Beeinflussen Wasseradern ein Bienenvolk?

  • Werbung

    Dann bleibt aber die Frage, was wolltest Du mir/uns damit eigentlich sagen?

    … dass es keine wissenschaftlichen Belege gibt, die durch ein Verfahren gegangen sind, das Wissen schafft. Es gibt Publikationen, die aber alle widerlegt werden können. Und mit einem Bienenvolk die Validität der Wirkung von Wasseradern / -Kreuzungen zu testen, halte ich für zu indifferent, weil es eine Vielzahl von Einflüssen gibt, welche die Entwicklung eines Volkes vorantreiben oder behindern.

    Das neue Jahr hat anderes Wetter, das Volk kann still umgeweiselt haben und der benachbarte Bauer kann etwas anderes angebaut haben und und und.

    Und vielleicht hast Du mich ja missverstanden; denn dieser Satz belegt ja gerade das Vorgehen in der Wissenschaft - falsifizieren einer Theorie, bis es Gegenbeweise oder Veränderungen gibt. So wird m.E. ein Schuh daraus:

    In 20-50 Jahren oder 1-2 Generationen kann sich da viel geändert haben, weil mal Zusammenhänge erkannt hat, die zuvor nicht sichtbar waren.

    Ich mag auch keine "Nein - Doch" Diskussionen, insofern

    Der Beweis ist eh nicht zu führen, allein der Glaube versetzt Berge.

    Belassen wir es dabei.

  • Ich glaube Wasseradern beeinflussen Bienenvölker sehr stark, zum Beispiel wenn sie mitten durch die Beute fliesen. Auch sollte es von Vorteil sein wenn im Radius von 3km genug Wasser für Trachtpflanzen vorhanden ist.

    ;)

    Welche aber nicht von Wasseradern versorgt werden. Wasser fliesst nicht in unterirdischen Flüssen,.

  • Hi Llecter,
    es geht um das Konzept der "wissenschaftlichen Methode".

    Dabei handelt es sich um einen itterativen Prozess sich mit seinem Wissen näher an die Tatsächliche Natur der Dinge heranzuarbeiten.
    Beobachtung -> Hypothese / Vermutung -> Vorhersage und erneute Beobachtung -> neue Hypothese ...

    Die Beobachtung ist immer wahr, die Hypothese ist niemals bewiesen, lediglich sehr wahrscheinlich nicht falsch.

    Am Anfang steht eine Beobachtung die man machen kann:

    "heute morgen ging um 7:00 die Sonne auf"
    Aus dieser Beobachtung lässt sich eine Vorhersage ableiten:
    "morgen wird die Sonne um 7:00 aufgehen"
    Diese wird überprüft:
    "Die Sonne ging um 6:59 auf"
    neue Hypothese etc...

    Die Grundannahme dabei ist immer: Die Beobachtung ist wahr und die Hypothese nur solange stimmig bis die Beobachtung einer Vorhersage etwas anderes zeigt.
    Was nicht wiederlegt werden kann lässt sich also nicht überprüfen und im Rahmen dieser Methode bleibt es damit für immer eine Vermutung, weder wahr noch falsch sondern einfach eine Meinung.


    Soetwas wie Wasseradern, Erdstrahlung etc ließe sich mit dieser Methode überprüfen:
    Man müsste einen Bienenvolk aufstellen, beobachten wie es sich entwickelt und zb eine Wasserader finden.
    Im nächsten Schritt müsstest du aus der Beobachtung eine Hypothese bilden(zb "die Wasserader sorgt für eine gute Entwicklung") und dann überprüfen (eine neue Wasserader finden, Volk aufstellen beobachten). Findest du wieder eine gute Entwicklung ist das ein Hinweis darauf das die Hypothese stimmen könnte. mit jeder neuer positiven Beobachtung wird eine Hypothese glaubwürdiger aber im Rahmen der Methode niemals "wahr" denn eine einzige abweichende Beobachtung (könnte immer die nächste sein), würde bedeuten sie ist falsch und man müsste die Hypothese neu formulieren so das sie auf alle bisher gemachten Beobachtungen zutrifft. (zb "eine Wasserader die von West nach Ost fließt ist gut für das Volk")
    Eine einzige Beobachtung welche der aus der Hypothese abgeleiteten Vorhersage entspricht ist wertlos und jede neue Beobachtung muss das Ziel haben die Hypothese zu wiederlegen.

    Das sind harte Kriterien aber wenn man sie strikt befolgt lässt sich deine Frage beantworten und belegen(nicht beweisen). Bis dahin gibt es lediglich Vermutungen und die Null-Hypothese (es gibt keinerlei Einfluss) ist die wahrscheinlichste Antwort.


    TLDR: Nichts lässt sich beweisen, sehr wahrscheinlich gibt es keinen Zusammenhang, ich würde mich freuen vom Gegeteil überzeugt zu werden.

