Wachsmotten im lebenden Bienenvolk (?)

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    Hallo zusammen,

    die unten stehenden Bilder sprechen wohl für sich. Ich gehe mal stark von Wachsmottenbefall aus. Sollte das nicht so sein bitte ich um einen kurzen Hinweis. Das Volk lebt noch, war aber vorm Einwintern schon (zu) schwach und hätte wohl vereinigt/aufgelöst werden sollen.


    Nun meine Frage: Was kann ich mit dem Volk tun? Abschwefeln oder etwas anderes? Es steht direkt neben einigen anderen Völkern.

  • manu, ich sehe verschimmelte tote Bienen, aber keine Wachsmotten. Setz die Brutzarge auf einen neuen sauberen Boden, an gleicher Stelle. Und weil sie schwach sind, sehr kleines Flugloch vor dem Brutsitz.


    Gruss

    Ulrich

  • Selbst wenn Deine Beuten einen offenen Gitterboden haben, ist er durch den Totenfall so gut wie luftdicht. In Verbindung mit einem schwachen Volk gibt das Schimmel.
    Sehr hoher Totenfall durch kurzlebige Bienen. (Varroa) Ist meistens leider so. Die Beute ist zu gross für ein schwaches Volk. Wobei DNM ist ja schon kleiner.
    An kalten Tagen kann man den Totenfall mit einer Holzleiste bei rausgenommenen Fluglochkeil rausschieben. Starke Völker machen das an Flugtagen selbst.
    Vielleicht kommen sie ja durch. Wenn Du ein weiselloses Volk hättest, könntest Du vereinigen.

    Ansonsten würde ich sie so lassen, wie sie sind. Denk an das Flugloch, auch meine starken Völker haben jetzt nur 30 mm mal 6,5 mm.


    Gruss

    Ulrich

  • Tote Bienen sind keine Wachsmotten(larven).


    Wachsmotten(larven)fraß zeigt sich an den Waben, also im Beuteninneren.


    Wachsmotten(larven) können schon bei lebenden Völkern auftreten, dürften dann aber schon an Anzeichen zu kleiner oder gar geschwächter Völker sein. Bei toten Völkern sind die Beuten ungeschützt, und die Wachsmotten(larven) - und nicht nur die - beschleunigen ihr Zerstörungswerk.

  • Ich sehe keine Anzeichen von Wachsmotten.

    Du hast ein von der Varroa befallenes und somit zu schwaches Volk eingewintert.

    Hast du es dann im Winter durch OS- Träufeln behandelt? Falls ja, mit wie viel?

    Hallo,


    ich habe am 09.12.2019 mit ca. 40mL OS behandelt. Aufgrund des nicht so starken Volks war das wahrscheinlich schon eher zu viel und ich hätte vielleicht eher 30mL nehmen sollen.

    Derzeit neun Völker in DNM 1,0 Holzbeuten.

  • Dein Problem war nicht das Träufeln im Winter, sondern das Imkern im Spätsommer. Die Winterzeit ist für ein Bienenvolk kein Grund 'Hurra' zu schreien, aber Du kannst nicht mehr auswintern, als Du eingewintert hast. Also gehört DA der Fokus drauf. Warum ein schwaches Volk es dann nicht schafft, ist doch völlig egal - sieh halt zukünftig zu, das es nie so schwach ist.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe in diesem Winter letztmalig OS geträufelt und zwar je nach Volksstärke zwischen 25 und 40 ml.

    Der Totenfall war trotz dieser moderten Dosierung für mein Dafürhalten jenseits dessen, was ich tolerieren möchte.


    Wenn du einem sowieso schon schwachen Volk 40 ml gegeben hast, dann ist dies meines Erachtens zu viel und erklärt den viel zu hohen Totenfall.

    Ansonsten liegen deine Bienen schon eine ganze Weile auf dem Gitterboden und sind verschimmelt.

    Ich mache das Flugloch und den Gitterboden bereits wenige Tage nach der Träufelbehandlung mit einem Haken frei, um das Ausmaß des Totenfalls zu erkennen. Wie bereits oben angedeutet, werde ich künftig nicht mehr träufeln.