Vortrag in Berlin

  • Wenn ich in der Nähe wohnen täte, käme ich gern.


    Allerdings gefällt mir dieser Satz


    "Paul Jungels ist der erfolgreichste Züchter von Buckfastbienen."


    überhaupt nicht. Er mag ja wirklich ein herausragender Züchter sein, aber muß es gleich dieser mit nichts eingeschränkte Superlativ sein?!

  • Der Vortrag war sehr interessant und "trotz Korona" gut besucht, allerdings sassen fast alle gut verteilt mit freien Plätzen zum Nachbar, gut so... In der Pause war eine Unterhaltung im Voyer allerdings schwierig, weil alle etwas weiter auseinander gestanden haben, dadurch lauter sprachen und die Geräuschkulisse dadurch sehr hoch war... Vielleicht kann man sich ja hier noch ein bisschen in ungefährlicher schriftlicher Form austauschen?


    Ich habe heute nach kurzer Suche auch einen Link gefunden,

    wo man den Inhalt und auch die vielen Fotos aus seinem Vortrag sehr schön noch mal ansehen kann: https://bv-besigheim.de/news/v…aterial-paul-jungels.html

    Die PDF Dateien zum Vortrag sind dann unter "Näheres zur VSH" zu finden.


    Wie gesagt, der Vortrag war super interessant. Paul Jungels spricht auch ein sehr gutes Deutsch und hat sich auch über Fragen gefreut und ausführlich beantwortet, z.B. die von H. Kohfink, warum er zum VSH Test die Brutzellen nicht einsticht, sondern mit flüssigem Stickstoff einfriert.

    Gleichzeitig hat er im Bezug auf seine Betriebsweise auch immer mal darauf hingewiesen, das es für ihn so am besten funktioniert, aber das andere Betriebsweisen auch sehr gut sein mögen und über Rassen würde er niemals streiten... (nichts von wegen 90% aller Imker machen alles falsch und nur sooo ist es richtig...).


    Das Fazit des Vortrags war, das wir zuversichtlich in die Zukunft sehen können und die Varroamilbe bald Geschichte sein wird, denn unter seinen besten Zuchtvölkern gibt es wohl schon die ersten, bei denen die Milbe dezimiert wird statt sich zu vermehren. Je mehr wir dabei helfen und zusammenarbeiten, um so schneller kann das geschehen. Noch werden aber auch bei ihm alle Wirtschaftsvölker im August mit ca 67% AS + Nassenheider (Brutfrei? Von Scalvinikäfigen war auch irgendwann die Rede...) behandelt, aber die Winterbehandlung wäre immerhin schon nicht mehr nötig.


    Nebenbei fand ich auch sehr interessant, das in Luxemburg der Honig gleich in Gläser abgefüllt werden muß und zu keinem Zeitpunkt, auch nicht "mal kurz", erhitzt werden darf. :thumbup:

  • warum er zum VSH Test die Brutzellen nicht einsticht, sondern mit flüssigem Stickstoff einfriert.

    Sein Argument dazu ist überzeugend: Der Nadeltest lässt beim Zurückziehen der Nadel eine Spur Substanz der eben getöteten Puppe an den Zelldeckelrändern zurück, und es könnte sein, dass die Bienen darauf reagieren.

    Beim Abtöten mit flüssigem Stickstoff (Blechdose mit Stickstoff auf die Brut stellen, 5 min warten, wieder einhängen) bleiben die Zelldeckel unversehrt, und die Bienen können so das gewünschte Hygieneverhalten zeigen, so sie es denn haben.


    Cheers

    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Danke Kruppi , für Deine "Kurzfassung". Ich denke, das war ein ähnlicher Vortrag, den er Anf. des Jahres auch in Celle gehalten hat.


    Interessant ist, und das macht ihn authentisch, dass er einräumt, dass es (noch) nicht ganz ohne Behandlung geht - je nach Volkszustand.

  • Der Nadeltest lässt beim Zurückziehen der Nadel eine Spur Substanz der eben getöteten Puppe an den Zelldeckelrändern zurück,

    ... und natürlich auch ein kleines Loch im Zelldeckel.

    Die unversehrten Zellen zu erkennen, in denen die Maden aber erfrohren sind ist wohl eine ganz andere Geschichte, und wird viel schwerer erkannt. Die es aber können sind besonders zur Auslese geeignet, denn bei VSH geht es darum, das verdeckelte Zelllen mit Larve+Milbe möglichst sofort wieder ausgeräumt werden, damit die Milbe auch nach mehreren Versuchen einfach nicht dazu kommt, sich zu vermehren.

  • Eine kleine Verbesserung möchte ich anmerken. Die fertige Milbe wird nicht ausgeräumt, sondern krabbelt selbst raus.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich fand den Vortrag auch sehr interessant. Nur stelle ich mir das rumhantieren mit dem flüssigen N2 nicht so praktisch vor.

    Was auch interessant war war die Antwort auf die frage wann welches Drohnensperma für die Befruchtung der Eier zum tragen kommt. --> Das wenn die Königen von mehreren Drohen begattet wurde man nicht sagen kann wann welche Drohnen eigenschaften zum tragen kommen, außer es wird künstlich besamt.


    Gruß Christian

  • Mit einem Drohn...

    Ja, und auch die Frage ob die "Drohnenpakete" nacheinander abgearbeitet werden kam mal wieder und wurde gut beantwortet: "Anfangs kann das manchmal solche Tendenzen schon geben, aber mit zunehmendem Alter sind alle gut durchmischt"...

    P.S. devilchris Profil...