    ---------


    ps: Das ist jetzt ein länglicher Text geworden. Mir liegt allerdings als Wissenschaftler viel daran das dieses Konzept von möglichst vielen verstanden wird.

  • Mir liegt allerdings als Wissenschaftler viel daran das dieses Konzept von möglichst vielen verstanden wird.

    Als Umweltwissenschaftler fühle ich da mit dir ;) Aber mir ging es lediglich darum aufzuzeigen, dass eine nicht widerlegbare Behauptung noch lange nicht richtig ist.


    Zitat

    mit jeder neuer positiven Beobachtung wird eine Hypothese glaubwürdiger aber im Rahmen der Methode niemals "wahr" denn eine einzige abweichende Beobachtung (könnte immer die nächste sein), würde bedeuten sie ist falsch und man müsste die Hypothese neu formulieren so das sie auf alle bisher gemachten Beobachtungen zutrifft.

    Im übrigen ist das m. E. auch nicht ganz richtig. Das Beschriebene gilt nur unter vollständig kontrollierbaren Laborbedingungen (ceteris paribus). Die habe ich hier bei Bienenvölkern schon per Definition nicht, dazu kommen noch sehr viele Umweltvariablen. Das Beschriebene kann also sehr leicht zu einem falsch negativem Resultat führen. Daher gilt es hier eine hinreichend große Stichprobengröße zu erzeugen (bei den unsicheren Rahmenbeduingungen müsste diese in der Tat sehr groß sein) damit die nötige Aussagekraft erreicht wird.

  • Der Mensch hat Verstand.....Wissen ist eigentlich Glaubensache, da Wissen zuweilen von der Wissenschaft "revidiert" werden musste.

    Sorry, Sulz, ich schätze Deine Beiträge, aber der ist oberflächlich!


    Wir wissen etwas, aber nicht alles. Und zum Thema Wasseradern und deren ggf. Wirkung auf Organismen wissen wir eher nix.

    Guten Abend beemax.


    Mal abgesehen davon, dass Wasseradern unterirdisch verlaufen, kann ich dieses Thema nur oberflächlich betrachten.


    Es gibt viele Dinge, welche aus Erfahrung gemacht wird.

    Es gibt viele Dinge, welche nach überlieferung von den Vorfahren gemacht werden.

    Aus wissenschaftlicher Sicht, lässt sich einiges davon nicht belegen, aber auch nicht widerlegen.

    Da gibt es auch Dinge, zu denen es keine wissenschaftliche Erklärung gibt.


    Würde man nun dazu eine grossflächige Statistik führen, so würde sich zeigen, welches als Zufall entlarvt würde.


    über Wasseradern, und deren Wirkung, ist kaum Wissen (aus wissenschaftlicher Sicht) vorhanden. Ich bezweifle, dass eine genaue Kartographierung dieser unterirdischen Wasserläufe, in absehbarer Zeit möglich ist. Ohne diese genauen Angaben, lässt sich auch keine Statistik erstellen.


    lg Sulz.


    Ps. habe den Artikel aus der Bienenzeitung (noch) nicht gefunden.

  • Was ich an dieser Diskussion bemerkenswert finde, ist, dass einige die Tatsache völlig ignorieren, dass es "Wasseradern" praktisch nicht gibt.

    Und was um Himmels Willen soll dann eine "Kreuzung" von Wasseradern sein?

    Und selbst wenn es sie gibt: Wie soll man feststellen, wie sie verlaufen?

    Das läuft dann so: Ein Spökenkieker behauptet, dass da eine "Wasserader" ist - was sich gar nicht verifizieren lässt - und dann werden die Auswirkungen der Wasserader untersucht. Verglichen damit ist Homöopathie harte Wissenschaft.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das Thema erschließt sich einer wissenschaftlichen Argumentation genauso wenig wie die Homöopathie. Der Glaube (Placeboeffekt) macht es. Wer daran glaubt sollte danach handeln, es schadet ja nichts. Manche stellen sich auch Buddas in Haus und Garten und fühlen sich so besser und das ist das Wichtigste. Da halte ich es mit dem Alten Fritz, solange es andere nicht beeinträchtigt, soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. VG

    Georgie hat es schön erklärt, hier geht es nicht um Wissen oder rationales Denken, das ist Aberglaube fast schon Religion, die hat eben ihre eigene Wahrheit, in Ewigkeit...

  • Das Thema erschließt sich einer wissenschaftlichen Argumentation genauso wenig wie die Homöopathie. Der Glaube (Placeboeffekt) macht es. Wer daran glaubt sollte danach handeln, es schadet ja nichts. Manche stellen sich auch Buddas in Haus und Garten und fühlen sich so besser und das ist das Wichtigste. Da halte ich es mit dem Alten Fritz, solange es andere nicht beeinträchtigt, soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. VG

    Georgie hat es schön erklärt, hier geht es nicht um Wissen oder rationales Denken, das ist Aberglaube fast schon Religion, die hat eben ihre eigene Wahrheit, in Ewigkeit...

    Amen!