Pflanzen um den Beutenbock herum

  • Hallo,


    Ich besitze Beutenböcke der einfachen Konstruktion. Kantholz, Forstnerbohrer und Spindelfüße, so etwas:


    bienenbock_wasserwaage.jpg


    Da drauf stehen jeweils zwei Dadant US Beuten.


    Ich überlege diese irgendwie mit Pflanzen etwas zuwachsen zu lassen.


    Eine Idee wäre einen Halbstamm Obstbaum zwischen die Beuten zu pflanzen.


    Eine weitere wäre ein Paar Himbeeren hier und da, Bohnen währen auch eine Option.


    Warum?


    a) Optik

    b) Windschutz

    c) zu kleiner Garten um die Sachen woanders zu Pflanzen.


    Gerne etwas ohne Dornen, essbar und was mich trotzdem an die Beuten (Kaltbau - seitlich) rankommen lässt.


    Wäre es verkehrt direkt vor die Beuten Himbeeren zu pflanzen?


    Habt Ihr Erfahrung / Vorschläge?


    Grüße aus Hamburg

  • Lass es ! Wenn man um die Beuten rumtanzen kann, ist auch bei Nässe und schweren Zargen mit Schubkarre oder einem Stapel Getränkekisten ergonomisches Arbeiten möglich. Man kann auch mal von vorne ins Flugloch schauen oder rechts oder links einen Ableger oder Kiste abstellen. Minimal 1m Abstand , besser 2m.

    Außerdem werden die Sträucher und Bäume auch idR mit den Jahren größer. Da kann man irgendwann den Beutenständer unter einen großen Baum in den Halbschatten stellen. Aber nicht in den Ständer.

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  • Kannst Du alles machen, es wird Dir aber keine Freude bereiten. Du wirst an den Beuten arbeiten müssen. Also zB bienenbesezte Zargen wo zwischenparken, während Du in den unteren Zargen herumwerkelst. Die Zargen sind wirklich schwer, Du brauchst einen guten Standplatz, ohne Dich verdrehen oder irgendwo drüberbeugen zu müssen.

    Halbstämme sind genau auf der Höhe am dicksten, wo Du selber beim Rumheben Platz benötigst. Kopfbedeckungen, die in Zweigen hängenbleiben, sind auch doof. Dann lieber ein Hochstamm, unter dem Du rumlaufen kannst. Dann wäre vermutlich Dein Garten voll.

    Ja, Du kannst ebenso Himbeeren direkt vor das Flugloch pflanzen. Es kann aber sein, dass es unlustig wird, selbige zu ernten. Bedenken solltest Du dabei auch, dass die Bienen zwar durch die Himbeeren zum Flugloch fliegen können, aber nicht müssen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit fliegen sie lieber dort lang, wo Du stehen möchtest, um dann scharf abzubiegen.


    Fazit: Gönn Dir den Platz. Direkt an den Beuten keine Pflanzen, die stören immer, und wenn Dir nur beim Zargenaufsetzen Blätter in die Beute hängen, während Du keine Hand frei hast. Seitwärts einen dreiviertel Meter, dahinter einen Meter. Direkt davor höchstens flache Pflanzen, die die Front nicht total zuwuchern.


    Langfristig hilft nur ein zweites Gartengrundstück, wo Du Dich austoben kannst.


    Grüße von Kikibee

    Ich möchte auch so eine Imkersgattin: zum Hinterherputzen, Entdeckeln, Einlöten und Abendessen kochen. Ach ja, vermarkten darf sie gerne auch.

  • Vor den Fluglöchern sollte eine Freifläche liegen, damit man erkennen kann, was auf dem Boden vor den Beuten los ist (Krabbler, Hüpfer, Sterbegruppen, anormaler Totenfall). Deshalb sollte in diesem Bereich jeglicher Bewuchs vermieden werden. Ich habe dort Kunstrasen ausgelegt.

    In etwas weiterer Entfernung (>1m) kann man dann vieles pflanzen, wobei auch seitliche Ausbreitungen berücksichtigt werden müssen. Ich habe in diesem Bereich Kornelkirschen stehen, die im Vorfrühjahr Pollen bringen und leicht gepflegt werden können.

    Gruß Ralph

  • Ich würde dir empfehlen die Beuten im Kreis aufzustellen, so daß ein "Hof" nach innen entsteht, in dem die Bienen hauptsächlich gleich nach oben fliegen. So brauchst du keine lange "Einflugschneise" und kommst gut von hinten an alle Beuten heran. Außen herum kannst du das ganze dann mit Pflanzen etwas abschotten und hast einen schönen verdeckten separaten Bereich:

  • Hi,

    ich glaub der Hof innen ist gemeint zum

    Stehen, Flugrichtung wie bei Bruder A. in alle Richtungen ...

