kante heraus. Zum Schluss passte alles nicht mehr so genau und exakt aufeinander und ineinander und die Beute war passé.
    Die Meinung der Spanier zu dem Thema ist einfach und pragmatisch: warum sich unnötige Probleme "machen" (mit Kork); Holz ist auch ein Naturprodukt.
    Trotzdem Erfolg beim Korkbeutenbau.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Guten Morgen, Lothar,


    Holzbeton finde ich einen klasse Werkstoff für Beuten. Vom Gewicht her kann man die dann notfalls beim nächsten Hochwasser als Wellenbrecher einsetzen. die haut nichts mehr um. :))

    Grüße an alle


    Michael



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