Beeinflussen Wasseradern ein Bienenvolk?

  • Werbung

    Hallo,

    Das hier ist mein erster Beitrag im Forum, darum erst mal ein paar Worte über mich.

    Ich habe seit 2015 Bienen, natürlich habe ich im Örtlichen Imkerverein zuerst einen Grundkurs gemacht und dann mit 3 Völkern angefangen. Einen kompetenten Paten hatte (habe) ich natürlich auch. Momentan bin ich bei 18 Dadant Völkern.

    Im Allgemeinen komm ich ganz gut klar.

    Wenn ich mal ein Problem habe, suche ich auch immer hier und finde eigendlich immer etwas hilfreiches.


    Aber jetzt zu meiner Frage.

    Mein Schwiegervater war erst mit seiner Wünschelrute bei meinem Bienenstand und hat nach Wasseradern gesucht. Er hat (anscheinend) durchaus welche gefunden, manche gingen knapp an einem Volk vorbei. Nur unter einem Volk kreuzen sich zwei Adern. Jetzt ist genau das Volk, seit 2015, immer das, dass sich am besten entwickelt und auch im Ertrag immer vorne mit dabei ist.

    Meine Theorie ist bisher ganz einfach: da ist ne gute Kö drin. Übrigens die zweite seit 2015.

    Ich bin auch nicht der, der unbedingt an die Wasseradertheorie glaubt, lass mich aber gerne davon überzeugen.

    Hat jemand damit schon mal eine Erfahrung gemacht oder richtet jemand seine Bienen nach evtl. vorhandenen Wasseradern aus?

    Im www gibt es dazu durchaus das eine oder andere zu lesen.


    Gruß

    Reinhard

  • Ich glaube irgendwie daran...aber eher umgekehrt. Ich habe Beutenplätze, da entwickelt sich nie etwas - selbst Kunstschwärme werden Murks. Entweder weisellos aus dem Winter, das einzige Volk am Stand ohne Honig, der einzige Ableger, dessen Königin nicht vom Begattungsflug wiederkehrt...immer der selbe Einzelplatz.
    Ich schiebe das mittlerweile auf eine negative Strömung. Sei es Wasserader, Magnetfeld oder was auch immer, vielleicht auch self-fulfilling-prophecy. Eine Rute habe ich aber nicht, und will ich auch nicht haben.

    Dieses Jahr bleibt der Platz leer...

  • Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen:


    Grundwasser sammelt sich flächig im Erdreich. Wasseradern gibt's bestenfalls in Karstgebieten. Wünschelrutengänger versagen regelmäßig bei entsprechenden Tests. Bienenbeuten, Betten oder sonstiges nach dem Ergebnis von Wünschelruten auszurichten ist Unsinn.


    Ich weiß das klingt gemein deshalb möchte ich nochmal klar stellen, dass ich niemandem was böses will.

  • Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen:


    Grundwasser sammelt sich flächig im Erdreich. Wasseradern gibt's bestenfalls in Karstgebieten. Wünschelrutengänger versagen regelmäßig bei entsprechenden Tests. Bienenbeuten, Betten oder sonstiges nach dem Ergebnis von Wünschelruten auszurichten ist Unsinn.


    Ich weiß das klingt gemein deshalb möchte ich nochmal klar stellen, dass ich niemandem was böses will.

    Schöner kann man es nicht schreiben. Wasseradern und Erdstrahlen gehören in das Reich der Engel, Götter,Feen und Einhörner

  • Besonders empfindlich reagiert der Bien auf negative Gedanken des Imkers, deshalb ist es wichtig, dass dieser ganz sicher ist, dass der Standort für die Aufstellung der Beuten optimal gewählt ist. Jede Unsicherheit hierbei kann nicht vorhersehbaren Folgen nach sich ziehen.
    VG

  • @Schwabenimnker:

    Ich würde es einfach mal versuchen, die Wissenschaftler machen auch nix anderes.

    Der Rutengänger soll einen "guten" Platz aussuchen und dann gehts los.

    Das Volk vom "Schlechten" auf den guten Platz gestellt.


    Es sind beides nur Theorien, der Befürworter und der Gegner.

    Wir haben ein begrenztes Wissen, auch alle hier im Forum.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Es sind beides nur Theorien, der Befürworter und der Gegner.

    Nein, das sind keine Theorien; es sind nur Behauptungen. Theorien sind falsifizierbar. Humbug solcher Art lebt davon, dass er sich dem entzieht, gern auch gegen jede Empirie.

    Wie sagt Herr Keuner: "Es ist besser das Unbekannte bleibt unbekannt, als dass die Geheimnisse vermehrt werden."

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Jetzt ist genau das Volk, seit 2015, immer das, dass sich am besten entwickelt und auch im Ertrag immer vorne mit dabei ist.

    ...das ist Deine reale Praxis und diese sollte man nicht einfach wegreden.

    Stelle ein anderes Vok diese Jahr dort hin und schau was passiert. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass soetwas nicht geben kann/sollte.

    Wir haben hier in Allgäuern Ställen, wo Kühe im Anbindestall gehalten werden (werden ja immer weniger) und z.B. eine Kuh nicht aufnehmen will (Besamung) und dass das immer der gleiche Platz ist. Dann holte man sich einen 'Wasserschmecker' der den Stall nach Wasseradern untersuchte und die Vermutung bestätigte, dass dieser Platz im Stall für die Kuh nicht gut ist. Nach dem Umstellen der Kuh, war dieses Problem dann nicht mehr da. Ob Glaube an Wasseradern und anderen Dingen spielt da keine Rolle. Die Praxis zählt. Insofern würde ich Dir obige Empfehlung einfach mal ans Herz legen.

    Wenn diese Volk allerdings ein Volk ist, welches am Rand außen steht, dann würde ich eine andere Erklärung für seine gute Entwicklung vermuten.

    Jonas

  • Für solche Wassseradergeschwurbel bin ich sonst nicht anfällig, überhaupt nicht, vor allem weil da viele zwielichtige Leute unterwegs sind.

    Was ich aber feststelle ist, dass es Plätze gibt an denen ein Bienenvolk nicht gedeiht oder immer unruhig ist. Es gibt für mich also schon was, was die Bienen spüren und wir nicht, was mich aber auch nicht wundert. Ich reagiere halt drauf und stelle da nix mehr hin. Ein Meter daneben ist alles gut! An einem Standort habe ich zwei solche Plätze/Punkte.