    Ich hab ein paar meiner Beuten so stehen, dass sie vorne an eine Bachbett-Böschung grenzen, so dass ich recht schwer ans Flugloch komme. Die Mädels können zwar Top wegstarten, ein paar Äschen und Forellen haben sich an die Futterquelle gewöhnt :D aber zum Arbeiten von vorne sehr unpraktisch ... Ich würde um die Beuten herum auch lieber frei zugänglich lassen ... Selbst hinter den Kisten ist 1m Platz nicht unangenehm ...

    Ich hab meinen OS Verdampfer so gebaut, dass ich von oben durch den Adamsfütterer einblasen kann ...

    LG

  • Das geht auch, die fliegen in beiden Fällen in verschiedenen Himmelsrichtungen heraus, man könnte auch noch die Fluglöcher verschieden gestalten. Meine Begattungskästchen stehen jedenfalls wesentlich dichter nebeneinander und die Königinnen finden trotzdem zielsicher ihr Volk. Wenn sich ein paar Arbeiterinnen mal verfliegen wär das auch nicht weiter wild, denk mal an wasgau immen (? finde den Artikel jetzt nicht) , der sogar ganze Honigräume einfach dem nächsten Volk aufsetzt um so gleich mal die Volksstärken auszugleichen...

  • Ich hab ein paar meiner Beuten so stehen, dass sie vorne an eine Bachbett-Böschung grenzen, so dass ich recht schwer ans Flugloch komme. Die Mädels können zwar Top wegstarten, ein paar Äschen und Forellen haben sich an die Futterquelle gewöhnt :D

    Deine Ausführungen sind geeignet, Neid hervorzurufen! Äschen, Forellen im Bach direkt neben der Beute...

  • wasgau immen (? finde den Artikel jetzt nicht) , der sogar ganze Honigräume einfach dem nächsten Volk aufsetzt um so gleich mal die Volksstärken auszugleichen...

    Ist zwar hier OT, aber ... ;)

    Ich mache heuer 5 Kisten mit 2-Völker Führung ...

    DD-US mit Absperrschied, 2 Kö/Völker pro BZ, Absperrgitter drauf und die Honigräume werden gemeinsam genützt ...

    Deutlich mehr Wärme durch deutlich mehr Bienen ...

    Die Mädels kommen schon klar mit "Verflug" ...

    Ein guter Bekannter gleicht Völker auch aus wenn er es für nötig empfindet... Egal welche Jahreszeit ...

    Ich glaube Verflug ist nur in Verbindung mit V. oder anderen Problemen "nicht so ideal" ;)

    Lg

  • Ich glaube Verflug ist nur in Verbindung mit V. oder anderen Problemen "nicht so ideal" ;)

    Lg

    Deswegen ist es eines, zum Ausgleichen die Honigräume gesunder Völker auszutauschen, oder auch ein als Einheit zu führendes Doppelvolk aufzubauen.

    Etwas anderes ist es, auf dem vermutlich einzigen Bienenstand das Thema Verflug als Krankheitsverteiler zu ignorieren.


    An einem normalen Bienenstand gibt es immer mal wieder ein Volk, welches zu viel Varroen oder mit Nosema Probleme hat, oder sonstwie undiagnostiziert wegen irgendeiner Erkrankung schwächelt. Wenn kein Quarantänestand zur Verfügung steht, wäre die Alternative ein schneller Schwefelstreifen. Hand aufs Herz, wer tut das? Wer will das ausgerechnet einem Imkeranfänger zumuten?


    Gruß
    Ludger

  • Hey Ludger, hi … :)

    Definitiv, wer macht sowas. Ich denke das passiert öfter als man glaubt. Aber, ich glaube es machen die wenigsten die nur ein paar wenige Völker haben. Es ist doch so, dass wenn "man" eher wenige Völker hat, "man" jedes retten und durchbringen will. Quasi nach dem Motto - "Irgendwie schaffe ich das" …"Ach Gott, das arme Volk" ...

    Ich wurde von meinen Paten ganz klar so "erzogen" - in einen Schwächling steckt man keine Energie. Wenn ein Volk aus diversen Gründen nicht "funktioniert" wird es umgeweiselt, aufgelöst (klar hängt von der JZ ab) oder sollte es einen Verdacht auf Probleme geben auch abgeschwefelt. Ich bin jetzt evtl. in der glücklichen Lage immer jemanden "zur Hand" zu haben der immer mit Rat und Tat zur Seite steht und es auch versteht. Genau darum gibt es aber doch für uns Anfänger die Paten, Bienenwarte und andere die sich mit "Problemen" auskennen.

    Gehört es denn nicht auch zur Ausbildung eines Jungimkers dazu, auch ein Volk aufzulösen wenn es sein muss?? Klar, ist nicht toll, aber auch Tiefschläge gehören zum Lernprozess …


    LG