Glasrücknahme auf das Etikett ?

  • Hallo, wie immer steht beim DIB nur unklare Sachen:

    Erst schreibt er das :


    Damit wird klargestellt, dass derjenige, der Verpackungen lediglich im Rahmen eines „Hobbies“ befüllt und anschließend an Dritte abgibt (somit auch viele „Hobby-Imker“) nicht von der Systembeteiligungspflicht nach § 7 VerpackG betroffen ist.


    Also darf meine Auffassung nach der Hobbyimker soviel Glasmüll produzieren, wie er mag.

    Dann wird wieder ein bisschen eingedämmt :


    Unmissverständlich ist aber nun auch weiterhin gesetzlich geregelt, dass unser„Imker-Mehrwegglas“, egal ob im „Hobby“ oder „in der gewerbsmäßigenImkerei“ dann von allen gesetzlichen Pflichten im Rahmen desVerpackG befreit ist, wenn es als „Pfand-oderdamit als Mehrwegglas“ verwendet wird.Nutzer von Neutralgläsern müssen sich an die in Ziffer 3 beschriebene rechtliche Variante halten.


    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Meiner Meinung nach ist es eigentlich nicht korrekt, wenn Mehrweggläser ausgenommen werden. Denn auch die können früher oder später im Container landen. Eigentlich müsste man für jedes Glas das eingekauft wird, eine Abgabe zahlen. Habe ich ein funktionierendes Pfandsystem, kaufe ich kaum was zu und zahle entsprechend kaum was. Außerdem sollen die Einlagen und Plastedeckel eigtl nicht wiederverwendet werden. Wie kommt der DIB da raus aus der Sache?


    Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Ich werde ganz bestimmt nicht klagen. Nur fragen. :)

  • Ich gehe auf den Wochenmarkt und bei mir steht "Mehrwegglas" auf dem Etikett, egal ob DIB oder Neutral. Pfand sind 30 Cent. Vielen Kunden ist es wichtig dass sie die Gläser zurückgeben können. Das sorgt auch für Wechselkunden von Kollegen die es nicht so mit Pfand und Glastrückgabe haben und lieber darüber diskutieren oder denen das Spülen zu umständlich ist. Neben dem Stand steht eine Obstkiste und es steht "Pfandkiste" drauf. Dann gibt es noch ein Schild "Wegen der Umwelt ...."


    Rücknahme mache ich seit 41 Jahren. Viele Kunden geben mir die Gläser sauber gespült zurück ohne etwas dafür zu wollen.


    Leute, schreibt doch Pfand oder Mehrweg drauf. Es kommt bei Kunden gut an.


    Es gibt DIB Gläser und Deckel die sind schon seit mehr als 30 Jahren in Umlauf.


    Die Gläser von L... ode A... etc weise ich zurück.


    lg

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Nur fragen.

    Was aus einer Frage entsteht kommt darauf an wo gefragt wird.

    Auf meinen Etiketten steht "Mehrweg" drauf, weil mir Pfand in der Durchführung zu aufwendig ist.

    Der DIB macht Propaganda für sein DIB-Glas, in dem er "Sachen" über das Neutralglas behauptet.
    Bei näherer Betrachtung der Quellen kommt man rasch drauf, daß die vom DIB zitierten Texte keine Sonderbehandlung des DIB-Glases begründen.
    Es gäbe nur dann einen Unterschied, wenn der DIB seine Gläser nach VerpackG lizensieren würde.

  • Hallo,

    ich plane meinen Honig jetzt auch großräumig zu verkaufen und einen kleinen Onlineshop dafür zu eröffnen. Ich weiß natürlich, dass mich da das Verpackungsgesetz betrifft und, dass ich die Lizensierung nicht vergessen darf. Ich bin jetzt online bei meiner Recherche zur Kostenberechnung und zu verschiedenen Anbietern auf http://www.lizenzero.de gestoßen und die bieten ein „Lizenzero-Onlinesigel“ an. Kennt sich jemand damit aus und weiß, ob sowas sinnvoll ist?

    Danke für die Hilfe im Vorraus!

    Grüße,
    Thorben

  • Habe den Faden durchgelesen und glaubte mich mit deutlich unter 30 Völkern gut informiert. Ich habe den Hinweis "Mehrwegglas" auf meinen Gläsern und biete Kunden keinen weiteren Anreiz in Form von Pfand, lediglich die damit verbundene Bitte das Glas weiter zu nutzen oder mir beim nächsten Kauf wieder zu geben.


    Nun finde ich auf der Seite vom Verpackungsregister folgenden Hinweis:
    "Ab dem 1. Juli 2022 gilt in Deutschland die Registrierungspflicht im Verpackungsregister LUCID für alle Verpackungen. Verpackte Ware darf ab diesem Datum in Deutschland nicht mehr vertrieben werden, wenn der Hersteller dieser Pflicht nicht bis dahin nachgekommen ist."


    Muss ich mich nun doch registrieren, auch wenn ich nicht mehr als 30 Völker habe?

  • Oh man, diese Hitze! Hätte ich richtig gelesen, hätte sich meine Frage erübrigt: Es ist natürlich bereits alles hier gesagt worden - und nein, der 1. Juli 22 ändert für <30 Völker nichts:


    In den FAQs von LUCID steht:


    Beispiel: Ein Imker mit bis zu 30 Völkern betreibt Imkerei steuerlich grundsätzlich als

    Liebhaberei und damit als Hobby. Er muss einkommensteuerrechtlich keine Einnahmen

    versteuern, darf dann jedoch auch keine Verluste geltend machen. In diesem Fall erwartet

    die ZSVR keine Registrierung und Beteiligung an einem (dualen) System, sofern

    keine entgegengesetzte Einstufung durch das Finanzamt vorliegt.

    Ab 31 Völkern ist die Imkerei einkommensteuerrechtlich immer erheblich und daher gewerbsmäßig

    im Sinne des Verpackungsgesetzes mit der Folge, dass die Pflichten des

    Verpackungsgesetzes hinsichtlich der in Verkehr gebrachten Verpackungen zu erfüllen

    sind, wenn nicht Serviceverpackungen (inkl. Delegation) oder Mehrwegverpackungen

    (§ 3 Abs. 3 VerpackG) genutzt werden.

  • “Ab 31 Völkern ist die Imkerei einkommensteuerrechtlich immer erheblich und daher gewerbsmäßig

    im Sinne des Verpackungsgesetzes...“

    Das ist mir aber neu, wo ist ist die Aussage zu finden, Quellangabe?

    Steht doch in den Posts vorher genau beschrieben drin, ist nicht wirklich schwer zu finden. Für alle die sich nicht selbst da durch lesen wollen hier die Abkürzung


    https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Themenpapiere/Themenpapier_Information-fuer-Klein-und-Kleinstinverkehrbringer-im-Ueberblick.pdf

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker