Entdecklungswachsschmelzer bei Messerentdecklung

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    Moin zusammen.


    Wie der Titel schon verrät, trage ich mich mit dem Gedanken, mir von CFM den Entdecklungswachsschmelzer zu gönnen.

    Bisher arbeite ich bei ca. 20 Völkern mit Entdecklungsgabel und Einhängetaschen für das Wachs, aber es fällt auch nicht wirklich viel an.


    In diesem Jahr werde ich erstmals mit dem beheizten Messer entdeckeln, so dass die Menge an Honig-Wachs-Gemisch doch signifikant steigen dürfte.


    Ist es realistisch, den Honig noch über die Einhängetaschen raus zu holen? Ich kann nicht so recht einschätzen, welche Mengen da tatsächlich anfallen. Und bevor ich knapp 1000 Euro raushaue, horche ich doch mal lieber bei euch rein, ob das Not tut.

  • Empfehlen kann ich alternativ eine einfache Deckelwachspresse, d.h. eine Korbpresse aus Edelstahl. Das Wachs kommt dort sehr trocken heraus und der Honig wird zudem nicht erwärmt. Geignete Geräte für die genannte Völkerzahl gibt es schon unter 300 Euro und man kann damit auch andere Sachen pressen (z.B. Obst, und ganze Waben für Presshonig).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich würde auch eine Presse empfehlen, am besten eine Hydropresse, die gibt's inzwischen auch für kleines Geld.

    Die sind sehr effizient.


    Ich kenne niemanden, der mit diesen Einhängetaschen für die Schleuder zurechtkommt.

    Hätte auch noch welche abzugeben...

  • 100kg Entdeckelungspampe hat meine bescheiden dimensionierte Hydropresse aber ziemlich ruck-Zuck abgepresst (Schätze mal so eine Stunde brutto, davon ein Drittel Arbeitszeit).

    Das geht wirklich schnell, auch im Vergleich zu einer Spindelpresse.

    Da dauert es schon deutlich länger, weil der Honig sich mit den langen Presswegen schwer tut.

  • Das tut sicher keine Not, ist aber eine tolle Sache. Zum einen hast du danach noch etwas Honig mehr (ich bin immer wieder erstaunt, wie viel da rauskommt), der laut Analysen von Kollegen ohne nennenswerte Schäden da rauskommt - ich nutze den eher zum Backen und für Met.

    Zum zweiten hast du so schönes Deckelwachs für die Wachsgewinnung - das war mein Hauptziel. Drittens hast du als Nebeneffekt eine Heizschrank zum Auftauen von Honig im Eimer. Da sehe ich auch vor allem den Vorteil zur Presse.

    Trotzdem ist ein Gerät, das viel rumsteht, Platz braucht und Geld kostet.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Bei mir hat sich der CFM Entdecklungswachsschmelzer im gegensatz zum Abtropfen lassen oder ähnliches schon im ersten Jahr ausgezahlt. Allerdings habe ich erheblich mehr als 20 Völker und entdeckle mit einem Messer bzw auch mit einer Gabel als Ersatz. Ich schneide auch kristalisierte helle Waben aus und komme so noch an Honig - wenns sein muss.


    Wenn du glaubst, dass du innerhalb von 1 Jahr zwei eher drei Hobocks nicht abgetropftes Entdecklungswachs zusammen bekommst, dann rentiert sich so ein Ding innerhalb von 2 Jahren.


    Mit dem Fön hast du gar kein Entdecklungswachs und sparst 1000 €. Die Honigmenge ist die gleiche.


    Die 1000 € steckt du in einen Fonds. Der bringt oft mehr als die Imkerei. Man muss nicht alles kaufen was es auf dem Markt gibt. Imkern muss einfach, schonend für Bienen und Imker und preiswert sein.

    lg

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Lustige Diskussion. Jeder weiß dass seine Arbeitsweise die Beste ist. Und was soll ich sagen, alle haben Recht, da es für ihre Verhältnisse gut passt.

    Was man beim Deckelwachs Schmelzer nicht vergessen darf (egal ob Fritz, Logar o.ä.), das ist ein Multifunktionsgerät. Auf Anhieb fallen mir gleich vier Anwendungen ein. Dass so ein Ding ziemlich dufte ist merkst Du daran, dass es Dir vermutlich nicht möglich sein wird so ein gutes Stück gebraucht zu erstehen. Wer nicht gerade knapp am Material ist und nicht unbedingt auf Termin Sortenhonige erntet, dem reicht so ein Teil ohne weiteres bis 100 Völker. Dann macht es Sinn zu einem Komplettgerät noch einen solo Kessel zu erstehen. Eine Füllung schmelzen, parallel einen Kessel füllen beim Entdeckeln.

    Wer nicht so viel hat, der kann den Honig auch einfach mal eine Woche abtropfen lassen und dann nach ablassen dieses Honigs den minimalen Rest mit dem Wachs auszuschmelzen. Dann hat nur eine minimale Menge Honig mal künstliche Wärme gesehen. Es gibt da aber richtige wissenschaftliche Arbeiten darüber, eine HMF Schädigung liegt anschließend nicht vor. Auch nicht wenn jetzt gleich der Sturm der Entrüstung losbricht bzgl. "verbrannter Honig" und Ähnliches.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Zum einen hast du danach noch etwas Honig mehr (ich bin immer wieder erstaunt, wie viel da rauskommt), der laut Analysen von Kollegen ohne nennenswerte Schäden da rauskommt -

    bei 20 Völkern & Messer ist das Ding nach zwei oder drei Jahren bezahlt. Der taut aber zusätzlich noch Eimer auf ohne das man mit Bauchgrimmen aus dem Haus geht wie bei so mancher Selbstbaulösung mit Glühbirne und Computerlüfter.... nach dem zweiten oder dritten Jahr verdient das Ding dann Geld, halten tut es auch zwanzig. Einfach kaufen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife